EDF 7x40 Radioaktiv?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

astrolein

Mitglied
Hallo Binogemeinde
Ich habe von einem Bekannten oben genanntes FG bekommen.
Es hat etwas gedauert,bis ich das Teil identifizieren konnte.Nun lese ich was von Radioaktiven Materialien,
die zur Beleuchtung der Strichplatte benutzt wurden.
Muss ich jetzt Angst haben?
Wie kann ich feststellen ob mein FG "strahlt"?
Die Strichplatte Jedenfalls ist nicht sichtbar.
Bei Einsicht durch das Objektiv ist ein Rückstand
der Strichplatte erkenn bar.Sieht sehr eigenartig aus.
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/help.gif" alt="" />
 
Hallo Michel,

Es gab zwei Versionen des EDF, von denen eine mit einer radioaktiven Tritiumkapsel ausgestattet war. Man erkennt dieses Fernglas an dem kleinen Hebel neben dem rechten Okular, der dem An- und Ausschalten der Strichplattenbeleuchtung diente. Auf meiner Web-Seite findest du Bilder von beiden EDF Versionen:

www.holgermerlitz.de

Falls Du die radioaktive Version besitzt: Keine Angst, solange Du das Fernglas nicht oeffnest, kann auch nichts passieren.

Gruss,
Holger
 
Hallo,
Der kleine Hebel ist in der Tat da.Er hat aber
keine Funktion.Vielleicht hat schon mal jemand
das Zeug entfernt.
Danke
 
Hallo Michael.
Wenn Du den Hebel drückst und das Glas dabei um 90° schwenkst, fällt eine IR sensible Scheine vor das runde Sichtfenster.
Die Tritiumquelle beleuchtet die Srichplatte. Die Strichplatte sollte nicht entfernt werden. Die Optik ist mit Srichplattenglas gerechnet. Bei vielen Gläsern fehlen die Strichplatten.
Es gibt allerdings auch Zivielversionen, die überhaupt keine Strichplatte haben. Dort fehlt dann allerdings auch das IR Sichtfenster.

MfG Friedrich
 
Hallo pikolomini,
bei meinem glas muss man die Dioptrin-Einstellung
am linken Tubus auf -7 stellen und dann das Glas um
90°drehen.Der Hebel befindet sich auf dem rechten Tubus.
So langsam komme ich mit dem Teil klar.
Die linke Augenmuschel fehlt übrigens.ob man die
noch irgendwo bekommen kann? Ansonsten staune ich
über den enormen Grün-Gelb Stich.Muss man sich dran
gewöhnen.
 
Hallo richtig.
Es ist schon einige Zeit her, dass ich das Teil hatte. Ich
glaube, mit dem Hebel schwenkt man die Tritiumquelle so, dass sie die Strichplatte beleuchtet. Das sieht man aber nur im Dunkeln.
Mir war der Farbstich nie unangenehm.

MfG friedrich
 
Hallo Friedrich,
Unangenehm ist der Farbstich nicht unbedingt.
Man muss sich halt nur dran gewöhnen.Ich glaube
der Gelbanteil wirkt kontraststeigernd.In der
Dämmerung macht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> das Teil was her.
Ich hoffe heute auf "Wolkenlöcher" mal sehen was das
Glas am Stern so bietet.
 
>Die linke Augenmuschel fehlt übrigens.ob man die noch irgendwo bekommen kann?

Augenmuscheln fürs EDF gibt es gelegentlich bei ebay.de. Ferner bei www.hegeroptik.de und beim Servicebetrieb des Herstellers (auf der Homepage von Docter-Optik gibt es eine Serviceadresse, die Firma heisst 'Geräte-Service Ros'. Dort kann man sein EDF auch reinigen und justieren lassen und die Gummiarmierung erneuern lassen, die zerbröselt leider schnell).

>Ansonsten staune ich über den enormen Grün-Gelb Stich.

Der ist konstruktiv bedingt, siehe hierzu http://www.akoehler.de/fernglas/edf7x40/index.htm

Hans-Georg
 
Hallo,

die Tritiumbeluchtung (H3 Gas, Halbwertszeit um die 10 Jahre) ist im eingebauten Zustand ungefährlich so lange das Glas dicht ist. Auch wenn die Strichplatte nicht mehr beleuchtet ist, ist noch Radioaktivität vorhanden. Soweit ich weis kann diese Beleuchtungseinrichtung für 100 Euro Entsorgungs- und 100 Euro Ausbaukosten in Eisfeld demontiert werden. Alle Ersatzteile und Infos sollte es in Eisfeld bei Docter (Montageservice Harald Ros) geben. Die Beleuchtung muss als schwach radioaktiver Abfall extra entsorgt werden und ist in Deutschland, so glaube ich, eigentlich mit dieser "Dosisleistung" im Verkauf nicht zulässig.
Andere europäische Länder sehen das aber anscheinend nicht so eng und bieten diese Tritiumtechnologie z. T. als Beleuchtung für Kompanden (Suunto/Silva) oder Schlüsselanhänger etc. an, auch H3 Treaser Uhren funktionieren so.

Die Platte des IR-Detektors kann schon mal etwas Abrieb auf den Okularlinsen zeigen, auch kristallisiert bei diesen Gläsern gelegentlich das "Kanadabalsam" oder das verwendete Linsenklebemittel zwischen den Okularlinsen aus und zeigt kleine "STERNCHEN" oder Punkte. Dies ist zwar unschön, aber völlig unbedenklich und stört beim Beobachten kaum wenn nicht große Linsenflächen betroffen sind.
Eine Reinigung des Glases ist, da zusätzlich die Entsorgungskosten anfallen kaum rentabel.

Also wenns stört, bei Ebay verkaufen und sich die zivile Version ohne störende Strichplatte und Beleuchtung kaufen, die gibt es meist sogar für weniger Euronen!

Der Gelbstich beruhrt auf strahlenresistentem Glas bei den älteren DDR_Versionen. Das fltert 100% die UV Strahlung raus und erhöht den Beobachtungskomfort bei grellem Sonnenlicht genauso wie bei diesigem, nebligem Wetter. Man gewöhnt sich daran sehr schnell. Nur ein direkter Vergleich meit einem Zeiss- oder Leicaglas zeigt einem die starke Einfärbung.

Gruß

Robert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben