frasax
Aktives Mitglied
Hallo,
neben Videos machen und Capella Bilder bearbeiten, komme ich kaum dazu die eigenen Aufnahmen aus Namibia zu bearbeiten. Jetzt habe ich aber mal eine kleine Serie fertig gemacht.
Die Bilder sind als Nebenprodukt meiner eigentlichen CCD Aufnahmen entstanden. Irgendwie hat das was, einfach mal planlos drauf halten, MGEN anschmeissen und los. Gefühlt kann man so in fünf Minuten anfangen, natürlich nur, wenn man eine eingesüdete Montierung mit 220V und Säule hat hehe
Bei dieser Laissez Faire Astrofotografie geht aber dann doch auch schonmal was schief. Bei der Übersichtsaufnahme zogen immer wieder Zirren durch. Nach Sichtung der Rohbilder dachte ich: Das kannst du alles löschen, jedes zweite Bilder mit aufgeblähten Sternen. Aber der namibische Himmel schlägt trotzdem durch.
Beim APM/APO Bild habe ich mich nicht groß um den perfekten Abstand Flattener/Chip gekümmert. In den Ecken wirds dadurch etwas elongiert bei Vollformat. Ausserdem habe ich die Flats mit 5 Blendenstufen zu gering belichtet
Nachlässigkeit. Obs daran liegt, dass das Bild irgendwie etwas flau war, oder ob der APM einfach doch nicht so knackig ist!?
Lange Rede, hier das Trio:
Milchstraße und Jupiter
Canon 6D unmodifiziert
Sigma 50mm 1.4 Art auf Blende 2.8
30x300s ISO800
GP-DX Montierung MGEN II Autoguider
Bias, Flats, keine Darks
Rho Ophiuchi Region
Canon 6D unmodifiziert
Canon 200mm 2.8EF bei Blende 4
26x300s ISO800
GP-DX Motierung und MGEN II Autoguider
Bias, Flats keine Darks
Antares Groß
Canon 6D unmod.
APM 107/700 bei ca 525 mm (Riccardi Reducer)
Takahashi EM200 Temma2 mit MGEN II Autoguider
53x300s ISO800
Bias,Flats keine Darks
Ich mag es ja immer sehr gerne in den Archiven nach Informationen zu den fotografierten Objekten zu suchen. Und eine der ersten Arbeiten ist mal wieder von E.E.Barnard, der die Region bereits 1895 ! fotografiert hat. Und zwar ebenfalls kurzbrennweitig mit einem Projektor Objektiv (Magic Lantern hiessen diese Teile, die einem Diaprojektor ähneln). Man hat große Schwierigkeiten überhaupt etwas auf den Aufnahmen zu erkennen, aber die beiden Staubfahnen der RhoOPhiuchi Region sind deutlich sichtbar. Ich mag Barnards Beobachtungseinträge, der Bericht endet mit den Worten: " In Conclusion, I think these six photographs with the small Lens show us in a most striking manner how the most valuable and important Information maybe obtained with the simplest means":
Schöner kann man es doch nicht sagen.
CS Frank
neben Videos machen und Capella Bilder bearbeiten, komme ich kaum dazu die eigenen Aufnahmen aus Namibia zu bearbeiten. Jetzt habe ich aber mal eine kleine Serie fertig gemacht.
Die Bilder sind als Nebenprodukt meiner eigentlichen CCD Aufnahmen entstanden. Irgendwie hat das was, einfach mal planlos drauf halten, MGEN anschmeissen und los. Gefühlt kann man so in fünf Minuten anfangen, natürlich nur, wenn man eine eingesüdete Montierung mit 220V und Säule hat hehe
Bei dieser Laissez Faire Astrofotografie geht aber dann doch auch schonmal was schief. Bei der Übersichtsaufnahme zogen immer wieder Zirren durch. Nach Sichtung der Rohbilder dachte ich: Das kannst du alles löschen, jedes zweite Bilder mit aufgeblähten Sternen. Aber der namibische Himmel schlägt trotzdem durch.
Beim APM/APO Bild habe ich mich nicht groß um den perfekten Abstand Flattener/Chip gekümmert. In den Ecken wirds dadurch etwas elongiert bei Vollformat. Ausserdem habe ich die Flats mit 5 Blendenstufen zu gering belichtet
Lange Rede, hier das Trio:
Milchstraße und Jupiter
Canon 6D unmodifiziert
Sigma 50mm 1.4 Art auf Blende 2.8
30x300s ISO800
GP-DX Montierung MGEN II Autoguider
Bias, Flats, keine Darks
Rho Ophiuchi Region
Canon 6D unmodifiziert
Canon 200mm 2.8EF bei Blende 4
26x300s ISO800
GP-DX Motierung und MGEN II Autoguider
Bias, Flats keine Darks
Antares Groß
Canon 6D unmod.
APM 107/700 bei ca 525 mm (Riccardi Reducer)
Takahashi EM200 Temma2 mit MGEN II Autoguider
53x300s ISO800
Bias,Flats keine Darks
Ich mag es ja immer sehr gerne in den Archiven nach Informationen zu den fotografierten Objekten zu suchen. Und eine der ersten Arbeiten ist mal wieder von E.E.Barnard, der die Region bereits 1895 ! fotografiert hat. Und zwar ebenfalls kurzbrennweitig mit einem Projektor Objektiv (Magic Lantern hiessen diese Teile, die einem Diaprojektor ähneln). Man hat große Schwierigkeiten überhaupt etwas auf den Aufnahmen zu erkennen, aber die beiden Staubfahnen der RhoOPhiuchi Region sind deutlich sichtbar. Ich mag Barnards Beobachtungseinträge, der Bericht endet mit den Worten: " In Conclusion, I think these six photographs with the small Lens show us in a most striking manner how the most valuable and important Information maybe obtained with the simplest means":
Schöner kann man es doch nicht sagen.
CS Frank