aro
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
gestern Abend klarte es hier früher auf als erwartet und so bot sich die unverhoffte Gelegenheit, auf die Jagd nach ein paar DS-Objekten zu gehen.
Teleskop: Martini 10" Dobson
Okulare: 24mm+16mm Maxvision 68°, Celestron X-cel 10mm, Skywatcher Planetary 5mm
Literatur: Interstellarum Deep Sky Atlas, Kosmos Sternatlas kompakt
Ort: heim. Terrasse, Region D'dorf
Zeit: 26.02.2014, 2030-2245 MEZ
Grenzgröße (fst): ca. 5.0 mag
--
Angefangen habe ich mit einem alten Bekannten, dem Eskimonebel NGC2392. Per star hopping wollte ich ihn von Wasat aus aufsuchen. Aber welcher der Sterne im Zwilling ist denn nun Wasat? Der oder der? Hierbei zeigte sich also ein kleines Manko des Interstellarum Deep Sky Atlas: Ein kleiner Satz mag-6-Übersichtskarten wäre noch hilfreich. Die Übersichtskarten mit dem Blattschnitt finde ich hierfür ungeeignet. Ich lief kurz wieder ins Haus und holte mir den Kosmos Sternatlas kompakt, um Wasat einzuordnen und am Himmel dann auch problemlos mit dem Peiler anzuvisieren. Ausgehend davon war NGC2392 per Star Hopping mit dem Deep Sky Atlas ein leichtes Ziel und zeigte sich im 5mm-Okular als schöner kreisförmiger Nebel mit hellem Inneren. Ein schicker Anblick.
Jetzt aber mal direkt Neuland betreten. Von Algol ausgehend hangelte ich mich zur Galaxie NGC1023 im Perseus, die sich - wie zu erwarten war - als ovales Nebelfleckchen mit hellerem Kernbereich zeigte. Mehr hatte ich bein einer visuellen Helligkeit von 9,5mag auch nicht erwartet. Ich war trotzdem froh, dieses Fleckchen gefunden zu haben.
Aus dem Südosten blinkte mich der Sirius an und erinnerte mich daran, dass ich im Canis Major spazieren sollte. Zunächst hangelte ich mich vom Sirius hinüber zum offenen Haufen NGC2360. Dieser zeigte sich im 10mm X-cel als Häuflein von vielleicht zwei Dutzend Sternen unmittelbar neben einem hellen Vordergrundstern.
Etwas weiter östlich bot M47 ein deutlich spektakuläres Bild: ca. 50 Sterne leuchteten mich im 24mm-Übersichtsokular an. Definitiv ein tolles Ziel.
Nur einen Katzensprung weiter war M46 an sich längst nicht so spektakulär aber hier gab es ja noch den planetarischen Nebel NGC2438 aus dem Vordergrund zu "schälen". Ich vergrößerte mit dem Xcel 10mm auf 125fach und kramte in meiner Okulartasche nach der Filterdose. Mit dem Baader O-III zeigte sich der PN dann hübsch ringförmig. Leider habe ich es nicht hinbekommen (auch mit TS OIII und dem schwächeren TS UHC-L nicht), den PN zusammen mit M46 zu beobachten. Entweder war der PN weg oder die Sterne waren ausgeknipst. Also seriell beobachten...
Weil ich die Filter ja nun schon mal rausgekramt hatte, warum nicht noch einen PN: Etwas weiter nach Südosten zu NGC2440, dem "Fledermaus-Nebel" im Achterdeck des Schiffes. Auch hier war wieder Probieren mit Vergrößerung und Filtern angesagt. Am besten fand ich diesen im 5mm Planetary mit dem weichen TS-OIII. Hier zeigte er sich als eingeschnürtes Oval mit hellem Kern. Unmittelbar in der Nähe war ein Stern, der sich gut zum Fokussieren eignete.
So, aber ich wollte ja auch noch ein paar für mich neue Messiers zu meiner Liste hinzufügen. Also den Martini hinunter in den Hof getragen und Richtung Löwe gezielt. Ausgehend vom "Bauchstern" des Löwen war M105 recht leicht aufzufinden. Im gleichen Feld fiel mir ein weiteres Fleckchen auf: Die Galaxie NGC3384, mit 9,9mag schon nahe der Sichtbarkeitsgrenze für meinen "tollen" Stadthimmel.
Jetzt wollte ich aber auch noch M95 und M96 sehen. Bei M96 klappte das Aufsuchen recht problemlos. Nur an M95 habe ich mir die Zähne ausgebissen. Die Galaxie war auch nach längerem Suchen, Abgleichen mit dem Sternatlas, Vergleichen mit M105 und M96 nicht zu sehen. Nichts zu machen. Ich schiebe das auf die geringe Helligkeit von 9,8mag. Na ja, dann gibt's Messier 95 vielleicht noch mal im Frühjahr zusammen mit einem Ausflug in den Virgo-Haufen.
Nach der Sucherei nach M95 hatte ich etwas die Lust verloren und kalt wurd's auch langsam. Also einpacken und ab ins Warme.
Fazit:
Ein unverhofft erfolgreicher Abend. Ein paar für mich neue PNs und Nr. 92 (M105)und 93 (M96) in mein privates Messier-Beobachtungs-Logbuch verzeichnet.
Beste Grüße,
Achim
gestern Abend klarte es hier früher auf als erwartet und so bot sich die unverhoffte Gelegenheit, auf die Jagd nach ein paar DS-Objekten zu gehen.
Teleskop: Martini 10" Dobson
Okulare: 24mm+16mm Maxvision 68°, Celestron X-cel 10mm, Skywatcher Planetary 5mm
Literatur: Interstellarum Deep Sky Atlas, Kosmos Sternatlas kompakt
Ort: heim. Terrasse, Region D'dorf
Zeit: 26.02.2014, 2030-2245 MEZ
Grenzgröße (fst): ca. 5.0 mag
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Angefangen habe ich mit einem alten Bekannten, dem Eskimonebel NGC2392. Per star hopping wollte ich ihn von Wasat aus aufsuchen. Aber welcher der Sterne im Zwilling ist denn nun Wasat? Der oder der? Hierbei zeigte sich also ein kleines Manko des Interstellarum Deep Sky Atlas: Ein kleiner Satz mag-6-Übersichtskarten wäre noch hilfreich. Die Übersichtskarten mit dem Blattschnitt finde ich hierfür ungeeignet. Ich lief kurz wieder ins Haus und holte mir den Kosmos Sternatlas kompakt, um Wasat einzuordnen und am Himmel dann auch problemlos mit dem Peiler anzuvisieren. Ausgehend davon war NGC2392 per Star Hopping mit dem Deep Sky Atlas ein leichtes Ziel und zeigte sich im 5mm-Okular als schöner kreisförmiger Nebel mit hellem Inneren. Ein schicker Anblick.
Jetzt aber mal direkt Neuland betreten. Von Algol ausgehend hangelte ich mich zur Galaxie NGC1023 im Perseus, die sich - wie zu erwarten war - als ovales Nebelfleckchen mit hellerem Kernbereich zeigte. Mehr hatte ich bein einer visuellen Helligkeit von 9,5mag auch nicht erwartet. Ich war trotzdem froh, dieses Fleckchen gefunden zu haben.
Aus dem Südosten blinkte mich der Sirius an und erinnerte mich daran, dass ich im Canis Major spazieren sollte. Zunächst hangelte ich mich vom Sirius hinüber zum offenen Haufen NGC2360. Dieser zeigte sich im 10mm X-cel als Häuflein von vielleicht zwei Dutzend Sternen unmittelbar neben einem hellen Vordergrundstern.
Etwas weiter östlich bot M47 ein deutlich spektakuläres Bild: ca. 50 Sterne leuchteten mich im 24mm-Übersichtsokular an. Definitiv ein tolles Ziel.
Weil ich die Filter ja nun schon mal rausgekramt hatte, warum nicht noch einen PN: Etwas weiter nach Südosten zu NGC2440, dem "Fledermaus-Nebel" im Achterdeck des Schiffes. Auch hier war wieder Probieren mit Vergrößerung und Filtern angesagt. Am besten fand ich diesen im 5mm Planetary mit dem weichen TS-OIII. Hier zeigte er sich als eingeschnürtes Oval mit hellem Kern. Unmittelbar in der Nähe war ein Stern, der sich gut zum Fokussieren eignete.
So, aber ich wollte ja auch noch ein paar für mich neue Messiers zu meiner Liste hinzufügen. Also den Martini hinunter in den Hof getragen und Richtung Löwe gezielt. Ausgehend vom "Bauchstern" des Löwen war M105 recht leicht aufzufinden. Im gleichen Feld fiel mir ein weiteres Fleckchen auf: Die Galaxie NGC3384, mit 9,9mag schon nahe der Sichtbarkeitsgrenze für meinen "tollen" Stadthimmel.
Jetzt wollte ich aber auch noch M95 und M96 sehen. Bei M96 klappte das Aufsuchen recht problemlos. Nur an M95 habe ich mir die Zähne ausgebissen. Die Galaxie war auch nach längerem Suchen, Abgleichen mit dem Sternatlas, Vergleichen mit M105 und M96 nicht zu sehen. Nichts zu machen. Ich schiebe das auf die geringe Helligkeit von 9,8mag. Na ja, dann gibt's Messier 95 vielleicht noch mal im Frühjahr zusammen mit einem Ausflug in den Virgo-Haufen.
Nach der Sucherei nach M95 hatte ich etwas die Lust verloren und kalt wurd's auch langsam. Also einpacken und ab ins Warme.
Fazit:
Ein unverhofft erfolgreicher Abend. Ein paar für mich neue PNs und Nr. 92 (M105)und 93 (M96) in mein privates Messier-Beobachtungs-Logbuch verzeichnet.
Beste Grüße,
Achim