Ehemaliges Mitglied 2504
Hi Selbstbau-Freunde,
habe vor ein paar Wochen ein gebrauchtes Zeiss 34mm Pirsma online gekauft, mit verspiegelter Hypotenuse, Vergütet, für 22 Euro. Mit einem Haken: das Prisma war auf einer Metallplatte aufgeklebt.
Mein Plan ist, das Prisma als Zenit-Prisma zu nutzen, und hier die Schritte, die dazu notwendig waren:
1. Auspacken
Das Prisma wurde scheinbar vom Vorbesitzer für 45 DM auf einer Messe gekauft. Ich weiß leider weder wo, noch wann - und war noch original-verschweißt, zusammen mit etwas Trockenmittel.
Das Prisma auf der Metallplatte; der Kleber ist sichtbar als braun/gelber Fleck.
2. Die alte Fassung entfernen
Ich habe versucht den Kleber mit Isopropanol zu lösen, mit nur geringem Erfolg. Ich wollte vermeiden, dass die verspiegelte Hypotenuse zu lange dem Alkohol ausgesetzt war, um Beschädigungen zu vermeiden -- einweichen über Nacht schied also aus. Ich habe stattdessen sehr sehr langsam die Metallplatte erwärmt, und mit einem Baumwoll-Handschuh versucht, das Prisma durch Drehen zu lösen. Die Erwärmung musste sehr langsam stattfinden, um Temperaturgradienten und damit Spannungen im Glas zu vermeiden. -- Das hat funktioniert. Hier das Prisma mit Kleberesten.
3. Seiten schwärzen
Mit einer Rasierklinge und Isopropanol habe ich die Klebereste entfernt, und daraufhin die Seiten des Pismas geschwärzt.
4. Eine neue Fassung fertigen
Das neue Gehäuse ist das eines Baader T2 Zenitspiegels, welcher dem Vorbesitzer auf Beton-Boden gefallen ist, was den Spiegel beschädigt hat. Mein Plan ist es, das Prisma durch zwei Seitenteile (2. Bild rechts) stabil im Gehäuse zu halten, und eine Bodenplatte mit vier Kontaktpunkten zu haben, auf welche ich dünne Klebestreifen setzen kann, um das Prisma auszurichten. Ich habe darauf geachtet, dass die Hypotenuse des Prismas in der gleichen Ebene liegt, in welcher zuvor die Spiegeloberfläche lag.
Unten eine CAD Zeichnung der Bodenplatte. Ein Freund hat sehr netter weise die drei Teile meiner CAD-Zeichnung folgend mit einem 3D-Drucker über Nacht ausgedruckt.
Die gedruckten Bauteile, Bodenplatte links, Seiten rechts.
5. Zusammenbau
Die letzten fehlenden Schritte fühlen sich sehr nach LEGO an: das Zusammensetzen der einzelnen Teile.
Hier ein Überblick, mit dem Prisma auf der neuen Grundplatte.
Und hier, abschließend, das Prisma im (noch unverschlossenen) Gehäuse.
Jetzt warte ich auf klare Nächte... !
habe vor ein paar Wochen ein gebrauchtes Zeiss 34mm Pirsma online gekauft, mit verspiegelter Hypotenuse, Vergütet, für 22 Euro. Mit einem Haken: das Prisma war auf einer Metallplatte aufgeklebt.
Mein Plan ist, das Prisma als Zenit-Prisma zu nutzen, und hier die Schritte, die dazu notwendig waren:
1. Auspacken
Das Prisma wurde scheinbar vom Vorbesitzer für 45 DM auf einer Messe gekauft. Ich weiß leider weder wo, noch wann - und war noch original-verschweißt, zusammen mit etwas Trockenmittel.
Das Prisma auf der Metallplatte; der Kleber ist sichtbar als braun/gelber Fleck.
2. Die alte Fassung entfernen
Ich habe versucht den Kleber mit Isopropanol zu lösen, mit nur geringem Erfolg. Ich wollte vermeiden, dass die verspiegelte Hypotenuse zu lange dem Alkohol ausgesetzt war, um Beschädigungen zu vermeiden -- einweichen über Nacht schied also aus. Ich habe stattdessen sehr sehr langsam die Metallplatte erwärmt, und mit einem Baumwoll-Handschuh versucht, das Prisma durch Drehen zu lösen. Die Erwärmung musste sehr langsam stattfinden, um Temperaturgradienten und damit Spannungen im Glas zu vermeiden. -- Das hat funktioniert. Hier das Prisma mit Kleberesten.
3. Seiten schwärzen
Mit einer Rasierklinge und Isopropanol habe ich die Klebereste entfernt, und daraufhin die Seiten des Pismas geschwärzt.
4. Eine neue Fassung fertigen
Das neue Gehäuse ist das eines Baader T2 Zenitspiegels, welcher dem Vorbesitzer auf Beton-Boden gefallen ist, was den Spiegel beschädigt hat. Mein Plan ist es, das Prisma durch zwei Seitenteile (2. Bild rechts) stabil im Gehäuse zu halten, und eine Bodenplatte mit vier Kontaktpunkten zu haben, auf welche ich dünne Klebestreifen setzen kann, um das Prisma auszurichten. Ich habe darauf geachtet, dass die Hypotenuse des Prismas in der gleichen Ebene liegt, in welcher zuvor die Spiegeloberfläche lag.
Unten eine CAD Zeichnung der Bodenplatte. Ein Freund hat sehr netter weise die drei Teile meiner CAD-Zeichnung folgend mit einem 3D-Drucker über Nacht ausgedruckt.
Die gedruckten Bauteile, Bodenplatte links, Seiten rechts.
5. Zusammenbau
Die letzten fehlenden Schritte fühlen sich sehr nach LEGO an: das Zusammensetzen der einzelnen Teile.
Hier ein Überblick, mit dem Prisma auf der neuen Grundplatte.
Und hier, abschließend, das Prisma im (noch unverschlossenen) Gehäuse.
Jetzt warte ich auf klare Nächte... !