Ein Neuer hat eine Frage zu einen 114/900 Newton.

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Mike1980

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Hallo zusammen !!!

Also ich habe jetzt auch das Interesse mal etwas tiefer den Einblick ins All zu wagen. Da ich null Ahnung habe, möchte ich mich hier mal informieren. Also wie ich schon in meiner Vorstellung geschrieben habe, habe ich großes Interesse am Mond. Und andere Planeten auch. Ich Netz lese ich öfters ne halbe Nacht Berichte über die verschiedenen Planeten. Am nächsten habe ich den Mond mit einem Fernglas 7x50 betrachtet. So jetzt aber zu meinen Fragen:

Mein Onkel hat für sein Hobby, was er gar nicht richtig angefangen hat, wegen Selbständigkeit keine Zeit mehr. Jetzt könnte ich für 90 Euro sein Teleskop haben. Ich möchte nicht sofort ein Dobson kaufen, weil ich noch gar nicht weiß ob mir das angehende Hobby schmeckt. Es ist ein Newton 114/900 der Marke TS. Es ist noch gar nicht so alt, aber wie gesagt durch den Beruf hat er keine Zeit mehr.

Hier das hat er vor gar nicht langer Zeit in diesem Handel bestellt:

http://www.teleskop-express.de/shop...-900mm-mit-Montierung---Stativ---ab-8-J-.html

Im Zubehör ist noch ein Super Plössl 6mm Brennweite und ein Super Plössl 15mm Brennweite. Und natürlich die die von Anfang an dabei waren. So da mein Interesse durch dieses Forum geweckt wurde, bräuchte ich Rat.

1. Ich beobachte halt sehr gerne den Mond. Wie sind mit diesem Teleskoptyp die Erfahrungen.

2. Finde ich mit diesem Teleskop auch andere Planeten und wenn ja erkennt man etwas.

3. Soll ich die 90 Euro lieber sparen, oder mach ich für diesen Preis nichts verkehrt.

4. Bei uns in der Gegend gibt es eigentlich keine Luftverschmutzung oder stark störende Lichtquellen. In meinm Garten ist es Nachts stockdunkel. Wenn ich ca 500 Meter mit dem Auto fahre bin ich auf ideallen Plätzen, die sogar höer als der Ort liegen.


So das wars erstmal. Ich bin für jede Antwort dankbar.

M.f.G. Mike
 
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Solche Instrumente sind idR recht gut, d.h. sie zeigen dass, was man theoretisch erwarten kann. Schwachpunkt ist - wie immer - die Montierung (obwohl anders beworben). EQ-1 und EQ-2 sind keine Montierungen, sondern Spielzeug. Dazu noch der labberige Stativkopf... Eigentlich muss eine EQ-3 drunter, denn wir reden über vergrößerungen bis ca 200x.

Trotzdem sind 90€ kein schlechter Preis für ds alles. Da es in der familie ist, rate ich dazu, das Gerät erst einmal auszuprobieren, wenihgsten am Mond und am verschwindenden Jupiter. Du siehts dann sehr schnell, wie zitterig der Wackel-Dackel ist und ob du damit wenigsten eine Weile leben kannst.

 
Hallo Mike,

willkommen im Forum!

Ich kann Uwe in seiner Einschätzung nur zustimmen. Wenn du allerdings bereit bist und in der Lage bist, mit einer Stichsäge umzugehen, dann kannst du dir mit sehr wenig Aufwand und in guter Qualität eine stabile Dobson-Montierung für deinen Newton selbst bauen.

Vielleicht kennst du schon die Einsteiger-Tips:
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html

Über Literatur zum Mond wurde kürzlich diskutiert:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/535271#Post535271


Im Einzelnen zu deinen Fragen:
* Teleskop *
Das Teleskop selbst ist völlig in Ordnung. Zum Selbstbau fehlen ein paar gescheite Rohrschellen (ca.30 Euro). Es fehlt ein brauchbarer Sucher (z.B. Leuchtpunktsucher für 30 Euro). Über angemessene Okulare (je 40 .. 60 Euro) müsste man sich auch noch unterhalten.

* Planeten *
Ja, insbesondere den Jupiter und den Saturn findest du (wenn sie am Himmel stehen). Die Wolkenbänder des Jupiter siehst du, auch den Saturn-Ring, wenn er sich wieder mal am Himmel zeigt. Das ist in den nächsten Jahren nicht so doll. Dafür kann das Scope aber nichts.

* Preis *
Du hast gute Beobachtungsbedingungen, besser als die meisten hier im Forum. Ein Einsteiger-Scope würde wohl so auf 400 .. 500 Euro kommen in Grundausstattung, wenn man über das 114/900 hinausgeht. Aber, wie gesagt, wenn man clever ist, geht auch mit dem Sparkurs einiges, und das in guter Qualität!

Mit Grüssen,
Joachim

 
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Hallo Mike,

das Teleskop ist in Ordnung, die Monti und das Stativ nicht aber für 90 € machts Du nichts falsch.
Du kannst, wenn es zu sehr wackelt, zum Beispiel schon mit einem in das Stativ gehängten Gewicht (ein schwerer Stein oder ähnliches) einen deutlichen Stabilitätsgewinn erzielen.
Auf jeden Fall kannst Du Dir mit einfachsten Mitteln eine einfache Holzmontierung, also eine Rockerbox basteln.
Schau Mal diesen Bericht von Benny an
http://www.taunus-astronomie.de/atm_76700.html
Seine ganze HP ist sehr interessant für Einsteiger.

Auch und gerade mit diesen eventuell nötigen Bastelarbeiten ist der 114er für den Preis sehr geeignet, in das Hobby einzusteigen und zu schauen, ob man dauerhaft dabei bleibt.
Auch ich hatte lange Jahre so einen Newton, er wurde dann von einem 8" F/6 Dobson abgelöst.

Die Aufrichtlinse und die Barlow werden annähernd unbrauchbar sein, das sonstige Zubehör ist auch nicht sehr hochwertig, aber es reicht allemal schon für ordentliche Beobachtungsergebnisse.
Weitere Anschaffungen würde ich erst planen, wenn absehbar ist, dass das Interesse am Hobby erhalten bleibt.

Gruß und CS
*entfernt*

PS: eine kleine Änderung zu dem Link mit der Bauanleitung für die Rockerbox hätte ich. Du dannst sehr schön die Rohrschellen verwenden, um die Höhenräder anzubringen.
auf einer Seite ist schon ein Steg vorhanden (die Befestigung an der Monti). auf der anderen Seite kann man Befestigungslöcher in die Schellenbügel bohren.
Dann ist der Tubus dreh- und verschiebbar und Du kannst ihn schön ins Gleichgewicht bringen.
 
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Vielen Dank für eure Antworten. Mit dem Stativ werde ich mich dann mal befassen. Als Werkzeugmechaniker werde ich damit wohl klar kommen. Wie ich hier im Forum gelesen habe, sind die Stative fast immer der Schwachpunkt bei den Einsteiger Teleskopen. Dann werde ich mal nett nachfragen ob ich etwas von dem schönen Alu Profil aus unserer Firma haben bzw. günstig kaufen kann. Oder ich bau mir ne schöne Rockerbox. Hab noch 2cm dicke OSB vom Bau übrig. Damit bekommt man ja auch was stabiles hin. Dann weiß ich ja wie ich den Rest meines Urlaubs verbringe. Zum Thema passende Okulare komm ich dann später mal drauf zurück, wenn ich es habe.

P.S. Seit gestern dicker Nebel bei uns.......seit gestern.

M.f.G. Mike
 
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Hallo Mike,

herzlich willkommen in der Astrogemeinde.
Aus welcher Ecke der Eifel kommst Du ?
Wenn Du möchtest, kann ich Dir gern einige Tipps und Ratschläge rund um unser gemeinsames Hobby geben.
Komm mal zum Beobachten vorbei oder schreib mir mal...

Gruß Erwin

mail(ätt)sternwarte-neroth.de
 
Hallo Mike,

na dann wird ja die Bastelei kein Problem werden.

Übrigens ist die Sache mit dem Stativ und der Monti schwieriger als der Bau einer stabilen, absolut wackelfreien Rockerbox aus Holz oder Spanplatte.
Eine Dobsonmontierung hat auch den Vorteil, dass sie sehr schnell und intuitiv in alle Richtungen bewegt werden kann.
Der Nachteil ist, dass Du ständig über beide Achsen nachführen musst, was gerade bei hohen Vergrößerungen etwas Übung erfordert.

Stativbeine aus Hartholz sind z.B. besser als Aluprofile und damit hast Du immer noch nichts gegen die Schwachpunkte an der Monti getan. Die zittert einfach schon durch den langen Hebel der bewegt werden muss und Du darfst mit längeren Ausschwingzeiten rechnen. Kritisch ist das schon, wenn Du den Fokussierer anfasst. Schau halt erst Mal ob es geht.

In der Summe würde ich den Selbstbau einer einfachen Rockerbox in Deinem Fall als die bessere, einfachere und gewinnbringendere Variante ansehen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Mike,

die EQ2 macht wirklich nur bei relativer Windstille Freude. Ansonsten hast Du, besonders bei hohen Vergrößerungen nur noch Gezitter! (Eigene Erfahrung, und das mit einem noch kürzerem Gerät!)
Da lohnt sich, wie von anderen bereits vorgeschlagen, der Selbstbau einer Dobson Montierung oder auch der Kauf einer gebrauchten, stabileren Monti.
Falls Du doch den Selbstbau wagst oder eine Montierung gebraucht kaufen willst, lohnt es sich vielleicht auch über ein etwas leistungsfähigeres Gerät nachzudenken. Einen 130/650mm Newton OTA, gibt es bereits für 125,- Euro, auch mit Parabolspiegel. Der 150/1200er bzw. 150/750er liegt so bei 165,- Euro.
Natürlich ist der 114/900 kein schlechtes Teleskop (hatte ich auch). Durch die rel. lange Brennweite ist er auch gut geeignet für Mond und Planeten (Wobei ich aus der Beschreibung nicht ersehen konnte ob es sich bei dem Spiegel um einen Kugel- oder Parabolspiegel handelt). Letzterer wäre besser. Aber ob ich heute noch 90,-Euro dafür (gebraucht) ausgeben würde? Ist aber nur meine Meinung und hat nichts mit "Geiz ist Geil" zu tun! Ich sehe es nur in Relation zu obigen Instrumenten und die kaum befriedigende EQ-2. (Wozu eine überforderte Montierung mitbezahlen?)

Kurz, ich würde zum 150/1200 Planetennewton oder 150/750er greifen und erst mal auf eine Dobson-Montierung stellen. Vielleicht noch einen guten Preis für zwei brauchbare Okulare mit dem Händler aushandeln, oder erst mal gebraucht kaufen.
Wenn das zu teuer ist, tut`s auch der 130/650 er.

VG,
Micha

Ps.: Bei, sagen wir mal 70,- Euro, würde ich aber auch zugreifen! :/
 
so dann nochmal danke für eure guten Ratschläge. Ich hab jetzt alles hier und auch zusammengebaut. Das einzige was ich nicht habe ist nen klaren Himmel....


M.f.G. Mike
 
Hallo Mike,

den aufgezeigten Newton habe ich aktuell noch in Betrieb. Die Montierung ist eine Astro-3. Das Gerät ist ein Einsteigergerät und bedurfte einiger Veränderungen, welche ich mal Lernprozess nennen möchte.

- der Originalsucher ist nicht zu empfehlen. Farbfehler und nichts zum Finden. Er ist aber am Tubus verschraubt.
Änderung: Abschrauben (Spiegel nach oben, falls Schraube reinfällt) und mit kürzeren Schrauben einen normalen Sucherschuh anschrauben (nicht den von Baader!). Als Sucher habe ich einen 8*50 genommen. Alles bei TS, auch die kurzen Schrauben.

- Weitwinkelokulare TSSWM, TSWA und langbrennweitige SuperPlössl - die haben eine gute Qualität an f/8 und das Teleskop bietet diese optisch Qualität. Die bei dir vorhandenen Okulare sind aber okay. Nehme diese, damit wirst du viel sehen können (s.u.)


- Der Okularauszug (OAZ) ist bei meinem Gerät eine Schwäche. Schwergängig, wackelig und das Rohr von außen glänzend vernickelt.
Die OAZ hat unten zwei Schrauben. Wenn du diese vorsichtig lockerst, dann wird der OAZ leichtgängiger. Das Rohr mit Tesa verdickt und das Wackeln eingedämmt. Das glänzende Rohr solltest du von innen mattieren. Hier geht keine Velourfolie oder Tonpapier, da das Rohr bei einigen Okularen recht weit eingefahren wird. Das geht nicht, wenn was ums Rohr liegt. Tafelfarbe will aufgebracht sein.

- Justierung
Mein Gerät war ziemlich dejustiert, was ich bei dem TSSWM 6mm Okular (=150X) bemerkt habe. Mit einem Justierlaser und dem Lesen möglichst aller Anleitungen habe ich das Gerät justiert. Hierzu habe ich in die OAZ-Abdeckung genau mittig ein kleines (2mm) Loch gebohrt, um zu kontrollieren, dass der Fangspiegel (FS) genau mittig vor dem OAZ liegt. Die Spinne ist leicht zu verstellen.
Die Justierung empfand ich als schwierig - die Mechanik von dem Gerät dem Preis angemessen. Einen Justierlaser verwende ich für die FS und HS-Justage natürlich immer.

Das Alu-Stativ habe ich gerade in Arbeit. Klemmen sind schon dran. Die Tubusmontierung macht Kratzer auf den weißen Lack. Mein Tubus ist schon von unzähligen Kratzern übersäht - ist der optischen Qualität aber nicht abträglich.
Mit der Astro3 wackelt es beim Scharfstellen. Es schwingt aber nicht lange nach. Der 8*50-Sucher und ein schwereres Okular, als die Super Plössl wirken sich auf die Stabilität negativ aus.

Das Ergebnis ist gar nicht so schlecht. Bei einem 4,5mag-Himmel (das ist Vorstadtniveau, also Bortle6, glaube ich) waren h+chi Persei auf den 2. Blick nicht von dem Ergebnis eines noch nie justierten f/5-8 Zöller zu unterscheiden. Eine echte Ausnahme natürlich.
Die beiden Kellnerokulare, welche auch noch dabei sind, kannst du ebenfalls gut einsetzen - so schlecht sind die gar nicht.

Was kannst du sehen:
- Mond: Sehr hell und mit 10mm knackscharf bei 90x Vergröß.
Der Wunsch nach einem farbneutralen Graufilter (ND6, 12.5% TRansmission) wird aber aufkommen
- Planeten: Jupiter und Saturn sind klasse! Die Wolkenbänder des Jupiter bei 90x und die Saturnringe ab 60x. Hier kannst du gerne das 6mm versuchen (den OAZ leichtgängiger machen hat es bei mir gebracht)
- DeepSky: Geht auch! Die ganze Palette aus dem Karkoschka kannst du unter gutem Himmel erreichen. Den Eulennebel M97 habe ich mit einem UHC/E-Filter gesehen. Prächtig sieht der M13 bei hoher Vergrößerung aus. Hellere Galaxien, z.B. in den Jagdhunden, gehen auch.
Für Nebel solltest du ein langbrennweitiges Okular mit mindestens 25mm verwenden.

Wenn du Erfahrung sammeln möchtest, dann nehme das Gerät! Erst nach eigenen Exkursionen am Himmel weißt du was du möchtest. Vielleicht bleibt es sogar in deinem Bestand, wie bei mir.

Wirklich empfehlen möcht ich aber einen anderen Sucher (s.o.). Das vorhandene Gerät verdirbt den Erfolg. Ein Leuchtpunktsucher ermöglicht das Anpeilen mit dem Auge. Ein Sucherfernrohr ermöglicht das Starhopping mit dem Karkoschka, welchen du noch dazunehmen solltest, falls du nichts anderes
verwendest.

Viel Spaß und Grüße,
Stefan
 
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Also das sind ja schon viele hilfreiche Beiträge hier. Erstmal Danke dafür. Ich hab mal ne Frage wegen dem Justieren. Hier im Forum wird ja oft von dem einfachen Hilfsmittel Filmdose und ca. 3mm Bohrung im Deckel geredet. Ich könnte mit doch eigentlich so was wie ein Okular drehen auf der Drehbank was eine Bohrung von 3mm hat. Dann hätte ich ja auch ziemlich genaue Maße und es würde relativ Spielfrei sitzen. Könnte ich mir aus weißem Kunststoff oder halt Alu machen. Was meint ihr dazu ??

M.f.G

Mike

P.S. Das Forum gibt einem wenigstens den Mut um in dieses Hobby einzusteigen.
 
Hallo Mike,

Präzisionsarbeit ist natürlich vorzuziehen.
Wenn du das selbst drehen kannst :super: dann mach es, in Alu.

MfG,Karsten
 
Hallo Mike,

die Filmdose oder die OAZ-Abdeckung ist das Hilfsmittel für diejenigen, welche keine besseren Möglichkeiten haben. Dein Vorschlag mit dem Drehen an der Drehbank ist natürlich aus meiner Sicht die bessere Variante, wenn es korrekt gemacht ist.

Grüße,
Stefan
 
Hallo Mike,

als Justierhilfe habe ich mir eine passgenaue 1,25" PVC-Hülse mit 20 cm Länge drehen lassen, die am oberen Ende eine wiederum eine passgenaue 1,25" Öffnung hat.
Am unteren Ende habe ich eine mit konzentrischen Kreisen und Fadenkreuz bedruckte klare Folie zentrisch vor die Öffnung geklebt.
Ins obere Ende kommt ein OAZ-Deckel mit einem 2 mm Loch genau in der Mitte. Damit und mit einer HS-Mittelmarkierung lassen sich alle 3 erforderlichen Justage-Schritte sehr gut ausführen. Das teuerste war die PVC-Hülse, da ich diese nicht selbst herstellen konnte. An sonsten ist es Pfennigs-(Cent-)kram.

Viele Grüße

Werner
 
So ich hab mir eben mal eine Justierhilfe gedreht. Wenn ich die in den OAZ stecke sehe ich alles so wie es in den Bildern der Anleitung bzw. in den Anleitungen von Justierhilfen im Forum ist. Jetzt hab ich noch eine Frage zu der ich nichts finde. Die Staubschutzabdeckung hat in der Mitte ein Loch das nochmals Abgedeckt ist. Wozu ist dieses Loch gut ? In der Anleitug steht man soll immer die komplette Abdeckung abnehmen. Schonmal Danke für eine Antwort.

M.f.G.

Mike
 
Hallo Mike,

durch diese kleine Loch sollst du in den OAZ kucken. Dadurch soll gewährleistet werden, dass Du genau mittig auf den FS kuckst. Ohne einen auf den FS zentrierten Blick wird die ganze Justiererei ja nix. Vorraussetzung ist natürlich auch, dass das Loch im Staubschutzdeckel zentrisch ist, und die ganze Dose auch zentrisch und ohne Verkantung im OAZ sitzt.

Eine, wie ich finde, gute und ausfühliche Anleitung auch für Anfänger gibt´s auch auf www.seeing1.de .

Viele Grüße

Werner
 
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Hi!

Du meinst den Staubschutzdeckel vom Objektiv? Das ist eine alte Sünde für die Sonnenbeobachtung. Der Hintergedanke war, das Teleskop abzublenden, damit die Gefahr nicht *ganz* so groß ist, dass ein Okularsonnenfilter bei der Beobachtung platzt.

Falls Du einen Okularsonnenfilter hast: Nimm einen Hammer, schlag kräftig drauf und entsorg die Reste dann umgehend in der Mülltonne. Die Dinger können zu heiß werden und platzen, und Du hast dann keine Chance, rechtzeitig wegzuschauen. Beim Newton kannst Du eventuell außerdem deinen Fangspiegel beschädigen, aber das kann dir dann auch egal sein - mit verbrannten Augen brauchst Du eh kein Teleskop mehr, weil Du so oder so nichts mehr siehst.

Sonnenfilter gehören vor das Objektiv. Mit AstroSolar-Folie kannst Du günstig einen sicheren Filter basteln und die komplette Öffnung (Auflösung) deines Geräts nutzen.

Gruß,
Alex
 
Zitat von Remirat:
Hallo Mike,

durch diese kleine Loch sollst du in den OAZ kucken. Dadurch soll gewährleistet werden, dass Du genau mittig auf den FS kuckst. Ohne einen auf den FS zentrierten Blick wird die ganze Justiererei ja nix. Vorraussetzung ist natürlich auch, dass das Loch im Staubschutzdeckel zentrisch ist, und die ganze Dose auch zentrisch und ohne Verkantung im OAZ sitzt.

Eine, wie ich finde, gute und ausfühliche Anleitung auch für Anfänger gibt´s auch auf www.seeing1.de .

Viele Grüße

Werner

Ich meinte jetzt die 5 cm Öffnung die in dem großem Staubschutzdeckel ist, der vorne auf dem Newton sitzt.Dazu finde ich nichts in Netz. Und in der Anleitung steht man soll die komplette Abdeckung abnehmen. Oder ist die für Sonnenbeobachtung oder so gedacht ??

P.S: Hat sich erledigt. Die Antwort ist schon rüber gekommen. Danke nochmals.
 
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Hi Mike,

wenn du den Staubschutzdeckel vom Objektiv meintest, habe ich dich falsch verstanden. Ich dachte Du meinst den Staubschutzdeckel vom Okularauszug (OAZ). Entschuldige bitte, wenn ich dich durch meinen letzten Beitrag verwirrt haben sollte, und halte dich an Alex Ratschläge zur Sonnenbeobachtung.

Viele Grüße,

Werner
 
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Die Folie für Sonnenbeobachtung muß ich mich noch bestellen. Einen Sonnenfilter habe ich noch nicht. Und aufs Okular hätte ich keinen geschraubt, weil ich durch dieses Forum schon vor längerem auf die Gefahr des platzens aufmerksam wurde. Hat mich sogar gewundert das dies auch so in der deutsch übersetzten Anleitung stand. Die empfehlen die Sonnenfilterfolie von Baader. Welche könnt ihr mir empfehlen. Kostenpunkt egal, das es um die Sicherheit geht.

M.f.G.

Mike
 
Hallo Mike,

Die Staubschutzabdeckung hat in der Mitte ein Loch das nochmals Abgedeckt ist. Wozu ist dieses Loch gut ? In der Anleitug steht man soll immer die komplette Abdeckung abnehmen.

ich nehme an daß du den großen Deckel meinst, etwa 13cm Durchmesser.
Der hat exzentrisch eine kleine Öffnung von ca 5 cm mit separatem Deckel.

Ich kann mich dem Rat von Alex nur anschließen:

Benutze niemals den Okularsonnenfilter zu Sonnenbeobachtung.
Auch nicht mit der kleinen Öffnung von 5cm.

Das Filterglas kann so heiß werden daß es platzt.
Das ist kein Märchen, ich habe das als Jugendlicher
selbst erlebt. Zum Glück ist der Filter geborsten als ich gerade
nicht ins Okular schaute, sondern das Okular wechseln wollte.

Hammer -> Okularsonnen-Filter zerschlagen -> Mülltonne

Edit:
Es gibt von Baader die visuelle Sonnenfilterfolie.
Daraus kann man sich einen Objektivfilter basteln.
Achtung: Auch em Sucher einen Filter verpassen!

MfG,Karsten
 
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So ich konnte gerade seit vorgestern den Mond mit dem Auge sehen. Also schnell mein Teleskop gepackt, aufgebaut und auf ihn gerichtet. Jetzt hab ich auch so einiges gelernt.

1. Der Sucher der dabei ist, ist nicht wirklich brauchbar. Hab ihn relativ grob auf dem Kirchturmhahn eingerichtet bekommen.

2. Ich hatte mit dem 10ner Okular ein gutes Bild. Ich fand es auch scharf,aber dann gings los. Ich kenne jetzt euren Begriff Wackeldackel. Und das schon nach ca.5 Minuten. Dann hab ich auch (leider) das Problem mit warmer aufsteigender Luft kennengelernt. Der Mond steht im moment genau über dem Heizungsschornstein von meinem Nachbarn. Als ich sogar hörte wie die Heizung ansprang dachte ich mir schon "na toll". Dauerte auch nicht lange, da fing das Bild an zu flimmern. Mit dem Auge sah man auch schon die flimmernde Luft.

3. Ich muß mir noch was wegen meiner Bandscheibe einfallen lassen. Hatte im Mai nen Vorfall. Der macht sich, wenn ich länger beobachte, doch stark bemerkbar.

So ich guck dann mal weiter.

M.f.G.

Mike
 
Hallo,

Ich muß mir noch was wegen meiner Bandscheibe einfallen lassen. Hatte im Mai nen Vorfall. Der macht sich, wenn ich länger beobachte, doch stark bemerkbar.

Am besten wäre ein Bügelstuhl der höhenverstellbar ist (auch ein Selbstbau ist denkbar, weil viele Bügelstühle nicht viel Höhenverstellung erlauben), das bringt spürbare Entlastung, und auch ab und an mal Pause machen und eine Runde gehen kann nicht schaden.

Viele Grüße Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Mike,

es geht schon los mit dem Lernen - du bist mittendrin.

Viel Erfolg und 'ne Menge Spaß!

Grüße,
Stefan
 
Hallo Mike,

selbst diesen Sucher kann man zum Finder machen, allerdings ist die Methode recht radikal.
Alle Linsen rausschmeißen und durch die Röhre gucken.
Dann hast Du einen Peiler ohne roten Punkt.
Oder Du versuchst es Mal mit einem passenden Rohrstück, da dürftest Du ja an der Quelle sitzen.
Schicker und noch praktischer ist natürlich, sich einen guten, günstigen Peilsucher (red Dot) zuzulegen.

Gruß und CS
*entfernt*

PS: Astrostuhl im Selbstbau? eine Möglichkeit währe das
http://vangestel.de/astro/content/view/41/32/lang,de/
 
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Hallo Günther,

als Erweiterung zum Radikalprinzip: Vorne wie Hinten in die Röhre ein Fadenkreuz einspannen und beim Suchen die beiden Kreuze mit dem Objekt zur Deckung bringen. Ist ein brauchbarer Peiler.
Ich habe Jahrelang über zwei Kanten von außen sechseckigen Rohrschellen gepeilt, oder auch über zwei Schrauben von Suchern, die zwei Ringe mit je drei Schrauben zum Justieren hatten. Demgegenüber wäre so eine Röhre mit 2x Fadenkreuz ja luxuriös...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Mike,

hier mal ein Beispiel was mit einem 114/900 Newton am Mars bei günstiger Perihelopposition zu sehen ist:
Gerät ist ein 114/900 von Tasco abgeblendet auf 100mm (Spiegel glatt, aber die Kante war hochgezogen).
Vergrößerung war ca. 220x mit 4mm Ortho. Marsopposition 1986
Ich habe versucht Farben und Konstraste etwa so wiederzugeben wie sie zu sehen waren:

Link zur Grafik: [URL=http://img76.imageshack.us/my.php?image=53aay5.jpg][IMG]http://img76.imageshack.us/img76/1876/53aay5.th.jpg[/URL]Link zur Grafik: http://img76.imageshack.us/images/thpix.gif[/img]

CS Mike
 
Hallo Mike,

geh doch am besten systematisch vor! Ein paar Hilfsmittel braucht jeder: Sternatlas ("Karkoschka"), drehbare Sternkarte usw. Die Links von Sven und Benny zu den Anfängertips hast du ja. Dazu noch:

http://www.deepsky-brothers.de
(darin: --> Tips + Tricks --> Parallaktische Monti)

Besser kann ich es auch nicht erklären. Viel Erfolg!
(Deine angegebene Seite ist recht gut.)

Mit Gruss, Joachim
 
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