Drastische Preiserhöhungen bei Celestron

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Hallo Astrofreunde.

Hier ein Zitat von der Celestron Deutschland Startseite:

"Sehr geehrte Kunden,

wie Sie festgestellt haben sind die Preise für viele Celestron Produkte deutlich gestiegen. Dies geschieht derzeit auf breiter Front - fast überall werden derzeit hohe Preiserhöhungen angekündigt, von Lebensmitteln bis zur Optikindustrie.

Die Preiserhöhung bei optischen Geräten geht nicht von uns oder Celestron USA aus.

Die Fabriken in Asien kämpfen derzeit mit galoppierender Inflation, steigenden Rohstoffpreisen und einer Abwanderung von Arbeitskräften von den (teuren) Küstenorten zu günstigeren inländischen Standorten. Daher ziehen zur Zeit ganze Fabriken um. Diese Folgen des schnellen asiatischen Wirtschaftswachstums sind wie gesagt auch in anderen Handelsbereichen bereits zu spüren und werden sich nach und nach auf viele weitere Wirtschaftszweige auswirken.

Einige der größeren Online Händler haben sicher auch noch Geräte zu den alten Preisen am Lager, man wird Ihnen wo immer möglich auf Anfrage ein Angebot unterbreiten wenn Sie diese jetzige Übergangszeit nutzen können.

Wir bitten um Verständnis und würden uns freuen wenn Sie auch weiterhin der Marke Celestron die Treue halten. Insbesondere hoffen wir jedoch, dass man uns dieses Jahr keine weiteren Preiserhöhungen beschehrt."

Grüße

Mark
 
Na Prost Mahlzeit!

Ist also schon wieder die böse "Globalisierung" schuld ... nur diesmal umgekehrt.

Es muss also nu erstmal alles "sauteurer" werden, damit es dann (später irgendwann mal) alles um so doller billiger werden kann ... ?)

Man wälzt also das "unternehmerische Risiko" voll auf die Kunden ab (nach deren Aussage oben)? Dann sollten die Kunden mal schön brav "den Ball zurückspielen", und zwar mit Schmackes, und die auf ihre hohen Preise sitzen lassen. Es ist ein Elend ... oder so :schwitz:

Erinnert auch irgendwie ein bisschen ans Verhalten unserer Ölgesellschaften ... geht das Barrel Rohöl um 5% hoch, steigen die Spritpreise gleich mal um 20% ... geht der Rohölpreis runter, steigen die Spritpreise trotzdem weiter - weil gerade Ferienzeit ist :teufelgrr:

Nehmen ist seliger, denn verzichten - auf mehr und mehr Gewinn.
 
Tja, wenn erst mal alles bei den Chinesen produziert wird, wer wird dann wohl den Preis bestimmen?

CS
Chris
 
...der Nächste, der es dann billiger macht. Also andere asiatische Länder oder Indien.

"It's the economy, stupid"* (James Carville)

*Das stupid gehört zum Zitat und ist nicht als Beleidigung gemeint!!! Stupid sind wir Gelackmeierten alle.

Gruß

Kai
 
Wie "groß" ist eigentlich der deutsche "Markt"?
Gibt es darüber Zahlen?


Grüße

*entfernt*
 
:augenrubbel: :augenrubbel: :augenrubbel: :augenrubbel: :augenrubbel:

Das ist wohl mit das dümmste an Argumenten / Ausreden, was ich je gelesen habe :totlach:

Oh mein Gott, da hätten die besser NICHTS dazu geschrieben.
:help:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Hans_Peter:
Oh mein Gott, da hätten die besser NICHTS dazu geschrieben.
:help:


Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen :totlach2:


Die Lichtverschmutzung steigt, die Teleskoppreise steigen. Durch bessere Vergütungen und eingebaute UHC-Filter müssen die Preise für Teleskope um 50% erhöht werden.
Die Lichtverschmutzung sinkt, die Teleskoppreise steigen. Durch die hohe Nachfrage nach Teleskopen müssen Produktionskapazitäten aufgebaut werden. Das kostet :totlach:

Nix für ungut
MaRKus
 
Was Celestron da schreibt klingt für mich nachvollziehbar und ich persönlich halte es nicht für eine Ausrede.
Das eingangs Lebensmittelpreise erwähnt werden mag nach Ausrede klingen, trotzdem ist meiner Meinung nach viel Wahres an den beschriebenen Umständen.

Ob Celestron das als "Ausrede" nutzt und diese Umstände auf Celestron selbst wirklich zutreffen weiss 'ich' nicht, deshalb mag ich über die Aussage mangels Information nicht urteilen wollen.
Die Vorgänge in China selbst sind hochinterssant und wissenswert, die Veränderung von Preisen für Güter auf dem Weltmarkt auch. Ich würde vor vorschnellen Verurteilungen warnen.
 
Ist doch super wenn ehemalige Billigheimer plötzlich für ihren Kram soviel Geld verlangen wie Qualitätshersteller. Dann verschwindet das Zeug ganz von selbst vom Markt und der Hobbyist kann sicher ganz seinen Motiven widmen, ohne mit der Ausrüstung zu kämpfen. Mich wundert sowieso, daß nach dem vernichtenden Thread zur CGEM überhaupt noch welche davon verkauft wurden (worden sein sollen).

Abgesehen davon erschließt sich mir die Preisgestaltung auf dem deutschen Markt sowieso nicht. Ich habe in jüngerer Zeit eine Astro-Kamera in den USA gekauft und mit Zoll, Steuern und einem Astrodon RGB-Halpha Filtersatz 400€ weniger gezahlt, als den Preis eines deutschen Importeurs für die Kamera allein. Ähnlich konnte ich einen William 98FLT im europäischen Ausland für 1000€ weniger als z.B. bei TS kaufen.
 
Hallo Leute,

wenn sich auf einem Markt quasiidentische Produkte
aus nur einer Fertigung unter verschiedenen Labels tummeln
und dies einem größeren Teil der potentiellen Käufer bekannt ist,
dann ist der Preis das einzige Kaufkriterium das noch bleibt.

Das ist etwas über das die "Macher" in der "Scene" eventuell
einmal nachdenken sollten.
Warum sollte ich denn für ein bis auf kosmetische Details
identisches Produkt sagen wir mal 50% mehr bezahlen,
wenn ich weis, daß das gleiche drin steckt?

Ob nun ein 100/900mm EhDeh in bläulich, weiß, güldoid oder schawarz
daher kommt ist doch sowas von egal. Das Rohr ist schnell umgespritzt,
oder mit Folie beklebt.

Gebietsschutz ist auch nicht mehr durchsetzbar, da den EU
Wettbewerbsregeln entgegenstehend. Außerdem vom Käufer
durch Onlineshopping und Versand sowiso leicht umgehbar.

Also ich verstehe die Preisgestaltung auf dem deutschen Markt auch nicht.

CS,Karsten
 
Zitat von dobson85:
Was Celestron da schreibt klingt für mich nachvollziehbar und ich persönlich halte es nicht für eine Ausrede.


Hä???
Was ist denn daran nachvollziehbar?
Inflation im Lande bedeutet, dass der Wertverfall des Geldes und die Kaufkraft innerhalb des Landes relativ groß ist. Was wiederum bedeutet dass die Währung gegenüber dem Ausland (also uns)an Kraft verliert. Also müsste allein daher schon das Produkt bei uns billiger werden!!!

Arbeiter wandern ab und folgen den Fabriken die im Landesinneren billiger Produzieren!!! Boah, also müssten die Produkte erst recht billiger werden. (Ganz zu schweigen, dass ein Chinese wohl kaum kündigt, da er froh ist überhaupt Arbeit zu haben)

Und dann hofft man noch um Verständnis und bittet uns der Marke Celestron die Stange zu halten und HOFFT(!)dass es keine neuen Preiserhöhungen in diesem Jahr gibt. Ja wo leben wir denn??? Halten die uns denn für ganz besch...?
Baader sagt, man solle den Händlern ihre günstigen (?) Restposten abkaufen bevor sie zu den neuen Preisen angeboten werden. Boah, was soll denn das? Hofft man hier auf Hamsterkäufe und will uns auch noch erzählen dass die alten Preise günstig sind???

Also ich für meinen Teil brauche keine Firma Celestron / Baader um der Astronomie fröhnen zu können. Das ist der Wahrheit, würde Bruce sagen.
Umgekehrt wird ein Schuh´ draus, die Firmen brauchen uns!!

Nochmals, auch wenn Baader noch so darum bittet: Es gibt hier kein Verständis und bleibe dabei, dass diese Begründung von Celestron Deutschland wohl die dümmste Ausrede ist die ich je gelesen habe!!

Gruss Hans-Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Es ist gerade mal ein paar Jahre Jahre her, daß Syntha die Produktion sämtlicher C's (außer C14 soweit ich weiß) aus den USA nach China verlagert hat. Kann mann sich an den 5 Fingern abzählen, daß die Produktionskosten dadurch sicher nicht gestiegen sind und nun soll ich eine solche Begründung glauben? Fracht nach Europa ist sicherlich auch gesunken. Ich hätte eher sinkende Preise erwartet.

Außerdem muß mann mal die quantitative Größe der Preiserhöhung sehen, da gehts ja nicht um 2% oder so, das dürften teilweise bis zu 30%(!) sein. Und dann ist das ja wohl auch noch eine "lokale" Sache in Europa, oder weiß schon wer ob es übern Teich Kostensteigerungen gibt. Allein diese 2 Punkte sind bedenkenswert und lassen eine Begründung wie von Celestron vorgebracht, oder wie die oben angeführten Pauschalbegründungen aus der BWL-Ecke sehr alt aussehen.

Das Instrument dagegen hat jeder in der Tasche - seinen Geldbeutel. Bleibt der zu, denkt mann vielleicht irgendwann bei Celestron nach. Leider hab ich da wenig Hoffnung, Astronomie ist längst zu einem Hochpreishobby mutiert mit entsprechend unvernünftigem Einkaufsverhalten vieler, geprägt von der ebenso einfachen wie falschen Denke, teuer sei immer gleich gut.

Achja und so nebenbei, stimmt das vorgebrachte, warum steigen dann nicht gleich alle Chinaböller um 30%?

nv

 
Die Preisgestaltung vor 20 Jahren ist aufgrund der technischen und wirtschaftlichen Enwicklung mit der heutigen nicht zu vergleichen. Was hat denn beispielsweise ein Notebook vor 20 Jahren gekostet?

Eines muss uns bei allem Jammern (nehm mich da nicht aus) aber schon klar sein, die Chinesen werden mit steigender Industriealisierung und Bildung auch nicht immer für ein Taschengeld bis zum umfallen ackern wollen, genauso wie Energie und Transport immer teurer werden. Ich rechne daher in Zukunft sowieso generell mit stark steigenden Preisen bei Produkten aus China.

Trotzdem, ich verstehe nicht dass Celestron als Marke hier quasi einen Alleingang in Europa versucht, es sei denn man will austesten wie der Absatzmarkt auf Preissteigerungen reagiert, eine Pseudoedelmarke kreieren oder man hält den durchschnittlichen europäischen Astro für kaufkräftiger als den aus den USA. Ich tippe eher auf zweites, Celestron soll langfristig wohl der Audi unter den VW Synthas werden. Das macht m.E. durchaus Sinn weil die Nachfrage nach hochwertigen Astroartikeln zu einem moderaten Preis sicher da wäre wenn im Gegenzug der Wert für den Kunden (Serienstreuung, Kinderkrankheiten...etc) über das Billigniveau erhöht werden würde. Eine einseitige Preiserhöhung ohne Gegenwert im Vergleich zu billigeren Sytha-Marken wird, Informationsgesellschaft sei dank, aber so nie funktionieren.
 
Ok,

nehmen wir einfach mal an, die Behauptung von Celestron-Deutschland stimmt.
Dann werden in Kürze:
- Die Listenpreise von Celestron-USA angepasst
- sämtliche anderen Listenpreise angepasst
- evtl. mit Verzögerung werden durch die gestiegenen Rohstoffpreise auch alle anderen Produkte teurer
- das alles erstreckt sich jedoch nicht nur auf den Astrobereich, sondern auf alle Bereiche.

Was mich aber stutzig macht: Warum erhöht C-D die Listenpreise noch vor dem Mutterkonzern C-USA und dem Fließbandbetreiber Syntha?

cs
Jürgen
 
Hi allerseits,

gestiegene Rohstoffpreise ... Transportkosten ... Lohnkosten ?)

Das alles rechtfertigt keinen so drastischen Preisanstieg von heute auf morgen.

Fabrikverlagerungen als Grund für den Preisgalopp? Hmmmm ... ähhh ... das ist ja wohl "untendurch" ohne dass man das näher erörtert, oder hat Bernd dazu noch was auf Lager ?) ;)

Ausserdem: Solange die China-Währung als wirksames "Regulativ" im dortigen Staatskapitalismus nutzbar ist, brauchen die Chinesen "nix fürchten" ... das geht eher unseren verbliebenen westlichen Produzenten und Lieferanten (nach China) fürchterlich auf den Keks.

Für mich bleibt das (noch) ein dreister Versuch von Celestron der "Abzocke" der hiesigen Hobbykollegen ...

Aber gut, dass es einige aufmerksame Kollegen gibt, die den Markt beobachten ... und gut, dass wir darüber gesprochen haben ... und wohl auch weiterhin sprechen werden. Das bisschen "Macht", das die Kunden im Marktgeschehen haben, sollten sie auch konsequent nutzen ... :)

 
Zitat von Quentchen:
Aber gut, dass es einige aufmerksame Kollegen gibt, die den Markt beobachten ... und gut, dass wir darüber gesprochen haben ... und wohl auch weiterhin sprechen werden. Das bisschen "Macht", das die Kunden im Marktgeschehen haben, sollten sie auch konsequent nutzen

Hallo Astrofreunde.

Und genau aus diesem Grund habe ich den Thread gestartet.

Ist ein richtig sachlicher und informativer Thread geworden.
Danke für die rege Beteiligung.

Grüße aus Hamburg

Mark
 
Hallo Mark

Beim Thema Premiummarke und Zwischenhändler darf man auch nicht die "Optikprüfer" vergessen, welche mit ihrem Messmarketing die Meinungen über "Qualität" lenken.
Die wollen auch ihre Prozente, oder das ein oder andere Teil fürs Optikmuseum haben ;)

Gruß Uwe
 
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