Ein Kometensucher auf Besuch

Jürgen

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Auch wenn dieser Kometensucher nur ein kurzer Gast bei mir ist, wollte ich ihn euch nicht vorenthalten. Rund 20 Jahre war ich hinter diesem Instrument her, bevor es dann letzte Woche endlich geklappt hat. Es handelt sich um einen etwa 1820 gefertigten „Fraunhofer Kometensucher“. Richtig selten daran ist die parallaktische Montierung. Mir sind nur zwei weitere Exemplare mit genau dieser Aufstellung bekannt. Sollte jemand noch weitere kennen, dann bitte bei mir melden! Die Öffnung des Instruments beträgt 76 mm, die Brennweite 650 mm. Der Kometensucher geht an ein Museum. Er wird dort dann im passenden Rahmen ausgestellt werden. Mehr dazu, wenn es dann soweit ist.

Gruß in die Runde, Jürgen

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Hallo Jürgen,
was für eine Schönheit! Gratulation zu diesem schönen und seltenen Instrument!
Aber eine Frage dazu hätte ich wenn sie nicht vor greift, was hat der Sucher für ein Okular?
Friedrich Wilhelm August Argelander und Eduard Schönfeld haben mit so einem Instrument die Bonner Durchmusterung durchgeführt.

Grüße
Algol
 
Hallo Jürgen,

da ist ein außergewöhnliches gut erhaltenes Gerät, wenn man dessen Alter berücksichtigt. Ist der Zustand der Optik auch so gut, wie es das Gerät äußerlich vermuten lässt?

Schöne Grüße
Felix
 
Also ein Sucher, auch mit ähnlichem Tubus, aus der Epoche Utzschneider und Fraunhofer mit einer ähnlichen Aufstellung findet sich in Helsinki. Den zweiten habe ich im www gesehen. Da sieht der Holztubus anders aus. Mehr davon, mit drei geraden Füßen, wären mir nicht bekannt.

Grüße
Algol
 

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Hallo zusammen,
@ Algol: die zweite Abbildung ist von mir und zeigt genau dieses Instrument, wie es vor rund 20 Jahren bei einer Ebay Auktion aufgetaucht ist. Ich hatte das Foto damals für einen Vortrag etwas aufgehübscht und freigestellt. Ein guter Freund hatte den Kometensucher dann damals ersteigert und viele Jahre in seiner Sammlung. Das Instrument hat übrigens keinen Sucher, was bei 10 -bzw. 15- facher Vergrößerung auch nicht nötig ist. Ich werde mir die Tage einmal den Luxus gönnen und damit etwas beobachten. Höchste Zeit, dass wieder ein paar Photonen durch den Tubus dürfen :-) Die Optik ist übrigens außerordentlich gut erhalten

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Gruß in die Runde,
Jürgen
 
Hallo Jürgen,
danke fürs zeigen.
Das ganze Instrument sieht fast aus wie neu.

10P Tempel mit mag 8,3 steht zwischen Adler und Aquarius,das wäre doch ein würdiges Objekt für dieses historische Instrument noch dazu zu Fraunhofer's 200ten Todestag.


Grüße
Algol
 
Hallo Forum, Algol: 10P ist zZ. deutlich schwächer als 8.3mag. Ich habe ihn heute Morgen mit einem 14" er auf Cres (+44°Breite) beobachtet. Er erscheint erschwerderweise recht diffus und großflächig. Für so einen kleinen Kometensucher ist momentan kein Komet in unseren Breiten in Reichweite. Gruß Christian.
 
Hallo Christian,
danke für den Hinweis mit der aktuellen Sichtbarkeit von dem Kometen.
Ich dachte bei meinem Beobachtungshinweis für den 2 füss. Cometensucher von Jürgen eher an den historischen Kontext in Zusammenhang mit dem Entdecker Ernst Wilhelm Lebrecht Tempel. Anbei ein Brief von Dr.Arthur Auwers an die AN von September 1862.

Grüße
Algol
 

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