Drehbank für ATM-Tätigkeiten

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andres

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Hallo Astrofreunde!
Ich überlege schon seit einiger Zeit, ob ich mit eine Drehbank bauen soll oder nicht. Anweundsgebiete hätte ich sehr viele, angefangen bei den Adaptern... Erfahrung mit Drehbänke durfte ich zum Glück bisher reichlich sammeln, da mein Vater so ein Gerät besitzt... ;-) Leider wohnt er zu weit weg... Kennt ihr jmd. der schon so eine Maschine gebaut hat? Ich denke natürlich an eine kleine Drehbank, "EMCO Unimat"-Größe (Modellbau)...

Gruss,
Andres
 
Hallo,
Ich hab eine Drehbank für 1000 .-DM im Bauhaus gekauft. Die ist sicher nicht erste Sahne, aber für einfache Dreharbeiten, Steckhülsen, Adapter etc. geeignet. Auch eine Leitspindel zum Gewindeschneiden ist da. Wenn Du Erfahrung hast, dann weißt du ja was man an der Drehmaschine verbessern und ergänzen kann.
Die Drehmaschine gibts immer noch für ca. 500 Euro.
Grüße Martin
 
Hallo Andres,

ich habe mir mal eine einfache Drehbank selber gebaut. Das Teil funktioniert einigermassen, leider kann ich aber keine Gewinde damit drehen (deshalb habe ich mir jetzt was Besseres bestellt :-)

Link zur Grafik: http://www.skyviewer.de/tmp/drb.jpg

Ich würde mich an Deiner Stelle auch mal im Baumarkt oder evtl. Fachhandel erkundigen. Sowas zu bauen macht zwar Spass, aber lohnen tut es sich nicht.

Viele Grüße,
Reinhard

HP: http://www.skyviewer.de
 
Hallo Andres,

von den käuflichen Miniaturdrehbänkchenen in Spritzguss-Bauweise halte ich nicht viel. Wenn sich jemand im Maschinenbau auskennt, kann sich sicher etwas wesentlich stabileres bauen. Auf jeden Fall muß man Gewinde anfertigen können. Ob sich der Selbstbau einer Drehbank lohnt, läßt sich allerdings nur schwer beantworten. Möglicherweise ist es für den, der sich mit Drehbänken auskennt einfacher, eine Billigdrehbank zu kaufen und diese zu verbessern als sie von Grund auf selbst zu bauen.

Aus Erfahrung würde ich die Drehbank nicht kleiner als meine http://zellix.bei.t-online.de/drehb.htm empfehlen. Sie hat zwar auch einige Macken; aber wenn man sie kennt, kann man sich darauf einstellen. Hat die Drehbank nur ein 80er Dreibackenfutter, so finde ich es schon als Handicap.

Ach ja, noch was: wenn man mal eine Drehbank hat, wünscht man sich das eine oder andere Zubehör, Messwerkzeug, Drehstähle, Fräsaufsatz usw... Man darf also nicht glauben, dass das Ganze billig wird. Es ist genauso wie beim Hobby Astronomie auch: Es kostet Geld - zum Teil sehr viel Geld...

Viel Spaß beim Drehen und Sternegucken wünscht Nirosta
 
Hallo Marty,

mit so einem Teil liebäugel ich schon seit langem. Mich würde mal interessieren, welchen Durchmesser die größtmöglichen Bauteile haben, die man mit so einer einfachen Maschine bearbeiten kann. Ist es so, daß du bis zum doppelten der Spitzenhöhe gehen kannst (das wäre dann ja der Durchmesser der Bauteile)? Oder bleibt die Maschine bei der Belastung einfach stehen, weil die Motorleistung zu schwach ist?

Danke im voraus für deine Antwort!

Gruß und
 
Hallo Ralph,
Der Motor könnte kräftiger sein. Man hat aber zwei Gänge, dadurch reicht die Kraft aus, wenn man vorsichtig arbeitet. Wenn man so wenig Erfahrung hat wie ich, ist es gut wenn die Drehbank stehen bleibt, statt den Stahl oder das Werkstück durch die Gegend zu katapultieren! Der Durchmesser wird durch den Weg des Support begrenzt. Ich hab ein 4-Backenfutter mit 100mm Durchmesser eingebaut, trotzdem benutze ich gelegentlich das 80mm 3-Backenfutter, wegen der besseren Bewegungsfreiheit des Supports.
Zubehör für die Drehbank habe ich gleich auf Vorrat auf dem Flohmarkt gekauft. Da bekomme ich Zubehörteile in guter Qualität preiswert. (Mitlaufende Spitze, Support zum ausdrehen, Stähle, Bohrer, Bohrfutter für den Reitstock...) Was mir meist fehlt ist Rundmaterial
Grüße Martin
 
Hallo Marty,

vielen Dank für die Antwort! Dann scheinen die Dinger für alltägliche Arbeiten, die man beim Teleskopbau so braucht, tauglich zu sein. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Gruß und
 
Hallo Andres,
ich benutze eine Rotwerk EDM300, also auch so ein Baumarkt Billigteil für ca. 550 bis 650 Euro (je nachdem, wo man kauft). Funktioniert eigentlich sehr gut, man muss nur wesentlich langsamer arbeiten (geringer Vorschub), als mit großen Maschinen, weil sie sonst zu schwingen anfängt, so dass die Oberfläche des Drehteils "zerhackt" wird. Durch das langsame Arbeiten hat man aber den Vorteil, dass man viele Teile ohne Flüssigkühlung bearbeiten kann (Alu, Messing), das ist nämlich eine ziemliche Sauerie (trotz zusätzlichem Spritzschutz...)
DIE EDM-300 kann auch zum Gewindeschneiden verwendet werden. In der Basisausstattung für metrische Gewinde und per Umrüstsatz auch Zoll-Gewinde. Baugleiche Maschinen gibts auch unter anderem Namen. Die Spitzenhöhe ist 90 mm, also theroretisch für Drehteile bis 180 mm über Bett geeignet und mit 300 mm Spitzenweite dürfte alles, was sich mit so einer kleinen Maschine überhaupt bearbeiten lässt, auch ausgeschöpft werden. Es gibt noch kleinere Maschinen, aber die eignen sich dann wirklich nur noch für Modellbau.
Man sollte die Zusatzkosten für Drehmeissel, Messwerkzeug (Messuhr mit Stativ ist ebenso unentbehrlich wie ein guter digital Messschieber) etc. nicht unterschätzen. Und dann den Zeitaufwand... Trotzdem eine tolle Sache, die auch viel Spaß macht. Übrigens habe ich auch keine Ausbildung im Metallbereich und leider auch niemanden, der mir irgendetwas gezeigt hätte. Ein paar Bücher und ausprobieren fühen auch zum Ziel.

Gruß,
René
 
Re: Drehbank für ATM-> RC oder Optimum

Ich überlege schon seit einiger Zeit, ob ich mit eine Drehbank bauen soll oder nicht.

Hallo Andres,

ich glaube nicht, dass es Sinn macht sich so eine kleine Maschine selber zu bauen (es sei denn man macht es wegen des Bauens). Die Präzision und Stabilität die man braucht ist doch enorm, d.h. die Herstellung entsprechender Prismenvorschübe ist aufwendig und teuer. Ich hab mal selber die Idee für eine CNC-Fräse gehabt, aber bei den Preisen für die Schlitten (zwischen 500,- und 100,- Euro pro Stück wohlgemerkt!) dann das Projekt erstmal auf Eis gelegt.

Ausserdem braucht man sowieso viel Zubehör wie Drehmeissel, Planscheiben, Lünette, 3-Backenfutter, 4-Backenfutter, Wechselzahnräder fürs Gewindeschneiden usw. - wenn Du Dir mal die Zubehörpreise anschaust dann schlackern einem die Ohren. Aber im Paket mit einer Drehbank bekommt man das Ganze konkurrenzlos günstig.
Das ist wie in der Astronomie. Die "billigen" China Import-Geräte von RC-Machines oder Optimum sind vielleicht nicht das nonplusultra an Verarbeitungsqualität und vielleicht nicht für den harten Alltagseinsatz in der Industrie (Edelstahl drehen) geeignet, aber fürs Heimwerken (Alu, Kunststoff, Messing) reichen sie allemal und wie bei den China-Röhren kann man auch hier durch Feintuning noch allerhand aus den Maschinen rausholen.


Auf keinen Fall würde ich jedoch eine der kleinen Micro-Drehmaschinen aus dem Baumarkt nehmen. Die taugen IMHO nur für kleinste Drehteile im Modellbau (Eisenbahn, Schiffmodell). Allein schon wegen der fehlenden Masse schwingt dann die Drehbank unkontrollierbar, mal schnell eine Hülse aus Alu-Vollmaterial zu drehen wird zu einem Kampf gegen die Maschine und den zu schwachen Motor.


Wenn schon klein dann z.B. die hier

OPTI D 140 X 250 VARIO Euro 549,-

(siehe S. 30 unter Optimum Mschinen )

Die hat wenigstens etwas Masse und vor allem schon einen eingebauten Frequenzwandler für die stufenlose Drehzahlregulierung.

Richtig Sinn macht aber das Drehen von astronomischen Zubehör IMHO erst mit der nächstgrösseren Klasse z.B. die hier

D 240 x 500 G
(Optimum Katalog S. 31)

Ich hab selber diese Maschine seit 1 Jahr und bin recht zufrieden. Allerdings habe ich nicht den Optimum-Preis gezahlt sondern das baugleiche Modell von RC-Maschines für 2/3 des Preises erstanden (wohlgemerkt alles sind nur Listenpreise...). Das RC-Modell ist zwar nicht so hübsch angemalt, aber meiner Meinung nach vom selben Hersteller. Jedenfalls konnte ich bei der Optimum aus dem Baumarkt (ausser der Farbgebung) keine Unterschiede entdecken!?

RC2555 Euro 1156,-
(siehe hier RC-Machines )

Das Ding wiegt dann ordentliche 110kg und hat jede Menge Zubehör dabei:
Feststehende und mitlaufende
Lünette, 3-Backenfutter Ø 125 mm,
4-Backenplanscheibenfutter
Ø 125 mm, Planscheibe,
1 feste Zentrierspitze MK3, 1 feste
Zentrierspitze MK2, 4-fach
Stahlhalter, Wechselräder, Spritzwand,
Spänewanne, Werkzeugkasten.

Auch von den Drehweiten her usw. kann man problemlos auch mal grössere Teile machen:

Max. Drehdurchmesser über Support 130 mm
Spitzenweite 550 mm
Spitzenhöhe 125 mm
Empfohlene Drehstahlhöhe 12 mm
Max. Drehdurchmesser über Bett 250 mm
Max. Drehdurchmesser über Support 150 mm

Und vor allem man kann sämtliche metrischen und amerikanischen Gewinde schneiden!

*******
Was kann man mit so einer Maschine dann tatsächlich machen? Also im Lauf des letztzen Jahres habe ich u.a. folgende Dinge gemacht:

- 80mm D Kurzsäulenflansch für Vixen-Montierung
- Ronchi-Okular
- 2" Adapter für ein Okular
- Zwei 1 1/4" Filterräder mit 15mm Bauhöhe fürs Bino
- Helikalfokussierer
- diverse Adapter teils mit Gewinde
- dutzende kleiner Alu- und Kunststoff-Knöpfe, Schrauben usw. was man halt so dauernd braucht.

Wo die Grenzen bei dieser Maschine liegen spürt man aber auch. Spätestens wenn man einen 23mm Bohrer zum Aufbohren eines Alu-Rundstückes nimmt um sich Zeit zu sparen merkt man, dass auch diese Drehbank in Schwingungen gerät und rumschruppt. Die Drehbank eines Bekannten (ich schätze mal die wiegt so gegen 500kg) lässt sowas natürlich noch unbeeindruckt.

Optimieren kann man die Drehbank auch. Ich habe z.B. die Prismenflächen nachpoliert, grössere Handräder mit drehbaren Hülsen montiert. Vielleicht montiere ich demnächst noch 2 Digitalmess-Schieber um der Rumrechnerei mit den unbequemen Skalen (Teilunf 0.02mm bzw. 0.04mm) zu entgehen.
Dann will ich mir noch einen Prismensupport besorgen um einfache Fräsarbeiten ausführen zu können.
Ach ja und ein Frequenzwandler steht auch noch auf der Wunschliste, damit das lästige Umspannen des Keilriemens entfällt...





 
Re: Drehbank für ATM-> RC oder Optimum

Hallo,
Bei der Drehbank EDM 300 DS von Rotwerk handelt es sich nicht um eine Microdrehbank. Von der Größe her ist sie mit der von Dir vorgeschlagenen Opti 140 250 vergleichbar (Die Höhe über Bett ist 180mm und die Länge 300 das Gewicht beträgt 39 kg und eine stufenlose Drehzahlregelung hat sie auch) Die Betriebsanleitung kannst Du hier einsehen. http://www.hobbymarkt.de/werkzeuge/download/EDM300DS.pdf
Wie sie im im Vergleich von der Qualität abschneidet kann ich natürlich nicht sagen. Da die Preise aber in etwa vergleichbar ist nehme ich nicht an daß da große Unterschiede bestehen.
Daß man sie nicht mit einer erheblich teureren und schwereren Maschine vergleichen kann ist selbstverständlich.
Grüße Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Drehbank für ATM-> RC oder Optimum

Danke für alle wertvolle Tips! Hier habe ich eine interessante Webseite gefunden, von jmd. der sich schon 2 Drehmaschinen gebaut hat und mittlerweile eine 3 baut. Werde mal noch ein wenig überlegen, ob sich der Selbstbau sich lohnt. Ich baue ja sowieso sehr gerne ;-)
Gruss,
Andres
 
Re: Drehbank für ATM-> RC oder Optimum

Hi,

stellt sich nur die Frage, wie du ohne Maschinen eine Maschine bauen willst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> und ob sich das lohnt, in der Zeit schleifst du einen Spiegel (von Hand), daß du dir damit so viel Geld sparst wie mehrere gebrauchte Drehmaschinen kosten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> . Ich weiß zwar nicht wovon ich rede, aber ich bin gelernter Werkzeugmacher und mittels Weiterbildung so ein kleiner Ing. für Maschinenbau...
...aber jedenfalls noch viel Spaß beim Basteln... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ...paß aber auf, daß die Komponenten für die Eigenbaudrehbank nicht teurer als eine fertige Maschine sind.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" />

Johann
 
Re: Drehbank für ATM-> RC oder Optimum

Bei der Drehbank EDM 300 DS von Rotwerk handelt es sich nicht um eine Microdrehbank. Von der Größe her ist sie mit der von Dir vorgeschlagenen Opti 140 250 vergleichbar (Die Höhe über Bett ist 180mm und die Länge 300 das Gewicht beträgt 39 kg und eine stufenlose Drehzahlregelung hat sie auch)


Hallo Marty,

jo die sieht auch gut aus. Ich meinte halt die Minibänke, welche man schier gar in die Einkaustüte packen kann und dabei trotzdem noch recht teuer sind (weil Baumarkt)

 
Re: Drehbank für ATM-> RC oder Optimum

Hallo,
Ja da hast du recht. Ich würde mir heute sicher auch eine etwas größere Drehbank kaufen, und etwas mehr Geld auf den Tisch legen. Ich stoße doch ziemlich schnell an die Grenzen meiner Maschine. Andererseits kann ich mir natürlich auch nicht jedes Jahr eine neue Drehbank kaufen. Zur Not kann man ja bestimmte Arbeiten auch in Auftrag geben, wenn dazu die kleine Maschine nicht ausreicht.
Grüße Martin

 
Re: Drehbank für ATM-> RC oder Optimum

Hallo Andres,

auch ich kann Dich nur ermutigen, Dir eine Drehbank zuzulegen (auch wenn das Zubehör nochmal ziemlich ins Geld geht, aber das kennen wir ja von unserem Hobby). Ich habe mir vor Jahren eine Quantum 210x320 (siehe http://www.quantum-maschinen.de) gekauft und das ist fast mein meistgebrauchtes "Astrozubehör". Ich habe aber auch Glück, weil mein lokaler Altmetallhändler eine wahre Fundgrube für Rohmaterial (Alu und Messing) ist. Wenn ich dort mit meinem Farbeimer "einkaufen" gehe, komme ich in der Regel mit 20 bis 25 kg Rundmaterial zurück (2 Euro pro kg). Wenn Du so eine Quelle nicht findest, kann das Material schnell ziemlich teuer werden.
Auf meiner homepage ( http://www.robert-pudlo.de , dort astronomy, dann projects) findest Du ein paar Sachen, die man mit einer Drehbank anstellen kann.
Ach ja, wegen Kühlung/Schmierung: Früher habe ich bei Alu immer Spiritus aus einer Spritzflasche genommen. Geht gut, macht kaum Sauerei, verbraucht aber viel. Inzwischen sprühe ich mittels Airbrush nur minimale Mengen, geht super.

Gruß,

Robert
 
Hallo Leute,

auch ich wälze seit längerem Kataloge und Prospekte mit Lünetten, Teilapparaten, Multifix, etc. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Hier mein Senf zum Thema Hobbydrehmaschine - klar, wenn die Decke die nötige Tragfähigkeit hat und es der Geldbeutel hergibt, ist schwerer immer besser, z.B. aus Deutscher Produktion von Wabeco

Die Standard-Kleindrehmaschine aus dem Baumarkt ist wohl das Modell C2 vom Hersteller Sieg in Shanghai

Verkauft werden die Teile als Rotwerk, RC, Artec, Einhell, ...
Ich habe letztes Wochenende mit den Leuten vom dh-Center (allesamt sehr nette Schwaben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />) gesprochen; die machen den Service für Rotwerk und bieten auch eine CNC-Steuerungen für die Dreh- und Fräsmaschine an. Das neue Modell der Rotwerk-Maschine hat einen Schnellspanner am Reitstock und soll eine deutsche Elekronik haben, die angeblich keines der anderen Modelle hat.

Mein (noch theoretisches) Fazit: die Drehmaschinen aus dem Baumarkt sind so wie die Taiwan-Dobsons: viel Material für's Geld und mit ein bischen basteln funktionieren sie ganz ordentlich.

Die ultimative Site zur Kleindrehbank gibt's hier

Gruß
Stefan
 
Was man aber nie vergessen sollte:
Zu einer Drehbank gehört unbedingt auch eine Fräsmaschine (ist so, wie ein Zwilling ohne sein´n Bruder...).
Sonst gehts Euch so wie mir: Außer mal was runddrehen oder was ablängen geht da nicht viel.
Geht schon los mit radialen Löchern bohren, eine Nut fräsen.... Das wird ein Faß ohne Boden, wenn man mal Blut geleckt hat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" /> .
 
hallo Andreas,

ich kann das was Peter gerade gesagt hat nur voll unterstützen.

Ich baue auch ziemlich viel selbst - habe aber nur eine Fräsmaschine.
Nachdem das mit den Ausdrehköpfen nicht so optimal funktioniert, habe ich mir aus einem grösseren Schneckengetriebe eine Art Teilapparat gebaut. Dort kann ich Teile aufspannen und mit einem Akkuschrauber drehen. Dann wird mit normalen Fräsern "gedreht". Das geht sehr gut - nur Gewinde kann man natürlich nicht machen.

Insgesamt habe ich die Drehbank noch nicht vermisst. Nen einfachen T2-Adapter oder so kaufe ich dann für ~20 euro lieber fertig.

Nach meinen Erfahrungen ist die Fräsmaschine eher wichtiger als ne Drehbank. Am besten natürlich beides!

clear skies

Wolfgang

 
Hallo Andres,
eine andere Alternative wäre eine ältere gebrauchte Industriemaschine. Die arbeitet zwar nicht mehr aufs tausendstel, aber das tun die Teile aus dem Baumarkt auch nicht. Ich konnte eine knapp 2000 kg schwere Drehbank für damals 1000 DM kaufen. Die steht jetzt in der Garage. Ich muss zwar nun manchmal morgens kratzen, aber dafür stösst man nicht so schnell an dimensionsbedingte Grenzen. Inzwischen steht daneben auch noch eine Fräsmaschine (älteres DDR-Modell) die sogar nur die Hälfte gekostet hat. Es funktioniert alles bis auf die Schmiermittelpumpe. Es lohnt sich also mal bei metallverarbeitenden Betrieben in der Nachbarschaft rumzufragen.
Gruss
Matthias
 
Re: Drehbank für ATM-> RC oder Optimum

Hallo Andreas,

hier noch ein Link für eine Dreh + Fräsbank 1350,- Euro +MwSt, mit umfangreichem und passendem Zubehör zu moderaten Preisen. http://www.drehen-fraesen-bohren.de/wemas.htm
Wie Herr Baxmeier mir in seinem Lager zeigte, bin ich der 11. Besteller in diesem Jahr. Die gehen sehr viel an Pensionierte Dreher + Fräser sowie an Modellbauer berichtete Er.

Gruß Günter
 
Re: Drehbank für ATM-> RC oder Optimum

Hi,
wie wärs mit einer Drehbank von Klippfeld-sicherlich nicht die billigste <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> ,aber das Angebot-Selbstbaupreis,d.h. selbst zus. bauen u. lackieren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> -ersparnis bei der K 11-A 35% <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> -kann sich sehen lassen-braucht man doch nur Räumlichkeiten(für manch einen großes problem <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> )
wozu braucht man Zugspindel?wichtig für gewindeschneiden?!
Lass mir gerad ne Monti nach eigenen Plänen anfertigen,Mechaniker sehr zuvorkommend <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ,wenn der gut ist-lass ich meine Drehbankwünsche fallen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
1. Keine Maschine kaufen, die nicht alle Deine Wünsche erfüllt. Die falsche Maschine gekauft zu haben, ist eine Strafe.

2. Eine Maschine, die im Schnitt stehen bleibt, ist ungeeignet. Wenn eine Maschine macht, daß Dir bei falscher Bedienung der Drehstahl um die Ohren fliegt, ist sie tauglich.

3. "... mit ihr kann man auch Gewinde schneiden." Ohne Ansehen der Maschine sage ich dazu: Vielleicht. In der Literatur habe ich dazu gefunden: "Alles was unter 100 U/min liegt, ist gut." Als Anfänger gerate ich in Aufregung, wenn sich bei 28 U/min der Bettschlitten in Bewegung setzt.

4. Zugspindeln sind für automatischen Vorschub, sind also ein Attribut von Produktionsmaschinen. Automatischen Vorschub kann man auch mit der Leitspindel machen, wenn man die nicht schonen und für das Gewindeschneiden erhalten möchte.

5. Wenn es sich so einrichten läßt, das Futter nicht wechseln. Es geht dabei um die Erhaltung der Rundlaufgenauigkeit. (Der Fachmann allerdings sieht darin kein Problem.)

6. Denk auch an Deine Mitmenschen! Dein Nachbar wird nach wie vor große Stücke auf Dich halten, wenn du eine leise Maschine kaufst. Das sind die mit der stufenlosen Drehzahlregelung.


Mit Gruß von Roland Morgenstern
 
Clark,

danke für die Blumen. Klippfeld Maschine sind schon ein gute Hausnummer.

Ich habe eine AR-TEC Maschine mit Fräseinrichtung. Zu jeder Dreharbeit kommt man immer irgendwann dazu, dass man auch kleine Fräsarbeiten machen muss.

Ich halte als gelernter Feinmechaniker nichts vom Selbstbau. Die Genauigkeit und Motorkraft (geeigneter Motor) herzustellen, nimmt soviel Resourcen (Materialkosten) und Zeit in Anspruch, dass sich ein guter Kauf (evtl. auch gebraucht) allemal lohnt. Gerade in der Astronmie kommt man meist kaum drunherum, dass man Gewinde anfertigen muss. Die Wechselräder dafür zu berechnen und auch anzufertigen, geht meist auch nur mit einer guten Fräsmaschine mit Teilkopf und Lochscheiben.

Eine "einigermassen" gute Drehbank braucht Kraft. Diese Kraft muss auch in Masse umgesetzt sein, heisst die Maschine muss entsprechend stabil und schwer sein. Das Maschinebett einer guten Drehbank ist künstlich gealtert, damit es sich durch die Standzeit später nicht verformt. Gerade habe wieder 3cm Alu abgedreht...wenn Du nur eine kleine Maschine hast und das in 10tel Millimeter Vorschüben machen musst, brauchst du Tage bist Du den gewünschten Durchmesser hast.

(Ich kämpfe derzeit mit VA - das ist ähnlich schlimm :-) )

Meine Ar-tec MX550 hat ca. 2500 Euro gekostet -mit minimaler Ausstattung. Werkzeug dazu kommt ca. auch nochmal mit gut 500-1000 Euro dazu. Bei Werkezug gibts es viel Angebot auch bei ebay. Die Maschinen, die ich auf ebay gesehen habe, waren meist Baumarktware oder Schrott. Einen Keller sollte man haben, denn eine gute Maschine wiegt ca. 180-200 Kilo und mehr. Das Werkzeug vielleicht nochmal 50-100 Kilo und mehr, je nachdem was man will.

NICHT empfehlen kann man die Plastik Drehbänke oder Baumarkt Ware. Lieber nochmal 500 Euro sparen und sich hinterher weniger Ärgern. Denkt auch an eure Gesundheit, nicht dass euch ein Selbstbau oder eine billig Maschine um die Ohren fliegt. Gesundheit ist unbezahlbar, ausgeschossene Augen unersetzlich.

Viele Grüsse
FredM
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Andres,
ich habe zwar nicht alle Berichte hier ausführlich gelesen, aber grundsätzlich möchte ich als gelernter Feinmechaniker von einem Selbstbau einer Drehmaschine abraten (es sei denn, man ist absoluter Selbstbaufreak!), zumal man ja für ein solches Projekt zumindest Zugang zu entsprechenden Werzeugmaschinen haben muß, wozu auch eine Drehbank gehört! Ausserdem ist zu berücksichtigen, wozu man so ein Ding letztendlich einsetzen möchte. Ich selbst habe mir vor einigen Jahren eine sogenannte "Vielzweckmaschine" für damals ca. 2000DM zugelegt, die trotz guter Vorsätze lange Zeit herumstand. Gerade in der letzten Zeit, seit ich mich mit dem Selbstbau eines 10"-Teleskopes beschäftige, hat mir diese Maschine sehr gute Dienste erwiesen. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit sämtliche gängigen Gewinde, ob metrisch oder zöllig schneiden zu können. (aber auch hier muß man gelegendlich improvisieren.)
Der Selbstbau einer Drehmaschine mag ja für den einen oder anderen sehr reizvoll sein, steht aber sicher in keinem Kosten/Nutzen-Verhältnis zu einer einfachen Importdrehbank. Hinzu kommen auch Kostenfaktoren wie Werkzeug (Drehstähle, sofern man sie nicht selbst aus günstigen Rohlingen herstellt, Bohrer, etc.) Will man auch genaue Fräsarbeiten und Teilungen durchführen ist ein Teilkopf fällig, der mindestens (Beispiel) mit 200-300 Euro zu Buche schlägt. So wird eine Drehbank sehr schnell zu einem Fass ohne Boden.
Vorteil: Wenn man sich in der Materie etwas auskennt, kann man mit dieser oder einer vergleichbaren Maschine fast alles machen, was das Selbstbauerherz begehrt.
Nachteil: Man muß improvisieren können. Die Grundausstattung ist zwar ganz gut, aber es fehlt z.B. die Möglichkeit einer Nullpunktjustierung an den Spindeln.

Ich möchte hier ausdrücklich keine Werbung machen, aber wen es interessiert: Es handelt sich um eine Vielzweckmaschine Type "HQ 400 B" (China-Import) mit einem Nettogewicht von ca. 210Kg. Hierauf sind etliche Teile entstanden, wie z.B. diverse Okularadapter mit und ohne Gewinde, mein Sphärometer mit 3-Punktauflage, Schrauben, Tuningteile für mein LIDL-Teleskop etc. und vieles mehr!
Zur Zeit bearbeite ich gerade Guß-Spiegelzelle für meinen 10-zöller.

Gebe gerne weitere Info's

Gruss an alle
Thomas

PS: kleiner Zusatz:
Ich habe als Neuling hier leider noch nicht herausgefunden wie man Bilder oder Links einfügt. Bei Interesse zu weiteren Info's schickt einfach eine Mail.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke für alle wertvolle und interessante Einträge! Bin noch am überlegen was ich machen soll. Ich komme an eine alte Drehbank, d.h. Werkzeuge habe ich genug, um eine Drehbank selber zu bauen. Da ich noch nicht eine eigene Wohnung besitze (bin noch Student) würde sich jedoch der Kauf von etwas größeres nicht lohnen, mal abgesehen davon, daß ich kein Platz dafür habe.

Gruss,
Andres
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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