Eigenbau Teleskope geerbt - kann mir jemand bei der Zuordnung helfen?

portabiti

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Hallo liebes Forum,

ich habe aus dem Nachlass eines Verwandten zwei Eigenbau-Teleskope geerbt, über die ich gerne mehr erfahren würde. Leider habe ich keinerlei Unterlagen zu den Teleskopen und finde auch nichts im Internet.

Die einzigen sichtbaren Hinweise sind die Optiken von Spindler & Hoyer Göttingen und Schneider Optik Kreuznach.

Soweit ich mich erinnern kann, waren die Teleskope „Beifang“ beim Kauf eines größeren Konvoluts in den späten 1990er oder frühen 2000er Jahren.

Weiß jemand, wer diese Teleskope angefertigt hat und aus welcher Zeit sie stammen? Gibt es Personen, für die diese Teleskope einen (emotionalen) Wert haben?

Vielen Dank vorab für Eure Hilfe!
 

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Hallo,

das Teil auf dem „Schneider Optik Kreuznach“ steht ist nur der Deckel von einem Objektiv, der hier als Kappe für den Okularauszug zweckentfremdet wurde. Vermutlich ist nichts anderes an diesem Fernrohr von Schneider.

Das Objektiv von Spindler&Hoyer, vielleicht ist es auch nur eine einzelne Linse, genau erkennen kann ich es auf dem Foto leider nicht, würde ich in die Kategorie „Lehrmittel für den Physikunterricht“ einsortieren. Darauf deutet der hammerschlaglackierte Flansch hin, der für die Montage auf einer Platte vorgesehen ist, die ihrerseits auf einer optischen Bank montiert wird. Um genaueres sagen zu können musst Du mehr Bilder von den Fernrohren machen, vor allem von vorne und hinten!

Insgesamt sieht mir das nach der Bastelarbeit von jemandem aus, der aus verfügbaren Fundstücken und mit einfachen Werkzugen versucht hat, das beste zu machen. Für ihn selbst hatte das bestimmt einen emotionalen Wert (so wie meine ersten Lautsprecherboxen für mich auch nach 45 Jahren noch, obwohl jeder andere sie wahrscheinlich beim nächsten Sperrmüll rausstellen würde), was andere angeht habe ich da ehrlich gesagt meine Zweifel.

Grüße
Maximilian
 
Hallo, was für einen Durchmesser hat denn der Spiegel des Newton und welchen Durchmesser die Linse des Spindler & Hoyer Objektivs ?

MfG Michael
 
Hallo,

mir ging es mal ähnlich mit einem Konvolut aus Eigenbauteleskopen, ausgerüstet mit mehr oder weniger ungeeigneten Objektiven von Episkopen oder Fernsehkameras. Beim kritischen Blick durchs Teleskop erwies sich das alles als Schrott; bestenfalls als monströse Guidingkamera geeignet...
Anders war das nur bei einem unscheinbaren Eigenbau aus Hartpapier (alles DIY einschließlich Sucher und OAZ!), in dem ein Zeiss AS 80/840 residierte. :sneaky: Da hatte sich anscheinend ein Feinmechanikermeister ausgetobt - dieser Eigenbau blieb wie er war, prima Reisefernrohr.
Ob deine Fundstücke irgendeinen astronomischen Nährwert haben, bekommst du nur durch Ausprobieren heraus. Wenn sie für dich emotionalen Wert haben, ist das was anderes, aber sei beim Blick durchs Teleskop nicht enttäuscht...
Gruß,
Niko
 
Hallo Wunni,
würdest Du noch ein Spindler & Hoyer Teleskop mit 100 mm empfehlen? Achromat f/10. Soll ja auch hochwertiges Glas von Schott
gewesen sein?
Gruß
Michael
 
Hallo Michael,
Spindler & Hoyer ist ein renommierter Name. Entscheidend ist vor allem, wofür die Optik gedacht war. War sie für ein astronomisches Teleskop zum durchgucken? Dann ist die S&H-Optik bestimmt kein Schrott.
Der hellgraue Lack des Objektivs auf dem Foto sieht so gar nicht nach Teleskop aus, vielleicht eine Kollimationsoptik für eine optische Bank? Ich spekuliere nur...
Mal sehen, was die Optik-Spezis hier noch so schreiben.

Die von mir erwähnten Objektive waren aus Rathenow und Jena - auch renommiert. Aber die waren für ganz andere Zwecke gerechnet und deshalb als Teleskop-Optik nutzlos.

Gruß, Niko
 
Hallo Niko,
ich meinte ein anderes S & H Teleskop mit f/10 , hab hier Fotos.
Gruß
Michael
 

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Spindler & Hoyer Göttingen ist heute "Qioptiq Photonics/ Excelitas Technologies".
 
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