Dunkle Materie/Dunkle Energie

Ich fürchte, dass es auch für die Hubble Tension zu gering ist.
Riess hat sich bereits 2019 dazu geäußert, das betraf allerdings bedeutend kleinere Voids:
arxiv.org/abs/1901.08681
//iopscience.iop.org/article/10.3847/1538-4357/ab0ebf/pdf
The presence of local structure does not appear to impede the possibility of measuring the Hubble constant to 1% precision.


Hier wird ein anderer Aspekt für die Messergebnisse genannt, abgesehen von der Zeitdilatation:
As this happens, objects inside the void, like galaxies, appear to move away from us faster than they would if the void didn’t exist. This creates the illusion that the universe is expanding more quickly in our local area.

Dazu müssten wir allerdings wirklich recht genau im Zentrum des Voids sitzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dazu müssten wir allerdings wirklich recht genau im Zentrum des Voids sitzen.

Ich gebe zu bedenken, daß man in Link nachlesen kann, daß der abstossende Effekt eines nahen Voids auf unsere Milchstraße offenbar einen größeren Effekt hat, als die anziehende Wirkung des Großen Attraktors bzw. des Shapley-Superhaufens, da der Bewegungsvektor genau entgegengesetzt zum Void gerichtet ist, aber nur ungefähr in Richtung der Massenkonzentrationen.
 
Raumzeitkrümmung Riemanntensor Rμλ
Kosmologische Konstante Λ
Raumgeometrie des Universums Ωk und ggf Krümmungsradius
Felder mit Nullpunktfluktuationen für jedes Elementarteilchen separat
Hi!

Ad 'Kosmologische Konstante Λ':

Für mich geht es da mehr um die Entwicklung der Raumzeit als um eine Eigenschaft derselbigen.

Da die DE gleichzeitig der wichtigste (Energie-)Dichtefaktor sein soll, zeigt, dass dies etwas komplex ist.
Wenn man Deiner Lesart folgt, dann würde das bedeuten, dass die Raumzeit der wichtigste Energiedichte-Faktor wäre...

Ad 'Felder mit Nullpunktfluktuationen für jedes Elementarteilchen separat':

Das würde ich auch nicht als Raumzeit-Eigenschaft bezeichnen.
Sondern als etwas, was sich in der Raumzeit abspielt.
 
...wie siamesische Zwillinge - da sind wir wohl der gleichen Meinung.

Was aber gleichzeitig ein guter Übergang zu meinem nächsten Punkt / Frage ist:

Was ist der Wissensstand zur Raum(zeit)struktur?

Zur Struktur von Materie, Elementarteilchen, etc. ist ja so einiges bekannt.

Anhand der Struktur hätte man eine Möglichkeit in der Hand, um zu unterscheiden, was direkt der Raumzeit zuzuordnen ist, und was sich 'nur' in der Raumzeit befindet.
 
Hi,

man kann das aber auch etwas konventioneller analysieren.

Materie hat in der Regel eine atomare Struktur, was von der Raumzeit nicht gerade zu erwarten ist...

Ich würde darauf tippen, dass der Raum in Quanten der kleinstmöglichen Größe (also Planck-Größe) strukturierrt ist.
 
Materie hat in der Regel eine atomare Struktur
Elementarteilchen sind immer punktförmig, auch wenn sie letztlich nicht exakt lokalisiert sind.
Die Wahrscheinlichkeitswolke ist aber viel größer als Planckgrößen.

Ich würde darauf tippen, dass der Raum in Quanten der kleinstmöglichen Größe (also Planck-Größe) strukturierrt ist.
Ich tippe darauf, dass die Raumzeit gar nicht gequantelt ist, gequantelt ist lediglich die Auflösung des Raumes, also das, was ein Beobachter "sehen" kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

um Strukturen zu erkennen bzw. zuzuordnen, muß man sich halt von einer reinen Betrachtung auf Quantenebene lösen.

Oder willst Du in Abrede stellen, dass Menschen, Planeten, Sterne... (u.a.) aus Atomen bestehen?

Ich habe mich bewusst nur auf den Raum bezogen und nicht auf die Raumzeit.

Lässt es sich falsiifizieren, dass es Raumquanten (als kleinste Raumeinheit) gibt?
 
Lässt es sich falsiifizieren, dass es Raumquanten (als kleinste Raumeinheit) gibt?
Jedenfalls hätte so ein Konzept dann fundamentale Probleme mit Einsteins Spezieller Relativitätstheorie:

Stell dir ein Inertialsystem S vor, dessen räumliche Koordinaten aus ganzzahligen Vielfachen einer solchen kleinsten universalen Längeneinheit L bestehen, also

x = i L
y = j L
z = k L

wobei i, j, k beliebige natürliche Zahlen sind.

Jetzt betrachte ein anderes Inertialsystem S', welches gegenüber dem System S eine gleichförmige Geschwindigkeit v entlang der x-Koordinate hat. Die Koordinaten transformieren sich dann per Lorentz-Transformation wie folgt:

x' = γ (x - vt)
y' = y
z' = z
t' = γ (t - vx/c²)

wobei γ = 1 / SQRT (1 - v²/c²) der geschwindigkeitsabhängige Lorentz-Faktor ist.

Zum Zeitpunkt t = 0 haben wir dann

x' = γ x = γ i L

Die Koordinaten im bewegten System S' können dann nicht weiterhin ganzzahlige Vielfache einer universalen Länge L sein, denn der Faktor γ i ist jetzt nicht mehr ganzzahlig.

Das Konzept einer universellen kleinsten Längeneinheit wäre also nicht lorentzinvariant.

Entsprechendes gilt übrigens auch für die zeitliche Koordinate.
 
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Was funktioniert nicht?

Atome?

Eine Struktur der Raumzeit?

Eine Unterscheidung zwischen Raumzeit und Materie?

Immer wenn ich mich thematisch von der Quantenebene löse, dann beziehst Du Dich ausschließlich wieder nur darauf.
 
Jedenfalls hätte so ein Konzept dann fundamentale Probleme mit Einsteins Spezieller Relativitätstheorie:

Stell dir ein Inertialsystem S vor, dessen räumliche Koordinaten aus ganzzahligen Vielfachen einer solchen kleinsten universalen Längeneinheit L bestehen, also

x = i L
y = j L
z = k L

wobei i, j, k beliebige natürliche Zahlen sind.

Jetzt betrachte ein anderes Inertialsystem S', welches gegenüber dem System S eine gleichförmige Geschwindigkeit v entlang der x-Koordinate hat. Die Koordinaten transformieren sich dann per Lorentz-Transformation wie folgt:

x' = γ (x - vt)
y' = y
z' = z
t' = γ (t - vx/c²)

wobei γ = 1 / SQRT (1 - v²/c²) der geschwindigkeitsabhängige Lorentz-Faktor ist.

Zum Zeitpunkt t = 0 haben wir dann

x' = γ x = γ i L

Die Koordinaten im bewegten System S' können dann nicht weiterhin ganzzahlige Vielfache einer universalen Länge L sein, denn der Faktor γ i ist jetzt nicht mehr ganzzahlig.

Das Konzept einer universellen kleinsten Längeneinheit wäre also nicht lorentzinvariant.

Entsprechendes gilt übrigens auch für die zeitliche Koordinate.
Hi,

sicher interessant bzw. relevant, allerdings für mich etwas schwer zu bewerten.

Ich denke aber schon, dass Versuche der Raumzeit-Quantisierung durchaus ernstgenommen werden.

Einen recht ausfürlichen Überblick zu den Ansätzen dazu, zur Raumzeit allgemein sowie zur Quantengravitation findet sich hier:

 
Hi,

das hatte ich schon viele Posts zuvor erläutert, aber das hattest Du offensichtlich nicht mitbekommen oder verstanden.

Zur Unterscheidung ob TEIL der Raumzeit oder IN der Raumzeit, kann es hilfreich sein, auf die größeren Strukturen (soweit vorhanden) zu schauen.

Z.B. ein Mensch, welcher aus Atomen besteht, hat eine Struktur, welche beweist, dass er IN der Raumzeit ist.

Das mag banal sein, aber bei Quanten wie Photonen ist die Unterscheidung zwischen IN oder TEIL der Raumzeit nicht mehr so offensichtlich bzw. eindeutig (und bei virtuellen Teilchen noch weniger).
 
Eine andere mögliche Erklärung für das zu schnelle Drehen der äußeren Bahnen einer Galaxie, die differentielle Rotation des inneren Bulk sowie die Eigenbeschleunigung einer Galaxie (aus der Zurückrechnung der Galaxiebahnen zum Punkt des Urknalls ergeben sich Kurvenbahnen keine Geraden) könnte auch der Wirbelsturm-Vortex innerhalb eines schwarzen Loches sein.

Vgl. Theoretical physicists argue that black holes admit vortex structures

Möglicher Weise entfaltet Materie, die sich in einem starkem Wirbelsturm befindet, einfach kein gleichmässiges kugelförmiges Gravitationsfeld? Das ist zur Zeit unter Astrophysikern aber nur eine Minderheitenmeinung.
 
Hi,

meine persönliche Einschätzung:

Sobald man Raum(zeit)quanten und vor allem auch deren Struktur richtig durchschaut hat, besteht (erst) dann eine seriöse Chance, das Thema Quantengravitation endlich richtig und vollständig erfassen zu können.

Wie reagieren 'normale' bekannte Quanten mit den Raum(zeit)quanten (bzw. die beiden Strukturen)?

M.E. liegt hier der Schlüssel zum Verständnis der Quantengravitation, aber auch der Gravitation allgemein.

Ich sehe aber kaum Chancen, dass sich - zumindest was den "astrophysikalischen Mainstream" betrifft - diesbezüglich viel abspielen wird, in absehbarer Zeit.
 
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