ED-Apo mit Binoansatz?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Vergil

Aktives Mitglied
Hallo
Da ich die Zeit bis ich das Geld für mein neues Teleskop zusammenhabe sinnvoll nutzen will mal eine Frage zu Apos. Will ja ein transportables Gerät für Bino und Mono Beobachtung für DS und Planeten. Hatte ja erst mit nem Maksutov 150mm geliebäugelt dann aber wegen mangelnder DS Einsetzbarkeit folgendes Gerät entdeckt: http://www.teleskop-service.de/Astro/Refraktor/refraktor.htm#RFT1007
Klingt zumindest genau nach dem Gerät das ich gesucht habe. Dann habe ich aber auch viele Berichte über 80er ED Apos gelesen die sich auch verdammt gut anhören... Wäre so ein Megrez 80 - Triplet ED APO, oder ein Skywatcher oder Orion 80mm ED mit Binoansatz besser von der optischen Leistung und universellen Einsetzbarkeit? Da meine Frau und ich uns auch gerade nach einer neuen Wohnung mit grossen Balkon, bzw Terasse umschauen wäre wohl das primäre Beobachtungsfeld Planeten, da in Stadtnähe. Da ich das ganze auch mit nach Südfrankreich und in die Alpen mitnehmen möchte wäre Deepsky natürlich auch nicht uninteressant... Und schick aussehen tuen die ED`s natürlich auch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Hat da einer Erfahrungswerte? Zeit für Teleskoptreffen habe ich leider überhaupt keine im Moment, so das ich mir die Geräte auch nicht live irgendwo anschauen kann. Deshalb würden mich erstmal eure Meinungen interessieren.
 
Hallo Vergil,

um was für einen 150er MAK handelt es sich denn? Also, die mangelnde Deepsky-Fähigkeit bei MAKs bezieht sich auf die Abschattung und die Beschrankung des Gesichtsfeldes bei geringer Obstruktion, weil dann das Blendrohr einen geringeren Durchmesser hat und einem längerbrennweitigen 2" Weitwinkeloku am Rand das Bild wegbricht.
1,25" Okulare sind aber auch am Alter 615 (planetenoptimierter MAK) imho vollumfänglich nutzbar.
Wenn Dein Hauptziel Planeten sind, dann bist Du mit einem MAK meiner Meinung nach wesentlich besser bedient, als mit einem 80mm ED, da dieser ja (anders als ein Vollapo) am Planeten immernoch einen Restfarbfehler aufweist.
Wenn Du aus Stadtnähe Planeten beobachten möchtest, dann wird der 6" MAK Dir auch an Kugelsternhaufen und evtl. einigen hellen Nebeln mehr offenbaren, als ein 80mm ED.

Großfeldbetrachtungen sind dann auf der anderen Seite mehr die Stärke eines kurzbrennweitigen Refraktors.

Gruesslies

Carsten
 
Hallo "Vergil",

ich hatte sowohl einen 150mm Mak als auch einen Orion ED80, kann Dir also einiges dazu schreiben.

Planeten: Der Mak (sofern hochwertig, z.b. Intes Micro 603) zeigt Dir deutlich mehr Details. Das liegt ganz einfach an der höheren Auflösung der größeren Öffnung. Damit kannst Du locker 200x vergrößern, ohne dass das Bild schwammig wird.

Deep Sky: Auch hier liegt der Mak selbstverständlich vorne, denn 150mm Öffnung sammeln fast 4x so viel Licht wie 80mm. Einziger Nachteil vom Mak ist hier, dass aufgrund der großen Brennweite keine großen Gesichtsfelder realisiert werden können. Hier punktet der Orion ED80 mit seinen 700mm Brennweite bei Verwendung eines 2" Okulars. Doch die allerwenigsten DS-Objekte sind derart groß, dass das Gesichtsfeld eines M603 nicht ausreichen würde.

Der Mak hat aber nicht nur Vorteile, hier einige Nachteile:
-- Auskühlzeit ist wesentlich höher als beim ED (grob: 1 Stunden gegen 15 Min)
-- Der Lüfter vom Mak braucht Strom, Batterie muss also mitgeschleppt werden
-- Der Mak muss häufiger nachjustiert werden
-- Der Mak ist schwerer und sperriger
-- Der Mak kostet 3x so viel (!)


Mein Tip: Wenn Du maximale Performance willst, dann muss es der Mak sein. Wenn Du maximale Reisetauglichkeit willst, dann nimm den ED. Dies vorausgesetzt, dass Du zwischen den beiden Geräten entscheiden musst, andere Teleskoptypen haben teilweise gravierende Vorteile gegenüber den von Dir ausgewählten Teleskopen.


Gruß Harald
 
Eins für Alles gibts nicht, desshalb solltest Du dir einen schicken Apo <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> zulegen für den Rich Field Bereich und ein nettes Mak z.B. IntesMicro - für Planeten....

MOF
 
Wenn du Deepsky inkl. großer Gesichtsfelder und eine gute Leistung bei Planeten
haben willst ist ein 6-8" Newton mit f4-f6 die beste Lösung, eventuell auch als
Dobson. Bino geht mit Korrektor auch am Newton, wenn du das haben willst und
zb. ein 8" f5 Newton zeigt dir deutlich mehr als ein 6"MC oder gar der 3"ED.
Transportabel ist so eine kleiner Newton ebenfalls.

Bino-Tom
 
Genau so ist es. Einzig die reistauglichkeit von so einem 8" Dobs bezweifle ich, es sei denn, es ist ein Gitterdob und den gibt es mit 8" wohl nur als Eigenbau. Oder kennt jemand einen Hersteller solcher Kompakt-Dobs?


Gruß Harald
 
Vielen Dank erstmal für eure Antworten! Also ist doch der Mak die bessere Wahl... Hätte ja insgeheim auf den ED Apo getippt, da der so hoch gelobt wird, aber so kann man sich täuschen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Könntet ihr vielleicht noch auf den 100mm Refraktor mit teilbaren Tubus eingehen? Der stand ja auch ganz oben auf meiner Liste. Ein Newton fällt für mich flach weil ich primär mit Bino beobachten will und das ganze zumindest zu Hause als Couch-Potato Telescope nutzen will. Auf Reisen dann natürlich mit Montierung, es sei denn das ich eine reisetaugliche Version des Couch Potato hinbekomme <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Deshalb sollte das Teleskop relativ kompakt und leicht sein. Aber 3,5-5kg sind da nicht das Problem. Hab mir auch überlegt eine Nexstar Montierung zu nehmen, aber das ist ja nicht so wichtig. Wollte nur deutlich machen warum ausgerechnet die 3 Teleskope genannt wurden.

Obwohl der transportable 8" Newton ja voll süss ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Aber leider nicht meins... Beim Mak habe ich an das neue Orion Mak gedacht (http://www.osdv.de/d_9967_Orion_MAK150868.htm) oder dem Bosma. Nen 603er würde ich wenn nur gebraucht nehmen, aber die gehen ja relativ häufig für so 600-700 Euro hier raus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Den Orion Mak würde ich mir nicht kaufen aus folgenden Gründen:

-- Keine Erfahrungsberichte liegen vor, daher Qualität unbekannt
-- Keine Tauschutzkappe und vor allem kein Lüfter!


Wenn Du schon bereit bist, 750.- Euro für diesen Mak auszugeben, dann legen noch 200.- Euro drauf und kaufe den M500 von Intes Micro. Der ist noch kompakter und hat einen Lüfter. Ein Mak ohne Lüfter ist wie ein Apo mit Obstruktion.

Der von Dir verlinkte Refraktor ist meiner Meinung nach ein reines Richfield-Gerät. Mit f/7 ist ein horrender Farbfehler zu erwarten. Die Vergrößerungsangaben vom Händler halte ich für optimistisch, ich würde die durch 2 teilen. Ansonsten sieht es schnieke aus, aber das nützt Dir gar nichts, wenn Du kaum Details damit am Planeten erkennst.


Gruß Harald
 
Hallo Refek,

das sind ja schnuckelige Dobsons! Perfekte Geräte, wenn Reisetauglichkeit wichtig ist, der Preis geht auch in Ordnung. Schade, dass diese Instrumente nicht bekannter sind, denn ich halte diese Teleskope für eine echte Marktlücke.


Gruß Harald
 
hallo,
tschuldigung, wenn ich mich einmische. aber ich finde newtons am besten, viel leistung für wenig geld, wenns nen langbrennweitiger ist, spart man noch mal ne menge bei den okularen. mit korektoren kenn ich mich noch nicht aus, bringen die was bei f/8 (114/900) ?
ein binokular täte mich auch reitzen.

mfg robikon
 
Würdest du den M 500 auch dem OMC 140 vorziehen? Fallen ja beide in die gleiche Preisklasse. Hat man immerhin 140mm Öffnung statt 127mm, aber vielleicht ist die Qualität des Intes Micro ja besser. Das einzige was ich an nem Mak so Schade finde ist das ich mit nem Binoansatz dann auf eine minimal Vergrösserung von 50fach beim M500 oder 80fach beim OMC140 komme. DS ist damit ja dann nicht so der hit, oder? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />
 
Hallo,
Wolfgang Rohr hat den Orion MAK getestet - und das sah garnichtmal übel aus.
Wer auf dem letzten Teleskoptreffen auf der Emberger Alm war hatte die Gelegenheit durch den MAK zu sehen. Der relativ kleine Tubus braucht etwa 1 Std., dann ist er voll einsatzfähig. Danach hat das Teil absolut perfekte Bilder gezeigt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Klingt ja schonmal sehr gut... Vor allem der Preis ist ja sehr ansprechend! Kommt man bei dem auch bequem mit einem Binoansatz hin? Hast da noch mehr Infos zu dem Gerät? Ist zB der fehlende Lüfter wirklich so ein problem? Würde mich über Infos sehr freuen!!!

PS: Auch dir Grösse und das Gewicht wären sehr interessant...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi

ein 6" MAK in einer Stunde voll ausgekühlt? Wie war denn die Temperaturdifferenz?

klingt für mich sehr schnell, schneller als die 5" und 6" Maks die ich bisher kenne.

lg

Mathias
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben