Downgrade auf...?

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Hinzert_Thomas

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Hallo zusammen!

Ich besitze ein F/5-Newton 200/1000mm auf einer NEQ-5. Da die Monti mit dem Tubus sowohl visuell, vor allem aber fotografisch hoffnungslos überfordert ist, überlege ich zur Zeit, ein Downgrade auf ein kleineres Gerät zu machen. Sicherlich geht mir dadurch erst mal Öffnung verloren, auch wenn es sich im Verhältnis nicht ganz so schlimm auswirken würde. Jedoch scheint mir, als Rookie, dies der bessere Weg, als mich sofort auf eine schwerere Montierung zu stürzen, nur um auf Teufel-komm-raus bessere Fotos zu schießen.

Mein 8" wiegt ca. 9-10kg, die nächstkleinere Stufe, die ich aktuell finden kann, wäre ein 150/1200mm mit 5,9kg (lt. Astroshop). Die Frage, die sich mir jetzt natürlich stellt ist, bringen es diese 3-4kg schon? Ich bin da eher skeptisch, lieber noch weiter runter??? Oder doch eher ein Mak?

Die Frage nach dem Wofür, möchte ich natürlich auch vorneweg beantworten. Aktuell begnüge ich mich noch sowohl visuell, als auch fotografisch mit Mond und Planeten. Allerdings würde ich gerne, sofern möglich, mich auch irgendwann an Deepsky herantasten, sobald ich mit den "Planetarys" zufrieden bin.

Preislich gesehen möchte ich natürlich keine Reichtümer für ein Downgrade ausgeben. Sicherlich wäre es auch verlockend, sofort eine HEQ-6 o.ä. an zu schaffen. Nur, wie gesagt, auch nach einem Jahr bezeichne ich mich immer noch als Anfänger und sollte, meiner eigenen Meinung nach, erst mal noch lernen, lernen, lernen... ;-)

Wie wäre eure Meinung dazu? Danke schon mal im Voraus. ;-)

Thomas
 
Hallo Thomas,

ich würde den 200/100er Newton halten und eine Rockerbox dafür bauen.

Auf der Monti würde ich so etwas wie einen 130/650er Newton oder einen kleinen fototauglichen ED-Refraktor (unter 100 mm Öffnung) andenken.
Du glaubst nicht, was fotografisch mit kleiner Öffnung und kurzer Brennweite, stabil montiert, möglich ist, auch und gerade im Bereich Deep-Sky.

Foto ist nicht mein Fach, was an Gerätschaften da für Dich exakt taugt, wissen Andere besser.

Visuell für DS ist ein 8" f/5 auf ner Selbstbau-RB sehr transportabel und auch schon mit genügend Lichtsammelleistung für DS ausgestattet. Gleiches gilt für das Auflösungsvermögen bei der Mond- und Planetenbeobachtung.

Diese Lösung ist günstig und bringt Dich ordentlich voran.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther!

Behalten würde ich den Großen eh und sei es nur, ihn in nächster Zeit als Gartensternwarte zu nutzen. Das es irgendwann Richtung Dobson geht, schoss mir auch bereits durch den Kopf, zumindest langfristig auf der Agenda, sollte ich dem "neuen" Hobby weiterhin so treu bleiben.

Die Idee mit der Rockerbox gefällt mir gut, Anleitungen dazu fänden sich genug im Netz und Spaß hätte man so ganz nebenbei auch noch. Da werde ich mich mal im kommenden Urlaub reinsteigern.

Du sprichst es an... genau darum ging es mir. Ein kleineres Gerät, mit dem die NEQ-5 locker zu Rande kommt, ohne das man sich gleich zu vielen Möglichkeiten beraubt. Bislang habe ich, abgesehen von Venus, Saturn und Jupiter inklusive den Galileischen, noch nichts gesehen. Ein paar Fotos sind mir ebenfalls gelungen, trotz zeitweise leichtem Wind, einer simplen Motorsteuerung (DMDEQ5) und noch ohne eingescheinert zu haben. Jupiter noch sehr klein und unscharf, aber immerhin bereits mit Wolkenbändern und GRF (Stack aus 15 Bildern). Da ist noch jede Menge Luft nach oben... Jedenfalls sollte das potentiell neue Gerät wenigstens DS-Basics drauf haben.

Ich halte dann den von dir empfohlenen kleineren Newton, bzw. Refraktor mal im Hinterkopf und warte noch auf entsprechende Meinungen aus der Fotoecke. ;-)

Danke dir für den schnellen Input!

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,

ich würde dir raten, als Anfänger die Fotografie zunächst mit ruhender Kamera (zum Beispiel Sternstrichspuren und Planeten-Konjunktionen mit kurzen Belichtungszeiten) und dann Piggyback zu betreiben. Aktuell gibt es ja hier viele Fotos der Venus-Jupiter-Begegnung, sowas meine ich für den Einstieg.

Das bedeutet, dass die Kamera mit einer Halterung am Teleskoptubus befestigt wird, und das Fernrohr der Nachführkontrolle dient. Mit einem Normal- und leichtem Teleobjektiv gelingt hier der wohl beste und preiswerteste Einstieg in die Astrofotografie. Gerade in der Astrofotografie sollte man IMMER in kleinen Schritten anfangen. Ansonsten überwiegt die Enttäuschung.

Es gibt sogar Astrofotografen, die ausschließlich diese Form der Fotografie betreiben.

Zum Thema Teleskop-Downgrade (der aus Stabilitätsgründen auch für Piggyback nötig ist) schließe ich mich Günthers Meinung grundsätzlich an. Allerdings tendiere ich wegen der größeren Öffnung und des günstigen Preises eher zum 130er Newton. Auch wenn du eine Rockerbox für den Achtzöller baust, hast du einen guten Richfielder als Zweitgerät.

Ich kann aus Erfahrung sagen: Kaum etwas ist frustrierender als eine zu instabile Montierung.

CS und VG Christian
 
Hallo Thomas,

Ich besitze ein F/5-Newton 200/1000mm auf einer NEQ-5. Da die Monti mit dem Tubus sowohl visuell, vor allem aber fotografisch hoffnungslos überfordert ist, überlege ich zur Zeit, ein Downgrade auf ein kleineres Gerät zu machen.

ja, das ist eine gute Idee. :)

Sicherlich geht mir dadurch erst mal Öffnung verloren, auch wenn es sich im Verhältnis nicht ganz so schlimm auswirken würde. Jedoch scheint mir, als Rookie, dies der bessere Weg, als mich sofort auf eine schwerere Montierung zu stürzen, nur um auf Teufel-komm-raus bessere Fotos zu schießen.

fotografisch muß es nicht eine so große Öffnung sein. Da geht alles vom Weitwinkelobjektiv bis zum 200 mm Teleobjektiv ohne weiteres Teleskop auf der Montierung noch ohne Autoguiding mit Belichtungszeiten bis zu 3 Minuten, je nachdem, wie gut Du einnordest/einscheinerst.

Damit kannst ohne weitere Anschaffungskosten erstmal in die Astrofotografie reinschnuppern. :)

Wenn Du Dir ne ALCCD5L-IIc als Planeten- und Guidingcam zulegst, wirst mit schmalem Budget auch tolle Sonnenflecken, Mondkrater und Planetenbilder hinbekommen. Und zwar mit einem 150/750er Nerwton zusammen mit einer 3-fach Barlow. Nen längeren Newton würde ich nicht auf die Montierung packen, da wird der Hebel dann einfach zu groß. Der Newton sollte fotografisch ausgelegt sein. Als die "PDS" Version. Und auch mal bei den anderen Shops umsehen. Astroshop ist nicht der alleinige Anbieter...

Da der vorgeschlagene Newton farbfehlerfrei abbildet, sollte die Barlow (1 1/4" reicht locker) aber von guter Qualität sein. Damit sie keine zusätzlichen Farbfehler reinbringt.

Und mit der originalen Brennweite von 750 mm und einer DSLR kannst auch schon etliche Deepskyobjekte fotografieren, dazu muß dann aber die ALCCD5L-IIc als Guidingcam in den 8x50 Sucher adaptiert werden und mit PHD der Montierung die Autoguidingimpulse per ST-4 Eingang mitgeteilt werden.

Den 8"er als Dobson auf eine Eigenbaurockerbox und Du hast visuell nach wie vor die große Öffnung. Ist echt praktisch, wenn das Autoguiding erstmal funktioniert und Du der Kamera nur noch beim Belichten zugucken würdest...


ich hab nen 150/1800er Mak. Bin mit dem für Planetenvideos super zufrieden. Aber für Deepsky visuell sind mir seine f=12 und seine massive Obstruktion zu "duster". So ein Mak ist halt was spezielles ;) Für visuellen Deepsky nehm ich den 150/750er Newton...

Preislich gesehen möchte ich natürlich keine Reichtümer für ein Downgrade ausgeben.

das kann ich nachvollziehen. Du wirst jedoch im Lauf der Zeit erstmal ausprobieren müssen, welche Objekte am Himmel Dich wirklich faszinieren. Und idealerweise dann das genau dafür passende Teleskop zulegen. Irgendwann hast mehrere Teleskope. Das geht den meisten von uns so, wenn sie unterschiedlich große Motive fotografieren möchten...
 
Hallo Thomas,

da du ja die dicke Tonne für´s visuelle halten willst, lass ich das visuelle Beobachten mal völlig außer acht und beschränke mich auf die Fotografie.

Die Wahl des Teleskops hängt maßgeblich davon ab, WAS du fotografieren willst, denn auch bei Deepsky gibt es die unterschiedlichsten Dinge, die man fotografieren kann. Öffnung ist bei der Fotografie erst mal nebensächlich, entscheidend ist abhängig von der Kamera, die Brennweite und vor allem das Öffnungsverhältnis. Ein Mak mit f/12 ist so ziemlich das mieseste was man sich für DS antun kann, Gewicht hin oder her!

Wenn du keine Unsummen ausgeben willst, wirst du vermutlich mit einer DSLR fotografieren oder?

Wenn ja, dann würde ich an deiner Stelle erst mal mit einem leichten Tele anfangen und mich "vorarbeiten". Selbst mit 85mm geht schon einiges: http://astrob.in/108032/D/
Und mit 200mm erst recht: http://astrob.in/141316/H/ oder http://astrob.in/109234/C/

Dazu muss aber ordentlich eingenordet werden und man kann die Ergebnisse mit einem Autoguider auch noch verbessern. Also als weiteren Schritt nen Autoguider besorgen.

Falls du das unbedingt überspringen willst und direkt mit einem Teleskop in die DS-Fotografie einsteigen willst, bietet sich ein kleiner ED (APO) an. So einer um die 80mm Öffnung und um f/6. Damit kannst du zwar durchaus auch ohne Guider was erreichen, aber über kurz oder lang muss da ein Autoguider her. Mit ca. 500mm und einer DSLR lassen sich viele von den schönen bunten Objekten ablichten (M45, M42, M31, Rosettennebel, ...)

Alles was "danach" kommt, kleine Galaxien, Kugelsternhaufen, PNs, ... stellt nochmal wieder ganz andere Anforderungen, die du als Einsteiger vermutlich nicht handhaben kannst und deine aktuelle Montierung auch nicht (Große Geräte, hohe Brennweite, langsame Geräte, extrem lange Belichtungszeiten).

Montierung, da war doch was... Du hast eine EQ5, daher würde ich erst mal dabei bleiben und entweder mit Tele oder einem kleinen ED anfangen.
 
Wow, erst einmal Danke für die vielen Tipps und Hinweise. Ich versuche, das für mich mal ein wenig zu ordnen.

ich würde dir raten, als Anfänger die Fotografie zunächst mit ruhender Kamera (zum Beispiel Sternstrichspuren und Planeten-Konjunktionen mit kurzen Belichtungszeiten) und dann Piggyback zu betreiben.

@copernicus: Piggyback war mir bereits ein Begriff. Mein Equipment habe ich von einem Bekannten gebraucht bekommen, der mich da hingehend auch ein wenig beraten hat (und letztendlich schuld am Astrovirus ist :D). Somit war ich anfangs auf das beschränkt, was ich zur Verfügung hatte. Da ging nicht mehr als afokal, mittlerweile auch fokal sowie Okularprojiziert. Ich bin immer wieder raus und hab herumprobiert, um heraus zu bekommen, was ich möchte, was mir fehlt, etc. und habe entsprechend nach und nach zugekauft. Piggyback wird da wohl der nächste Schritt werden. Mir gefällt vor allem daran, das man nicht ständig wurschteln muss, um von Foto auf Visuell zu wechseln.

Wenn Du Dir ne ALCCD5L-IIc als Planeten- und Guidingcam zulegst, wirst mit schmalem Budget auch tolle Sonnenflecken, Mondkrater und Planetenbilder hinbekommen.

@Sternenfee123: Das wird sicherlich ein Thema. Aktuell begnüge ich mich noch mit der EOS 1100D, die aber nicht für einen Astroumbau in Frage kommt. Zum einen, weil sie noch recht neu ist und ich diese auch für andere Fotos, Natur, Portraits, etc. nutze und zum anderen wegen des mangelnden Crop-Modus. Allenfalls wird da mal eine andere Canon mit Astroupgrade günstig gebraucht geschossen, wenn überhaupt. Von den CCD´s bin ich nämlich sehr angetan. Aber bis dahin brauche ich noch einiges mehr an Erfahrung. Digicam probiere ich ebenfalls zur Zeit aus, Webcam nicht, da ich mich nicht schon jetzt mit der mobilen Digitalisierung, sprich Laptop/Netbook, und 12V-Stromversorgung beschäftigen möchte. Das ist mir noch zu viel auf einmal.

...und mit PHD der Montierung die Autoguidingimpulse per ST-4 Eingang mitgeteilt werden.

@Sternenfee123: Das hatte ich bereits im Vorfeld gecheckt, für die EQ-5 gibts ja neuerdings das RA/DEC-Motorset mit ST4-Autoguider Interface, das sollte wohl für den Anfang zum Üben reichen.

Das geht den meisten von uns so, wenn sie unterschiedlich große Motive fotografieren möchten...

Da liegt der Hase im Pfeffer... wenn ich mir die Jupiter der anderen ansehe, riesengroß und knackig scharf, sieht meiner noch sehr mickrig aus. Bin dennoch stolz darauf und es hat wohl auch den Ausschlag gegeben, mich in dieses Hobby hinein zu steigern, wie es kaum ein anderes bisher getan hat. Dennoch habe ich mich natürlich schon gefragt, wie die anderen diese Größe erreichen. Cropmodus, Nachbearbeitung, Kameraabhängig? Wahrscheinlich etwas von allem. Ich bin jedenfalls motiviert und hätte auch nichts gegen ein kleines Arsenal an Equipment. Andere kaufen sich Motorräder und verballern die Wochenenden auf der Autobahn, ich dagegen habe es lieber etwas "romantischer". :D

Die Wahl des Teleskops hängt maßgeblich davon ab, WAS du fotografieren willst, denn auch bei Deepsky gibt es die unterschiedlichsten Dinge, die man fotografieren kann

@sodiac: Für den Anfang möchte ich einfach nur... anfangen und etwas sehen. Nicht direkt die ganze Bibel, sondern nur ein paar Kapitel zum Anfang. Ich probiere gerne herum und werde, so lange ich wenigstens visuell meinen Blick über den Tellerrand unserer Mutter Erde hinaus schweifen lassen kann, nicht gleich alles in die Ecke schmeißen, wenn es mit der Fotografie nicht sofort hinhaut. Das Ganze hat für mich eh nur den Sinn, sowohl meine Wohnung mit eigenen Fotos zu dekorieren, als auch meinen Kids (Sohnemann ist mondsüchtig [besitzt ein Omegon AC-1], Töchterchen liebt die Sterne) eine Überraschung zu bereiten. Die schauen an ihren Papa-Wochenenden auch immer mal gerne durch die Photonenflak. :D

Wenn du keine Unsummen ausgeben willst, wirst du vermutlich mit einer DSLR fotografieren oder?

@sodiac: Das tue ich aktuell, ja. Aber ich bin da für alles offen. Mich schrecken auch astronomische Preis nicht ab. Nur halt eben nicht bei dem ursprünglichen Thema "Downgrade". Und für den Anfang ist es mit DSLR (Standard 55mm) und Digicam okay, wobei ich das Objektiv und den Autofokus (a)fokal ja nicht nutzen kann. Ergo gehe ich also davon aus, das die Aufnahmen von Astrobin PBack gemacht wurden? Mit entsprechendem Objektiv huckepack wird dann vermutlich der nächste Schritt. Astro-CCD liebäugel ich auch mit, hat aber noch Zeit.

Montierung, da war doch was... Du hast eine EQ5, daher würde ich erst mal dabei bleiben und entweder mit Tele oder einem kleinen ED anfangen.

Ja, die möchte ich auch noch einige Zeit nutzen, da ich einige sinnvolle Arbeiten in diese "halbgare" Montierung gesteckt habe, sprich gereinigt, gefettet, andere Polhöhenschrauben, biegsame Wellen,... Daher werde ich mich wohl auch auf Tele, PB und einem 150/750mm Newton einschießen und das vorhandene Equipment versuchen aus zu reizen.

In diesem Sinne, nochmals Danke an alle. Ihr habt mir schon sehr geholfen...

Gruß
Thomas
 
Hi Thomas,

das erste, was Du machen solltest aus meiner Sicht, ist Dir über die unterschiedlichen Objektgrößen klar zu werden. Ich vermute, da herrscht bei Dir noch etwas Durcheinander. Denn am Teleskop nimmst einfach kurzbrennweitigere Okulare, wenn Du was "größer" sehen möchtest. Die DSLR nimmt aber immer die Brennweite vom verwendeten Teleskop oder Fotoobjektiv. Das hat nix mit "Cropfaktor" zu tun. Das ist lediglich ein blöder Begriff, den die Werbeleute erfunden haben um das Volk zu verblöden. Physikalisch ist das Murx...

Mit dem 150/750 er Newton würde der Mond mit DSLR-Kamera ohne weitere Optik im OAZ etwa so groß wie in dieser Simulation erscheinen:

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/c242bf-1435924866.jpg

Die roten Kreise entsprechen dabei der Telradansicht...

Gleiches Teleskop, gleiche Kamera, aber nun M57 (Ringnebel in der Leier):

Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/5d1acc-1435925352.jpg

Der Ringnebel ist nur so groß wie das weiße Kreuz in der Bildmitte. Also fast nicht zu erkennen...

Ich an Deiner Stelle würde erstmal garkein Teleskop kaufen. Denn jetzt im Sommer hast viele schöne Motive, die mit Weitwinkel- bis Teleobjektiv abgelichtet werden können...

DSLR piggyback auf Deinem jetzigen Newton auf der Montierung macht nicht wirklich Sinn, da zum Gewicht des Teleskopes dann noch das Gewicht der Kamera dazukommt. :mauer:

Was Sinn machen würde, wäre eine Prismenschine kaufen, die Kamera da drauf zu befestigen und so (völlig ohne viel zu schweres Teleskop) nur mit Fotoobjektiven zu fotografieren.

Mit dem Kitobjektiv würde/könnte in etwa sowas dabei rauskommen:

Milchstraße mit 18 mm Brennweite

Schwan mit 55 mm Brennweite

Kalifornianebel ohne Astroumbau mit 80 mm Brennweite:
Link zur Grafik: http://silvia-kowollik.de/astro/EOS-300D/18-55/Californianebel-1.png

Andromedagalaxie mit 200 mm Brennweite

Alle diese Bilder völlig ohne Autoguiding, mehr oder weniger gut eingenordet mit diversen billigen Fotooptiken.
Das ginge natürlich auf der EQ5 genauso. Vorläufig sogar ohne Autoguiding, denn Deine DMD hat wol keinen ST-4 Eingang.

Und den 8" Newton als Dobson daneben zum Spechteln...

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Und nun mit Autoguiding und auf Astro umgebauter Kamera an einem alten 300 mm Teleobjektiv von Orestegor auf der kleinen NEQ-3 aufgenommen:
Aufbau

Ergebnisse

so als Anreiz, was mit Teleobjektiven machbar ist...

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sternenfee,

Himmel, du bist ja voll motiviert und das bei der Hitze. :D

das erste, was Du machen solltest aus meiner Sicht, ist Dir über die unterschiedlichen Objektgrößen klar zu werden.

Öhm, nein. Das ist mir schon klar. Die letzten Fotos mit der Canon hab ich in Verbindung mit einem Baader Hyperion Zoom 8-24mm Clickstop getätigt. Das geht schon. Natürlich hab ich auch diverse Barlows, Plössl, Widefielder etc. hier. Da meine Ergebnisse an bsp. Jupiter dennoch wesentlich kleiner waren, als die Ergebnisse, die ich hier im Forum gesehen habe, habe ich mich natürlich gefragt, wie die Leutz das schaffen, erst recht da einer von Ihnen eine mehr oder weniger simple Digicam verwendet hat (Zauberwort hier heißt wohl "optischer Zoom"). Diese haben aber sicherlich ihr Aufnahmegerät entsprechend ihrem Equipment nahezu perfektioniert und wesentlich mehr Erfahrung, vor allem in der Nachbearbeitung. Da ist es nur wenig verwunderlich. Aber die Objektgrößen sind eigentlich klar.


Ich hatte eher am Rande etwas über Cropmodus bei manchen Cams gelesen. Jetzt, nach erneutem Reinlesen, wird mir aber auch begreiflich, das die Aufnahmegröße weniger bis gar nichts damit zu tun hat.

Denn jetzt im Sommer hast viele schöne Motive, die mit Weitwinkel- bis Teleobjektiv abgelichtet werden können...

Erstmal eins besorgen... :D Hab wie gesagt im Moment nur das Standard-Zoomobjektiv mit max. 55mm. Aber Einkaufsliste wurde schon erweitert.

DSLR piggyback auf Deinem jetzigen Newton auf der Montierung macht nicht wirklich Sinn, da zum Gewicht des Teleskopes dann noch das Gewicht der Kamera dazukommt.

Ja, ne. Das hab ich schon ad acta gelegt und werde ich dann auch nur noch so lange betreiben, bis die Neuanschaffungen eintreffen.

Ich an Deiner Stelle würde erstmal garkein Teleskop kaufen. Denn jetzt im Sommer hast viele schöne Motive, die mit Weitwinkel- bis Teleobjektiv abgelichtet werden können...

Ich will aber... :biggrin: Hm, so eine Rockerbox bau ich bestimmt nicht "mal eben". Klar, jetzt ist eine gute Zeit, abgesehen vom Hitzeflimmern, um gute Fotos zu machen. Aber womit guck ich so lange, wenn die Monti mit Fotoequip bestückt ist und ich noch keine Rockerbox hab? Und visuell ziehe ich noch vor... vorerst. Der Blick durchs Oku mit eigenem Auge ist dann doch mit nichts zu ersetzen.

Was Sinn machen würde, wäre eine Prismenschine kaufen, die Kamera da drauf zu befestigen und so (völlig ohne viel zu schweres Teleskop) nur mit Fotoobjektiven zu fotografieren.

Finde ich eine super Idee. Daher, ist es eventuell eine Alternative, einfach irgendwo günstig eine gebrauchte EQ-3 alt. EQ-5 zu schießen, auf der ich dann das Fotoequip montiere? Wobei das preislich bestimmt fast aufs Gleiche heraus kommt, wie ein 150mm Newton. Hmm... jetzt bringste mich aber ins Schwimmen hier. ?)

Das ginge natürlich auf der EQ5 genauso. Vorläufig sogar ohne Autoguiding, denn Deine DMD hat wol keinen ST-4 Eingang.

Stimmt, kann man aber nachrüsten, gibts auch für EQ-3. ST-4 Autoguider Interface EQ-5

Da muss ich glaub ich mal eine Nacht drüber schlafen, bevor ich mich da festlege...
 
Hi Thomas

"Cropformat", wenn man kein FollVormat hat, Brennweitenumrechnen etc. ist natürlich schon etwas sinnfei. Cropmodus dagegen nicht - der erlaubt bei Videoaufnahmen (ab der 550d) nur die Sensormitte zu nutzen, und das Pixelgerecht sowie ggf. mit höherer Framerate. Wobei ich mit der 600d (noch) nicht die Ergebnisse erreiche, mie mit ner umgebauten Webcam. Aber bequemer ists natürlich schon, erst recht wenn man möglichst minimalistisch unterwegs ist.

Zu deinem eigentlichem Problem:
Bleib bei deiner NEQ5.
Alternativ müsste man höchstens überlegen, richtig Geld in die Hand zu nehmen und deinen 8" ordentlich zu montieren. Was später ja jederzeit möglich wäre, sofern Du genau das willst.
Daher:
Ggf. noch irgendwann die Hanbox tauschen zwecks ST4. Einen 6"F5 Newton oder kleine (halb)-APOs trägt die auch fotografisch, nur bei längeren Hebeln wie eben 6"F8 wirds kritisch - aber fotografisch sind solche Geräte eh nicht die erste Wahl.


Was ICH an deiner Stelle machen würde:
- Rockerbox bauen. Während dem Fotografieren muss ein zweites Gerät zum Spechteln her, und sei es auch 'nur' ein Fernglas.
- DSLR ohne Nachführkontrolle direkt auf die Montierung aufsatteln. Für ein paar Minuten mit 'typischen' Brennweiten bis 300mm muss man nichtmal unbedingt scheinern oder Autoguiden. Um sich in die Bildbearbeitung einzuarbeiten und allerlei Nebenkriegsschauplätze kennenzulernen (respektive unerwartete Probleme), reicht das allemal. Mit jedem Stück technik kommen dann neue Probleme hinzu.
- Entscheidung treffen: Newton oder (ED)-APO? Entscheidung umsetzen und kaufen.
- "Webcamartige" Astrokamera kaufen. Also ungekühlt, kleiner Chip, aber mit ST-4 Ausgang. Zwecks Autoguiding und Planeten/Mond/Sonne.
- ggf. noch ein Netbook, falls nicht vorhanden. Auf Treiberkompatibilität achten; Falls die bereits auch auf 64bit laufen, ebenfalls auf gängige Software zur Steuerung wie phd etc.
- ggf. weiterer Kleinkram, wie Bathinovmaske und Sonnenfilter. Letzteres ist imho. viel zu oft als 'Nebensache' begriffen. Davon abgesehen, dass auch die simpelste Form der Sonnenbeobachtung spannend sein kann, kann man seine Ausrüstung wesentlich ausgiebiger nutzen. Hat fürs gleiche Geld also mehr spass und lernt Ausrüstung und eine Sparte der Bildbearbeitung auch noch besser kennen. Ganz zu schweigen von unsrem Mutterstern.

Soweit die grobe Marschroute. Ich würde wohl noch einige Zeit damit verbringen, das in der jeweiligen Kategorie für mich am geeignetste Gerät zu finden. Kann aber auch schneller gehn. Allerdings brauch ich im Supermarkt auch ab und an mehr als 10 Minuten, um mich für ein Mineralwasser zu entscheiden.

cs
Jürgen
 
Hallo Nasus,

Allerdings brauch ich im Supermarkt auch ab und an mehr als 10 Minuten, um mich für ein Mineralwasser zu entscheiden.

:D Seelenverwandt? :D Das Problem kenne ich nur zu gut.

Cropmodus dagegen nicht - der erlaubt bei Videoaufnahmen (ab der 550d) nur die Sensormitte zu nutzen

Nun, wie gesagt, die 1100D besitzt ihn eh nicht und eine IR-Modifizierung ist auch nicht mit ihr geplant. Dennoch möchte ich mittelfristig bei DSLR bleiben und es mit Teleobjektiv PB versuchen bzw. auf einer anderen Monti probieren (s.u.).

Alternativ müsste man höchstens überlegen, richtig Geld in die Hand zu nehmen und deinen 8" ordentlich zu montieren.

Das wird auf jeden Fall geschehen, auf die eine oder andere Art und Weise, wobei mir die Idee mit der Rockerbox schon sehr gut gefiel. Klar, eine CGEM wäre auch schön, aber ich glaube nicht, das ich große Lust haben werde, jedes Mal das schwere Geschütz ein zu packen. Das ist, meiner bescheidenen Meinung nach, eher etwas für Daheim, ich würde mich, bei dem Preis, über jeden transportbedingten Kratzer ärgern. Eine Eigenbau-Rockerbox hat da einen ganz anderen Charme, kann man individuell gestalten, im Verhältnis günstiger, vielleicht nicht ganz so robust wie Metall, aber da ist es wie mit allem, lässt sich bestimmt herrlich drüber streiten und diskutieren.

Während dem Fotografieren muss ein zweites Gerät zum Spechteln her

Meine Rede, das ist doch das Wichtigste an dem ganzen Hobby. Da habe ich mich nun größtenteils auf Sternenfees Rat eingeschossen, einen kleineren Reflektor auf die NEQ-5 zu packen und irgendwo noch eine Montierung auf zu treiben (gebraucht würde mir hier vollkommen reichen), auf der lediglich das Foto/Videogerät draufkommt, inklusive automatischer Nachführung & Autoguide. :smiley47:

Einen 6"F5 Newton oder kleine (halb)-APOs trägt die auch fotografisch

Ich werde wohl eher bei Spiegel bleiben, Planeten hat man irgendwann durch. Deepsky sehe ich Reflektoren da ganz vorne, mehr Licht fürs Geld. Möchte mich da jetzt aber auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen mit meinem gefährlichen Halbwissen, langfristig ist jedenfalls nichts ausgeschlossen. Bin auch von den SC´s sehr angetan. Aber so eine Anschaffung ist noch weeeeeit weg.

- "Webcamartige" Astrokamera kaufen. Also ungekühlt, kleiner Chip, aber mit ST-4 Ausgang. Zwecks Autoguiding und Planeten/Mond/Sonne.
- ggf. noch ein Netbook, falls nicht vorhanden.

Check, hab ich immer ein Auge drauf, wegen ihrer doppelten Anwendbarkeit als Guider und Planetencam. Dennoch hatte ich für den Anfang mit einem ganz simplen Sucher fürs Guiden geplant. Steigern kann man sich immer noch. Netbook ist vorhanden, ich schiebe nur die Sache mit der Stromversorgung vor mir her, bis ich die oben genannte Kombi Montierung + DSLR + Teleobjektiv + Guiding zusammengestellt habe. So lange ich (a)fokal und/oder PB knipse halte ich mich da noch zurück und betreibe alles per Batterie bzw. Standard-Akkus.

- ggf. weiterer Kleinkram, wie Bathinovmaske und Sonnenfilter

Sonnenfilter wird so bald nicht gebraucht. Das spar ich mir noch auf, da ich momentan überhaupt kein Interesse an der Sonne habe. Kommt vielleicht später, ist ja nicht ausgeschlossen. Scheinerblende ist vorhanden und reicht noch aus, so lange ich bei relativ hellen Objekten bleibe. Aber wer weiß schon, wie lange das noch so bleibt. :smiley47: Ich bekomme allerdings immer mehr den Eindruck, das der "Kleinkram" der eigentliche Geldfresser ist. :)

Visuell komme ich jedenfalls momentan sehr gut klar, mit der Knipserei auch. Was mir wohl noch fehlt ist die Erfahrung in der Nachbearbeitung, da mir noch das Fingerspitzengefühl fehlt, ob aus den Bildern bedingt durchs Seeing nicht mehr raus zu holen war, ob ich Fehler während vor bzw. während der Aufnahme gemacht oder in der Nachbearbeitung nicht alles ausgereizt habe. Dementsprechend werde ich demnächst mal ein paar Fotos in der anderen Rubrik rein werfen um mir Feedback zu holen. Meine Wände brauchen Deko.

Wenn ich aber noch fragen darf... Nimmst du mit Teleobjektiv auf oder durch den Tubus?

Wie immer ein herzliches Danke und allen noch einen schönen Sonntag. :D

Gruß
Thomas
 
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