ED 102mm f/7 Duplet vs. ED 102mm f/7 Triplet

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DonMatu

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Hallo, da ich mit meinem kleinen ED nicht wirklich zufrieden sind (Schärfeproblem am Rand trotz Flattner) habe ich mich mal im mittleren Bereich umgeschaut und bin auf diese beiden
ED 102mm f/7
gestoßen. Die gibt es von TS als Duplet und von Omegon als Triplet. Preislich sind sie nah beieinander ~800-900€
Ist der Triplet da wirklich der bessere oder bringt das eher wenig? Beide werben mit sehr geringem Farbfehler.

Oder gibt es da andere Punkte auf die ich achten müsste?
Einsatz ist zum Fotografieren mit einer 650Da.

Links:
http://www.astroshop.de/omegon-apoc...2-714-ed-triplet-ota/p,14652#tab_bar_1_select
vs
http://www.teleskop-express.de/shop...efraktor-Teleskop-mit-2--Crayford-Auszug.html

Gruß
Christian
 
Hallo Christian,

Entscheidend ist nicht die Frage, ob 2- oder 3-Linser, sondern welche Glassorten verbaut sind, welche Objektivkonstruktion verwendet wird und wie die Fertigungsqualität ist.

Der Omegon ist ein APO im unteren Preissegment, idR made in China und ich sage mal, es gibt Luft nach oben...

Ich persönlich tendiere zu 2 linsigen Optiken, weil diese schneller "auskühlen" und leichter sind.

zB kommt ein guter zweilinsiger Vixen Fluorit-APO auch auf einen Strehl von 0,97 und kann sogar als "Super-APO" betrachtet werden, das schafft meines Wissens kein Omegon aus akueller Fertigung.

Zum Fotografieren ist für beide Varianten ein Flattener (Reducer) nötig, sofern ein größerer Sensor Verwendung findet.

Ich persönlich habe u.A. einen StellarVUE SV 102/710 ED als 2-Linser, welcher einen Strehl von knapp 0,93 hat und von der Farbreinheit so manchen 3-Linser überholt.

Fazit: Mit 100mm Öffnung würde ich auf dem Gebrauchtmarkt nach einem guten 2-Linser (Vixen, StellarVUE, etc...) suchen.

Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen, Christian
 
Hallo Christian,

ich arbeite oft mit zwei 3-linsigen Refraktoren von TEC. Einer davon hat sogar eine Fluorit-Linse. Diese Teleskope sind von einer Top-Qualität und über jeden Zweifel erhaben, kosten aber ein Vielfaches des Omegon. Das Auskühlen spielt dabei keine Rolle, da die Geräte in einer Kuppel mit Außentemperatur stehen.

Viele Grüße

Kurt
 
Hallo zusammen,
dass diese Geräte nicht unbedingt zur Spitzenklasse gehören, ist mir schon klar, aber das Budget ist leider begrenzt.
Ein TEC oder TAK ist natürlich ein Traum...

@Christian: wo bekommt man denn einen StellarVUE? Die Marke kenn ich noch gar nicht.

@Peter
wenn ich mir die Test-Bilder so anschaue und bei guten Refraktoren ein gleichmäßiges Scheibchen ohne Farbsäume ansetze, gibt es schon noch einige u.a. den TS Triplet.

Ihr habt mir auf jeden Fall geholfen-Danke!

Gruß
Christian
 
Zitat von DonMatu:
@Christian: wo bekommt man denn einen StellarVUE? Die Marke kenn ich noch gar nicht.
In Deutschland kenne ich keinen Händler, der die Optiken führt. Aber acuh SV produziert nicht selbst. Baugleiche Optiken gibts auch von hemischen ANbietern unter deren Marke. Der SVQ100 Astrograph ist so z.B. auch unter dem TS Label erhältlich.

Viele Grüße!
David
 
Zitat von Christian1969:
Hallo Christian,

zB kommt ein guter zweilinsiger Vixen Fluorit-APO auch auf einen Strehl von 0,97 und kann sogar als "Super-APO" betrachtet werden,

Moin,

nicht ganz, ein guter 3 Linser ist einem guten 2 Linser eigentlich immer überlegen!
Wenn Du den Vixen 102er Fluorid als "Super Apo" mit 2 Linsen bezeichnest stelle ich mal den Takahashi TSA 102er 3 Linser dagegen.
Ich habe beide Teleskope und im direkten Vergleich hat der Vixen keine Chance, die Farbneutralität ist im Tak überragend, Vega bei 400x keine Farbe, erst intra,-extrafokal ein Hauch, beim Vixen ist es im Bereich von ca 225-250x schon leicht am fokussierten Stern (Vega) erkennbar!
Hier greift halt die dritte Linse nochmal etwas korregierend ein, der Vixen ist sehr gut, allerdings kein "Super Apo"...auch wenn er einen Strehl von 0,97 haben kann sagt das alleine noch nix aus.

Andreas
 
Hallo Andreas,

klar Du hast natürlich recht, dass ein 3, oder 4-Linser grunsätzlich besser ist, als ein 2-Linser. Die zusätzliche(n) Linse(n) bieten Möglichkeiten weitere Fehler zu korrigieren.

Allerdings hat ein perfekt korrigierter, zentrierter und justierter Voll-APO mit mehr als 2 Linsen auch seinen Preis. Mehr als 3000/4000,-- Euro muß man hier schon kalkulieren (Autsch!)

Rein auf den Farbfehler reduziert bin ich mir nicht so sicher, ob ein 3-Linser der heilige Gral gegenüber einem 2-Linser ist. Ich denke ausschlaggebend sind auch Faktoren, wie das Linsendesign, die verwendeten Glassorten, die Qualität des Glases (Ohara FPL-53 ist nicht gleich Ohara FPL-53, hier gibt es riesige Unterschiede hinsichtlich Schlieren und Bläschen im Glas...) und natürlich die Zentrierung und Justage.

Ein 2-Linser ist sicher einfacher zu zentrieren und justieren, als ein 3- oder 4-Linser.

Ich denke aber, dass der Themenstarter Christian ein ganz andere Frage hatte.

Christian, meinen StellarVue habe ich über das Forum gebraucht gekauft. Ich denke diese Marke ist eher in den USA verbreitet und nicht hier. Ich kann Dir leider nichts über den Hersteller, der sich hinter StellarVue verbirgt, oder die Glassorten in meinem SV102ED sagen, aber in der Praxis ist er sehr gut und macht einfach Spaß!

StellarVue ist wohl keine Edelschmiede, aber auch Billigmarke. Es finden je nach Ausstattung Starlight Feathertouch OAZ Verwendung. Auch hat StellarVue auch mal ein LZOS-Objektiv verbaut (leider nicht bei meinem ;-)).

Dennoch hatte ich das Glück diesen Refraktor für einen bezahlbaren Preis kaufen zu können und kann daher diesen Refraktor wärmstens empfehlen.

In diesem Sinne, viele Grüße und cs, Christian

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von DonMatu:
Einsatz ist zum Fotografieren mit einer 650Da.


Gruß
Christian

Wenn es ums fotografieren geht würde ich wohl eher diesen hier nehmen!
http://www.teleskop-express.de/shop...-Triplet-Apo-2-5--RPA-Zahnstangen-Auszug.html

Den habe ich mit 3 Zoll OAZ und der hat schon eine seeehr gute Optik und mit f/6 ist der auch etwas "schneller"!
Wenn Du aber Schärfeprobleme mit Deinem ED hast kann es auch sein das der Flattner nicht richtig zum Scope passt, was ist das denn für ein ED und was für ein Flattner?

Andreas
 
Hallo Christian,
Habe selber den 102/714 Triplett Apo von TS und der ist wirklich sehr gut. ist zwar der ältere Individual aber ich kenne auch die neueren Photoline und die sind auch Klasse. Natürlich haben die einen Preis sind aber immer wieder gebraucht zu haben (hier oder auf ebay). Zu den ED's kann ich dir nur die Skywatcher 100 oder 120ED empfehlen. Sind zwar f9 aber mit Flattener/Reducer kommen sie auch auf f7,6 und sind fotografisch recht gut.

LG
peter
 
Zitat von Bachianer:
Wenn es ums fotografieren geht würde ich wohl eher diesen hier nehmen!
http://www.teleskop-express.de/shop...-Triplet-Apo-2-5--RPA-Zahnstangen-Auszug.html

Den habe ich mit 3 Zoll OAZ und der hat schon eine seeehr gute Optik und mit f/6 ist der auch etwas "schneller"!
Wenn Du aber Schärfeprobleme mit Deinem ED hast kann es auch sein das der Flattner nicht richtig zum Scope passt, was ist das denn für ein ED und was für ein Flattner?

Andreas
Dieser Photoline liegt sehr nach an meinem AstroProf. ED 66/400 mit WO Flattner.
Wenn mein Newton irgendwann mal wieder zusammengebaut und justiert ist (ok, der ist jetzt auch 20 Jahre alt und dementsprechend mit nicht so hochwertigen OAZ, Spinne etc. ausgestattet), sollte der Refraktor möglichst bei 700-800mm liegen.

Inzwischen vermute ich, dass beim Umbau der EOS der Abstand verändert wurde. Das muss ich bei klarem Wetter mal testen, dann wird das korrigiert.

Aber Danke für den Hinweis. Die Photoline habe ich mir notiert und werde die Augen mal offen halten.

Gruß
Christian
 
Hallo Peter,

Zitat von sterngucker03:
Hallo Christian,
Habe selber den 102/714 Triplett Apo von TS und der ist wirklich sehr gut. ist zwar der ältere Individual aber ich kenne auch die neueren Photoline und die sind auch Klasse. Natürlich haben die einen Preis sind aber immer wieder gebraucht zu haben (hier oder auf ebay). Zu den ED's kann ich dir nur die Skywatcher 100 oder 120ED empfehlen. Sind zwar f9 aber mit Flattener/Reducer kommen sie auch auf f7,6 und sind fotografisch recht gut.

LG
peter

F7,6 wäre noch in Ordnung. Da komme ich bei meinem Himmel mit 3min bei ISO800 am kleinen ED66 noch gut hin.
Den Triplett werde ich auch mal im Auge behalten. Danke.

Gruß
Christian
 
Danke für Eure ganzen Hinweise (auch zum Glas), das bringt mich schon weiter.
Jetzt werde ich mal schauen, was sich in nächster Zeit so ergibt.

Danke und Gruß
Christian
 
Nachtrag: ich konnte jetzt günstig an einen 8" RC kommen und habe mich dafür entschieden.
Ich habe einen kurzen Hebel (der hat mich bei meinem Newton schon oft zur Verzweiflung gebracht); durch die Reducer steht mir ein interessanter Brennweitenbereich zur Verfügung und ich habe keine Probleme mit Farbsäumen.
Zudem kenne ich den RC aus meiner Vereinszeit.
Erste Tests an meinem Standort stellen mich zufrieden.

Danke trotzdem für alle Hinweise und Informationen!

Gruß
Christian
 
Hallo Christian,

das ist ja - ich würde es eine unerwartete Wendung nennen. Wertfrei. Manchmal frage ich mich aber rein aus Interesse, wie so Entscheidungsprozesse der Reihe nach Ablaufen, also über Fragestellung, Input bis Ergebnis.
Viel Erfolg jedenfalls.

Clear Skies
Sven
 
Oh, das ist doch fast normal, oder?
Ich hatte ja nach dem Unterschied gefragt, darauf Antworten und Empfehlungen erhalten und mir mein Urteil gebildet.
Die Überlegung sind aber schon recht lange (>4 Jahre) in Gange und meine Nachforschungen und Abwägungen entsprechend auch. Inklusive Tests mit verschiedenen Geräten.
Aber mit einem RC habe ich schon früher gearbeitet und finde, trotz diverser Einschränkungen, das Gerät gut zu handhaben.
Wenn es in absehbarer Zeit möglich ist, eines der empfohlenen Geräte zu erwerben, warum dann nicht noch mal dahingehend weiter überlegen?

Dich würde ein RC weder reizen noch zufrieden stellen, das ist legitim.
Ich hoffe jetzt auf besseres Wetter...

CS
Christian
 
Sorry, ich wollte dir damit nicht zu nahe treten. Das war mein Eindruck, den ich im Laufe der Zeit gewonnen habe.
War nicht bös gemein :-(

Gruß
Christian
 
Hallo Christian,

ganz persönlich meine ich, dass ein RC Sinn macht, wenn man eine kompakte Foto-Optik mit langer Brennweite braucht, komafreie Abbildung wünscht und dann haben die Teile auch den Ruf, ein für astrometrie günstig vermessbares Feld zu liefern.

Was beim RC aber mein persönliches, großes Fragezeichen ist: Wie gut gelingt die Fertigung. Die komplexen Spiegelformen führen leicht zu Zonenfehlern, besonders bei industrieller Serienproduktion. Wenn ein begnadeter Spiegelschleifer die Form hinbekommt, oder ein Hersteller einen sicheren Prozess drauf hat (Sputtern z.B.), entsteht ein System, an dem ich nichts zu mäkeln haben. Dass eine derart schwierig zu produzierende Optik in einem mechanisch stabilen und den Ansprüchen an die Justage genügenden Tubus steckt, würde ich als selbstverständlich ansehen - blos schätze ich, dass meine Meinung nicht unbedingt von allen Herstellern geteilt wird.

Ich habe aber (wie ich auszudrücken versuchte) nichts gegen Deine Entscheidung. Sie verwunderte mich nur, weil sie für mein Gefühl völlig aus dem Thread ausbrach.

Clear Skies
Sven
 
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