durch den 16" Zeiss am Griffith Obs. LA

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Anette_Aslan

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Liebes Astrovolk,

gestern hatte ich die Moeglichkeit durch einen 16 Zoeller mit Zeissopbjektiv den M42 ueber Los Angeles zu bestaunen. Hoch ueber LA gibt es eine Aussichtsplattform mit Observatorium, welches aber niemals zu wissenschaftlichen Zwecken benutzt wurde, sondern eigens fuer die Oeffentlichkeit gedacht ist.
Ich dachte mir schon, dass da nichts besonders zu erwarten sein wird, denn die Stadt ist erhellt wie eine Sylvesterparty und der Himmel war mit Cirren ueberzogen, trotzdem standen an die 100 Leute an und die Kuppel wies mit Spalt auf Orion. Ich dachte mir, dass es sich lohnen muss, wenn ich schon mal da oben bin.
Zu sehen war immerhin das hochaufgeloeste Trapez, keine Spur von weiteren E oder F Komponenten, nicht mal ansatzweise. Die Nebelstrukturen waren gerade noch zu erahnen und wirkten sehr diffus und wuschelig, von Details keine Spur. Da hab ich den M42 in meinem 16 Zoll Dobson vom Wiener Vorstadthimmel schon weitaus phantastischer gesehen, nur das Trapez bekommt er nicht so weit auseinander, dafuer aber viele Details des Nebels selbst. Ich frage mich, was die geduldig wartende Masse da nun eigentlich erwartet hat. Mond und Planeten waeren sinnvoller gewesen, aber irgendwelche Sterne zu sehen in einer Nebelwolke....wer kann, wenn er keine Ahnung von der MATERIE hat damit was anfangen?
Schade fuer so einen tollen Zeissrefraktor dieser Demension, Griffith Park liegt zwar in den Hollywood Mountains aber........nix mit den Stars da oben, eher da unten. Mein Dobson bekommt einen Oskar, das weis ich nun zu schaetzen!!!

Gruss von Anette
 
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Hallo Anette,

es ist paradox. Offenbar sehnen sich viele Menschen danach die Sternenwelt kennen zu lernen. Ich habe jedenfalls noch nie einen getroffen der sagt was für ein langweiliges oder doofes Hobby das sei.

Gleichzeitig kriegt man gegen die Lichtverschmutzung kaum Leute zusammen. Das Problem interessiert einfach nicht oder ist den Menschen nicht bewusst.

CU
Klaus
 
Hallo Anette,

ein sehr interessanter Besuch, trotz des Eindrucks, bin schon auf Deinen Bericht vom Hale Teleskop gespannt, wenn Du Bilder davon hast, auch von dem 16" Zeiss, immer her damit. Die Laien erkennen diese Unterschiede (Orion Trapez) nicht, die Du ansprichst. Sie sind schon fasziniert davon durch ein großes Teleskop blicken zu können und freuen sich über das Gesehene. Und es macht Spaß das den Leuten am Teleskop zu zeigen. Das kann ich aus eigener Erfahrung bei der Öffentlichkeitsarbeit an den Teleskopen der Hamburger Sternwarte feststellen. Auch die Geräte dort bleiben deutlich hinter den Erwartungen zurück, die wir an solche Optiken stellen. Das liegt am aufgehellten Himmel und nicht ausgekühlten Instrumenten. Aber ich habe auch da schon am 60 cm Cassegrain bei exzellenten Seeing einen knackscharfen Jupiter gesehen.

Idealerweise zeigt man der Öffentlichkeit bei solchen Veranstaltungen entweder den Mond, Planeten, wie Du auch anmerkst oder Doppelsterne mit unterschiedlichen farblichen Komponenten. Bei Deep Sky empfehlen sich nur einige wenige Objekte, bei denen der Laie auch sofort etwas erkennen kann. M42 gehört allerdings dazu, selbst am Hamburger Stadtrand ist bei klarem Himmel der Nebel, vor allem die Schwingen, deutlich in den Teleskopen erkennbar.

Wir selbst mussten uns auch erst die Beobachtungserfahrung erarbeiten, wenn ich bedenke, wie strukturlos manche Galaxie auf mich bei der ersten Beobachtung in den Anfangsjahren des Hobbies wirkte und wieviel man heute erkennen kann. Selbst bei Jupiter kann ich mich noch sehr gut an meine erste Beobachtung erinnern, ein rundes Etwas mit zwei dunklen Streifen, einer hatte eine Ausbeulung, das war der GRF. Mehr erkannte ich damals nicht, erst in den folgenden Beobachtungen fielen mir in den Bändern die Details auf, die man auch auf den Jupiterzeichnungen findet.

Gruß
Jan
 
Hallo

Die Großstädte werden Größer, egal wo, und Lichtverschmutzung, ääääää nehmt evtl. zu womöglich kommen gesetzliche Änderungen ?, Umwelteinflüsse ?. Denn sie wissen nicht was sie tun.

Viele Menschen sehnen sich danach den Klaren Sternenhimmel, nur mit bloßen Augen weit außerhalb der Städte sehen zu können,
für manche eine Psychische Entspannung vom Stadtstress, der Ausweg die nächste Sternwarte in .......Stadt, dort kann am offenem Himmel oder im Planetarium wen vorhanden,
der Frühling, Sommer, Herbst, Wintersternenhimmel erklärt werden, und 1 Std Programm, mit Zeit hat alles zu tun.

Jeder der an Astronomie Interesse hat, weis, was wo wie, und Erfahrung.

Mit 16 Jahren ging ich in die Sternwarte meiner Heimat Stadt, am Mond sah ich nur Krater, an den Plejaden sah ich nur Sterne.

Mit Gruß Manfred
 
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