faktor0a
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Hallo!
Sternenzeit ist immer rah gesäht bemerke ich. Oft ist das Wetter nicht gut, und wenn es anders ist hat man meist keine Zeit.
Doch in der Nacht vom 09.06.2008 zum 10.06.2008 war es wieder soweit, und ich konnte Beobachten. Ich war im Garten der Eltern und es hat sich gelohnt!
Irgendwann verschwand auch der Mond hinter den Bäumen, Saturn war auch gegangen und mit der Zeit wurde es immer dunkler, soweit das eben mitten in der Stadt geht. Aber man konnte mit dem bloßen Auge schon eine größere Schar an Sternen sehen.
Um 0:53 habe ich ein sehr schnelles Objekt gesichtet, das wie ein Stern über den gesamten Himmel raste. Da es so hoch war konnte es eingentlich kein Flugzeug sein denke ich.
Ich vermute mal es war ein Satellit. Im Okular konnte ich es verfolgen aber es war nicht einfach, da sehr schnell. Uhrzeit 0:53. Kann man sowas irgendwie herausfinden?
Diesmal habe ich meine Beobachtung ein Wenig geplant und mir in Ruhe meine Ziele im Deepsky Reiseführer ausgesucht und mir in Ruhe die dortigen interessanten Informationen verinnerlicht.
Dann ging es ans Aufsuchen.
Zuerst wollte ich mal etwas völlig neues Versuchen: Den Ringnebel M57.
Dank des Deep Sky Reiseatlases und meines RDA-Leucht-Suchers habe ich diesen auch wirklich gut gefunden. Beim Aufsuchen habe ich auch parallel in den Karkoschka hineingeschaut, aber die kombination Deep Sky Reiseführer und Reiseatlas gefällt mir besser. Aber der Karkoschka hat dafür noch kleine zusatz Karten mit mehr details. Drehbare Sternenkarte nicht zu vergessen.
So macht das ganze Spaß.
Nun zum Anblick. Ich konnte M57 wirklich als kleinen (ganz kleinen) rauchring erkennen.
Ich versuchte es mit Indirektem sehen, aber ich habe mir wohl nicht genug Zeit gelassen.
Ich probierte verschiedene vergrößerungen aus, aber landete schließlich meist bei 28x oder im 2" 38 mm Weitwinkel mit 15x.
(Nebenbei das 2" 38 mm Weitwinkel war eine Super Empfehlung von Euch! Es macht am meisten Spaß damit zu beobachten und es hat irgendwie eine bessere Optik als die Hyperions finde ich, aber wenn man etwas mehr vergrößern möchte muß ich halt wieder auf meine 1,25" Hyps gehen.)
Frisch die Empfehlungen des Reiseführers (Grundlagen betreffend) im Sinn, bemerkte ich das ich M57 mit Bewegung (Vom Okular weg und wieder hingehen) ihn noch deutlicher erkennen konnte. Es war kein richtig defninierter Ring dafür war der Stadthimmel nicht gut genug und mein ED80 wohl auch zu klein.
Ich war zufrieden und begeistert, schnell machte ich mich an mein nächstes Ziel:
Der Kugelsternhaufen M13.
Auch hier gelang das Aufsuchen, das aufsuchen von M13 ist ja recht einfach. Es war das 2. mal das ich ihn beobachtete. M13 war nur sehr schwach zu erkennen, durch Bewegung konnte ich ihn etwas besser sehen. Aber es war nicht so einfach, manchmal empfand ich es wie eine Optische Täuschung und dann schien es so als wäre er einfach weg, und dann wieder da. Ich denke es lag einfach am zu schlechten Himmel.
Auch hier habe ich mir nicht soviel Zeit gegönnt. Schließlich war es schon spät und die Arbeit am nächsten Tag interssiert das nicht, leider.
Bis dahin war ich sehr zufrieden und glücklich mit meinen Beobachtungen.
Nun beschloss ich noch weiter herausgesuchte Ziele zu finden, ich glaube es war unteranderem M27 dabei. Keines der anderen Ziele konnte ich finden... selbst die Sternhaufen - h und chi Persei konnte ich nicht finden (gut auf der Seite war es recht hell mit bloßem Auge kein Stern zu sehen nur im Okular).
Frustration machte sich leider breit. Ich suchte weiter. Ich denke es lag an fehlender Himmelskenntnis und hellem Stadthimmel der einem die Sterne zum Navigieren nicht zeigt.
Ich musste meine Zelte abbrechen und packte alles ein. Die Montierung ließ ich im Garten.
Als ich aus der Gartenanlage ging blickte ich nochmal zum Südhimmel. Doch was war das! Dieses helle starke leuchten! Ich wusste es sofort und traute mich kaum es auszusprechen, es war Jupiter! Ja er musste es sein, durch Bäume im Süden (vom Balkon wie auch im Garten) konnte ich ihn noch nie richtig beobachten. Das war meine Chance! Egal wie spät es war ich ging wieder zurück. Holte meine Montierung und baute schnell alles im Gang auf. Bloß nichts fallen lassen, hier waren Steine, das kannte ich von meinem Spiegel der mir letztens heruntergefallen war. Naja hatte den Vorteil ich konnte mir nun endlich einen Quarz mit 99% zulegen. Nichts passiert, ich richtet mein kleins Scope aus und da war er im 2".
Ich war sprachlos. Was für ein Traumhafter anblick! Ich konnte mich kaum lösen. Hell und deutlich waren die 4 Galiläischen Monde zu sehen. Ich konnte die Bänder sehen. Es schien so als konnte ich 2 dunkle Bänder erkennen. Schnell wechselte ich zu höheren Vergrößerungen. Fantastisch, bis 171x. Doch der beste Anblick bot sich bei 15x und 75 im 8mmm. Ich genoß den Anblick und wollte garnicht mehr gehen.
Da war es wieder das zufriedene glückliche Gefühl.
Nun war es Zeit die Montierung wieder zurückzubringen und der Rest (Scope, Okus, Bücher) mit nach Hause. Als ich Zuhause aus dem Autostieg blickte ich voller Ruhe in den Himmel.
Und blieb so kurz mit der Offenen Autotür stehen. Ich wurde dafür mit dem Anblick einer Sternschnuppe belohnt!
Was für ein gelungener Astro Abend!
Schön war es auch das ich den Abend mit jemand teilen konnte, meine Mutter schaute hinterher nochmal rein. Meine Frau war schon Zuhause.
MFG Dan
Sternenzeit ist immer rah gesäht bemerke ich. Oft ist das Wetter nicht gut, und wenn es anders ist hat man meist keine Zeit.
Doch in der Nacht vom 09.06.2008 zum 10.06.2008 war es wieder soweit, und ich konnte Beobachten. Ich war im Garten der Eltern und es hat sich gelohnt!
Irgendwann verschwand auch der Mond hinter den Bäumen, Saturn war auch gegangen und mit der Zeit wurde es immer dunkler, soweit das eben mitten in der Stadt geht. Aber man konnte mit dem bloßen Auge schon eine größere Schar an Sternen sehen.
Um 0:53 habe ich ein sehr schnelles Objekt gesichtet, das wie ein Stern über den gesamten Himmel raste. Da es so hoch war konnte es eingentlich kein Flugzeug sein denke ich.
Ich vermute mal es war ein Satellit. Im Okular konnte ich es verfolgen aber es war nicht einfach, da sehr schnell. Uhrzeit 0:53. Kann man sowas irgendwie herausfinden?
Diesmal habe ich meine Beobachtung ein Wenig geplant und mir in Ruhe meine Ziele im Deepsky Reiseführer ausgesucht und mir in Ruhe die dortigen interessanten Informationen verinnerlicht.
Dann ging es ans Aufsuchen.
Zuerst wollte ich mal etwas völlig neues Versuchen: Den Ringnebel M57.
Dank des Deep Sky Reiseatlases und meines RDA-Leucht-Suchers habe ich diesen auch wirklich gut gefunden. Beim Aufsuchen habe ich auch parallel in den Karkoschka hineingeschaut, aber die kombination Deep Sky Reiseführer und Reiseatlas gefällt mir besser. Aber der Karkoschka hat dafür noch kleine zusatz Karten mit mehr details. Drehbare Sternenkarte nicht zu vergessen.
So macht das ganze Spaß.
Nun zum Anblick. Ich konnte M57 wirklich als kleinen (ganz kleinen) rauchring erkennen.
Ich versuchte es mit Indirektem sehen, aber ich habe mir wohl nicht genug Zeit gelassen.
Ich probierte verschiedene vergrößerungen aus, aber landete schließlich meist bei 28x oder im 2" 38 mm Weitwinkel mit 15x.
(Nebenbei das 2" 38 mm Weitwinkel war eine Super Empfehlung von Euch! Es macht am meisten Spaß damit zu beobachten und es hat irgendwie eine bessere Optik als die Hyperions finde ich, aber wenn man etwas mehr vergrößern möchte muß ich halt wieder auf meine 1,25" Hyps gehen.)
Frisch die Empfehlungen des Reiseführers (Grundlagen betreffend) im Sinn, bemerkte ich das ich M57 mit Bewegung (Vom Okular weg und wieder hingehen) ihn noch deutlicher erkennen konnte. Es war kein richtig defninierter Ring dafür war der Stadthimmel nicht gut genug und mein ED80 wohl auch zu klein.
Ich war zufrieden und begeistert, schnell machte ich mich an mein nächstes Ziel:
Der Kugelsternhaufen M13.
Auch hier gelang das Aufsuchen, das aufsuchen von M13 ist ja recht einfach. Es war das 2. mal das ich ihn beobachtete. M13 war nur sehr schwach zu erkennen, durch Bewegung konnte ich ihn etwas besser sehen. Aber es war nicht so einfach, manchmal empfand ich es wie eine Optische Täuschung und dann schien es so als wäre er einfach weg, und dann wieder da. Ich denke es lag einfach am zu schlechten Himmel.
Auch hier habe ich mir nicht soviel Zeit gegönnt. Schließlich war es schon spät und die Arbeit am nächsten Tag interssiert das nicht, leider.
Bis dahin war ich sehr zufrieden und glücklich mit meinen Beobachtungen.
Nun beschloss ich noch weiter herausgesuchte Ziele zu finden, ich glaube es war unteranderem M27 dabei. Keines der anderen Ziele konnte ich finden... selbst die Sternhaufen - h und chi Persei konnte ich nicht finden (gut auf der Seite war es recht hell mit bloßem Auge kein Stern zu sehen nur im Okular).
Frustration machte sich leider breit. Ich suchte weiter. Ich denke es lag an fehlender Himmelskenntnis und hellem Stadthimmel der einem die Sterne zum Navigieren nicht zeigt.
Ich musste meine Zelte abbrechen und packte alles ein. Die Montierung ließ ich im Garten.
Als ich aus der Gartenanlage ging blickte ich nochmal zum Südhimmel. Doch was war das! Dieses helle starke leuchten! Ich wusste es sofort und traute mich kaum es auszusprechen, es war Jupiter! Ja er musste es sein, durch Bäume im Süden (vom Balkon wie auch im Garten) konnte ich ihn noch nie richtig beobachten. Das war meine Chance! Egal wie spät es war ich ging wieder zurück. Holte meine Montierung und baute schnell alles im Gang auf. Bloß nichts fallen lassen, hier waren Steine, das kannte ich von meinem Spiegel der mir letztens heruntergefallen war. Naja hatte den Vorteil ich konnte mir nun endlich einen Quarz mit 99% zulegen. Nichts passiert, ich richtet mein kleins Scope aus und da war er im 2".
Ich war sprachlos. Was für ein Traumhafter anblick! Ich konnte mich kaum lösen. Hell und deutlich waren die 4 Galiläischen Monde zu sehen. Ich konnte die Bänder sehen. Es schien so als konnte ich 2 dunkle Bänder erkennen. Schnell wechselte ich zu höheren Vergrößerungen. Fantastisch, bis 171x. Doch der beste Anblick bot sich bei 15x und 75 im 8mmm. Ich genoß den Anblick und wollte garnicht mehr gehen.
Da war es wieder das zufriedene glückliche Gefühl.
Nun war es Zeit die Montierung wieder zurückzubringen und der Rest (Scope, Okus, Bücher) mit nach Hause. Als ich Zuhause aus dem Autostieg blickte ich voller Ruhe in den Himmel.
Und blieb so kurz mit der Offenen Autotür stehen. Ich wurde dafür mit dem Anblick einer Sternschnuppe belohnt!
Was für ein gelungener Astro Abend!
Schön war es auch das ich den Abend mit jemand teilen konnte, meine Mutter schaute hinterher nochmal rein. Meine Frau war schon Zuhause.
MFG Dan
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