Eierlegende Wollmilchsau gesucht..

Dirk1971

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

ich, Dirk, bin neu hier und bräuchte mal Eure Hilfe, Inspiration oder Vorschläge.
Astronomie fand ich immer schon sehr interessant und seit ca. 3 Monaten habe ich ein Seestar S50. Damit wollte ich mit relativ geringem Budget einfach testen, ob die Sternguckerei was für mich ist und wie sehr sie mich begeistert.
Kurz zusammengefasst, ich bin total begeistert und möchte aufrüsten.

Habe mich jetzt seit ein paar Wochen eingelesen und mich zumindest oberflächlich über verschieden Teleskoptypen schlau gemacht.

Wie die Überschrift schon sagt, suche ich was, womit ich sowohl Planeten als auch DeepSky beobachten bzw. insbesondere fotografieren kann.
Prima wäre es, wenn ich keine große Temperaturanpassung benötige, und das System relativ schnell einsatzfähig ist. Als Platz habe ich eine Terrasse und einen Garten zum nutzen, die Umgebung ist relativ dunkel, so dass ich auch "spontan" was von der Anschaffung haben möchte.

Da ich natürlich noch totaler Anfänger bin, sollte das System möglichst vollständig sein, d.h. ich traue mir noch nicht zu einzelne Komponenten zu kaufen, diese aufeinander abzustimmen usw.. und am Anfang auch relativ einfach zu bedienen sein. Es soll aber auch so sein, dass ich nicht innerhalb von kurzer Zeit mit den Möglichkeiten am Ende bin und mir dann die nächste Qualitätsstufe zulegen muss. Lieber jetzt einmal vernünftig investieren und dann nach und nach das System immer besser nutzen.

Im Moment habe ich zwei Systeme rausgefiltert, zum einen den

Skywatcher apochromatischer Refraktor AP 150/1200 EvoStar ED EQ6R Goto

bzw.

Celestron CPC 1100 mit Goto.

In diesem Budget kann ich mich bewegen.


Was würdet Ihr empfehlen und warum? Gerne auch weitere Empfehlungen und Tipps ;)

Ich weiß, dass ist eine super allgemeine Frage und schwierig zu beantworten. Das wäre so, als wenn mir jemand die Frage stellen würde, welches Fahrrad er sich kaufen soll :cool:
Aber vielleicht könnt ihr mir ja doch bei der Entscheidungsfindung helfen, ich drehe mich nämlich seit Wochen im Kreis.

Danke und beste Grüße
Dirk

 
Hallo Dirk,

Kurzfassung, schau mal in deiner Nähe nach einer Amateur-Sternwarte / Astroverein. Da gibt’s gesellige und erfahrene Leute, die verschiedenes Equipment haben, Fragen beantworten und Hilfestellung geben können.

Verabschiede dich vom Gedanken „one fits all“ und das ganze ohne Temperaturanpassung und Anpassung. Allein um eine Kamera dran zu bauen, brauchst es Flattner, konkreten Abstand, etc.

einen 150 mm Refraktor musst du min. 2h vor Beobachtung raus stellen, damit das viele Glas Zeit hat abzukühlen, ein Celestron SC genauso.

Ansonsten mal hier das Forum durchsuchen, da gibt es in der Rubrik Einsteiger viele Antworten zu genau ähnlichen Fragen.

Grüße,
Alex
 
Hallo Dirk,

bzgl. Fotografie schaue Dir auch mal die ASKAR PHQ's und vergleichbare Flatfield-Konzepte an, fallst Du auch "Adapterschlachten" vermeiden möchtest.

Dazu auch in astrobin.com schmökern um anhand der Häufigkeit der dort genannten Teleskop/Kamera/Montierungs-Kombinationen einen erweiterten Überblick zu gewinnen.

Gruß,
Peter
 
Hallo Dirk,

+1 für die Ausführungen von Alex.

Würde an deiner Stelle auch erstmal nach einer Amateur-Sternwarte suchen und dort verschiedene Kombinationen anschauen. Planeten und Deep Sky erfordern (zumindest wenn die Fotos gut werden sollen) unterschiedliche Geräte und Aufnahmetechniken. Das Celestron Schmidt-Cassegrain-Teleskop mit 11“ auf der Gabelmontierung wird dir gute Blicke und Fotos von Planeten ermöglichen, die Brennweite und Art der Montierung / Nachführung ist für die meisten interessanten Deep Sky Objekte allerdings nicht wirklich geeignet.

Mobilität ist ein weiterer Faktor. Die von dir genannten Kombinationen sehe ich aufgrund des Gewichts eher im stationären Einsatz oder im Garten.

Petzvals wie die von Askar oder die RedCats sind auf jeden Fall ein guter Startpunkt und vereinfachen den Start. Bei der Fotografie von Deep Sky Objekten (z.B. Nebeln) brauchst du auch nicht unbedingt eine so große Öffnung. Such mal bei Astrobin nach Aufnahmen mit der RedCat 51mm (Link), da geht schon vieles.

Viele Grüße,
Hendrik
 
Hallo Dirk,
Deep Sky , Sonne und Mond deckt fotografisch schonmal ein "SeeStar 50" gut und relativ preiswert ab. Auch für den Anfang und auch später.
Damit kannst du auch gleich die Weiterverarbeitung von Fotos und Videos erlernen, was auf jeden Fall nötig ist.
Fotografie must du weitgehend von visueller Beobachtung trennen.
Auch Deep Sky von Planeten. Fotografisch und meist auch visuell.
Da ist nix eine perfekte Wollmilchsau.
Der Tipp von mir auch: Kontakt zu anderen örtlich präsenten Sternfreunden, um deren Arbeit zu sehen und verschiedene Arbeitsansätze kennen zu lernen.
Grüße
Dietrich
 
Hallo Alex,

zunächst möchte ich auch den Hinweis der Kollegen aufgreifen, dass Du Dich mal in Deiner Umgebung nach einer Sternwarte oder Sternfreunden umsiehst, um einen praktischen Eindruck zu bekommen.

Vielleicht habe ich eine eierlegende Wollmilchsau? Habe mir 2020 ein C8 EdgeHD auf einer Celestron AVX Montierung gekauft. Visuell kann man da nicht mit einem großen Dobson mithalten, aber bei 8" geht schon was. Für Mond und Planeten ist die Optik gut geeignet und mE nicht schlechter als ein guter 5" Refraktor, der deutlich teurer wäre.

Die AVX hat den Vorteil, dass sie ziemlich leicht und damit gut transportabel ist. Fotografiert habe ich damit auch: bei 2m Brennweite (also ohne einen Reducer) ist allerdings ohne einen Autoguider bei max. 60s Schluss. Man merkt, die Montierung ist da an der Grenze. Für Videoaufnahmen von Sonne, Mond und Planeten ist sie stabil genug.

Seit einem Jahr habe ich aufgerüstet und nun ist die Montierung die CGX. Ein ganz anderes Kaliber, damit kannst Du guiden und belichten wie Du willst. Doch die CGX ist schwer und bisher hatte ich sie noch nicht draußen im Feld, sondern nur im Garten im Einsatz.

Da ich wenig Geraffel möchte, verzichte ich auf ein Notebook am Fernrohr und benutze einen Standalone Autoguider. Das braucht dann weniger Strom, wenn man unterwegs ist. Am meisten Strom braucht eh das Heizband gegen den Taubeschlag in unserer feuchten Umgebung. Noch mehr Strom bräuchte eine gekühlte Astrokamera. Ich bin mit meiner Spiegelreflex für Deep Sky sehr zufrieden, die per Powerbank versorgt wird. Für Mond und Planeten benutze ich eine CMOS Kamera.

Ein 11" SCT kann sicher optisch mehr, aber die Gabelmontierung ist sehr wuchtig und trotz der Vorteile (kein Gegengewicht nötig) hast Du den aus meiner Sicht wichtigen Nachteil, dass es je nach Tubuslage vielleicht schwierig wird, eine dicke Kamera plus weiteres Zubehör rein geometrisch ohne Anstoßen anschließen zu können. Und das C11 mit Gabel ist wie es ist, Du kannst weder eine andere Optik in die Gabel setzen noch die Optik auf eine andere Montierung. Zumindest nicht ohne kundige Umbauten.

Auf der AVX benutze ich außer dem C8 auch einen Skywatcher ED80 Refraktor. Die geringere Brennweite ist interessant für größere Objekte. Für die kleine Optik ist die AVX auch fotografisch völlig ausreichend.

Wie immer Du Dich entscheidest, viel Spaß "beyond Seestar" und klaren Himmel!
 
Moin Dirk,

die Empfehlung, sich Zeit zu nehmen und sich am besten auch bei anderen Sternfreunden auch mal 'physisch' umzuschauen, bedarf eigentlich keiner Wiederholung :cool: - mache ich hiermit trotzdem.

Für mich persönlich (alles immer voll subjektiv!) ist die "eierlegende Wollmilchsau" mein C8, auch auf einer AVX, weil sie so damals zu Covid-Zeiten erhältlich und für mich erschwinglich war, und einen Schritt weiter als mein 6" Newton war, dazu halbwegs gut zu handhaben.

Und ich benutze es vorwiegend visuell, fotografisch nur für Mond und Planeten, da stört die lange Brennweite nicht, eher im Gegenteil.
Bei Deep-Sky-Fotografie ist/wäre das etwas anderes, da bei langer Brennweite (und C8 und C11 bewegen sich da in der gleichen Liga) entsprechend lange Belichtung erforderlich wird, bei gleichzeitig über die Kamera sehr geringem Himmelsausschnitt ...

Für großflächige Deep-Sky-Objekte ist es auch visuell eher wenig geeignet, mehr für planetarische Nebel und solche Dinge wie Hantelnebel, Orion-Nebel etc.
Und mehr Öffnung ist immer verlockender, aber ich wollte etwas, was ich gut heben, montieren, durch die Gegend tragen kann.

Meine Kriterien damals: Öffnung - soviel wie sinnvoll, handhabbare Montierung (muss sie zumindest in den Garten tragen), also kein großer Refraktor (Hebel -> stärkere, damit schwerere Montierung). Newton mag ich an sich, aber visuell ist es ein "Gefriggel", auf parallaktischen Montierungen den Okularauszug dahin zu bringen, wo es gerade passt. Parallaktische Montierung wollte ich dabei gern für Planetenaufnahmen - und um auch mal zwischendrin einen Tee trinken zu können, ohne, dass man anschließend wieder suchen muss. Daher auch gern motorisiert ... Prinzipiell aber auch mit Alt-Az-Gabelmontierung in Ordnung, damit hatte ich auch geliebäugelt.

Die Zielsetzung "sofort einsetzbar, wenig Auskühlzeit" hat man mit einem Schmidt-Cassegrain-System allerdings nicht, mein Teleskop braucht Minimum 1h Anpassungszeit - und gern mehr, wenn es um Planetenfotos geht, da es durch das geschlossene System recht lange zu Luftunruhe innerhalb des Tubus kommt.

Nur mal so eine (selbst)kritische Einschätzung von SCTs, um es etwas in Relation zu setzen.

Wie erwähnt - nimm dir Zeit, schau dich bei Astrokollegen um, schaue durch dieses und jenes Teleskop, wenn es in der Nähe die Möglichkeit dazu gibt.
Zum einen - weil das, was man visuell sieht, so ganz anders (oft weniger ...) ist, als es auf Fotos erscheint. Zum anderen, um ein Gefühl für Größe der verschiedenen Teleskope, und damit ein Gefühl für "bekomme ich das so gewuppt?" zu bekommen. Ich hatte eine Zeit mal mit einem 12" Dobson geliebäugelt, bis ich ihn dann live gesehen habe ... aber auch hier: alles rein subjektiv. Kann ich nicht oft genug erwähnen :cool:

Mit dem Seestar erhaschst du sicher so manches, das ich bei meinem Teleskop nicht sehe, und ich denke, dass es dir auch weiter (zusätzlich) viel Freude machen wird.

Klare Nächte,
Micha
 
Die Zielsetzung "sofort einsetzbar, wenig Auskühlzeit" hat man mit einem Schmidt-Cassegrain-System allerdings nicht, mein Teleskop braucht Minimum 1h Anpassungszeit - und gern mehr, wenn es um Planetenfotos geht, da es durch das geschlossene System recht lange zu Luftunruhe innerhalb des Tubus kommt.
Wenn es denn nachmittags oder am frühen Abend so aussieht, als ob es "was geben" könnte, dann stelle ich den C8 Tubus einfach schon mal zu Abkühlen raus. Wird es klar, ist der Tubus dann schon einsatzbereit. Wird es nicht klar, war's nahezu 0 Aufwand.

Habe einen 12" Volltubus-Dobson in der Garage stehen, ein ziemlicher "Dampferschornstein". Mit umgeklappter Rückbank passt das Trum gerade noch ins Auto. Aber für den Garten ist es genial: in tatsächlich ein, zwei Minuten steht er auf der Fläche, Okularkoffer und Astrostuhl holen und los gehts. Die 12" zeigen ne Menge mehr als 8", ist aber halt nix zum Fotografieren. Also keine eierlegende Wollmichsau :-)
 
Danke schon mal für die zahlreichen Antworten und Tipps!

Das mit der Sternwarte und lokalen Vereinen steht sicherlich auf meiner Agenda.
Ich komme aus dem Raum Aachen, hat da jemand vielleicht eine Idee wohin ich mal Kontakt aufnehmen kann? Außer der Sternwarte, die ist mir bekannt ;)
 
Hallo Dirk

Eine Warnung von jemandem, der beinahe den Fehler gemacht hätte, mit zu großer/schwerer Ausrüstung zu starten (ich hab mir damals ein gebrauchtes älteres Meade 10'' angesehen und glücklicherweise versucht, das ganze Setup samt Stativ und Montierung zu tragen, -> no fun.
Bevor du 5000€ investierst und dir Frust einhandelst:

Schau dir ein paar Reviews zu den großen/schweren Teleskopen an, z.B. von Ed: Review of the Celestron CPC 1100 - A BIG Catadioptric!
und überleg dir das wirklich gut, in der Praxis ist eine Nummer kleiner als deine Beispiele sehr zu empfehlen, das wird dann auch verwendet und macht Spaß.

LG
Martin
 
Man sollte immer darüber nachdenken wie oft im Jahr man so schweres Gerät überhaupt "gewinnbringend" einsetzen kann.

Ich habe für mich eine Regel gefunden (Astronaturgesetz ist übertrieben... eher eine Throrie):

Desto größer die Gerätschaften (Ausnahme du hast eine Sternwarte)... desto seltener setze ich (!) sie ein.

VG Mark
 
einen 150 mm Refraktor musst du min. 2h vor Beobachtung raus stellen
Also mein 125mm Refraktion zeigt visuell schon nach 15min ein akzeptables Bild und nach spätestens 45min zeigt das Teil, was es kann. Mein Maksutov fängt nach 45min nicht mal an ein akzeptables Bild zu zeigen. Da gibt es schon sehr Unterschiede zwischen den Bauformen. Ein gut mit Ventilator belüfteter Newton zeigt auch erstaunlich schnell eine gute Performance.

Ich hätte eher weniger Lust den entsprechenden Unterbau herumzuschleppen. In Summe kommt das genannte Setup locker auf 50kg. Da Dirk wahrscheinlich 53 Jahre alt ist, muss er da schon ganz schön Bizeps haben, damit das noch Spaß macht.

Grüße,
Joachim
 
Weiterhin vielen Dank für Euren Input.
Ich habe am Samstag mal einen Termin in einem Fachgeschäft gebucht und werde mich auch dort mal beraten lassen. Weiterhin lese ich natürlich viel und schaue mich im Netz um.
Wie ich bereits eingangs geschrieben habe, brauche ich das Teleskop nicht wirklich viel zu bewegen, max. 2 Meter durch die Türe auf die Terasse, ggf. auch mal 10m wenn ich in den Garten will um auch alles im Süden sehen zu können.
Mir geht es nicht darum ein möglichst großes, schweres oder teures Gerät zu kaufen. Wichtig ist mir, dass ich einen guten bis sehr guten Grundstock habe, den ich über die Jahre immer wieder ausbauen kann.
Ohne Grundsatzdiskussionen auszulösen.. wenn ihr ein Budget von 5000-6000 Euro zur Verfügung habt und in erster Linie Astrofotografie betreiben möchtet, was würdet ihr denn so anschaffen?

Und um meinen körperlichen Zustand müsst ihr euch keine Gedanken machen ;)

Danke und VG Dirk
 
Hallo Dirk,

Okay, wenn Du so konkret fragst, meine persönliche Meinung dazu: Für 5000 - 6000 Euro geht folgendes:

TS 80/560 SD APO mit Reducer - 800 (gerade im Angebot)
ZWO AM3 - 2000
Stativ - 400
ZWO Asi2600 MC Air 2500

Das ist ein abgestimmtes System, das funktioniert, wenig Frustpotenzial, aber dennoch Lernbedarf beinhaltet und das mit diversen Teleskopen funktioniert. Mit großen Newtons allerdings nicht.

LG Olaf
 
Hallo Dirk,

vielleicht könntest Du uns noch Präferenzen nennen...

Bunte Fotos mit Nebeln (kleinere Brennweiten), Galaxien, Galaxienhaufen (fortgeschrittene Brennweiten), Planeten, planetarische Nebel (hohe Brennweiten)... Nur als Beispiel...

Ein Instrument, welches sämtliche Brennweiten abdeckt wird eher schwierig zu finden sein... Möglicherweise benötigst Du dann mehrere Optiken...

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo zusammen,

ich, Dirk, bin neu hier und bräuchte mal Eure Hilfe, Inspiration oder Vorschläge.
Astronomie fand ich immer schon sehr interessant und seit ca. 3 Monaten habe ich ein Seestar S50. Damit wollte ich mit relativ geringem Budget einfach testen, ob die Sternguckerei was für mich ist und wie sehr sie mich begeistert.
Kurz zusammengefasst, ich bin total begeistert und möchte aufrüsten.

Habe mich jetzt seit ein paar Wochen eingelesen und mich zumindest oberflächlich über verschieden Teleskoptypen schlau gemacht.

Wie die Überschrift schon sagt, suche ich was, womit ich sowohl Planeten als auch DeepSky beobachten bzw. insbesondere fotografieren kann.
Prima wäre es, wenn ich keine große Temperaturanpassung benötige, und das System relativ schnell einsatzfähig ist. Als Platz habe ich eine Terrasse und einen Garten zum nutzen, die Umgebung ist relativ dunkel, so dass ich auch "spontan" was von der Anschaffung haben möchte.

Da ich natürlich noch totaler Anfänger bin, sollte das System möglichst vollständig sein, d.h. ich traue mir noch nicht zu einzelne Komponenten zu kaufen, diese aufeinander abzustimmen usw.. und am Anfang auch relativ einfach zu bedienen sein. Es soll aber auch so sein, dass ich nicht innerhalb von kurzer Zeit mit den Möglichkeiten am Ende bin und mir dann die nächste Qualitätsstufe zulegen muss. Lieber jetzt einmal vernünftig investieren und dann nach und nach das System immer besser nutzen.

Im Moment habe ich zwei Systeme rausgefiltert, zum einen den

Skywatcher apochromatischer Refraktor AP 150/1200 EvoStar ED EQ6R Goto

bzw.

Celestron CPC 1100 mit Goto.

In diesem Budget kann ich mich bewegen.


Was würdet Ihr empfehlen und warum? Gerne auch weitere Empfehlungen und Tipps ;)

Ich weiß, dass ist eine super allgemeine Frage und schwierig zu beantworten. Das wäre so, als wenn mir jemand die Frage stellen würde, welches Fahrrad er sich kaufen soll :cool:
Aber vielleicht könnt ihr mir ja doch bei der Entscheidungsfindung helfen, ich drehe mich nämlich seit Wochen im Kreis.

Danke und beste Grüße
Dirk

Hallo Dirk,

Ich kann dir leider auch nicht genau sagen was das beste für dich als Neuling ist, aber ich kann dir sagen welches meiner zahlreichen Fernrohre ich wählen würde um noch mal anzufangen:
Dieses hier: Ein 12" Dobson f/6 in Gitterbauweise.
IMG-20230808-WA0006.jpg
IMG-20230808-WA0002.jpg

CS Mike
IMG-20230808-WA0000.jpg
 
Hallo zusammen,

Hallo Dirk,

Okay, wenn Du so konkret fragst, meine persönliche Meinung dazu: Für 5000 - 6000 Euro geht folgendes:

TS 80/560 SD APO mit Reducer - 800 (gerade im Angebot)
ZWO AM3 - 2000
Stativ - 400
ZWO Asi2600 MC Air 2500

Das ist ein abgestimmtes System, das funktioniert, wenig Frustpotenzial, aber dennoch Lernbedarf beinhaltet und das mit diversen Teleskopen funktioniert. Mit großen Newtons allerdings nicht.

LG Olaf

an diesem Vorschlag würde mich irritieren, inwiefern das System sicher ungeguidet funktioniert, nicht dass noch weitere Zusatzkosten entstehen. Möglicherweise wird auch ein zusätzlicher Computer mitsamt Stromquelle benötigt... Auch hinsichtlich höherer oder gar sehr hohen Brennweiten wurde hier im Forum teilweise kritisch berichtet...

Hallo Dirk,

Ich kann dir leider auch nicht genau sagen was das beste für dich als Neuling ist, aber ich kann dir sagen welches meiner zahlreichen Fernrohre ich wählen würde um noch mal anzufangen:
Dieses hier: Ein 12" Dobson f/6 in Gitterbauweise.

CS Mike

an diesem Vorschlag würde mich irritieren, inwiefern das System überhaupt saubere Langzeitbelichtungen zulassen kann...





Hallo Dirk,

über diese Funktion

Aachen.jpg

wirst Du hoffentlich Sternenfreunde in Deiner Gegend finden, hoffentlich kann Dir jemand persönlich behilflich sein...

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo Markus,

Mein System beinhaltet Guiding, die Asi 2600 MC Air hat den Guidingsensor integriert, man braucht keine weitere Hardware, um zu fotografieren.

LG Olaf
 
Hallo Olaf,

herzlichen Dank für Dein Feedback! Das vereinfacht das Setup sicherlich!

Wer später auf höhere Brennweiten (z. B. Galaxien) umstellen möchte, z. B. mit einem einfachen RC6 oder einem SC6, einem RC8 oder einem SC8 oder gar einem entsprechenden APO oder Newton, sollte sich zuvor mit der AM3 auseinandersetzten (LINK)... Und möglicherweise mit einem externen PC... Und auch mit der 2600er, des Samplings wegen...

Leider hat uns Dirk noch keine näheren Präferenzen bezüglich seiner Lieblingsmotive genannt...

Hallo Dirk,
über diese Funktion

Den Anhang 457861 betrachten

wirst Du hoffentlich Sternenfreunde in Deiner Gegend finden, hoffentlich kann Dir jemand persönlich behilflich sein...

Viele Grüsse

Markus


5000 - 6000 € möchten schliesslich wohl investiert sein...

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo Markus,

Ja natürlich, die AM3 hat wie jede Montierung ihre Grenzen. Mehr als ein 4“ APO geht da nicht drauf. Mit der AM5 ist man dann zukunftsfähiger aufgestellt, kostet aber noch mal mindestens 700 Euro mehr, Das Setup, das ich vorgeschlagen habe, ist ja auch tatsächlich nur ein Vorschlag, der genau in sein Budget passt und ihn als Einsteiger auf jeden Fall glücklich machen wird. Er braucht auch keinen PC, die Asiair macht alles, was ein Astro-PC auch macht, nur für die nachträgliche Bearbeitung braucht es einen PC, aber den hat ja eh jeder. Das geht natürlich alles auch deutlich billiger, aber dann muss man sich auch durch einen dichteren Wald an Fragen über die zusammenpassenden Komponenten kämpfen und tatsächlich an einen externen PC denken. Die Fragestellung war ja zuletzt sehr konkret und daher habe ich genauso konkret geantwortet, ich kann das Setup wärmstens empfehlen, ich nutze es halt selbst. Natürlich weiß ich um die Grenzen.

Zur Kamera noch: statt der Asi2600 MC Air ginge auch eine Asi 585 und die AsiAir Mini. Die habe ich auch beide und machen mich auch sehr zufrieden für kleinere Objekte. Dann würde es 1700 Euro günstiger sein, die man in die AM5 und ein anderes Teleskop stecken könnte. Die Kamera könnte man dann später upgraden.

Und ja, ZWO-Kosmos. Muss man mögen, ich mag es, weil es funktioniert. Die Alternative ist halt PC und NINA. Darüber können andere mehr sagen.

LG Olaf
 
Ich weiß ja nicht...vielleicht bin da bisschen konservativ...aber unter ausbaufähigem Einsteigersetup verstehe ich etwas anderes. Das ist ja schon die Vollkaskovariante.

Ich hätte da eher eine Montierung mit um die 20kg Tragklasse gesehen und da obendrauf dann einen 5" Apo. Der 5" Apo ist für mich so ziemlich das, was ich als eierlegende Wollmilchsau sehen würde. Der kann schon einigermaßen visuell was, hat Brennweite für Galaxien, kann mit Barlow sehr schöne Mond und Planetenbilder und mit Reducer schafft der auch Gasnebel.

Je nachdem wie man drauf ist, kann man entweder mehr in die Montierung investieren, wenn man z.B. eine etwas leichtere oder präzisere haben will, oder man investiert mehr in das Teleskop und wählt ein Triplett statt einem Dublett. Da ist dann auf jeden Fall noch ein, zwei oder sogar drei Tausender für das drumrum übrig. Das braucht es halt auch noch.

Wenn schon eine Systemkamera von Canon/Nikon/Sony im Haushalt vorhanden ist, kann man sich einen Reducer mit T2 Adapter kaufen und in eine kleine Guidingkamera investieren. Mit letzterer kann man auch Mond und Planeten aufnehmen. Ob man da jetzt einen Sucher mit 1,25" Anschluss oder einen OAG als Guider verwendet ist jedem Selbst überlassen.

Dazu braucht man noch bisschen Zubehör. Eine gute Stromversorgung mit ordentlich Luft nach oben, ein Stromverteiler mit Steuerung für Taukappe und Temperatursensor, eine Bahtinovmaske zum Scharfstellen und was ich für mich bei allen Refraktoren und Cassegrains unverzichtbar ist: eine Taukappenheizung. Um letzteres kommt man bei uns kaum drum. Da merkt man sehr schnell, dass einem in 9/12 Monaten nach paar Stunden die Optik zutaut und in den restlichen drei Monaten nicht richtig dunkel wird.

Wenn man dann merkt, oh ja, Fotografieren macht mir mehr Spass oder man doch lieber nur Planeten schauen, kann man über weitere, gezielte Investitionen nachdenken. Man kann z.B. weiter Mond und Planeten schauen und wenn man merkt, Fotos sind ganz nett aber das ist schon sehr frustierend und zeitintensiv, kann man sich einen Seestar als Ergänzung holen. Oder man merkt, dass ist genau meins und man investiert in Autofokus und gekühlte Kamera. Oder man merkt, oh, ich will beides und das mit dem dauernden Umbau nervt voll, dann investiert man in ein zweites Teleskop usw. Man kann das Fotosetup so weit treiben, dass man das komplett automatisch vom Wohnzimmer aus bedienen kann. Das geht auch ohne ASIAIR. Das ASIAIR ist halt wie eine Systemkamera. Danach ist man auf das System festgenagelt und kommt nur mit hohen Kosten wieder raus. Oder man mietet sich einen Platz in Spanien bei einem Remotesternwarten betreiber. Oder man kauft sich eine Mono.

Der 5"er mit der 20kg Montierung kann das übrigens alles. Ich habe mit sowas so ziemlich alles gemacht, was in meiner Galerie zu sehen ist.

Und dann ist ja nicht so oft gutes Wetter und die Lernkurve in der Fotografie ist so hoch, dass man wieder genug Budget in der Kasse hat, bis man in seiner Entscheidungsfindung weiter gekommen ist. Man darf bei dem Thema nicht den Fehler machen alles sofort haben zu müssen, ohne zu wissen auf was man sich einlässt. Auch mit ASIAIR ist Astrofotografie hauptsächlich Bildbearbeitung. Ohne das geht gar nichts und das ist nicht ohne. Der Himmel ist jedes Jahr derselbe. Da braucht man nicht hetzen. Nach paar Jahren hat man trotzdem alles durch, was es wert ist abgelichtet zu werden. Danach geht man entweder auf die Jagd nach Herausforderungen oder man nimmt dasselbe immer wieder mit einem anderen Fokus auf. Der Himmel ist geduldig. Der wartet jedes Jahr aufs Neue auf dich.

Grüße,
Joachim
 
Hallo Joachim,

alles richtig, was Du schreibst. Es ist auch normal, dass es bei der Vielzahl an möglichem Equipment und der jeweiligen Vorlieben Dutzende Meinungen gibt, die teilweise diametral auseinander laufen. Es ist aber auch nicht die Regel, dass ein Einsteiger bereit ist, zwischen 5000 und 6000 EUR auszugeben. In diesem Fall kann man ja direkt zur Vollkasko-Version raten, damit kauft man dann wenigstens nicht zwei Mal und erspart sich eine Menge Lehrgeld. Aber es hängt eben primär davon ab, was man machen und sehen will. Anfänger-Beratungs-Threads laufen immer nach demselben Schema ab. Eigentlich wollte ich mich daran auch gar nicht mehr beteiligen. Die Reihenfolge ist immer nahezu gleich:

1. Sternwarte oder Verein aufsuchen
2. Dobson kaufen
3. Ah, Fotografieren soll auch möglich sein, dann parallaktische Montierung und kleiner Apo
4. Seestar oder anderes Smartscope geht natürlich auch
5. Iiih, das ist ja gar kein richtiges Teleskop
6. Ah, Geld ist vorhanden, dann direkt in die Vollen und ein modernes Foto-Equipment kaufen, das auch visuell funktioniert, wenn es mal sein soll.
7. Nee, auch zu convinient und einschränkend, lieber doch modular, schwere Montierung und große Öffnung und alles von der Pike auf lernen.

Mein Fazit bleibt immer gleich: Man muss die Erfahrungen selbst machen, ich habe auch ganz anders angefangen, als ich zunächst hier erfragt und geraten bekommen habe.

LG Olaf
 
Mein Fazit bleibt immer gleich: Man muss die Erfahrungen selbst machen, ich habe auch ganz anders angefangen, als ich zunächst hier erfragt und geraten bekommen habe.
Ich habe überhaupt nicht hier nachgefragt ;)

Da ich mir aber seit meiner frühesten Kindheit mit dem Thema beschäftige, wusste ich halt natürlich auch schon relativ genau, was ich will und was ich nicht will. Teleskoptechnisch hat mich tatsächlich die John Dobson Story geprägt, der aus Abfall Teleskope gebaut hat. Ich hatte dann aber auch mal Lust nicht immer nachschieben zu müssen, und nicht immer das schwere Zeug rumzutragen und nicht immer jedes mal zu justieren und nicht immer eine dreiviertel Stunde auf die Auskühlung zu warten. Und ich wollte halt auch mal ein Foto machen, aber das ganze sollte genauso bombenfest stehen, wie mein Dobson und zumindest an Mond und Planeten in 9 von 10 Nächten zeigen was geht und wenigstens ein bisschen Deepsky können.

Und da gibt es eigentlich nur den 5" Apo. Die Spezialisten können natürlich in ihrem Metier alles besser, aber das ist praktisch die Ente unter den Teleskopen. Der kann alles ein bisschen. Fliegen, Schwimmen, Laufen. Das ist das was der eierlegenden Wollmilchsau am nächsten kommt. Ich habe also praktisch genau das gesucht, was der TE in der Überschrift genannt hat und mit einer überdimensionierten Montierung und dem 5" Zweilinser gefunden. Dazu habe ich mir einfach mal aus Spass einen T2 Adapter für paar Euro für mein Kamerasystem besorgt und auf den Auslöser gedrückt. Der Rest hat sich dann von alleine ergeben.

Mittlerweile habe ich mit dem Teil so gut wie alles durch, was man damit durch haben kann und bin nun tatsächlich wieder bei der John Dobson Story gelandet, um aus Abfall Gold zu machen. Der 5"er darf wieder visuell sein.

Im Prinzip sind wir aber gar nicht weit auseinander. Bei dir fließt halt mehr in die Kamera, bei mir mehr in das Teleskop und den Unterbau. Ansonsten kommt das auf das selbe raus.
 
Ich habe am Samstag mal einen Termin in einem Fachgeschäft gebucht und werde mich auch dort mal beraten lassen.
Hallo Dirk,
"Fachgeschäft" ? Hoffentlich nicht der örtliche "Optiker" (sorry, kenne den ja gar nicht, ist vielleicht ein netter Kerl ....)

trotzdem bin ich bei Beratungen in Fachgeschäften immer vorsichtig. Egal wo man sich von einem Verkäufer in einem Fachgeschäft "beraten" lässt ( Kaffemaschine, Staubsauger, Fernseher, Computer, egal) , man muss schon Glück haben, wenn der Verkäufer das Beste für "Dich" und nicht das Profitabelste fürs "Fachgeschäft" empfiehlt.
Wie kompliziert das Ganze Thema ist, sieht man in jedem Thread mit Deiner oder ähnlicher Fragestellung.
Vieles wurde in den vorigen Posts schon völlig zutreffend gesagt.
Eine Beratung, die völlig uneigennützig ist, wird man vermutlich am ehesten erhalten, wenn man sich bei Hobbyastromomen beraten lässt und sich deren verschiedene Ausrüstungen anschaut und sich erklären lässt, wofür die optimal sind und wofür sie nicht so gut taugen. Also auf zur Sternwarte in der Nachbarschaft und dort Kontakte suchen. Dein Bonus ist da ja, dass Du schon einiges weisst und mit dem Seestar gelernt hast.

Ich würde allerdings auch, wie weiter oben mehrfach angesprochen, von einem solch großen und schweren Teil abraten. Auch, wenn man es nur wenige Meter auf die Terrasse schleppen muss. Mein erstes Teleskop war vor weit über 10 Jahren ein Meade 10" LX200. Das habe ich nach 6 Monaten mit fast 50% Verlust verkauft. Je größer und schwerer und vor allen Dingen, je unflexibeler sowas ist, desto schwerer ist es leider auch, dafür einen Abnehmer zu finden.

Im Übrigen bin ich sehr bei dem, was Joachim (joetaiga) geschrieben hat.

Um sich den Weg für DeepSky Astrofotografie offen zu halten, würde ich in jedem Fall eine parallaktische Montierung anschaffen. Die Tragkraft von 20kg sollte man (wie Joachim geschrieben hat) als untere Grenze nicht unterschreiten, Eine Faustregel sagt, daß man diesen Wert fotografisch ohnehin nur zu ca 50-70% ausnutzen sollte, danach wird's dann in der Regel wackelig. Bei den Optiken kann man etwas probieren und testen, bei der Montierung würde ich es vermeiden rumzuprobieren, da würde ich heute gleich was anschaffen, was man dann über längere Zeit nutzen kann.
In der Liga 20kg gibt es heute schicke HarmonicDrive Montierungen, die diese 20kg sogar ohne Gegengewichte wuppen.

Viel Erfolg beim Einstieg in dieses spannende Hobby
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

bei den Harmonic Drive Montierungen, wie der AM3 und AM5, die ich erwähnt habe, gilt die 50-70% Regel nicht, jedenfalls nicht, was die Tragkraft angeht, da könnte es nur wegen des Hebels ein Problem geben. Die AM3 kann ohne Gegengewicht 8 kg tragen, die kann man aber auch ausreizen, da ist fotografisch nicht bei 5 kg Schluss. Eine 20kg-Montierung herkömmlicher Art entspricht also einer HD-Montierung, die 10-13 kg tragen kann.

Ein 5" Apo könnte nur zu lang für eine solche Montierung sein und damit Probleme machen. Dann klemmt man halt doch ein Gegengewicht dran und hat wieder Ruhe. In der Praxis habe ich meine AM3 bisher aber auch nicht ausgereitzt. Mehr als 6 kg hatte ich da noch nicht drauf.

LG Olaf
 
Hallo Olaf,

bei den Harmonic Drive Montierungen, wie der AM3 und AM5, die ich erwähnt habe, gilt die 50-70% Regel nicht
Ja, das habe ich auch schon mehrfach gehört. Soll bei den HEM's wohl ähnlich sein.

Etwas, das schwerer als 10kg ist, werde ich mir sicher nicht mehr zulegen.
Ich habe für zu Hause trotzdem eine iOptron HEM44A angeschafft, die kann so um die 20kg ohne Gegengewichte tragen und entspricht wohl eher der AM5.
Da bin ich also für den Rest meines Lebens wirklich auf der sicheren Seite.
Ich hatte vorher eine HEQ5 mit Riemenantrieb und dem externen iPolar-Polsucher. Den iPolar habe ich so lieben gelernt, daher dann die Entscheidung für die HEM44, weil die ZWO Montierungen (zumindest damals noch) keinen eingebauten elektronischen Polsucher hatten.
LG Jürgen
 
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