Ein Jahrzehnt Fortschritt......

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Wellmann

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Hallo!

So ganz nebenbei ist mir wieder einmal ganz drastisch aufgefallen, welchen enormen Fortschritt die Aufnahmetechnik in den letzten 10 Jahren gemacht hat!

Das folgende Bild wurde vor 11 Jahren von uns aufgenommen, und als besondere Pionier-Leistung in Zeitschriften, Büchern und auf CD veröffentlicht. Und in der Tat: Für die Aufnahme benötigten wir drei Stunden konzentrierte Arbeit am Teleskop. Dabei wurden kleine Bereiche der Mondoberfläche als Mjpg-Videos mit einer Miro DC 20 Karte und einer einfachen Überwachungskamera digitalisiert (bei der damaligen Computerleistung nicht ganz einfach).

Später wurde dann das beste Einzelbild aus jedem Video herausgeschnitten, die vielen Einzelbilder wurden zusammengesetzt, und das entstandene Bild bearbeitet. Der ganze Vorgang dauerte mindestens schweißtreibende 30 Stunden! Diese Technik war damals noch nicht verbreitet, Programme wie Giotto etc. gab es noch nicht.

Neulich kam ein Bekannter zu Besuch, als ich grade die Kollimation meines Meade 7“ APO kontrollierte. Er wollte unbedingt mal kurz seine Kamera an das Gerät halten, und einen Schnappschuss des Mondes machen. Nun ja, ich hatte keine Einwände: Fokussieren, auf den Knopf drücken, das war es dann auch schon! Die „Bearbeitung“ des Zufallsschnappschusses am PC dauerte maximal 5 Minuten. Hier ist das Ergebnis. Und dann: Damals hat die Presse das Bild gefeiert, und heute nur ein müdes Gähnen, schon wieder so ein blöder Mond…….


Gruß, Peter
 
Hallo Peter,

ich stimme dir zu: Früher war alles viel aufwändiger! (Außer der Rechtschreibung!)
Ich kenn noch die Zeiten, zu der es KEINE für Amateure erschwinglichen CCD/CMOS-Optiken jeglicher Art gab. TP-Film, am besten "eisgekühlter" TP2415 war 'ne Zeit lang angesagt. Und ich hatte nur den rotstichigen Orwochrom...

In den letzten Jahren, ist mir auch aufgefallen, erreichen Amateure Astroaufnahmen, die denen der Großteleskope 10Jahre zuvor ebenbürtig sind.

Ich bin immer wieder gleichermaßen erstaunt und erfreut, was Amateure heutzutage hinbekommen!

Dennoch freue ich mich über jede Aufnahme die zeigt, dass der Fotograf das Wesentliche im Auge hatte!
 
Hallo Peter,

interessanter Vergleich. Letztendlich zählt ja aber auch der Weg bis zum Ergebnis. Und wenn etwas "zu einfach" ist, wird es ja eventuell auch schnell wieder langweilig. Das ist wahrscheinlich ein Beigeschmack unserer heutigen Zeit.

Ich persönlich habe mich aber riesig über mein erstes Bild vom Mond gefreut und habe es ausgedruckt und eingerahmt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" /> Für mich war das schon ein weiter Weg: Welches Teleskop, welche Kamera, falsche Belichtung, Unschärfe, Spiegelschlag, hunderte nix gewordene Aufnahmen etc. Astronomie ist erst seit knapp zwei Jahren mein Hobby, aber es ist trotz aller Einfachheit doch immer mit Nachdenken, einer passenden Ausrüstung und auch ein wenig Glück verbunden. Und das zählt ja: Das am Ende nach einem Prozess etwas rauskommt und man selber Spaß an der Freude hatte. Und zumindest DAS war doch früher bei Euch auch so, oder? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Grüße,

Nicolai
 
Hallo Peter,

das ist wirklich ein sehr interessanter Vergleich. Ich bekam im Herbst 2001 mein erstes Teleskop es war ein klassischer 114er Newton. Später schaffte ich mir dann einen 8“ GSO Dobson an. Für mich war es aber nie leicht ein Foto vom Mond oder einem Planeten zu schießen. Ich konnte mir nie eine ordentliche Montierung leisten und somit musste ich alles per hand nachschupsen. Für mich lag der Reiz auch darin mit meinen bescheidenen Mitteln das Beste rauszuholen.

Ich finde es jetzt auch nicht unbedingt so einfach ein ordentliches Planetenfoto zu schießen denn da spielen auch noch andere Faktoren eine entscheidende Rolle auf die man keinen Einfluss hat. Außerdem habe ich den Eindruck, dass sich in den letzten Jahren das Wetter nicht gerade Astrofreundlich gestaltet! In dieser Saison hatte ich noch nicht einmal die Gelegenheit Saturn auf den Chip zu bannen.
 
Hallo Frank!

Früher war alles viel aufwändiger! (Außer der Rechtschreibung!)

Das mit die Rechtschreipung soll doch woll keine Anspilung auf die wennigen Rechtschreipfeller in meine Beiträggen sei, wäre dan natürrliech tiff beileidikt......


Auch ich habe anfangs noch mit Kleinbildfilm gearbeitet, für einen Orionnebel 4 Stunden am Teleskop gehockt, aber Spass hat es dennoch gemacht.

In den letzten Jahren, ist mir auch aufgefallen, erreichen Amateure Astroaufnahmen, die denen der Großteleskope 10 Jahre zuvor ebenbürtig sind.

Ja, da hast Du recht! Ich habe mit einer simplen TOU-Cam Planetenaufnahmen gemacht, die früher an großen professionellen Geräten kaum möglich waren (Beispiele unten bei der Antwort an Rainer). Machen wir weiter so, und haben Freude dabei!

Gruß, Peter
 
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Hallo Nicolai!

Ich persönlich habe mich aber riesig über mein erstes Bild vom Mond gefreut und habe es ausgedruckt und eingerahmt.

Ja, da hast Du genau die richtige Einstellung zu unserem Hobby! Wenn Du das Bild siehst, wirst Du dich immer an die damit verbundenen Mühen erinnern, und Freude empfinden!

Und das zählt ja: Das am Ende nach einem Prozess etwas rauskommt und man selber Spaß an der Freude hatte. Und zumindest DAS war doch früher bei Euch auch so, oder?

Das sehe ich auch so! Auch die Tatsache, dass Andere (mit noch besserer Ausrüstung und mehr Erfahrung) noch "bessere" Bilder machen, sollte einem die Freude am eigenen Produkt nicht vermiesen!

Gruß, Peter
 
Hallo Rainer!

Für mich lag der Reiz auch darin mit meinen bescheidenen Mitteln das Beste rauszuholen.

Ja, das ist die richtige Einstellung! Ich habe vor 40 Jahren Schiffs-Bullaugen zu Spiegeln verarbeitet, das einzige Messgerät war ein Lämpchen und eine Rasierklinge zum Foucault-Test. Der Tubus war ein altes Kunststoffrohr, die Zelle aus Holz. Eine Montierung gab es nicht, das Teil war provisorisch auf einem massiven Kino-Neiger befestigt. Die Bilder entstanden auf altem Rollfilm. Die Freude am Hobby war aber nicht geringer als Heute.....

Ich finde es jetzt auch nicht unbedingt so einfach ein ordentliches Planetenfoto zu schießen

Das wundert mich nicht! Bei mir hat es auch lange gedauert. Dann kam die TOU-Cam, und es wurde einfacher, aber mein SC war einfach nicht gut genug. Erst als das Problem auch gelöst war, wurden die Bilder besser. Also lass Dich nicht entmutigen! Hier noch zwei Beispiele (TOU-Cam, Meade 10" SC):

Saturn

Jupiter

Gruß, Peter
 
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