Doppelklemme oder Leitrohrschellen?

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Sondermann66

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
da ich demnächst gerne mit der Fotografie beginnen möchte, frage ich mich, was besser ist, weil stabiler :
Der Einsatz einer Doppelklemme, um Leitrohr und Teleskop parallel zu führen oder das Leitrohr mittels Leitrohrschellen zu befestigen.
Beide Geräte sind Refraktoren, der eine 80 mm der andere 127 mm.
Grüße
Sven
 
Hallo Sven,

die Doppelbefestigung ersetzt keine Leitrohrschellen, sondern ist nur eine andere Befestigungsmöglichkeit gegenüber der normalen Huckepack-Methode.

Verstellbare Leitrohrschellen braucht man in beiden Fällen, sofern keine andere Leitstern-Einstellung verfügbar ist (z.B. über Exzenter).

Ich halte die Huckepack-Methode prinzipbedingt für besser was die Steifigkeit gegenüber Verschiebungen zwischen Haupt- und Leitrohr angeht. Müsste man aber im Einzelfall quantitativ bewerten.

cs
Martin
 
Hallo Martin,

huckepack kann das Leitrohr sehr viel Druck auf die Rohrschellen der darunterliegenden Optik ausüben. Das kann dazu führen, dass man den Tubus nicht mehr rotiert bekommt, falls man das (am Newton öfter mal) braucht, bzw. falls die Kamera so montiert ist, dass diese nicht drehbar ist. Man muss den Tubus nicht unbedingt rotierbar halten, aber wenn der Okularauszug waagerecht ins Kippeln kommt oder senkrecht durchrutscht, dann kommt man in Verlegenheit ohne die Freiheit, den Tubus zu drehen.
Je nachdem, welche Ansprüche man stellt (Einzelbelichtungszeit) und je nach Brennweite nimmt man eh besser einen Off-Axis-Guider. Wenn das Leidrohr nocht nicht gekauft ist, kann sich das sogar rechnen. Muss aber mit dem Hauptrohr überhaupt machbar sein.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

wenn ich dich richtig verstehe, meinst du ein Huckepack-LR stört beim Tubusdrehen weil es den Drehbereich einschränkt (wenn es irgendwann an der Dek-Achse anstößt).

Kommt natürlich drauf an wie bzw. wo man das Teil montiert. Erste Wahl ist natürlich direkt auf den Rohrschellen, was aber eine gewisse Materialstärke voraussetzt (die oftmals bei Newtons nicht gegeben ist; schon gar nicht bei diesen Spannband-ähnlichen "Schellen").

Wenn man das LR nur direkt am Tubus montieren kann hast du natürlich prinzipiell recht.


Bei einem Refraktor, und darum ging es hier ja ursprünglich, sollte jegliches Tubusrotieren unnötig sein, somit kein Problem mit dem LR.

Es zeichnet sich ja auch ein Trend hin zu kleinen und leichten 50mm/f4 Leitrohren ab, die kann man dann auch beim Newton weit vorne montieren, ohne beim Tubusdrehen mit den Schellen in Konflikt zu geraten.


cs
Martin
 
Hallo,
ein Vorteil der Doppelklemme ist,daß der Schwerpunkt nicht so weit von der Montierung entfernt liegt.Wenn das Leitrohr oben auf den Rohrschellen des Newton befestigt wird,(so mache ich das auch,allerdings mit HP-Tubus und Multiplexschellen...)wirkt doch ein recht großer Hebel auf die DEC-Achse.Wenn man Montierungsmäßig eh schon an der Grenze ist,wird das zu einem Problem werden.

Grüße Rainer
 
Hallo Martin, hallo Sven, hallo Rainer,
Zitat:
Verstellbare Leitrohrschellen braucht man in beiden Fällen, sofern keine andere Leitstern-Einstellung verfügbar ist (z.B. über Exzenter).

Hmm... verstehe ich nicht. Warum brauche ich in beiden Fällen verstellbare Leitschellen?
Werden beide Teleskope nicht auf einer Schiene befestigt?
Grüße
Sven
 
Hallo Sven,
das funktioniert dann,wenn die Guidecam empfindlich genug ist,um überall einen Leitstern zu Erfassen.
Bei weniger empfindlichen Cams,oder bei "langsamen" Leitrohren muß man die Nachführoptik auf einen hellen Stern einstellen können.
Ein OAG ist sicher die stabilste Lösung,setzt aber eine sehr empfindliche Guidingcam vorraus,bzw eine recht "schnelle" Aufnahmeoptik

Grüße Rainer
 
hallo sven,

ich weiss ja nicht, mit was für einer technik du guiden möchtest (auge, guidercam, standalone) - aber falls du vorhaben solltest über einen standalone-guider nachzudenken, würde ich zumindest statt dem schweren leitrohr und dessen montage eher über das sucher-guiden nachdenken. jenes ist mit einem aktuell erwerbbarem gerät durchaus möglich. wenn du einen stabilen teleskoptubus und entsprechende montage hast, dürften verwindungen und optische driften (da refraktor) kein problem darstellen - und fehlende leitsterne ebenfalls nicht...

r.

 
Jetzt muss ich mal nachfragen, was eine OAG ist.
Ansonsten, das Leitrohr soll der 80/600 Refraktor sein, das große Teleskop 127/952 zum Fotografieren.
Als Guiding - Cam soll die AlCCd 5 zum Einsatz kommen, zum Aufnehmen eine DSI I.
Grüße
Sven
 
Hallo Sven,
OAG steht für Off Axis Guider.
Ob die ALCCD5 empfindlich genug ist bei einem F/7,5 Leitrohr,um immer einen Leitstern zu finden,weiß ich nicht.Ich kenne diese Guidingcam nicht.
Ich hatte mal ein F8,8 Leitröhrchen mit SC1 Webcam,das war schon schwierig...
Jetzt mit F/5 Leitrohr und SC1 mit S/W Chip kann ich irgendwo hinhalten und hab ausreichen Sterne zur Verfügung.

Grüße Rainer
 
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