Ein bißchen Starthilfe

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Kingoe13

Mitglied
Also erstmal Hallo zusammen!

Ich habe mich gerade bei euch im Forum angemeldet und hab natürlich direkt ein paar Fragen die ich loswerden möchte.
Aber erstmal zu meiner Person: Ich bin 21Jahre alt und komme gebürtig aus Mönchengladbach(NRW). Zurzeit wohne ich in Böblingen(BW), da ich an der BA Horb mein Studium zum Wirtschaftsingenieur absolviere. Ich interessiere mich schon seit einigen Jahren für die Astronomie, doch bis jetzt ist es immer bei Lektüre zu diversen Themen geblieben.
So langsam möchte ich mich aber doch auf den praktischen Teil vorwagen und denke über den Erwerb eines Teleskops nach.
Da ich mich hier auch nicht ganz unvorbereitet stellen wollte habe ich mich natürlich schon informiert und bin zwischen zwei Reflektoren hängen geblieben. Bei dem einen handelt es sich um das Bresser Messier N 203 und bei dem anderen um das 150/750 mm auf EQ-3/2 von Synta.
Ich habe allerdings nie einen Vergleich zwischen diesen Teleskopen gefunden und weiß auch nicht wirklich, wie es um die Qualität bestellt ist. Das es sich um China-Ware handelt ist mir allerdings klar.
Da ich wohl vornehmlich DeepSky (natürlich auch ein bißchen Planeten)beobachten möchte, ist nach meinem Kenntnisstand wohl das N203 vorzuziehen, oder liege ich damit falsch? Aber reicht die Brennweite von 900mm hier?
Von sinnvollem und nicht zu teurem Zubehör wie Okularen habe ich leider noch keine Ahnung. Hier wäre ich natürlich für Tipps sehr dankbar.

Desweiteren möchte ich mich jetzt schon bei denjenigen bedanken, die sich meiner Annehmen und diese wohl schon sehr bekannte Frage beantworten.

P.S.: Falls jemand aus dem Raum um Böblingen dabei ist: Ich bin noch auf der Suche nach einem guten Beobachtungsplatz(sollte mit dem Auto gut in 60-90min erreichbar sein; gerne auch Richtung Schwarzwald).
An eventuellen Beobachtungsnächten am Wochenende würde ich mich gerne beteiligen, wenn die Bereitschaft vorhanden ist, einen Neuling ein bißchen an die Hand zu nehmen.
 
Hallo und herzlich willkommen im Forum

Zwischen den beiden Telesopen die zur Auswahl stehen wäre eigentlich schnell eine Entscheidung zu treffen, wenn da nicht ein ABER stehen würde.
Betrachten wir das 8" Bresser Messier zuerst. Es hat durch seine Öffnung eindeutig die Nase vorn, es hat einen 2" Okularauszug (OAZ). Das sind schon mal seine Vorteile. Doch dann kommen einige Nachteile zum tragen. Es hat eine ziemlich dicke FS-Spinne, die wirklich unschöne Spikes produzieren wird. Dann ist es ein f/4,4 System, welches sehr anspruchsvoll auf die Wahl der Okulare reagiert. Hier mit relativ günstigen Okularen zu arbeiten, ist unmöglich.
Betrachten wir das 6" Snyta Teleskop.
Es hat zuerst 2" weniger Öffnung und eine Brennweite von nur 750 mm, Öffnungsverhältnis f/5. Die FS-Spinne ist filigraner, jedoch auch hier entstehen Spikes. Großer Nachteil gegenüber des Bressers ist der 1,25" OAZ, jedoch wieder Vorteil da man noch mit relativ günstigen Okularn klarkommt.
Mein Tipp wäre ein Dobson 8" f/6 (ebenso 1200mm). Damit erhält man ein noch umproblematisches Öffnungsverhältnis und hat sowohl am Planeten als auch an DeepSky Objekten genügend potential. Über weiteres Zubehör kann man dann im einzelnen Sprechen. Der Dobson kann sowohl mit 1,25" oder mit 2" Okularen betrieben werden und je nach Wunsch irgendwann mal auch parallaktisch montiert werden.
Schönen Gruß
Robert
 
Hi Kingoe,
Dein "PS" würde ich nach vorne stellen!
Schau mal auf der Startseite des forums nach Vereinen und schalte in Treffpunktboard eine Anfrag.
Treff Dich mit Leuten und beobachte mit. In aller Regel haben Hobbyastronoem damit kein Problem
und erklären Dir ihre Fernrohre mit Vor- und Nachteilen und Du kannst selbst ausprobieren was Dir liegt
und was nicht. Dobson/parallaktisch, Refraktor/Reflektor und so weiter.
Ich würde von den beiden Röhren die Du vorgestellt hast, keine kaufen, mein Tip wäre ein Dobson,
(möglichst große Öffnung fürs Geld) aber ich bin nicht Du.
Schaust Du selbst, bevor Du kaufst, findest Du am ehesten DEIN Skope und minimierst die Möglichkeit
des TEUREN Fehlkaufs.
CS
Gütnher
 
Hmm, dann werde ich über meine Auswahl wohl nochmal nachdenken(bis jetzt hab ich einen Dobson nie wirklich in Betracht gezogen, da mir die so ungelenk und unhandlich vorkommen).
Danke auf jeden Fall schonmal für die Antworten. Ging wirklich schnell.
Werde mich wohl erstmal wirklich an erfahrenere Leute dranhängen und da mal gucken.
Werd bestimmt wieder von mir hören lassen.

MfG

Martin
 
"(bis jetzt hab ich einen Dobson nie wirklich in Betracht gezogen, da mir die so ungelenk und unhandlich vorkommen)."

Hallo Martin,
nicht die Bohne,das sieht nur so aus.Einen 8-Zöller kann man noch prima die Treppe runtertragen und der Umgang im Feld ist kinderleicht.Übung im Orientieren und Finden braucht man mit jedem Teleskop.

Viele Astrogrüsse

Bernhard
 
Hallo Martin!

Mit einem Dobson hättest Du das beste Preis/Leistungsverhältnis, die "negativen" Punkt hat Dir aber noch niemand aufgezählt.

Nachführung von Hand, bei höheren Vergrößerungen bist Du mehr mit dem Nachschupfen beschäftigt als mit dem Gucken. Die maßlos überteuerte Hilfe dafür heisst - Nagler,Pentax,und andere UWA Okulare. Da kostet ein Okular mehr als das gesamte Telskop.Oder Du stellst das Objekt etwas ausserhalb des Gesichtsfeldes und lässt es durchwandern, dann reichen auch etwas günstigere Okulare.
Der am öftesten genannte Vorteil ist in Wahrheit keiner, nämlich : "Aufstellen in ein paar Sekunden und schon schauen"
Ist natürlich nur ein Gag, denn auch ein Dobson benötigt sein Auskühlphase, die sich ein anderes Telskop eben wärend der Aufbauphase holt.Beinahe bei jedem längeren Transport mußt Du das Ding wieder Neu justieren, was natürlich auf alle Newtons zutrifft. Also benötigst Du auch ein Justierokular oder einen Justierlaser .
Wenn Du ein Typ bist, der gerne Komfort und Gemütlichkeit hat, dann wäre ein deutsche Montierung mit Nachführung sicherlich der bessere Weg für Dich. Was ist Dir lieber?
Wenn Du bei einem Kollegen einmal einen Blick durch sein Telskop wirfst und das Objekt das Du vorher eingestellt hast, ist dann noch immer im Okluar zu sehen, oder bei jedem "Ausflug" der länger als ein Minute dauert, wieder neu suchen? Von der Fotografie reden wir erst gar nicht, denn dann kommt die Dobsonvariante ohnehin gar nicht in Frage.Das solltest Du Dir auf jeden Fall vorher einmal anschauen, bevor Du so ein Teil kaufst.

lg Michael
 
Hallo Martin !!!

Deine hier gestellte Frage, ist wohl die häufigste im Forum, aber als noch Neuling kenne ich Dein Entscheidungsproblem, vor dem ich vor ein paar Monaten auch stand.

Wie die erfahrenen Vorgänger schon schrieben, ist eine Kontaktaufnahme mit einem örtlichen Spechtelclub die beste Maßnahme um einmal durch verschiedene Teleskope zu schauen und auch die Vor- und Nachteile am Objekt selbst zu erleben.
Dem einen liegt z.B. das "Nachschubsen" mit dem Dobson, dem anderen nicht. Der eine schwört auf Öffnung, der ander auf den Komfort bei der Nachführung.

Im Gespräch mit den alten Hasen wirst Du unendlich viele Tips bekommen und ich habe die Mitglieder der Spechtelclubs immer als hilfsbereite Menschen in Erinnerung, wie Du auch hier im Forum erleben kannst.

Ich selbst konnte vor ein paar Monaten einen gebrauchten 10-Zöller Dobson ergattern, was ich bislang noch keine Sekunde bereut habe. Da ich total begeistert von den Deep-Sky Objekten bin, macht sich der Nachteil der "nichtvorhandenen" automatisierten Nachführung nicht bemerkbar. Zumindest nicht im visuellen Bereich. Solltest Du aber das Fotografieren zu einem späteren Zeitpunkt im Sinn haben, ist der Dobson wohl eher die zweite Wahl.
Ausserdem ist der Dobson natürlich etwas "Transportintensiv", zumindest mein 10-Zöller ist schon eine kleine Schinderei, die sich aber meistens lohnt.

Sollte Dich der Astrovirus aber einmal gepackt haben, wird es eh nicht bei einem Teleskop bleiben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> . Ich selbst bin momentan auch auf der Suche nach einem Zweitgerät <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> .

Ich wünsch Dir auf jeden Fall viel Spaß, egal zu welcher Entscheidung Du kommen wirst. Die dunkle Welt da Draußen wird Dir manche Überraschung bieten.

Grüße von einem astronomieinfizierten

Rainer
 
Martin !

Fast hätte ich es vergessen. Die HP von Antares ist wirklich klasse und man findet auch gerade als Anfänger super Tips bei den "Deep-Sky Brothers".

Gruß und CS
 
Hab ja garnicht mit so vielen Antworten gerechnet, aber ich bin positiv überrascht.
Mein aktueller Stand ist so, dass ich erste Kontakte zu anderen Astronomiebegeisterten aufgenommen habe und die ersten Treffen plane. Ich denke, dass mir diese, wie Ihr ja auch schon geschrieben habt, weiterhelfen werden.
Aber ich denke mal, dass ein Dobson (8" Skywatcher) für mich garkeinen so schlechten Einstieg darstellen wird und zum Kennenlernen des Himmels und Austesten ob mir das Hobby in 11/2Jahren immernoch Freude bereitet wird es wohl auch reichen.
Meine jetztigen Zukunftsvorstellungen reichen natürlich auch in den Bereich der Fotografie hinein und mir ist klar, dass das mit dem Dobson nicht geht, aber im Hinterkopf plane ich natürlich schon die nächsten Schritte und hab auch fleißig Teleskopträume ;-).
Kommt Zeit, kommt Rat (und hoffentlich Geld)

MfG

Martin
 
Hallo Michael

Mit einem Dobson hättest Du das beste Preis/Leistungsverhältnis, die "negativen" Punkt hat Dir aber noch niemand aufgezählt.

Nachführung von Hand, bei höheren Vergrößerungen bist Du mehr mit dem Nachschupfen beschäftigt als mit dem Gucken. Die maßlos überteuerte Hilfe dafür heisst - Nagler,Pentax,und andere UWA Okulare.

für einen Skywatcher reichen auch Okulare UWA für 69 Euro, so teuer sind diese heutzutage auch nicht mehr und ehrlich gesagt, machen diese sogar einen ganz guten Eindruck.

Schönen Gruß
Robert
 
Okularfrage

Hallo Robert,

für ein "unter-10-Dollar-Okular" welches hierzulande schon häufig neu für
39 Euro verkauft wurde sind die 69 Euro aus meiner Sicht zu viel, zumal mit
den Baader Hyperion und mit Abstrichen den Orion Stratus für wenig mehr Geld
Okulare erhältlich sind die in Teilbereichen schon Eigenschaften der
Spitzenokulare aufweisen.

MfG,Karsten
 
Re: Okularfrage

Hallo,

ich habe das UWA 9mm und 6mm besessen.

Mit f6 sind die Dinger noch zu gebrauchen, an f5 machen sie schon nicht mehr unbedingt (Rand-)Spass.

Übrigens bekommt man die auch für 30,-EUR oder weniger, wenn man sich mal zum ATT bemüht. Für das Geld sind sie m.E. aber ein Schnäppchen (gewesen).

Eine Sache ist mir oben noch aufgestossen:
Nagler, Pentax und LVW usw dienen nicht dazu, faulen Dobson-Besitzern das Nachführen zu erleichtern, sondern überhaupt ein vernünftiges Bild an Teleskopen <f4 zu liefern!

Gruss,
Max
 
Re: Okularfrage

Hallo Karsten,
meinetwegen soll das Okular auch 39 Euro kosten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" /> und die möglichen 10 Dollar EK-Preise bekommst Du erst, wenn Du einen ganzen Waggon aus China importierts. Ansonsten darf es ruhig was mehr sein.
Was die Hyperions angeht, stimme ich Dir zu.
Mein Beitrag weiter oben war nur soweit angemerkt um zu zeigen, daß an einer günstigeren Röhre nicht unbedingt High-End Okulare dran müssen, wenn das System immer noch nicht so okularkritisch ist.

Schönen Gruß
Robert
 
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