Naja, also dass der Mann mit den Bildern vom Seestar nicht so zufrieden ist, leuchtet mir ein. Macht er doch seine Bilder mit Equipment, dass um den Faktor 5 oder höher mehr kostet, als das Seestar. Man darf da keine Wunder á la Bilder vom HST oder JWT erwarten. Es ist ein relativ preisgünstiger Einstieg in die Astrofotografie. Man muss jetzt keine Tausende Euro mehr ausgeben und sich groß in die Materie einlesen, um für den Hausgebrach ansprechende Bilder zu erstellen.
Ich hab das jetzt seit zwei Tagen und hab es gestern zum ersten Mal in Betrieb genommen. Ohne irgendwelche Einstellungen vorzunehmen. Eingeschaltet, mit dem Handy verbunden, einigermaßen nivelliert (puh!), Objekte gesucht, aufgenommen. Herausgenommen sind für mich ganz tolle - weil selbst erstellt - Bilder, die Lust auf mehr machen. Das hat in mir auch die Lust geweckt, mich wieder mehr mit meinem Dobson auf EQ-Plattform und Okularkamera zu befassen. Mal schauen, was das Jahr so bringt
Ich gebe ihm aber recht, dass es noch Verbesserungspotenzial gibt. Einiges davon - wie das Postprocessing - kann über bessere Software gelöst werden, anderes (wie die von ihm angesprochene zu hohe Vergrößerung, so dass manche Objekte wie die Pleiaden oder M31 nicht ganz auf das Bild passen) nur über andere Hardware. Hier darf man auf die Zukunft gespannt sein. Seinen Tipp, einfach noch zu warten, halte ich für ungerechtfertigt. Bis diese Smartscopes in die Nähe der Qualität von konventionellem Equipment kommen oder sie gar hinter sich lassen, dürften noch ein paar Jahre vergehen.
Gruß
Thorsten