Eigenbau 13" Dobson

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Choreos

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Hallo Leute,

auf diesem Wege möchte ich gern Eure Erfahrung bemühen:
Derzeit sitze ich an einem 13" Dobson in Gitterrohrtechnik und das am besten als Low-Rider - die Idee kam mir erst während des Grobschliffs! Denn ich möchte das Teleskop möglichst oft mit im Auto transportieren können - natürlich besonders im Urlaubsfall. Daher möglichst kleines Packmaß.
Ansonsten ist dieses Projekt für mich auch eine sportliche Angelegenheit.

Das Öffnungsverhältnis setze ich auf F5.5, um ein entspanntes Verhältnis mit den Okularen zu finden und den Fangspiegel klein zu halten. Das Gerät dient später nur für visuelle Zwecke.
Dicke des Rohlings: 25mm

Frage:
Kann man bei der Größe und dem Öffnungsverhältnisses einen praktikablen low-Rider bauen, bezüglich des Gleichgewichtes mit den Okularen? Die meisten Selbstbauprojekte, die ich gesehen habe, sind zwischen f4 und f5 konstruiert. Damit baut der Hut etwas niedriger als bei f5.5 oder gar f6.

Natürlich werde ich das auch praktisch ausprobieren, um Erfahrung zu sammeln, aber evtl. gibt es etablierte Richtwerte für solche Konstruktionen?

Viele Dank für Eure Zeit und
herzliche Grüße
Stephan
 
Hi,

bei 13 f/5,5 brauchst du noch keinen Low-Rider. Ein Newton ist völlig ausreichend. Die Einblickhöhe durfte ca. bei 160cm liegen.

Gruß
Lothar
 
Hallo Stephan,

lass das mal mit dem Lowrider. Wie schon die anderen geschrieben haben, ist das bei der Brennweite sicher nicht nötig. Falls doch zu lang, würde ich eher das Öffnungsverhältnis etwas beschleunigen.

Schau lieber, dass Du deine Vorgaben für die Transportabilität gut umgesetzt bekommst, ohne dass die Stabilität und Ergonomie beim Beobachten zu sehr leidet. Mit f 5.5 wird das Teleskop schon im Verhältnis lang und hat mit 25 mm einen leichten Spiegel. Wird gar nicht so einfach, das gut in's Gleichgewicht zu bekommen.

Viele Grüße
Reiner
 
Hallo Kai,

Blei?
Hi, hi, das ist bei meinen Dobsons verboten!

Hallo Stephan,

bei einem 13 Zöller würde ich jedenfalls eine kürzere Brennweite bevorzugen.
Die Stangen werden sonst zu lang und die Basis liegt zu nah beieinander.
Bei f/4,5 oder etwas langsamer braucht man dann keinen lowrider.

cs
Timm
 
Eine längere Brennweite hat durchaus auch ihre Vorteile die da wären weniger Obstruktion und weniger Coma.

Grüsse Jochen
 
Liebe Astrofreunde,

Vielen Dank für die konstruktiven Beiträge. Bitte entschuldigt meine längere Pause und Antwort. Ich musste einige Dinge auf Eis legen, auch der Spiegel dieses Projektes ist unter einer kleinen Staubschicht versteckt.

Lothar: nach meiner Zeichnung komme ich etwas höher und somit müsste im Zenit bereits mit Hilfsmitteln (Trittbrett) gearbeitet werden. Aber vielleicht habe ich auch etwas nicht beachtet. Genau darum geht es ja, entspanntes Beobachten im Zenit.
Die Idee war aber auch, alles so klein wie sinnvoll zu konstruieren, um den Transport zu vereinfachen. Ob ein 13" noch Flugzeugtauglich gebaut werden kann, ist mir aufgrund der fehlenden Erfahrung noch nicht klar. Und sicherlich ist diese Nummer die Königsklasse. Ich denke, das 10 bis 12 Zoll hier die Grenze darstellen. Daher wird der Autotransport das Ziel sein. Achja, auch der Stauraum in der Wohnung spielt eine Rolle.
Als nächstes wird ein Modell gebaut, um alles mal praktisch vor Augen zu haben.

Reiner:
Ohje, ich hab's wohl irgendwie geahnt.... Aus diesem Grund habe ich auch die Frage an Euch gestellt. Ich empfinde das Öffnungsverhältnis eigentlich als guten Kompromiss zwischen optischen und mechanischen Anforderungen (und der Parabolisierung!). Bezüglich der Bauhöhe habe ich aus Deinen genannten Gründen inzwischen selbst etwas Respekt vor der Stabilität bekommen.
Stellt sich die Frage: Umschleifen? Ich mach erstmal weiter und werde dann erste Versuche mit dem nackigen Spiegel und einem provisorischen Aufbau durchführen. Das gehört sicherlich zur Lernkurve hinzu.

Kai:
Da gibt es interessante Ansätze mit Wasserflaschen oder einer Handvoll 2zoll Okularen im Spiegelkasten, die dort gleichzeitig "wohnen" und für das Gegengewicht sorgen. Das sind Lösungen die sicherlich funktionieren, aber irgendwie ....
Es hilft nix, es muss ein Model gebaut werden.

Timm:
Das sind im Endeffekt die gleichen Empfehlungen wie von Reiner. Ich nehme Eure Worte auf jeden Fall ernst.

Jochen:
Das war beim Start des Projektes das ausschlaggebende Argument für mich, dort die Zielmarke zu setzen. Die nächste Zeit wird zeigen, ob Zwänge überwiegen und die Oberhand gewinnen.
Ich sehe es sportlich und Ehrgeiz ist durchaus vorhanden. Nur meine Zeit ist momentan so rar. Wenn das im selben Schneckentempo weiter geht, dann schiebe ich zum First light die Kiste mit dem Rollator vor die Tür... ;-)

Euch herzlichen Dank, die Diskussion lasse ich offen. Wenn ich Ergebnisse habe melde ich mich gern, wenn gewünscht.
Aber erstmal angenehme Feiertage
Stephan
 
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