Ein kleines Reisteleskop ...nur welches..??

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Muckerl

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und zwar meine freundin und ich wir sind sehr viel unterwegs und ch würe mir jetzt gern irgendein kleines preiswertes gerät zulegen

könnt ihr mir da ein paar tips geben welche passend wären

danke

mfg clemi
 
Hi Clemi,

wenn es was kosten darf, würde ich an einen ED oder gar ein Apo bis 4" denken.

Billiger wäre ein FH-Refraktor, der aber reisetauglich in aller Regel zu kurz für einen richtigen
FH ausfällt, also bei F/5 - F/7 einen gravierenden Farbfehler aufweist.
Fragt sich, ob das schädlich ist. Was für Objekte schaut man sich auf Reisen an? Planeten gibts
auch zu Hause, also eher Deep-Sky, Weitfeld, neue (südliche?) Regionen erkunden. Da kann und wird
man also mit den Vergrößerungen im niedrigen und mittleren Bereich bleiben, wo der Farbfehler nicht
so zum tragen kommt und sieht schon eine ganze Menge.

Weil ich unter fremdem Himmel Weitfeld eine so große Bedeutung beimesse, sehe ich da die
handlichen Mak´s wegen des kleinen erreichbaren Feldes recht kritisch und würde alternativ eher
einen 114/500 Newton mit nehmen. Handlicher wäre aber eine kleine Linse.

Eine weitere Alternative sind Reisedobsons mit bis zu 10" flug- und handgepcktauglicher Öffnung,
zusammengelegt auf Schuhkartongröße gebracht.

CS
*entfernt*
 
ist aber wohl doch eher recht gross im vergleich zu deinen vorschlägen naja ich weiss echt noch nicht welches gerät es wird
 
Hallo,
das DS 2114 ist ein Teleskop mit kurzer Bauweise, aber mit einer langen Brennweite. Das bedeutet, dass das Newtonteleskop
eine feste Barlowlinse eingebaut hat und somit in die Ecke der katadioptrischen Systeme gehört. Mit diesen Teleskopen ist das so eine Sache. Wenn sie exakt justiert sind, ist es sicher ein nettes Teleskop (wenn man davon absieht, dass ja immerhin zwei zusätzliche optische Flächen hinzu kommen). Wenn von der Justierung dann aber mal was nicht passt, wird es schwierig.
Beziehe doch auch Maksutov Systeme in deine Auswahl mit ein. Die haben normalerweise eine wirklich gute kontrastreiche Abbildung und sind extrem handlich. Und die gibt es auch mit Computersteuerung, wenn du so etwas willst.

Gruß,
Marcus
 
und zwar meine freundin und ich wir sind sehr viel unterwegs und ch würe mir jetzt gern irgendein kleines preiswertes gerät zulegen

könnt ihr mir da ein paar tips geben welche passend wären

danke

mfg clemi

Hallo Clemi,

sag uns doch mal, was du am liebsten beobachten willst, wo du beobachtest (aufgehellt, dunkel...), und wieviel du ausgeben willst. Dann schaun wir mal weiter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
naja eigentlich will ich eher sternhaufen und deepsky sehn da man ja sowieso die planeten von zuhause auch betrachten kann

meine preisvorstellung liegt bei etwa 300 bis 400 euro

mfg clemi
 
Hallo Tom,

so interessant das Teilchen auch ist, das ist aber ein f/4 Newton. Und bekanntlich ist dieses Öffnungsverhältnis extrem anspruchsvoll. Mit normalen SuperPlößl oder Plößl-Okus ist das Bild nicht mehr schön.

Meine Empfehlung:
Eine Russentonne MTO-11CA (100/1000, Maksutov) in der Spektiv-Version mit 2"-Kit. Klein, praktisch verpakt in einer Tasche und schnell auf ein Fotostativ gesetzt. Vielleicht noch eine einfache AZ drunter oder vielleicht auch eine Mini-Giro.

Einen TravelMac von Skywatcher würde ich nicht nehmen, die Brennweite ist bei vergleichbarer Öffnung zu hoch, f/12.

CS
Matthias
 
Hallo Clemi,

ich möchte mich der Empfehlung von Matthias anschliessen und Dir das MTO-11CA nahelegen.
Seit einer Woche bin ich zurück von meiner Reise nach Paraguay und hatte die Tonne mit im Handgepäck.Allerdings solltest Du auf einen einigermassen stabilen Unterbau achten,ich hatte leider nur aus Gewichtsgründen ein einfaches,leichtes Stativ dabei,was den Beobachtungsspass stark eingeschränkt hat.
Trotzdem habe ich den Anblick der südlichen Milchstrasse geniessen können,es gibt dort sehr schöne Sternhaufen zu sehen.
Orionnebel fast zenithnahe und der Tarantelnebel liessen Strukturen erkennen.
Mir persönlich reicht das Teil vollkommen aus,allerdings habe ich mir schon meinen 10"er herbeigesehnt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
Hi Muckerl!

Mir geht es gerade ähnlich, nur dass ich etwas tragbares für zuhause suche, da ich weit laufen muss um beobachten zu können.
Ich konnte weiter oben lesen, dass Du eher was für Deepsky suchst als für hohe Vergrösserung und Planeten.
Nun, normalerweise geht da ja nur was mit viel Öffnung und sollte das dann auch noch klein gebaut sein, kommt nur ein Gitterrohrdobson in Frage!
Bei Dir (glaube Du hast das schon geschrieben) und bei mir kommt das momentan nicht in Frage.
Also ist der erste Kompromiss der, mit der Öffnung runter zu gehen.
Dann gibts - soweit ich mich bereits umgeschaut habe - nur noch 2 Möglichkeiten:
- Ein Refraktor kurzer Bauart
- Ein Mak
Der Refraktor ist da wohl klar im Vorteil, denn er bietet ein grosses Sehfeld und es ist auch kein Fangspiegel im Weg.
Nur sind die Teile nicht sooooo kurz wie ein klitzekleiner Mak und wohl auch etwas teurer ?!?
Der Mak dagegen hat anscheinend den geringeren Farbfehler, womit man nicht "den" Vorteil hat (ausser man möchte fotografieren), da wir ja kein Planetenrohr suchen.
Da Du nun aber eher Deepsky beobachten möchtest und schon den Abstrich in Richtung Öffnung gemacht hast, sollte wenigstens auf das tatsächliche Gesichtsfeld Wert legen.
Ich habe gerade ne Seite entdeckt, womit ich mal n paar Sachen nachgerechnet habe:
http://www.intercon-spacetec.de/zubehoer/okulare.html
Da kannste schonmal so Sachen wie Austrittspupille und tatsächliches Gesichtsfeld abschätzen. Ich denke, das kleine Mak dass Du da entdeckt hast ist eher etwas zu langsam (zu hohe Brennweite), woraus bei den mitgelieferten Okularen schätzungsweise ein tatsächliches Gesichtsfeld von weniger als einem halben Grad besteht. Mit nem TS-Superplössl 32mm sinds dann immerhin schätzungsweise 1.2Grad.
Bei meinem Skylux 70/700 habe ich mit demselben Okular (32mm TS- Superplössl) 20fach und ca 2Grad.
Bei einem 90/500er Mak wären es ca. 15fach und 2.8Grad usw...
Überlege Dir also ob Du lieber ein grosses Gesichtsfeld willst (dürfte mit richtigen WW-Okularen noch weiter werden), oder was farbreines haben willst.
Ausserdem finde ich das Teil nicht so billig, lieber nen Mak so gekauft, von dem man weiss dass es in Ordnung ist (Spiegelshifting usw.) und dann nen gescheiten Zenitspiegel/Prisma und Leuchtpunktsucher dazu. Ne EQ 1 bekommst Du beinahe hinterhergeschmissen und motorisieren kannst die später immer noch wenn Dir das Setup dann auch zusagt.
So, das war mein Senf zu Deiner Bratwurst, ich muss aber sagen, bin selber Einsteiger und gebe hier einfach mal meine eigene Überlegungen dazu wieder, weil mich selbiges Thema beschäftigt.

Gruß,

Robin

edit: Ich habe gerade erst bemerkt, dass das tatsächliche GF bei gleicher Vergrösserung wohl nur mit einem weitwinkligerem Okular gleicher Brennweite vergrössert werden kann. Wäre nicht schlecht wenn mal ein Crack dazu was erklären kann. Ich denke mit einem kurzbrennweitigen Teleskop kann man eher WW-Olulare für Richfield finden oder so--- <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi ihr Zwei,
mein Tip geht ganz klar zu "kleinen" Linse oder wegen der größeren Öffnung bei gleicher Transortabilität
zum Reisedobson.
Wie schon mal gesagt würde ich unter fremdem Himmel das Hauptaugenmerk auf großes erreichbares
Feld und nicht so sehr auf Brennweite legen.
Zweites Kriterium wäre Öffnung.
Beides zusammen wäre der Reisedobson.
Beim Feld hapert es bei den kleinen Mak´s und ein Mak mit F/5 kämpft mit erheblicher Obstruktion,
was gegenüber der vergleichbaren Linse Auflösung kostet.
CS
*entfernt*
 
Ich muss hier doch noch mal nachfragen, da ich es einfach nicht kapiere:

Wenn das tatsächliche Gesichtsfeld sich nur berechnet aus dem scheinbaren Gesichtsfeld des Okulars und der Vergrösserung, wieso sagt man dann, das die kurzbrennweitigen Teleskope eher für Richfield gedacht/geeignet sind. Wieso soll also ein "schnelleres" Teleskop besser für Deepsky sein? Was übersehe ich da?
Sonst würde ein kleiner Mak mit längerer Brennweite ja geschickter sein, da er auch an den Planeten besser ist!

Robin
 
Hi Robin,
Du must noch einen Schritt weiter denken.
Teleskope mit langen Brennweiten ergeben zwangsläufig recht hohe Minimalvergrößerungen. Die Vergrößerung errechnet sich aus Brennweite Teleskop/Brennweite Okular. So ergibt sich bei einem Scope mit 900mm Brennweite mit einem 30mm Okular eine Vergrößerung von 30x.
Hast Du dagegen z.B. einen Mak mit 1800mm Brennweite kommst Du auf 60x Vergrößerung ... und das Gesichtsfeld ist nur noch halb so groß.

Mit freundlichen Grüßen
cs
Shorty
 
kleines Reisteleskop: Gesichtsfeld

Hallo Robin,

Wenn das tatsächliche Gesichtsfeld sich nur berechnet aus dem scheinbaren Gesichtsfeld des Okulars und der Vergrösserung, ...

nein so ist es ja nicht. Da die Vergrößerung eines Weitwinkelokulares nicht
von der Mitte zum Rand hin konstant ist ergeben sich da immer gewisse Abweichungen.

Besser ist es das tatsächliche Gesichtsfeld über den Feldblendendurchmesser
des Okulares und die Teleskopbrennweite auszurechnen. Dann wird`s genau...


Die Formel lautet:

TG° = 2 x arctan (1/2 FB : Teleskopbrennweite)

Wobei TG das tatsächliche Gesichtsfeld ist,
FB die Feldblende des Okulares in mm,
Teleskopbrennweite auch in mm.

Einige Firmen geben die Feldblendendurchmesser ihrer Okulare an.
Vorbildlich ist in der Beziehung www.televue.com

Nun kannst du sehen daß "ein kleiner Mak mit längerer Brennweite" in Bezug
auf das maximale tatsächliche Gesichtsfeld (TG) gegenüber einen Teleskop
mit der gleichen Öffnung aber sagen wir der halben Brennweite benachteiligt ist.

Rechne einfach mal ein bischen mit den Feldblenden und Teleskopbrennweiten herum.

MfG,Karsten
 
Hallo ihr, ich nochmal.

-> MootsGMS

Hallo Günther!
Kleine Linse ist gut, aber eine kleine gute Linse ist [zensiert] teuer und die würde man brauchen, damit der Beobachtungsspaß gegeben ist. Das passt aber nicht in den Preisrahmen.
Zum Reisedobs fällt mir hier spontan der HofheimInstruments 8"f/4 ein. Hier ist ein sehr schöner Erfahrungsbericht zu den Reiesedobson zu finden. Aber die Folgekosten, die damit verbunden sind, passen ebenfalls nicht in den Preisrahmen. Es ist ja nicht nur der Dobs selbst, sondern auch die Okus.
Es gibt da noch die Möglichkeit des Selbstbaudobs, setzt aber ein gewisses Maß an Geschick und Erfahrung im Umgang mit Maschinen voraus. Bei diesen Gedanken fällt mir wieder auf, dass es bis heute kein Hersteller geschafft hat, einen 6" f/6 zu bauen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" /> Dieser wäre dafür geradezu genial ... auch als Einsteigergerät.


-> Muckerl / Robse

Hallo Clemi, Hallo Robin!
Ich vertrete nachwievor die Empfehlung eines MTO-11CA. Dieser Mac hat eine Öffnung von 100mm und eine Brennbreite vom 1000mm, also ein Öffnungsverhältnis f/10. Die Russentonne ist eigentlich ein Teleobjektiv, auf fotografische Anwendung ausgelegt. Das sie auf visuelle Anwendung umgebaut und genutzt werden kann ist ein super Nebeneffek. Im Vergleich zu anderen Mac's besitzt die RT eine eingebaute Bildfeldebnungslinse und in Verbindung mit einem 0,5fach-Reducer, der die Brennweite visuell(!) von 1000mm auf 750mm reduziert, sind auch sehr schöne Weitfeldbeobachtungen möglich bei gleichzeiger Erhöhung der Lichtstärke. Bei diesen Öffnungsverhältnis ist der Einsatz von Plößl-oder SuperPlößlokularen kein Problem. Habe ich ausprobiert und funtzt hervorragend. Man kann den Spaß mit den Reducer mittels einer Verlängerungshülse noch weiter treiben und die Brennweite auf 500mm visuell reduzieren, f/5, allerdings habe ich das nochnicht gemacht. Ich gehe dann einfach mal davon aus, dass das ÖV bessere Okulare benötigt und sich die Abschattung bemerkbar macht.
Die Russentonne mag vielleicht äußerlich nicht viel hermachen, ist aber eine gute, preiswerte und vor allem sehr transportable Optik.

Um Vergrösserung, Gesichtsfeld, Austrittspupille und sinnvolle Vergrösserungen zu berechnen, empfehle ich die Webseite von Thomas Knoblauch. Dort ist im Menü unter "Vergrösserungstabelle" eine Berechnung der oben genannten Angaben möglich.

CS
Matthias
 
Hallo,

und erstmal vielen Dank für die Aufklärung. Ich denke, das hat nicht nur mir weitergeholfen.
Dennoch eine Frage: In dem Link von intercon, den ich weiter oben gepostet habe, berechnet sich das TG aus dem Scheinbaren Gesichtsfeld des Okulars, ist dann das SG des Okulars auch abhängig von der Feldblende oder nicht?

Was das MTO betrifft, da bin ich auch irgendwie heiss drauf, nur habe ich was über Spiegelshifting gelesen und darauf hatte ich eigentlich gar keine Lust, v.a. nicht wenn man damit eh mehr Vergrössern kann.
Das mit dem Focal-Reducer klingt klasse, das ist ein Super Kompromiss, einerseits Planeten ohne, und mit mehr Gesichtsfeld, ich hoffe die Bildhelligkeit leidet da nicht darunter.
Sehe ich das richtig, dass an der Russentonne hinten einfach ein M42 Bajonett ist, daran kommt dann der Focalreducer und dann ein Adapter auf 1 1/4" und dann ein Zenitspiegel rein?
In der Reihenfolge?
Evtl. sollte ich echt auf dieses Teil sparen und erst nach der diesjährigen Sonnenfinsterniss danach schauen, denn da werden doch bestimmt einige wieder verkauft, die sich SoFi- Reisende für den Trip besorgt haben.
Auf alle Fälle super Support von Euch, ich hatte ja schon Angst, dass man von den Newbies wieder total genervt ist. Gibts eigentlich in den einzelnen Foren hier eine FAQ?

Gruß,
Robin
 
Hallo Matthias&Sternfreunde,

die Sache mit dem Focalreducer interessiert mich auch. Was mich bislang davon abgehalten hat, hier Geld zu investieren, ist der Umstand, daß sich das nutzbar ausgeleuchtete Bildfeld des Teleskops erheblich reduziert.
Faustformel nach Peach/Baader, Tipps&Tricks für Sternfreunde,S.120 : Freier Durchmesser der LinsexFaktor = Durchmesser des ausgeleuchteten Bildfeldes.
Macht sich das nicht sehr störend bei der visuellen Beobachtung bemerkbar,Vignettierung ? Welchen Reducer kannst Du empfehlen ?

Danke im voraus für Deine/Eure Antworten !

Mit freundlichen Grüßen
cs
Shorty
 
Also das mit den Spiegelshifting ist eine Verwechslung bei der Russentonne. Spiegelshifting tritt auf, wenn die Fokussierung durch das Verschieben des Hauptspiegels erfolgt wie z.B. bei SC's. Die Fokussierung bei der RT erfolgt aber durch Drehung des Objektives, sprich durch den Fangspiegel. Eben typisch Teleobjektivmäßig. Der Hauptspiegel der Russentonne ist fest mit dem Gehäuse verbunden.
Viel mehr ist die Rede von verspannter Optik, sprich Meniskuslinsen- und Hauptspiegelfassung sind zu fest angezogen. Es gibt genug Anleitungen im Internet, wie man dieses Problem, sollte es auftreten, selbst mit einfachen Mitteln beseitigen kann. Bei den einzigen mir bekannten deutschen Händler der die RT's Astrooptimiert vertreibt, ist die Optik der Russentonne bereits entspannt. Ich kann zumindest bei meinem Exemplar nichts feststellen, intra- und extrafokal zeigen sich gleiche kreisrunde Bilder.
Ich benutze gelegentlich das 38EuroTeilchen als Reducer. Das Teil wird wie ein Filter in ein 1¼"-Okular geschraubt und wieder rein gesteckt - Fertig. Das Bild wird merklich heller und das Feld weiter, man merkt deutlich, dass die Brennweite reduziert wird. Um wieviel genau habe ich nicht getestet und zum rechnen bin ich einfach zu faul.

CS
Matthias
 
Hi,

ich hab einen solchen 102/500er FH.
Da ich im Urlaub an den deep sky Objekten interessiert bin, die bei uns nicht oder nur schlecht zugänglich sind, ist mir der Farbfehler egal.
Den siehst bei 100x auch net an helleeren Sternhaufen.

Mond und Planeten kann ich zu Hause gemütlich im Garten studieren.

Ich bin mit dem 102/500 als Reiseskope durchaus zufrieden. Als Unterbau hab ich die LIDL-Montierung mit dem Originalgewichtchen. Ist zwar grenzwertig, geht aber mit 1,25" Zubehör tadellos, 2" Zubehör stört hier die Balance zu stark, da man den kurzen Tubus net in den Schellen verschieben kann. Da brauchts dann ne Monti, die mit der Unbalance fertig wird.

Gruß

Markus



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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - [COLOR="1070FF"]OBSERVATORIUM[/color]

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory (at) freenet.de
 
Hi Markus,
genau so war´s gemeint. Was auf Reise und im Urlaub interessiert ist doch die Erkundeung des
"fremden" Himmels, weniger die Hochvergrößerungsobjekte.
Also ist großes Feld zunächst das wichtigste und dann, in zweiter Linie, Lichtsammelleistung.
Da stört der Farbfehler, auch eines zu kurzen FH, erst mal wenig bis gar nicht. Von daher kann man
günstig zu einem schönen Reseteleskop kommen und ev. ist eine stabile azimutale (Foto)Montierung
sogar noch handlicher.
Ich bin selbst in der Richtung am überlegen, nicht nur für die Reise, sondern als m.E. schöne
Ergänzung zum 8" F/6 Dobson für Weitfeld und großflächige Nebel.
Übrigens hab ich mich in meinem letzten Beitrag etwas verhauen. Die hohe Obstruktion kleiner
kurzbrennweitiger Newtonsysteme (auch Mak) kostet Kontrast, nicht Auflösung. Es läuft aber auf
die Tatsache hinaus, dass der Vorteil unobstruierter Systeme gerade bei Kleinteleskopen
gleicher Öffnung (kurzer Brennweite) recht erheblich ist und erst ab 6"-8" eine zu vernachlässigende Größe wird.
CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn wir schon von Kontrastverlust reden, dann muß man aber auch festhalten,
daß der enorme Farbfehler eines f5-FH's mehr Kontrastverlust bedeutet als die
typische Obstruktion eines Newtons. Und das nicht nur bei Planeten, sondern
fast in dem selben Maße auch bei Deepsky.

Beobachte mal den Cirrusnebel in einem 4"f5-FH und daneben in einem
4" Vollapo und du weißt was ich meine. In dem einen Gerät ein paar gröbere
Strukturen, in dem anderen feinste Fasern und Girlanden.

Kontrast brauchst du für Planeten UND Deepsky. Nur sticht der Kontrastverlust
bei Deepsky nicht so ins Auge wie bei den Planeten, aber im direkten Vergleich
ist er deutlich. So löst ein 4" Vollapo M13 schon bis ins Zentrum auf, während
der 4"f5-FH ihn nur am Rand auflöst, usw usw.

4"f5-FH auf Reisen ist nicht schlecht, hatte ich auch schon. Jetzt aber habe
ich einen 4,5" Newton und der zeigt in allen Belangen mehr und das farbrein.

Bino-Tom
 
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