Drehdach Gartensternwarte

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Arno_Becker

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Hallo,

bitte um Eure Meinung für den Plan einer kleinen
Gartensternwarte. Die soll auch so klein bleiben
und mich und einen 8"f5 Newton aufnehmen ;)

-Fundament und Säule wie üblich
-Hütte aus massiven Blockbohlen ca. 160 cm hoch, Innen 2x2m
-darauf 2m Durchmesser Drehkranz
-darauf ein dann drehbares kleines Pultdach (ähnlich dem oberen Dach auf dem Bild) http://www.dachrenovierungen.de/glossar/pultdach/
-ein Spalt der größeren(wegen Zenitblick) Dachfläche herausnehmbar

(-AlternativPlan mit klappbarem Tonnendach)


LG Arno

PS: Rolldach soll es nicht sein, runde Kuppel zu bauaufwendig,
fertige Kuppel zu teuer
 
Hi!

Wie wäre es mit einer Klappdachhütte? Ist bei Wind zwar unpraktisch zum schließen, aber dafür stehst du komplett im Freien, und die Mechanik dürfte einfacher sein als ein drehbares Klappdach. Bei der kleinen Hütte dürfte sogar eine Dachhälfte klappbar langen, evtl. als Pultdach (der Nordhorizont ist eh eher uninteressant) und mit klappbaren Seitengiebeln?

Ein sauber laufender Drehkranz dürfte kniffliger zum Bauen sein.

2x2m ist recht eng, wenn du auch noch eine Ablagemöglichkeit für Zubehör einplanst. Im Verein haben wir eine Klappdachhütte mit ca 3x3m, in der ein C14 und ein Computerschrank stehen, das geht recht gut.

Gruß,
Alex
 
Hallo Arno

Ich habe so etwas mal 1993 in meinem Garten aufgebaut.
Es sollte aussehen wie ein fast normales Gartenhäusschen, so dass nicht auffällt was es wirklich ist.

Es besteht aus einem quadratischen Unterbau, der aus acht einzelnen Modulen zusammengeschraubt wurde. Als dies fertig war, kam ein achteckiger Kranz darauf, der dem Grundbau zusätzliche Stabilität gab, der aber gleichzeitig die Grundlage für einen L-Förmigen Stahlring bildete.
Der Stahlring wurde in einer Werkstatt gefertigt. Die Maschine konnte breite Bandstähle zu einem Kreis an einem Stück biegen.
Auf diesem Ring wurde dann der Rollenkranz gesetzt, der wiederum achteckig war, um wiederum eine gute flächenmäßige Gundlage für das eigentliche Oberteil zu bilden.
Der Giebel besteht aus zwei Firsten, diese haben zueinander eine lichte Weite von 70cm und bilden so den "Torspalt"
meiner Doppelfirstkuppel.
Am vorderen Teil ist noch eine verriegelbare Klappe angebracht, die ich je nach Wunsch unterschiedlich weit herunterklappen kann.
Die Sternwarte dient mittlerweile nur noch als Gerätehaus, da ich meine Beobachtungsstation mittlerweile im Haus habe. Komischerweise habe ich jetzt ein besseres Seeing als früher, ich denke das kommt von der Höhe von etwa sieben Metern, bei denen schon die schlimmsten Bodenlüftchen unter mir bleiben.

Ich kann dir ganz klar sagen das es gut funktioniert und mir einige Jahre tolle Stunden (auch beim Bauen) beschert hat.

Gruss Daniel

























 
Moin Daniel,

ich komme bei quadratischem Grundriss mit Eckverstärkungen
auch auf die 8 Auflagepunkte. Das reicht dicke für den
Kreis, denke ich. Ich meine zu ahnen ;) was Du meinst mit
dem achteckigen Rollenkranz. Etwas mehr Info wäre aber gut ;)
Das mit den zwei Firsten ist eine gute Idee. Sehr gut sogar.
Das Teil zwischen den zwei Firsten(die Breite des Spaltes
hattest Du wie gewählt?) wird dann nur aufgeklappt ? Und klar,
nach vorne muss dann für horizontnähere Beobachtung auch ein Seitenteil aufgeklappt sein.

Das ist alles easy zu machen. Schwieriger ist natürlich
der Rollenkranz auf dem Bandstahl. Wie war das gegen
"wegfliegen" gesichert ? und meinst Du, man kann für die
Rollensätze (8 Sätze ?)jeweils 4-6 Kugellager Typ 608 nehmen ?
Davon habe ich einen ganze Tüte voll. Die sind pflegeleicht,
absolut leichtgängig, halten viel aus und sind vor allem
klein und halten die Konstruktion damit flach. Es kommt bei
intelligenter Dachkonstruktion ja nicht soo viel Gewicht
zusammen. Schätze mal 150 kg und das wären bei 8Sätzen á
4 Rollen schlappe 5 kg Gewicht pro Kugellager.

Beim Bandstahl wäre es natürlich noch besser, wenn dieser
das Profil I hätte. Dann könnte man noch einfacher befestigen
und hätte auch eine Sperre (Gleitrollen oben, Sperrrollen unten)
gegen "wegfliegen". Dürfte allerdings schwierig
sein sowas herzustellen. Muss ich mich mal schlau machen.

Ähhhh: ein paar Bilder wären ne dolle Sache. Kannst auch
direkt mailen info(at)astrowiki.de

schuess, Arno
 
Hallo Arno
Ich habe vor kurzem eine Beobachtungsplattform gebaut.
Hatte vorher eine motorisch zu öffnende Klappdachhütte.
Es gab aber zusätzliches Hüttenseeing bezw. Verwirbelungen an den Dachhälften.
Mein Konzept ist eine Plattform mit zwei Kisten, ost und west.
Diese werden auch motorisch geöffnet, man steht dann praktisch im freien.
siehe www.astropeterhugi.ch
Grüsse
Peter
 
Hallo zusammen,

bin auch gerade an der Planung für eine Gartensternwarte. Das ganze soll als Rolldachhütte gebaut werden. Hat jemand evtl. Links was die Führungen/Schienen des Daches angeht auf denen es sich bewegt bzw. Bezugsquellen dafür?

Mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hi Florian

macht es Dir was aus, für Rolldachhütte
einen eigenen thread zu öffnen ?

im übrigen bringt die Suche nach Rolldachhütte
viiiiiele Treffer und auch Lösungen zu Deiner
Antwort.

LG Arno
 
Hallo Arno,

verrate mir doch mal bitte warum du unbedingt ein drehbares Dach haben möchtest und keine Rolldachhütte.
Hast Du keinen Platz im Garten für das Rolldach? Oder wo siehts Du die Vorteile an Deinem Vorhaben?

Ich hab das eben mal Gedanklich durchgespielt...mir wäre ein Drehkranz auf einem quadratischen Gundriss mit quadratischem Dach zu aufwändig.

Gruß

Micha
 
Zitat von moschmann:
Hast Du keinen Platz im Garten für das Rolldach?
auch das ist ein Grund

Zitat von moschmann:
unbedingt ein drehbares Dach haben möchtest und keine Rolldachhütte
ich finde eine DDH praktischer für meine Zwecke und mein Setup

Zitat von moschmann:
Ich hab das eben mal Gedanklich durchgespielt...mir wäre ....zu aufwändig.
tja das ist so eine Sache mit "eben mal" - denk ruhig weiter ;) nehmen wir mal an, man hat den Bandstahl-Kreis fertig (macht ein Schlosser). Dann (a)baut man ein Dach auf Rollen (muss man bei der RDH auch) (b) setze es auf den Kreis, fertig (c) bei der RDH jedoch nicht, denn man muss dann noch für die Parkposition des Daches die baulichen Voraussetzungen schaffen.

Zitat von moschmann:
quadratischen Gundriss mit quadratischem Dach
der Fantasie sind bei der Form keine Grenzen gesetzt.
Lieber wäre mir rund. Aber DAS, speziell die Drehkuppel ist mir zu aufwendig.




 
Hallo Arno,

ich hab nicht nur über den Anstrich nachgedacht. :D
glaub mir das einfach mal. ;)
Probleme bei dem Unterbau inkl. Drehkranz sehe ich bei Deinem Vorhaben nicht. Die größte Hürde wird die Herstellung der Ringe sein. Aber da hast Du ja schon jemanden.

Wenn Du bei der Grundform nicht festgelegt bist würde sich doch eine achteckige Form ganz gut anbieten. Die Winkel halten sich in Grenzen und der Drehkranz könnte ohne große Aussteifungen aufliegen.

Gruß

Micha
 
Hallo Arno

Habe ein Fotoalbum, muss die Bilder erst einscannen.
Der Torspalt ist 70cm breit, oben in der Mitte aufklappbar und gegen Zuschlagen gesichert. Der vordere Teil ist eine separate Klappe.
Vom Gewicht her würde ich das Dach nicht unterschätzen (wie es mir passiert ist :D) - ich bin dann auf Temper-Guss-Rollen umgestiegen (Firma weiß ich leider nicht mehr).
Die ganze Hütte besteht aus vielen einzelnen Fachwerkmodulen, die in einem engen Keller im Winter nach eigener Planung gebaut wurden. Im Frühling wurde dann der Keller gebaut (Höhengewinnung) und das Fachwerkhaus draufgesetzt. Das ganze wurde isoliert und verkleidet. Das Dach hat eine Teerpappenbelegung (sehr schwer - besser Trapezblech wegen Gewicht und Unterlüftung / helle Farbe verwenden - würde ich heute so machen).
Das obere Teil ist so schwer, dass es nur mit zwei Schraubzwingen gegen ungewolltes Drehen im Ruhezustand gesichert ist. Wie die Gegebenheiten bei dir sind bzgl. Sturmböen mußt du für dich beurteilen.
Der Windschutz funktioniert gut, wegen der thermischen Beeinflussung ist es wichtig, die Eingangstüre offenzulassen.

Die Bilder schicke ich dir dann demnächst,
bis dahin
Gruß Daniel
 
Hallo Arno,

Dein Vorhaben erinnert mich ein wenig an eine der Warten von der Sternwarte Bad Kreuznach. Leider habe ich keine andere Bilderquelle gefunden, das Gebäude im Hintergrund, die rechte Warte hat ein drehbares Dach. wie man sieht, wird da ein Teil des Daches einfach quer weggefahren.
 
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