Ein -fast- BB aus Mittelfranken

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Ehemaliges Mitglied [16496]

Ein fast Beobachtungsbericht aus Mittelfranken.

Gestern gegen Mittag fing bei mir, in der Nähe von Nürnberg, die Sonne an sich von den Wolken freizukämpfen.

Ich lud meine Ausrüstung ins Auto, um zumindest mal wieder die Sonne zu beobachten – na ja, das seeing war grausam...

Der Wetterbericht meldete für den Abend klaren Himmel über Mittelfranken, und es machte zusehends auch immer weiter auf.

Ich habe an frühen Abend mal meinem Beobachtungsplatz angeschaut, ob der überhaupt mit dem Auto erreichbar ist, bei den Schneemassen in den letzten Wochen macht dann nicht nur das Wetter einen Strich durch eine Beobachtungsnacht, oft konnte ich nicht mal einen Platz im dunkeln erreichen.

Mit einigen zusätzlichen Nerven im Gebäck habe ich entschlossen, da kommst mit dem Auto hin, der Feldweg hat durch Traktoren breite Fahrspuren abbekommen, das geht zum fahren.

Sorgen bereitete mir nur eine scharf begrenzte Wolkenfront die sich von Süd über West nach Norden zog, und die fing genau über meinem Beobachtungsplatz an...

Ich beobachtet das ganze noch eine Weile von zuhause, zwischendurch zogen kleine Wölkchen über den Himmel, aber es wurde ab 20 Uhr zunehmend klarer bis es auch wirklich ganz klar wurde.
Um wenig nach 21 Uhr zog ich los.

Beim fahren wunderte ich mich nur, dass das Autothermometer Kilometer führ Kilometer stieg, bei der Abfahrt waren es –15°, an der Straße zum Beobachtungsplatz schon –10°.
Sterne konnte ich beim fahren auch keine mehr sehen...

Was war natürlich? Wolken waren wieder da... 10 Kilometer weiter östlich, bei mir zuhause waren aber keine da... Ich machte mich auf die Suche nach einem anderen Platz, die im Sommer mühelos zu erreichen sind, aber im Winter... da braucht man Nerven, mitten in der Nacht auf einem verschneiden Feldweg...

Beim fahren mit dem Auto kam noch ein ganz großes Problem dazu: Ich war schon fertig angezogen, mittlerweile hatte ich trotz fast ganz heruntergedrehter Heizung eine persönliche Sauna am Körper. Mir lief mittlerweile das Wasser herunter...

Mit dem beobachten wurde es nichts mehr, es zog wieder komplett zu.

Fazit:
- Es war mal wieder ein „Ausflug“ mitten in der Nacht.
- Die Wolken gewinnen immer. Ich habe mir zuvor im 3SAT eine Doku über das Wetter angeschaut, das bemerkten wahrscheinlich die Wolken und wollten sich in natura zeigen.
- Das nächste Auto wird ein Allrad, da braucht man dann nicht so viel Nerven auf Feldwegen im Winter.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Gerd,
diese Erfahrungen nennt man Lehrgeld! Sie gehören zu den Erfahrungen eines guten Beobachters und die hast Du wenigstens ausreichend gemacht. Hut ab vor Deiner Motivation trotz aller Widrigkeiten, Dein Hobby hat Zukunft!
Wenn es Nachts immer wärmer wird ist es immer ein Anzeichen von einfliessender feuchtwarmer Luft, der Himmel deckelt dann mit Wolken zu, zunächst die unsichtbaren Schleierwolken, dann sinkt das Ganze und es zieht richtig zu.
Viel Glück beim Nächstenmal wünscht Anette
 
Hallo Anette,

leider kann ich das seit ein paar Jahren häufiger beobachten, das es klar ist um dann doch noch auszukondensieren mit der Folge das sich der gesamte Himmel innerhalb kurzer Zeit vollständig überzieht.

In meiner Astro- Anfangszeit um 1985 herum und später hatte ich im Winterhalbjahr längere Zeitspannen mit stabilen Hochdruckwetter und auch klaren Nächten.

Ich hoffe auch, das es endlich wieder was wird, sonst suche ich mir noch ein neues Hobby... ;-/

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Gerd,
hier in Niederösterreich, im Südosten Wiens haben wir im Winterhalbjahr einen schönen Kaltluftsee, der das ganze Wiener Becken zudeckelt, ätzend, verzweifelnd ätzend. Hochnebel macht einem zu schaffen ohne Ende, dann im Sommer plagen einem die Mücken, wegen der vielen Sumpfgewässerchen hier, aber ich geb nicht auf, die wenigen guten Nächte, die man dann auch wirklich nutzt, wiegen das wieder auf!
Bleib am Oku.........Liebe Grüsse von Anette
 
Servus Anette,

Deine Situation ist nicht zu beneiden. Die Hochnebelfelder im Winterhalbjahr kenne ich auch von meiner Gegend. Manchmal schafft es die Sonne sich fast durchzukämpfen und man sieht eine fahle Sonnenscheibe.

Wenn es dann doch mal klar wird, sind die Nächte belegt durch Arbeit, Kinder usw. Es ist manchmal zum verzweifeln.

Hast du in Österreich die Möglichkeit über die Nebelschicht zu kommen, es sind dort die Alpen?

Gruß und noch viele schöne Stunden am Okular.
*entfernt*
 
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