Drehbare Stromversorgungsschnittstelle?

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Cor_Francoli

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Hallo zusammen

Mich quält da schon etwas länger eine Frage, zu der mir noch keine Antwort eingefallen ist:

Wenn meine Energiestation auf dem drehbaren Teil der Rockerbox steht, wie krieg ich dann von dort den Saft nach unten, zur fest auf der Erde liegenden EQ Plattform?

Ein Kabel nahe der Drehachse ist Murks. Vielleicht eine Art Schleifkontakt? Aber wie?

Schöne Grüße,
Frank
 
Hallo Frank,

über so was denke ich auch gerade nach, da ich ja auch gerade eine EQ Plattform plane.

Habe mal mit den Schienen von einer Autorennbahn experimentiert, war aber auch nicht so toll.

Das größte Problem sehe ich, dass die Schleifkontakte viel Platz brauchen, den ich aber dafür nicht opfern will.

Bastle gerade an einer Lösung mit einer Drehdurchführung, bei der die Zentralschraube der RB durch die Durchführung ersetzt wird. Die Schleifkontakte sind dabei nicht mehr in der Ebene sondern schleifen seitlich an der Durchführung.

Werde heute Abend mal meine Gedanken hierzu zu Papier bringen und dír das per Email zusenden, da ich es noch immer nicht schaffe Bilder zu posten.

Vielleicht kann das ja sonst wer für mich machen oder das Bild hosten und hierher verlinken - dann könnten wir den Gedanken ja gemeinsam weiterentwickeln.

 
Hallo,

jetzt verstehe ich das Problem leider nicht wirklich ?).

Eine Plattform hat nur einen kleinen Winkelbereich zur Nachführung - im Gegensatz zu einer ÄQ-Monti...

Wieso stört hier ein normales Kabel? das ist ja selbst bei den Gabelmontierungen von der Stange (Meade, Celestron) mit der Versorgung der Dec. Achse usw. nicht anders...
Bei den deutschen Montis wie Fornax, Alt, usw. ebenso..

Johann
 
Hallo Johann,

das Problem ist, dass du den Dobs (zumindest bei mir ist es so) im Lauf einer Nacht mehrmals um seine Achse drehst - wenn du nun zB den Lüfter und den EQ Plattformantrieb aus der gleichen Stromquelle speisen willst, wickelst du die Versorgung des Lüfters in Lauf der Nacht mehrmals um den Dobs ..... Sieht nicht so toll aus :confused:.

Alleine für die Bewegung der Plattform braucht´s natürlich keine Drehdurchführung.

Und natürlich geht´s auch ganz ohne, ist halt eine Komfortsache, da man dann nicht mehr auf das Kabel achten muß.

Alternativ kann man natürlich 2 Stromquellen verwenden - das wär jetzt aber wirklich schon zu einfach - da kann sich mein Bastlergehirn ja dann überhaupt nicht mehr austoben .... :biggrin:
 
Hallo Christian,

nun hab ich´s auch kapiert :D.

Also außer Schleifkontakte fällt mir dazu erst einmal auch nix ein. Würde aus dem Bauch heraus einmal mit diesen Schleifkohlen von dem Handmaschinenzeugs (Bohrmaschine, Winkelschleifer usw.) einen Versuch starten. Allerdings würde ich diese radial zur Drehachse anpressen lassen und nicht axial. Das erleichtert die Sache zwar nicht gerade, da ziemlich exakte runde Ringe anzufertigen sind - oder Rohrstücke aus Edelstahl (wegen der Korrosion Cu nix so gut).

Da das Ganze in der Höhe versenkt werden muß, ohne die Grundplatte zu sehr zu schwächen, ggf. mittels tusätzlicher Platte die Rockerbox aufdoppeln, dort die Kohlebürsten einbauen und den (die) Ringnuten einfräsen. Die Schleifringe auf der vorhandenen Bodenplatte oben drauf befestigen.

Zur besseren Kontaktübertragung sollte man eine Profilierung der Anliegefläche überlegen (z.B. leicht trapezförmig...)

Axial wirkende Schleifkontakte würden viel leichter verschmutzen und ein ausgezeichneter Kontakt ist meiner Ansicht nach wesentlich schwieriger herzustellen.

Gruß
Johann

 
Hallo

@Christian: danke für die Erläuterungen :)

@Johann: das klingt schon sehr professionell. Nun fällt mir aber ein, dass ich da noch eine kleine Verkomplizierung der Situation habe. Ein Rollenlager nebst Metallplatten und keine Teflonpads....
?) :mauer:
..... oh Mist, jetzt fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren: wenn das Rollenlager mit seinen Metallplatten leitend ist (und das bisschen Öl kann ja nicht wirklich stören), dann führe ich den einen Pol über das Rollenlager und den anderen über die Drehachse (Schraube), oder??? ?)

Schöne Grüße,
Frank
 
Bingo!

Ich hab ja auch das Rollenlager mit den Blechplatten.

Da muß ich dann ja nur das Metallröhrchen der "Mittenzentrierung" gegen ein Kunststoffröhrchen tauschen und an der Schraube Kunsstoffscheiben beilegen!

Also ich versuche deine Idee jetzt mal, bis dahin laß ich meine bisherigen geistigen Entwürfe ruhen - ist ja wirklich genial einfach. :respekt2:

Die von Johann angedachte Lösung ist sicher sehr professionell :respekt2:, aber ich denke für den Betrieb eines Lüfters oder eines Telrad wäre das mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Wenn man natürlich damit eine Montierung steuern will oder Signale überträgt, dann brauchts das auf jeden Fall.

Ausserdem muß ich als Dobson-User immer im Kopf halten, so wenig Aufwand wie möglich und so einfach als möglich - eben im Sinn des "Dobson"-Gedanken :biggrin:.
 
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Hallo,

Finger weg von Strom über Wälzlager, da wird man nicht glücklich...

So wie das Teil das hier verlinkt wurde könnte man mit einer kleinen Drehmaschine eine Achse mit x-Kontakten herstellen - saugute Idee finde ich!!

Johann
 
Hallo,

für Telefonkabel gibt's so was, mit Western Stecker. Nennt sich z.B. bei Conrad Elektronik sinnvollerweise "Kabelentzwirler".
Ist evtl. auch bei kleinen Strömen an einem Nachführmotor verwendbar.
 
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@yukons: also im Prinzip schon so ein Teil... aber nur, wenn in der Mitte noch eine 1cm Drehachse durchsteckbar ist. So sieht das Teil nicht aus.

@Christian: "...im Sinn des "Dobson"-Gedanken" - Ich sehe, wir verstehen uns :biggrin:
 
Hallo zusammen,

ungeachtet der Tatsache, dass ich sobald ich dazukomme, die Idee von Frank mit dem Rollenlager in der Praxis testen werde, ist mir gerade noch was eingefallen:

Ich habe vor ca. einem Jahr meinen Wäschetrockner repariert - zur Übertragung der Feuchtemesssenoren von der Trommel zur Steuerelektronik wird da ein einfacher Schleifkontakt (sieht aus wie ein 5cm langer Besen aus Messinglitzen) der ganz einfach außen an der Trommel schleift verwendet. Da die Trommel an der Aussenseite alles andere als perfekt rund ist (Trommelfalz, diverse andere konstruktive "Unrundheiten", Beulen - habe ich geschlagen als ich versehentlich eine Blockbatterie getrocknet habe :blush:,....) , bewegt sich das ganze recht ordentlich hin und her, sieht echt brutal und ziemlich unprofessionell aus - und das in einem sehr teuren deutschen Markengerät!! Noch dazu sitzt der "Besen" fix am Gehäuse, während die Trommel sich ja zusätzlich zur Rotation relativ zum Gehäuse bewegt (Unwucht durch Trockengut).

Funktioniert aber und was für die gut ist, hält am Dobson sicher 500 Jahre.

Man könnte doch die "Besen" an der Grundplatte der RB befestigen und an der drehbaren Platte der RB einen einfachen Schleifring aus Blech oder Alublech (bei den Geschwindigkeiten und Häufigkeiten tut´s sogar Alu). Zum Thema der Genauigkeit des Schleifringes siehe vorstehend - ich meine, den Schleifring könnte man ohne weiteres auch aus mehreren Teilen zusammensetzen.
 
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Hallo Bastler !
Der Strom nimmt immer den Weg des geringsten Widerstands.
Beim Einschalten des Stroms und besonders beim Bewegen
des Lagers wird es immer wieder zu winzigsten Funken-
übergängen kommen. Dabei geht auch Material über mit
der Folge, das in kurzer Zeit die Laufflächen
verschleißen.
Gruß Dirk
 
'Nabend,

kurze Anmerkung: Rollenlager geht aus zwei gründen nicht:

a./ Stahl ist ein schlechter Leiter
b./ Stahl bildet unter Stromeinwirkung eine Oxidschicht die nicht leitet. Diese wird von einem schleifenden Kontakt wieder entfernt, daher bleibt die Schleifstelle blank. Ansonsten bedarf es höherer Spannungen um bei den hier in Rede stehenden kleinen Strömen eine sichere Kontakt gabe zu erzielen. Zudem werden die Laufflächen der Rollen durch Funkenerosion beschädigt, was einen exponentiellen Verlauf nimmt, da mehr Funkenabtrag mehr Funken und damit einen erhöhten Abtrag nach sich zieht.

->

Lösungen (z.B.):

a./ Telefonentzwirler (was für ein Wort)
b./ "Klorolle" mit Alufolie oder Kupferfolie streifenweise umwickeln, achszentrisch anbringen, Litze anlöten (beweglicher Teil am Skope), Schleifer aus dünner Federbronze schleifend am festen Teil anbringen, Litze dran und fertig.

Jörg
 
Es gibt speziell gefertigte Schleifkontakte die langfristig Umdrehungszahlen von 1200 Umin sogar mit mehreren Kontakten standhalten. Das sind Bauteile die in der Industrie zum Einsatz kommen.
Wieso sollte also ein Teleskop das maximal 10 Meter "Schlefweg" (sehr hoch geschätzt) an einem Abend erzeugt irgend ein Problem für solche Kontakte sein ?

Aber Dirk, ich sehe gerade, Du sprichst ja die Bastler an.
Also schätze ich mal Du meinst irgendwelche selbst konstruierten Teile. Da würde ich Dir sogar zustimmen und eher dazu raten ein gekapseltes Fertigteil zu kaufen. Dann geht bestimmt nichts schief ;)
 
Hallo Johann, Dirk und Jörg,

mir ist die von euch angesprochene Problematik wohl bewusst, hab das ja auch irgendwann im Studium gelernt, aber

--> die zu übertragenden Ströme sind ja wirklich sehr gering

--> kurzfristige Aussetzer, wie sie im schlimmsten Fall vorkommen können, sind völlig egal - dann steht der Lüfter halt für eine Sekunde

--> die dabei erreichbare Funkenstrecke und damit das Ausmaß der Erosion ist ja wohl direkt proportional zur Stromstärke und die ist eben sehr gering

--> das Rollenlager hat ja nicht nur eine Rolle, der erosionsbedingte Ausfall einer Rolle ist verschmerzbar und die Blechplatten, zwischen denen sie rollen, sind an den Kontaktflächen der Rollen blank, kein Öl.

--> die ausgeführten Bewegungen sind gering und langsam

--> durch die vorgenannten Punkte ergibt sich für mich, dass das Rollenlager trotzdem noch eine Weile funktionieren wird und eine aus meiner sehr persönlichen Sicht zufriedenstellende Lebensdauer erreicht - und wenn´s nicht mehr geht, dann baue ich halt auf Teflon/Ebony Star um :biggrin: ! Soll sowiso besser sein - und dann gibts halt den "Telefonzwirbler" durch eine hohle Zentralschraube.

Ich werd´s jedenfalls probieren und berichten.

PS: Hab´noch was vergessen: Denken wir an Dobson,die Schönheit der Einfachheit und nehmen wir´s nicht so tierisch ernst - ich weiß, ihr tut das eh´nicht.
 
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Hallo Christian,

EINGANGSPOSTING:
Wenn meine Energiestation auf dem drehbaren Teil der Rockerbox steht, wie krieg ich dann von dort den Saft nach unten, zur fest auf der Erde liegenden EQ Plattform?

DEIN POSTING:
--> kurzfristige Aussetzer, wie sie im schlimmsten Fall vorkommen können, sind völlig egal - dann steht der Lüfter halt für eine Sekunde

Reden wir eigentlich noch von der selben Aufgabenstellung ?), eine ÄQ-Plattform hat wohl eher was mit Nachführung zu tun als mit Lüftchenwegblasen...

C.S.
Johann
 
Hallo Johann,

du hast recht, ich völlig überlesen, dass Frank die Versorgung oben auf der RB sieht.

Peinlich für mich :blush: .

Ich bin immer von meiner Sicht ausgegangen - für mich war immer klar, dass die Spannungsversorgung am Boden neben der Plattform steht und war daher der Ansicht, dass
wir zumindest aus meiner Sicht schon vom Gleichen reden.

Kommt halt drauf an, wo die Spannungsversorgung steht - bei mir würde sie am Boden neben der Palttform stehen, mir wäre der Powerpack (damit das Ding halt auch ein paar Stunden oder Tage ohne nachladen durchhält) zu schwer auf der RB.

Somit ist die Versorgung der Plattform gesichert, die Versorgung des Lüfters und meinetwegen des Telrad und wenn du willst auch noch der Fangspiegelheizung ist halt nicht soooo 100%-ig. Macht mE aber auch nichts aus.

Aber du hast trotzdem recht - das Eingangspost ist von Frank und sieht die Spannungsquelle oben, und da würde ich das dann auch nicht so machen - Aussetzer des Plattformantriebes sind ja wohl nicht so ganz das Wahre.

Beschämte Grüße
 
Hallo zusammen,
niemand muss beschämt sein und niemand recht haben. Mir ging es darum, ein paar Ideen zu sammeln und ich danke allen, die dazu beigetragen haben. Bei aller Skepsis tendiere ich noch immer dazu, zunächst mal den banalen Weg über das Rollenlager zu testen. Die gekapselten Lösungen haben den Nachteil, dass man die Drehachse komplett neu aufbauen muss. Aber dann war da noch der Einwurf mit der hohlen Schraube.... Gibt es sowas? Dann gefällt mir nämlich auch die Lösung, die Kabel durch die hohle Schraube zu fädeln und mit einem Telefonentzwirler von der Drehbewegung zu entkoppeln.
Schöne Grüße,
Frank
 
Hallo Frank,

auf ein Stück Rohr mit 8 mm Ausendurchmesser ein Gewinde draufschneiden (lassen), eine Mutter oben, eine Mutter unten, fertig.

Gefällt mir jetzt auch :) .
 
Hallo,

war gestern Abend im Baumarkt meines Vertrauens in der Beleuchtungsabteilung: da gibt es zur Befestigung von Glühlampenfassungen (für Leuchten und Lampen im Eigenbau) Metallrohre mit 10 mm Aussendurchmesser und Feingewinde und die zugehörigen Muttern um einen Bettel.

Muß man halt notfalls das zentrale Bohrung der RB etwas erweitern.
 
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