Drastische Preiserhöhungen bei Celestron

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Hi Felix.

Ich habe Dir eine Mail geschickt.


Hallo Ralf.
Ich kann Dein Beispiel erstmal nachvollziehen, dennoch wird es sehr vielen Sachen die ich gelernt habe nicht gerecht, da es zu viele Aspekte nicht berücksichtigt.

Gerne kann ich auch Dir die Mail schicken, die ich auch Felix geschickt habe.

Als Denkanstoß:
Denke mal an Klimaanlagen in Autos.
Sie gab es in den USA schon in den 50/60er Jahren bei Ford wenn ich mich recht erinnere.
In Deutschland sind sie viel später von den Mercedes S-Klassen runtergerutscht in die C-Klassen und mittlerweile in jedem FIAT zu finden.

Zu dem von Dir angesprochenen Thema gibt es sehr viele interessante Dinge zu wissen, denen man aber nicht gerecht wird, in dem man die zunächst naheliegensten Erklärungen bemüht. Das ist nun überhaupt nicht herablassend gemeint, bitte, auf keinen Fall. Ich kann Dein Beispiel wie gesagt nachvollziehen, finde aber, dass zu viele Punkte fehlen, die man beachten sollte.

Zitat von Quentchen:
Sobald nach einiger Zeit die Nachfrage nachlässt, senkt man den Preis etwas ab, und die ersten etwas "minderbemittelteren Schnäppchenjägerartigen" schlagen zu = Preis so um die 2000

Zitat von Quentchen:
Was mich ärgert ist, dass einige Hersteller sich ihren "Innovationsaufwand" (und "Namen") weit über die Amortisierung hinweg noch jahrelang "vergolden" lassen, obwohl deutlich niedrigere Preise in Anbetracht der eigentlichen Produktionskosten und des eigentlichen "Wertes" des Produkts möglich sind, ohne dass das der Hersteller dabei auch nur annähernd Verluste oder "gefährdende" Einbussen erleiden müsste ...

Oft wird da nur eine Art "Produktmonopol" und ein "Name" vom Konsumenten überteuert bezahlt ...

Das ist so in meine Augen z.B. nicht richtig.
Auf die Schnelle möchte ich Dir dazu folgendes empfehlen, sehr hilfreich, um das Thema Innovationsdruck zu verstehen: Produkt-Markt-Matrix nach Ansoff
Kompetenzen müssen aufgebaut und gepflegt werden.
Ein normales Parfum was man kaufen kann hatte im Schnitt über 50 Vorläufer, die gefloppt sind und deren Kosten z.B. auch mitgetragen werden müssen. H&M hat Zeitweise 50 Prozent der Klamotten in den Discount gegeben und der Airback im Auto hat sich auch nicht entwickelt, weil es gratis war, das zu tun.

Wisst ihr noch als Nokia vor 3 Jahren ein Werk aus Deutschland nach Ost-Europa verlegt hat? Alle haben geschimpft: die haben genug Umsatz und wollen nur weiter sparen. Und wie sieht es heute aus? Es sieht schlecht für Nokia aus. Umsatz und Gewinn sagen nicht viel aus. Das mag für einen Laien komisch klingen, ist aber so. Kernkompetenzen sind das wahre Kapital. Schaut Euch mal an warum VW trotz der vielen Schulden so gut eingeschätzt wird oder warum ACS aus Spanien sehr realistisch Hochtief (Baukonzern) übernehmen kann. Gewinn/Umsatz/Preise werden auf den ersten Blick völlig überbewertet. Ja ich weiss, das mag komisch klingen, dass Gewinn und Umsatz angeblich nicht das Wichtigste sein sollen. Wer mehr darüber wissen möchte kann sich mit den Arten des Cash-Flow beschäftigen. Wikipedia ist für all diese Themen aber leider nicht wirklich gut, die Informationen muss man halt bezahlen (Bücher).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Bernd,

ich lerne gerne was dazu ... man lernt halt nie aus :)

Ich hatte das Beispiel eben wegen der Nachvollziehbarkeit etwas "eindimensional" gehalten ... dass da von Branche zu Branche etc. noch die unterschiedlichsten Aspekte und Faktoren ("Lernkurve" etc.) reinspielen ist wohl allen Mitlesern klar.

Na, aber mein "Schimpfen" auf die Quasi-Monopole und ihre Ausnutzung, sowie auf den "Kostenfaktor Nimbus" lass ich mir nicht nehmen ... es ist ja wohl auch nur "verwerflich", wenn man auf der "richtigen" Seite des Marktes steht (= Käufer/Kunde) ;)

Aufmerksame Mitleser (auch in anderen Threads) werden schon bemerkt haben, dass ich speziell auf TV und seine Nagler mit meinen diversen Anspielungen ziele ... :pfeif:

Oder so "billige" Metallteile wie Rohrschellen ... ist da "WO" oder ähnliches eingraviert, wird so ein 10-EUR-Teil mal schnell zum 100-EUR-Luxusartikel ... das sind die "Dinge" in den Märkten, die mich "empören" ... und :erschreck:

Schick mir doch bitte die Liste/Infos ... man lernt nie genug dazu :)
 
Alles klar.

Mich empört bei diesen kleinen, billigen Teilen vor allem der Preisunterschied von USA zu Deutschland.


Telrad, 2" auf 1.25" Adapter, Justierlaser undsoweiter..

Das sind in den USA alles günstige Kleinteile die man halt für sein Teleskop so dazukauft und umgerechnet jeweils so um die 30 Euro zahlen muss.

Hier in Deutschland werden daraus dann plötzlich Sachen, die um die 60 Euro kosten.
Bloß für ein bisschen Metall und Plastik.

Klar kommen auch diese Preise irgendwie zu stande, aber ich komme nicht dahinter weshalb das so ist.
Noch schlimmer finde ich es dann, wenn die deutschen Shops die Sachen nichtmal auf Lager haben, sondern bei Bedarf, also bei Kaufsicherheit des Kunden, dann in den USA bestellen. Der Kunde muss dann 4 Wochen auf die Ware warten und zahlt das doppelte dafür, dass er vor Ort, also in Deutschland dann den Garantiepartner sitzen hat.

Bei Fernglas, Fernrohr, Qualitätsprodukten finde ich das in Ordnung. Bei so Plastik- und Metallkleinkram fehlt mir aber das Verständnis.
 
Hi Bernd,

Noch schlimmer finde ich es dann, wenn die deutschen Shops die Sachen nichtmal auf Lager haben, sondern bei Bedarf, also bei Kaufsicherheit des Kunden, dann in den USA bestellen.

Das ist eine echte Unsitte, um nicht zu sagen Plage, die in sämtlichen Bereichen des Onlineshoppings immer mehr umsich greift.

Sowas finde ich nicht nur als Kunde "hinterlistig", sondern auch aus Wettbewerbsgründen für arg bedenklich ?)

Ich könnt mir vorstellen, dass wenn ein Wettbewerber von mir sowas auffällig oft bzw. dauerhaft mit einem Grossteil seines Sortiments praktiziert, ich ihm ein paar Wettbewerbsklagen an den Hals hängen würde :teufelgrr:
 
Zitat von dobson85:
Bei so Plastik- und Metallkleinkram fehlt mir aber das Verständnis.

Mit dem ganzen Zubehör wird eben das Geld gemacht, so wie im Automarkt mit der Sonderausstattung wo man dann zb. für ein reinpassendes Navi 3000 Euro Aufpreis zahlt auch wenn man so ein Gerät am Markt für 200 Euro bekommt.

Mich ärgerts aber auch wenn ich wie gerade eben wieder mal 150 Euro für 2 mikrige Kleinteile (Prismenschiene, Rohrschellen, Sucherschuhe, Adapter...) zahlen muss die vom Realwert her vielleicht 20 Euro kosten dürften. Aber was solls die Händler wissen eben genau dass man normalerweise nicht umherkommt das Zeug zu jedem Preis zu kaufen wenn man es braucht. Wer tut es sich denn schon wirklich an solche Kleinteile aus der USA zu importieren? Ausserdem leben wir doch in einem System das rein auf Gewinne und Wachstum aufgebaut ist, wem will man also einen Vorwurf machen?

... sondern auch aus Wettbewerbsgründen für arg bedenklich

Falsch, sowas nennt man "Just in Time"!
 
Hi Markus,

... wobei ich aber nicht glaube, dass man "unbesehen" in all solchen Fällen den Händlern den Schwarzen Peter zuschieben kann. Ich glaube z.B. nicht das TS oder APM oder ICS usw. so ein Paar 10-EUR-"Nobelrohrschellen" zum EK von 20 bekommt, und dann "sicherheitshalber" mal 90 EUR "aufschlägt" ... der Zeigefinger sollte da wohl meist Richtung Hersteller deuten ...

Ehrlich gesagt hätte ich ein weniger ungutes Gefühl, wenn der Händler vor Ort sich einen "Gutteil" abgreift anstatt der Hersteller der "Nobelmarkenteile".
Das soll aber jetzt nicht heissen, dass man mir demnächst anstatt 'nen Rabatt 'nen "Netter-Händler-Aufschlag" anbietet :biggrin:
 
Zitat von Quentchen:
... wobei ich aber nicht glaube, dass man "unbesehen" in all solchen Fällen den Händlern den Schwarzen Peter zuschieben kann. Ich glaube z.B. nicht das TS oder APM oder ICS usw. so ein Paar 10-EUR-"Nobelrohrschellen" zum EK von 20 bekommt, und dann "sicherheitshalber" mal 90 EUR "aufschlägt" ... der Zeigefinger sollte da wohl meist Richtung Hersteller deuten ...

Nein überhaupt nicht, die Händler machen das einzig Richtige. Sie setzen die Produkte ja nur zu dem maximal erzielbaren Preis/Gewinn ab. Nur da füttert man meist ja auch nicht nur einen Händler sondern oft einen ganzen Rattenschwanz. Eines ist zumindest klar, der Chinesische Fließbandarbeiter der da unten für 100 Euro im Monat rund um die Uhr schuftet kriegt auch nichts ab also muss es irgendwo dazwischen gewaltig stinken. Aber ist ja sowieso in jedem Bereich das selbe, es lebe die Globalisierung!
 
Wieder mal sehr interessant.

Ein paar Kommentare mag ich noch loswerden :-)


Zitat von night_rider:
Wer tut es sich denn schon wirklich an solche Kleinteile aus der USA zu importieren?

Ich.
Die einzigen Teile meiner Ausrüstung die ich in Deutschland gekauft habe waren: 10" GSO Deluxe Dobson, TS-Justierkappe, Hama LensPen zum Reinigen der Okulare.

Ersparnis dadurch: schon weit über 500 Euro.

Zitat von night_rider:
Sonderausstattung wo man dann zb. für ein reinpassendes Navi 3000 Euro Aufpreis zahlt auch wenn man so ein Gerät am Markt für 200 Euro bekommt.

Das im neuen Mercedes eingebaute, formschöne Navi, welches wirklich toll zur restlichen Innenausstattung passt ist nicht ersetzbar durch andere am Markt verfügbare Navis.
Daher kann der Preis verlangt werden, wenn der Kunde ein Navi möchte, was optisch zum Rest des Autos passt.

Auch hier wieder: Substitutionsgut!

Das 200 Euro Navi erfüllt nämlich folgendes nicht, wenn man eine entsprechende Gesämtästhetik in seinem neuen Mercedes wünscht: "Güter, die dieselben oder ähnliche Bedürfnisse stillen und daher vom Konsumenten als gleichwertiges Ersatzgut angesehen werden." (Quelle: Wikipedia)

Das Bedürfnis "Gesamtästhetik", falls beim Kunden vorhanden wird nur durch das Mercedes-Navi erfüllt.
Ob man den Preis "nett" findet, den Mercedes verlangt, ist natürlich eine andere Frage..
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Was ich damit sagen will:

TomTom stellt Millionen von Navis her. Da sinken die Herstellungskosten drastisch mit der Menge.

Mercedes muss ein Navi für ein Auto bauen. Nichtmal C-Klasse und S-Klasse haben standardmäßig das gleiche Navi verbaut.

Das sind zwar keine Sonderanfertigungen, aber wohl nicht mit Massenware zu vergleichen. Die Losgröße ist sicherlich völlig verschieden voneinander.

Das Mercedes Navi baut sich auch nicht von selbst oder erscheint aus dem Nichts.

PS: Snobeffekt passt wenn man den Bogen wohl überspannen will auch noch mit rein. Oder wenn man "Gesamtästhetik" neiderfüllter ausdrücken mag.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Das Mercedes Navi baut sich auch nicht von selbst oder erscheint aus dem Nichts

Der war gut! Mercedes baut seine Navis nicht selber, die kaufens ja auch für 100 Euro in China genau wo die anderen auch herkommen. Naja sicher da ist noch ein passender Wurzelholzimitat Plastikrahmen drauf der kostet im Einkauf nochmal 5 Euro extra. Das ändert aber nichts an der Sache das die Margen hier exorbitant hoch sind. Aber du hast natürlich völlig recht der einzige Kaufgrund ist rein ein Ästhetischer. Wenn man es haben will muss man den Preis zahlen, genau wie beim Astroklumpert, man hat nur die Wahl drauf zu verzichten oder selbst rum zu basteln.

Nach Österreich darf man zb.Abgabefrei Waren um 22 Euro aus dem EU-Ausland importieren soweit ich weiss da kommt man nicht weit!
Also ich kauf (zumindest wenn Geduld da ist) am Gebrauchtmarkt zu einem Preis den ich auch zu zahlen bereit bin.
 
"Ästhet" sein war wohl schon immer etwas teurer, als sich zum puren "Funktionalismus" zu bekennen.

Die "Navi-Erklärung" mit 'ner etwas teureren "Kleinserienherstellung" zieht aber nur bedingt ... erklär doch mal, warum eine "100g-Weichblech"-Zierleiste eines beispielsweise Ford Fiesta nur ein Zehntel einer gleichgearteten Mercedes-S-Klasse-Zierleiste kostet ... ?)

Ich erkläre es so: Wers hat, dem kann mans nehmen ... ;)

Sogesehen gehören sogar Zierleisten zu den Luxusgütern ... wenns an die richtige Karre genagelt werden :biggrin:

Und so ist es auch mit dem "Astrozeugs" und den diversen "Nobelmarken" ...
 
Hallo Ralf,


erklär doch mal, warum eine "100g-Weichblech"-Zierleiste eines beispielsweise Ford Fiesta nur ein Zehntel einer gleichgearteten Mercedes-S-Klasse-Zierleiste kostet ...

Da hab ich auch schon ganz andres erlebt... ;)

Es kommt noch etwas hinzu: für manche Autos bekommt man auch nach 30 Jahren noch Teile beim Vertragshändler ohne wochenlang über Teilemärkte zu stöbern und Sammlerpreise zu zahlen, bei anderen macht man schon nach etwas über 10 Jahren ein blödes Gesicht weil es mit der Ersatzteilversorgung hapert...und das kann ein 0-8-15 Karren sein, ich red nicht von Exoten wie Tatra 77 oder NSU RO 80...

Um beim Astrokram zu bleiben: manche Hersteller bauen an Objektiven ein was gerade irgendwo vom Fließband fällt, bei anderen kann man bei jedem Gerät einer bestimmten Baureihe denselben z.B. Reducer oder Flattner verwenden ohne daß es Murks gibt.


Viele Grüße Felix
 
Hi Felix,

dass ein Mehr an nützlicher Funktionalität, an durchgehender Qualität und an (After-Sales-)Service sich auch im Preis niederschlägt, finde ich ja OK. Nur steht eben leider oft das eine Mehr in keiner vernünftigen Relation zum anderen Mehr.

Wenn, wie gelesen (CN), man ein fast 20 Jahre altes Nagler noch "ohne weiteres" an die Fam. Nagler "zur Reparatur" schicken kann (aber: keine Ahnung/Angabe ob und wieviel für die Reparatur gezahlt wurde), dann rechtfertigt auch dass einen "kleinen Aufpreis" ... und wer sich mit einem schnellen Gerät in die "Okularfalle" begibt, und als "Ästhet" ;) auf nadelfeine Sternchen besteht, dem bringt so ein Nagler auch den entsprechenden Mehrwert an Nutzen/Performance, den er wohl "gerne" auch mit ein paar Dollar mehr "belohnt" ...

Aber (für mich): Die Relation zw. dem Mehrwert für den Nutzer und dem "höheren" Kaufpreis muss doch noch irgendwie stimmen, "schlüssig" sein .... :)

Interessant fand ich - auch in diesem Zusammenhang - Karstens Bericht über den TAL Refraktor auf der ATH ... die Leute "stören sich" an dem schlichten Design ... ?)
Ist das Teil nu ein Möbelstück ... oder will man damit "präzise" ins Universum blicken .... Mann oh Mann :o :mauer:

Aber anscheinend sind wir schon so "konditioniert", dass die Verpackung und der "schöne Schein" mehr zählt (und "zahlt"), als wahre Funktionalität und Qualität und echter Nutzen ... es soll ja auch Leute geben, die legen sich fürs "Brötchen beim Bäcker um die Ecke holen" einen super tollen riesen Blechhaufen zu, der sich "Geländewagen" nennen möchte ... also wen wunderts da noch :mauer:
 
Noch 'ne kleine Nachbemerkung ...

Alle kennen ja den "Placebo-Effekt" bei Medikamenten - ich denke, dass es sowas auch bei "teuer erkauftem" Astrozeugs gibt:
Man "meint", dass der 3000-EUR-APO "deutlich" besser ist als der für 2000 ... nein, man ist geradezu davon "überzeugt" ... selbes beim 600-EUR-Okular, das "muss" ganz einfach besser sein, nein, man "sieht" es sogar ... ;)

Bei manchen Nutzern und bei mancher Gerätschaft mag es durchaus zutreffen, dass man ein "Mehr" objektiv erfassen kann ... aber bei Vielen und Vielem wird es wohl doch nur "Suggestion" und "Einbildung" sein ... der "schöne Schein" muss gewahrt bleiben, wenn man schon soviel dafür "hingeblättert" hat ... :pfeif: ;)
 
Zitat von Quentchen:
... erklär doch mal, warum eine "100g-Weichblech"-Zierleiste eines beispielsweise Ford Fiesta nur ein Zehntel einer gleichgearteten Mercedes-S-Klasse-Zierleiste kostet ... ?)

Weil die Fiesta-Zierleiste nach einem Zehntel der Nutzungszeit einer S-Klasse abfällt :biggrin:
 
Weil hier gerade in einem anderen Thread die "neuen" Produkte von Celestron angepriesen werden hab ich doch mal geschaut wie sich mein Equipment preislich so entwickelt hat. Ich habe mir damals den Astromaster-90 geholt und der kostete um die 200 Euronen. Jetzt liest man auf der Seite kanpp 300 Teuros, lässige 50% Aufschlag.

Das ist meiner Meinung nach absolute Abzocke am Einsteiger der die Preise der letzten Jahre nicht beobachtet hat. Ich werde für meinen Teil bei dieser Firma definitiv nichts mehr kaufen, meine Entscheidung für mein neues SC ist damit auch gefallen, das werde ich jetzt einfach bei der M-Firma kaufen.

<sarcasm mode>
Herzlichen Glückwunsch und ein umsatzreiches 2011
MaRKus
</sarcasm mode>



 
Zitat von Mac_gc:
[...] das werde ich jetzt einfach bei der M-Firma kaufen.

Da habe ich doch gestern noch ein Meade-Anzeige aus dem Jahre 1997 gesehen, in der ein 70er Refraktörchen auf einer EQ1-ähnlichen Montierung rund 1200 DM gekostet hat.
Der eine zockt früher ab, der andere später. :D
 
Ich habe mir damals den Astromaster-90 geholt und der kostete um die 200 Euronen. Jetzt liest man auf der Seite kanpp 300 Teuros, lässige 50% Aufschlag.

Ich habe für mein Vixen 22er LVW vor nicht ganz 3 Jahren 170 EUR gezahlt ... jetzt kostet es laut Liste ca. 270 EUR.

Einen Vorteil hat sowas natürlich für den "Damals-Käufer":
Will er sich des Teils auf dem Gebrauchtmarkt entledigen, kriegt er jetzt gut und lässig den eigenen Kaufpreis oder gar etwas mehr zurück ... ;)

Aber als halbwegs intelligenter Mensch fragt man sich (wie im Eingangspost) natürlich schon, womit diese exorbitanten Preissteigerungen "gerechtfertigt" sind ... ausser mit dem "Abzockgedanken" der Hersteller ?)
 
Moin Moin,

Orion UK hat in letzter Zeit auch die Preise für die Newton ziemlich erhöht.

Habe für meinen 6"f/5 345€ bezahlt, jetzt kostet der Spaß 456€ ohne das etwas verbessert wurde... .

Gruß Nils
 
Hey Leute
Nicht SCHREIEN, sondern einfach nichts KAUFEN. Die kommen schon von ihrem hohen Ross herunter.

Und meine Überlegung eine CGEM anzuschaffen hat sich somit erledigt. Da reg´ ich mich noch nichtmal auf denn: Ich habe Zeit, viel mehr als DIE. Das sitz ich sogar mit Vergnügen aus :-)

...und wenn mich in einer der nächsten nächtlichen Himmelsführungen in der Sternwarte Besucher fragen was ich von Celestron halte, muss ich diese Preisaktion ehrlicherweise mitteilen...

Gruss Hans-Peter
 
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Zitat von watkin:
REVOLUTION!
Ich sehe Celestron schon zittern vor Angst. :totlach:

Ich sag nur "Hochmut kommt vor dem Fall". Als aktuelles Beispiel kann man sich nur mal Nokia anschauen. Zittern müssen sie ganz sicher nicht, dafür gibt es zu viele Käufer die nach dem Sinne des Marketing kaufen. Aber immerhin haben schon rund 1800 diesen Thread gelesen, ähnliches in anderen Foren nicht ausgeschlossen. Aber vielleicht ist ja auch schlechte Publicity besser als gar keine Publicity :gutefrage:

CS
MaRKus

 
Zitat von watkin:
Zitat von Hans_Peter:
Nicht SCHREIEN, sondern einfach nichts KAUFEN. Die kommen schon von ihrem hohen Ross herunter.

REVOLUTION!
Ich sehe Celestron schon zittern vor Angst. :totlach:

Na, watkin, da bin ich aber anderer Ansicht ...

Die Astrokollegen in DE sind doch wohl "überschaubar" und doch auch ziemlich "vernetzt" ... und wenn auf diesem Wege der Information und Argumentation ein Grossteil derer zur gleichen Überzeugung gelangt, wird sich das mit Sicherheit in den hiesigen Absatzzahlen niederschlagen.

Meines Wissens hat Celestron wirklich nix besonderes, was nicht andere auch haben ... diese dann aber eventuell doch deutlich preiswerter :cool:
 
Hallo zusammen,

bei mir war eine CAM in Planung, wie Hans-Peter werde ich die Anschaffung jetzt erst mal vergessen.
Bin einfach nicht bereit für das gleiche Produkt einen solchen Aufschlag zu zahlen.

Als Kunde kommt man sich schon ein wenig veräppelt vor, wenn man innert 24h einen Sprung von 649 auf 799Euro sieht.
Das Wolfi diesen Preis dann am Tag der Preiserhöhung noch als einmalig günstig im Biete-Board bewirbt, war für mich das Tüpfelchen auf dem i.
Kaufe ja sehr gerne bei TS ein, aber irgendwie kam das bei mir total falsch rüber...

Aber was solls, wer aktuell nicht auf der Suche ist wird in ein paar Wochen kaum noch wissen das es diesen Preissprung gab und trotzdem kaufen.

Gruss aus der Schweiz
Kai
 
Hallo,

die CGEM ist bei Wolfi schon wieder etwas im Preis gefallen, aber immer noch über dem Ausgangsniveau vor der Erhöhung ;)

Gruesze,
Karsten
 
Zitat von watkin:
Zitat von Hans_Peter:
Nicht SCHREIEN, sondern einfach nichts KAUFEN. Die kommen schon von ihrem hohen Ross herunter.

REVOLUTION!
Ich sehe Celestron schon zittern vor Angst. :totlach:

Hallo Watkin
Ich meinte das in keinster Weise spassig. Der deutschsprachige Astromarkt ist nicht so groß, als dass sich sowas nicht rumspricht und in den Verkaufszahlen wiederspiegelt. Da der kleine Markt überschaubar und daher recht umkämpft ist, wird dies zumindest der Importeur merken.
Warum schreibt ER eigentlich nichts dazu???

Achja, die CGEM kostet nun laut Liste: 1875,00 € !!!

Gruss Hans-Peter
 
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