Ein neuer Dob wurde geboren...

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betzi

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...und diesmal bin ich echt ein wenig stolz darauf:-)

Zunächst mal ein Bild des guten Stücks:

Link zur Grafik: http://betzi.gmxhome.de/dob/fertig.jpg

Die ganze Geschichte begann im Jahre 1989 als ich sehr günstig in den Besitz eines 6Zoll f/8 Spiegels kam.
Zuerst sollte dieser dann in einen schicken Alu- bzw Kunststofftubus wandern, welcher auf einer selbstgebauten parallaktischen Montierung inkl. elektronischer Nachführung trohnen sollte.
Die Betonung liegt dabei auf "sollte" da es aufgrund fehlender Erfahrung und fehlender Bearbeitungsmaschinen lediglich bei hochgestochenen Plänen blieb.
Für den Spiegel folgte daraufhin eine 14-jährige "Dunkelphase" im Schrank bis ich mir das
Herz nahm einen primitiven Dobson (eigentlich nur ein kopflastiger, inkl. Ausgleichsgewichte 15kg schwerer Holzständer) zusammenzunageln.
Dieses Teil war natürlich unhandlich hoch 10, konnte mich aber von der Qualität des Spiegels (nach fast 15 Jahren ist immer noch eine Beschichtung drauf:-) überzeugen.
Also folgte der Bau des jetzigen Gerätes nach verschiedenen Anleitungen und Ideen hier aus dem Forum und aus dem Netz.

In kürze mal einige Daten:

- der Tubus besteht aus 12mm Birke Multiplex (würde ich beim nächsten mal dünner machen)
- Rockerbox besteht aus 15mm und 18mm Multiplex
- die "Gestänge" sind im Wesentlichen 25mm, 20mm und 15mm ALu-Vierkantprofile die ineinader steckbar sind
- die Höhenräder sind mit Multiplex-Speichen versehene "Stickringe" aus dem Kürzwarenhandel (die Idee hab ich hier im Forum aufgeschnappt)
- alles ist mittels Flügelschrauben in 5min auf- und abzubauen

Das letzte Problem war dann allerdings das doch recht wuchtige Oberteil (Fangspiegel, OAZ, Telrad und Sucher) für das ich mir eine extra Kiste baute in die neben den Okularen auch noch anderer Kram hineinpasst.

Weitere Bilder gibt es hier.

Alles in allem ist es nun ein mittelgroßes leicht zu transportierendes Instrumentchen. Für meine Verhältnisse sogar ein sehr großes Gerät, da ich zuvor lediglich mit einem Kaufhausrefraktor und diversen Ferngläsern gespechtelt habe (später kam noch ein Lidl dazu...).
Die Polizisten die mich neulich auf einem abgelegenen Wanderparkplatz überraschen meinten sogar sie hätten noch nie ein so großes Teleskop gesehen:-)

Nun muß ich mir aber noch einen Namen für den kleinen Überlegen!

Ich freue mich schon auf eure Kritiken...:)

Clear Skys....

Bernd
 
Hallo,
Gratuliere zu dem gelungenen Selbstbau! Sicher wirst du in den nächsten Jahren viel Spaß damit haben.
Natürlich gäbe es auch andere Möglichkeiten so ein Gerät zu bauen, im Endeffekt ist ein kompletter Hut mit zwei Sperrholzringen, einer Schicht dünnes Sperrholz als Abschirmung für Fangspiegel und Okularauszug auch nicht mehr viel schwieriger zu machen als die von Dir gewählte Konstruktion mit offenem oberen Tubus und Streulichtabschirmung.
Aber ich hab meine Geräte zum Teil ebenso aufgebaut. Zur Zeit benutze ich ein ähnliches Teleskop zum Testen von Spiegeln mit dem ich jeden Spiegel bis 40cm Durchmesser ohne Veränderung testen kann. Die beiden Stangen sind ausziehbar und können so auf jede Brennweite eingestellt werden.
Testteleskop
Man kann sogar auf die große Streulichtblende verzichten und lediglich eine schwarze Scheibe aus Karton direkt am Fangspiegel anbringen. Es stört den Lichtweg minimal. Man kann aber auf diese Weise ein sehr gut transportables Dobson bauen. ( Siehe Stathis Gitarrendobson Stathis Homepage unter 10" Reise Archimedes.
Grüße Martin
 
Schöön!

Hi Bernd!


Das ist ein richtig schönes Teleskop geworden! Gratuliere!

Die Überlegung mit dem Hut habe ich mir beim Bau des ULDOB auch gemacht... Habe dann aber doch einen geschlossenen Hut konstruiert. Wenn ich besser auf die Balance geachtet hätte, hätte ich die inneren streulichtblenden ebenfalls aus Karton machen können - jedoch habe ich Hut & UT absichtlich relativ lang konstruiert, um die Stangen möglichst kurz zu halten. Dein UT ist ja auch ein ziemliches "Möbelchen" geworden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ich nehme an, der Spiegel wird relativ tief unten sitzen..? (Gut gegen Streulicht & Tau)
Da würde sich er Einbau enes Lüfters, welcher die Spiegelluft seitlich absaugt ("rittlings" am UT) geradezu anbieten.

Wenn Du interesse an einem guuten, 15mm flachen Lüfter hast, welcher mit einer 9V-Batterie etwa 15-20h lang vibrationsfrei und leise läuft, dann musst Du unbedingt im PC-Laden die Harddisk-Cooler anschauen!
Die haben zwar nur 35mm effektiven Propellerdurchmesser,
(ich habe meinen auseinandergebaut) veranstalten aber schon ganzschön Wind...

Das brutto-Transportgewicht Deines Teleskopes liegt wohl nicht viel tiefer, als das des Originales - jedoch hast Du die Mobilität gegenüber einem klassischen 6zöller massiv gesteigert! (Stell'Dir mal eine stabile Transportkiste für einen 6" auf einer E3 vor..;) )

Du hast einen Telrad UND einen optischen Sucher dran, das finde ich klasse! Sowas hat mein Eigenbau noch garnicht - das wird sich aber noch ändern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> (7x50 Sucheroptik mit Umlenkprisma wird seitlich an die Tubusstange adaptiert)

Falls Du beim Beobachten grössere Probleme mit der Kopflastigkeit des Teleskopes haben solltest, könntest Du die auf dem Okularbrett angebrachte Suchereinrichtung vielleicht um ein paar mm zum HS verschieben. Klingt nicht nach viel, es wird aber (bei dem langen Hebel) Wirkung zeigen!


Saubere Arbeit, Rrrrespekt!

Silvio

P.s. Du wirst feststellen, dass Beobachten mit einem Eigenbau nochmals 100x mehr Spass macht!
(ich vermute, der "7. Himmel", von welchem aus die frisch verliebten ATM'ler beobachten, liegt irgendwo knapp unter dem Hubble, in einem eigenen Orbit... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )
 
Gell...

Hi Martin und Silvio...

Einen geschlossenen Hut zu bauen habe ich mir anfangs auch überlegt dann aber doch erstmel die für mich einfacher zu bauende offene Variante gewählt. Bei einem geschlossenen Hut hatte ich Angst daß das Gerät zu kopflastig wird.
Anstelle der angeklipsten Streulichtblende lediglich eine Pappscheibe an den FS zu kleben wiederstrebt mir etwas (noch mehr Zeugs im Strahlengang...), habe ich aber auch schon bei vielen Eigenbauten gesehen und werde es wohl mal ausprobieren.
Das Unterteil ist tatsächlich ziemlich groß. Aber ich bin ein gebranntes Kind was ultra-kopflastige Geräte angeht, deshalb wollte ich die Höhenräder so hoch wie möglich haben um nicht wieder 6kg Blei an die Unterseite kleben zu müssen.
Nach dem starken Temperatursturz der letzten Tage hatte ich tatsächlich einige Probleme mit dem Tubusseeing aber ich werde den Lüfer erst einmal unten anbringen (unter der Spiegelzelle ist schon ein Luftloch).
Die Kombination aus Telrad und opt. Sucher möchte ich nicht missen, da ein Telrad bei aufgehelltem Himmel nicht soo viel bringt (im Zweifelsfalle würde ich aber eher den opt. Sucher abbauen und ein Übersichtsokular verwenden)

Viele Grüße

Bernd
 
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