Ein Neuling sucht erfahrenen Rat

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Abian

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Hallo erstmal,
dies ist mein erstes Posting in einem Astronomie-Board und ich möchte Euch alte Hasen gleich mal mit ein paar Fragen überfallen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Ich bin totaler "Teleskopanfänger" und habe die letzten Tage auf allen möglichen Webseiten versucht mich "schlau" zu machen. Die schiere Flut an Infos hat mich allerdings ziemlich verunsichert. Daher suche ich hier um Rat bitte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Also, am meisten interessieren mich DeepSky-Beobachtungen (also Galaxien, Nebel usw.), aber ich möchte auch dem Mond und Planeten auf die Pelle rücken. Ebenfalls möchte ich meine Beobachtungen bildlich festhalten. Ich weiß, dass man nicht auf allen Hochzeiten gleich gut tanzen kann, aber ich hoffe, dass das Teleskop, welches ich mir mal pfrofelaktisch ausgesucht habe, den oben genannten Ansprüchen im großen und ganzen genügt.

Ich würde mir gerne ein Newton 200/1000 auf einer H-EQ5-Montierung zulegen. Dieses Teleskop gibt es von Celestron, aber nicht von GSO (dort habe ich nur das 200/800 gesehen). Kleine Frage am Rande: was ist denn im Prinzip besser Celestron oder die etwas teureren GSO Teleskope?

Wenn jemand in dieser Preisklasse (1000-1200€)ein für mich besser geeignetes Teleskop empfehlen kann, wäre ich natürlich für jeden Tipp sehr dankbar.

Dies trifft auch für eine alternative Montierung zu (sollte autom. Nachführung etc. haben).

Nun habe ich festgestellt, dass man zum Beobachten verschiedener Arten von Objekten "am Himmel" viele unterschiedliche Okulare, Filter und andere Accessoires benötigt. Was brauche ich alles an Okularen, Filtern und anderen Dingen, um eben recht ordentliche Deep-Sky-Beobachtungen zu tätigen, Planeten zu beobachten und Monde anzuschaun? Auch wenn die Anzahl dieser Dinge recht groß sein sollte, wäre es nett, wenn ihr mir eine möglichst komplette bzw. für mich sinnvolle "Liste" geben könntet, denn wenn ich mich ins Astroabenteuer stürzen will, möchte ich das ordentlich tun.

Hoffentlich erbarmt sich jemand und kann etwas Licht ins Dunkel des Info-Universums für einen Anfänger wie mich bringen.

Abian
 
Hallo Abian,

das Teleskop das alles, Deepsky, Mond und Planeten gleichmäßig gut darstellt gibt es nicht.
Obwohl nach meiner Meinung z. B. ein Schmidt Cassegran nahe an die "eierlegende Wollmilchsau" rankommt. Nur würde ein neues SC Deinen finanziellen Rahmen sprengen.
Im Prinzip ist Deine Auswahl, HEQ-5 mit einem 200/1000 Newton, nicht schlecht. Nur würde ich Dir anstatt der HEQ-5 die EQ6 empfehlen.
Visuell sind beide Montierungen für den Newton ausreichend. Aber, wenn später mal Astrofotografie anstehen sollte, läßt sich die EQ6 besser und erfolgreicher tunen wie die HEQ-5 und sie trägt wesentlich mehr Gewicht.
Optimieren für den fotografischen Einsatz mußt Du beide Montierungen. Für die EQ6 gibt es im Forum Deepsky jede Menge Tips und Anleitungen für die Optimierung.

Der bekannte Händler aus München bietet z. Z. das Set EQ6/8" Newton für 1198 Euro an und wenn Du noch keine Okulare hast wäre auch sein Okularkoffer für Dich interessant. Der Okularkoffer reicht zumindestens für den Anfang als brauchbare Grundausstattung.
 
Die Kombination 200/100 auf H-EQ5 ist gar net mal so schlecht, hab ich nämlich selbst ;-) Aber von Sky-Watcher.
Evtl. kannst du dich ja auch mal auf diversen Messen umschauen, falls demnächst welche stattfinden, ich hab mein Teleskop nämlich auf der ATT für 750€ bekommen. War eigentlich ein Super-Schnäppchen, 2" 28mm Oku war auch noch dabei.
Filter brauchst du für den Anfang nicht unbedingt. Außer einem Sonnenfilter, den du dir aber aus der Baader Filterfolie leicht selbst bauen kannst. Du musst nur auf den guten Halt achten, wenn das Teil nämlich vom Wind runtergeweht wird kann das schlimme Konsequenzen haben.
Okulare sind dann natürlich erstmal am wichtigsten. Meistens ist bei den Teleskopen schon ein 28mm und ein 9mm dabei. Dann fehlt vielleicht noch was um 15mm und noch ein 6mm das dürfte für den Anfang erstmal reichen. Evtl. kannst du dir durch eine Barlow auch ein paar Okus sparen, aber lass dich da am besten mal von anderen beraten. f5 ist leider schon relativ schwierig für Okulare (f5 bedeutet das Verhältnis aus Brennweite und Öffnung, also 1000/200) je länger die Brennweite ist, desto geringer die Anforderungen an Okulare.
Du kannst dich ja mal bei Teleskop-Service.de umsehen. Die haben da z.B. den Celestron 200/1000 mit EQ6 für 1200, H-EQ5 für 1000 € und zwar hier.
Du solltest dir allerdings überlegen ob du wirklich eine EQ6 brauchst. Das ganze ist natürlich um einiges stabiler, aber auch schwerer. Und je schwerer und umständlicher der Aufbau ist, desto seltener wirst du den Aufwand betreiben und das ganze Zeug nach draußen schleppen einnorden usw.
Visuell reicht die H-EQ5 allemal. Obwohl es bei Planeten und hohen Vergrößerungen bei mir schon sehr wacklig wird.
Wie willst du überhaupt fotografieren? Nur Planeten, oder auch Deepsky? Für Planeten reich ne Webcam, das ist kein großer Aufwand. Die kannst du theoretisch sogar mit nem Dobson aufnehmen (wie es einige Leute sogar tun).
Für richtige Deep-Sky Fotos wird der Aufwand dann schon um EINIGES größer. Du musst ne stabile Montierung haben, die keinen Schneckenfehler hat, EQ6 hat soweit ich weiß nen Schneckenfehler daher für Langzeitbelichtungen ungeeignet. H-EQ5 aber genauso. Du müsstest die Montierung dafür also noch umbauen.
Dann brauchst du natürlich ne Kamera. Analog ist hier wohl das günstigste. Ansonsten kannst du vielleicht ne digitale EOS 300d von Canon nehmen, mit der kann man glaubich schon 5 Minuten (?) sinnvoll belichten, oder du musst direkt ne richtige CCD-Kamera anschaffen, die dann aber sicherlich mehr als das gesamte Teleskop kostet.
Also vielleicht erstmal nur mit der Webcamfotografie zufrieden geben. Da tuts ne Toucam Pro von Philips am besten. Kostet mit 1 1/4 " Adapter vielleicht 120€.
Stromversorgung braucht man natürlich auch. Je nachdem wo du beobachtest, könntest du eine Kabelrolle nehmen und einfach ein Steckernetzteil verwenden. Ansonsten brauchst du einen Akku. Ich selbst habe so eine "Power-Station" von Lidl. Die is zwar extrem mies verarbeitet aber reicht für die Zwecke. Brauch sie ja nur für die Nachführung.
Einige werden vielleicht sagen, dass du noch ein Justierokular oder Laser brauchst, das kannst du dir aber auch ganz einfach aus ner Filmdose bauen (am besten googlen).
Ein Fernglas ist manchmal auch ganz nützlich. Ich hab da auch so ein Lidl billig Teil aber für meine Zwecke reicht das. Ist z.B. für das Auffinden des letzten Kometen (Q4 Neat glaubich) seeehr nützlich gewesen.
Und Last but not Least natürlich noch die Literatur. Plicht ist Karkoschka, Atlas für Himmelsbeobachter und das Kosmos Himmelsjahr.
Hoffe, dir wenigstens ein bisschen geholfen zu haben!
Ach ja... was ich ganz vergessen habe: Du brauchst natürlich einen dunklen Himmel und gutes Wetter ;-)

Gruß,
Florian
 
Habe gelesen, dass man beim EQ6 mit einer Powerflex MTS3 SLP für 330€ Schneckenfehler und sowas bereinigen und auch die Führungen verbessern kann.
Würde das Sinn machen (auch ohne den Motorkid)?

Also interessieren würde mich eigentlich alles zu Fotografieren. Habe auch schon nachgedacht, mir eine Eos300d zuzulegen, weil die von vielen hier verwendet wird. Leider habe ich derzeit nur eine uralte Nikon F-401s, die gar nix kann.

Bezüglich dem Zubehörkoffer von Celestron glaube ich, dass man den nur günstig bekommt, wenn man ein SC Tele kauft. Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es dieses Angebot nicht für das von mir ausgesuchte Teleskop. ?

Danke derweilen für die Posts. Für weiter Tipps bin ich sehr dankbar. Hab noch tausend Fragen, aber für den Anfang soll das obige erstmal reichen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

 
Hi Abian,
erstmal Hallo.
Das Du im Web schlau machst ist eine gute Wahl, aber grade wenn Du keine Erfahrung hast, noch nicht das Ende des Auswahlprozesses. Es fehlt die Praxis und der Umgang mit dem Teleskop. Von daher versuche das irgendwie hinzubekommen. Sternfreunde oder Astrovereine und Sternwarten sollten sich auch in Deiner Umgebung finden.
Bedenke das die hier geposteten Erfahrungen immer subjektiv sind und nicht zwingend 1 zu 1 übertragbar sind. Sie geben immer ein Meinungsspektrum wieder, eventuell mit einer Tendenz. Mehr nicht.
Mit 8" f/5 hast du Dir ein schönes Gerät ausgesucht, welches primär für Deep Sky konzipiert ist. Natürlich gehen auch Planeten, aber das ist nicht die Stärke dieses Gerätes. Im Kombination mit der HEQ5 ist das ganze stabil und auch noch gut transportabel.
Visuell bis Du mit f/5 schon in einem Bereich in dem nicht mehr alle Okulartypen gut funktionieren. Das bedeutet, das Du zusätzlich besonderes Augenmerk auf die Wahl der Okus legen mußt und letztlich um ein gutes Ergebnis zu erreichen eher bei teuren Okularen landen wirst.
Fotografisch kann man mit f/5 sicher gut arbeiten, aber wenn Du mich fragst, vergiß die Option einfach mal fürs erste. Als totaler Newbe wirst Du erstmal ne ganze Zeit beschäftigt sein um Dich mit der Technik vertraut zumachen, Dich am Himmel zu orientieren und Objekte zu finden. Da geht mitunter einige Zeit rum bis Du Dich ernsthaft mit Deep Sky Fotografie beschäftigst. Mond und Planeten mit Webcam ist da eine anderes Thema.
CS
 
Wenn 200/1000 also f5 mittelfristig finanziell nicht so praktisch ist, wäre für mich als Einsteiger dann ein 200/800 mit EQ6 + Powerflex MTS3 SLP und einigem Zubehör dann bis auf weiteres besser geeignet?
Gibt es Teleskope um die 1000-1200€, die ein "besseres" Verhältnis haben? Denn wenn ich für ein 8" F5 weniger bei der Anschaffung hinlegen muss,aber dann für das optische Zubehör deutlich mehr, ist es dann nicht besser, wenn ich gleich ein Teleskop kaufe, das F4, F6 oder was weiß ich für ein "günstigeres" Verhältnis aufweist und ich dafür für das Zubehör weniger zahle? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />

Abian
 
Hi Abian,
f/4 ist noch schwieriger. Da gehen nur nioch ganz wenige Okulare. Auch ist dieses Teleskop noch weniger Allrounder als der f/5 Newton. Okularmäßig beginnt ab f/6 die realtiv unkritische Gestaltung am Newton. Das geht aber zu Lasten von Gewicht, Länge und der Fototauglichkeit wenn es um Deep Sky geht.
Du siehst so selbst, was Du eingangs schon richtig sagtest: Es gibt kein Teleskop das überall ideal ist. Fotografie ausgeklammert kannst du 8" f/6 als Dobson schon fürn 400 € erwerben. Das zusammen mit ordentlichen Okularen und Zubehör kann Dir auf Jahre viel Beobachtungsspaß bringen. Dieses Scope kannst Du später immer noch auf ne parallaktische Montierung setzen und so die Fotografie angehen.
Besseres Verhältnis? Nun darüber kann man streiten. Zumeist wird der Deepsky-Beobachter irgendwann über Teleskopgrößen jenseits von 8" nachdenken und sie anschaffen. Spätestens dann ist man wieder bei Öffnungsverhältnissen von f/5 oder gar f/4 und braucht gescheite Okulare. Vor diesem Hintergrund macht eine mit Bedacht gewählte vorausschauende Okularauswahl viel Sinn auch wenn der mitunter hohe Anschaffungspreis erst mal abschreckend wirkt.
CS
 
Hallo,

richtig, die MTS3 kann PEC. Diese Funktion kann den periodischen Fehler einer Montierung ausgleichen. Dies funktioniert aber nur, wenn der Fehler wirklich periodisch auftritt, sich also bei jeder Schneckenumdrehung wiederholt.

Leider treten die Fehler der H-EQ5 wie auch der EQ6 nicht periodisch auf, daher kann man die PEC mit diesen Montierungen getrost vergessen.

Dieses Verhalten kann man bei beiden Montierungen verbessern, durch neue Lager, Motoren und Getriebe, bei der EQ6 auch durch neue Schnecken und -Räder. Das wird dann langsam recht teuer, und ein Erfolg ist nicht garantiert.

Wenn Du ernsthaft über die Fotografie nachdenkst, kann ich Dir nur dazu raten, in Richtung z.B. einer GP-DX von Vixen zu denken. Die ist preislich noch zu schaffen, und sie kann auch schrittweise aufgerüstet werden.

Bein Kauf des Teleskopes solltest Du darauf achten, daß eine Adaption der Kamera sinnvoll möglich ist. Gerade Newtons haben manchmal eine sehr knappe Fokuslage, die es nicht erlaubt, eine SLR-Kamera noch in den Fokus zu bringen.

cu - Arndt
 
Hallo Arndt,

ich denke mal, das es unbestritten ist, das man beide Montierungen, HEQ-5 und EQ6, für nur visuelle Einsätze uneingeschränkt empfehlen kann. Denn was juckt der Schneckenfehler beim Gucken, solange das Objekt im Okular bleibt.

Leider treten die Fehler der H-EQ5 wie auch der EQ6 nicht periodisch auf, daher kann man die PEC mit diesen Montierungen getrost vergessen.

Da geb ich Dir vollkommen recht.
Aber man kann die möglichen Tuningmaßnahmen Schritt für Schritt durchführen und selber entscheiden wann man zufrieden ist.
Mittlerweile hat sich an der Tuningfront wieder etwas getan, was die Tuningkosten wesentlich reduziert. Es gibt ein Update-Kit für die Steuerung für 130 € welches die MTS3 überflüssig macht.
Richtig was bringen tut es aber nur, wenn auch die Motorgetriebe ausgetauscht werden. Die gibt es bei Conrad, 2 Stück kosten zusammen ca. 30 €.
Wer nicht basteln will, kann auch bei Wolfi für 220 € neue Motoren mit guten Getrieben kaufen. Was aber nicht nötig ist, wer nicht 2 linke Hände hat, kann die Getriebe leicht selber auswechseln.

Wenn Du ernsthaft über die Fotografie nachdenkst, kann ich Dir nur dazu raten, in Richtung z.B. einer GP-DX von Vixen zu denken. Die ist preislich noch zu schaffen, und sie kann auch schrittweise aufgerüstet werden.

Die GP-DX wird doch nicht mehr hergestellt und Steuerungen für die DX gibt es auch nur noch gebraucht bzw. im Abverkauf. Die DD1 kann man, wie Dir viele Astrofotografen bestätigen können, vergessen. Und der Skysensor wird nur noch abverkauft, Neupreis ca. 1300 €.

Bein Kauf des Teleskopes solltest Du darauf achten, daß eine Adaption der Kamera sinnvoll möglich ist. Gerade Newtons haben manchmal eine sehr knappe Fokuslage, die es nicht erlaubt, eine SLR-Kamera noch in den Fokus zu bringen.

Da hast Du recht, aber das sollte man vor dem Kauf des Teleskopes, mit dem Händler über zugesicherte Eingenschaften, abklären.
 
Ok, vielen Dank inzwischen für die hilfreichen Meldungen. Irgendwie komme ich zu dem Schluss, dass für mich erstmal nur Beobachtung -zum Lernen und Orientieren- im Vordergrund stehen sollte und da scheint mir die "Dobson-Variante" die meiste "Optik fürs Geld" zu bieten (auch bilde ich mir ein, dass das Handling einfacher ist ? ). Ich bin mir noch nicht sicher, ob es ein 8", 10" oder gleich eine "Maximallösung", ein 12" werden wird. Gibt es eine Firma, die besonders gute Dobs herstellt, oder ist das Niveau der verschiedenen Anbieter +/- gleich?

Wenn ich später wirklich mal Astrofotographie betreiben will, kann ich Dobsons ja immer noch auf eine ordentliche paralaktische Montierung mit nützlichen Upgrades draufpacken, oder?

Also im Moment lieber das Geld in viel Optik stecken, als zu viele Kompromisse eingehen und zu Beginn für "alles" gewappnet sein.
Oder liege ich falsch?

Grüße
Abian
 
Hallo Holger,

wird die GP-DX wirklich nicht mehr gebaut? Schade. Nunja, es gibt noch einiges auf dem Gebrauchtmarkt, aktuell sind einige im Angebot, von der nackten Monti bis zum Komplettausbau. Solange man mit der Tragfähigkeit der DX hinkommt, ist es gar keine üble Montierung, die man ggf. auch schrittweise aufrüsten kann. Wobei auch einige Optionen bei Motorisierung und Steuerung offen stehen.

Dann ist die Luft in dieser Gewichtsklasse an fototauglichen Montierungen schon recht dünn. Die Sphinx ist noch nicht so weit, bzw. genaues weiss man noch nicht, andere Alternativen wie OTE (wenn es sie mal gibt), GM8 etc. haben andere Features und sind auch erheblich teurer. Die H-EQ5 (ich hab selber eine, die inwzischen 512x Goto kann) und EQ6 sind schöne Montierungen, aber wie Du schon sagtest - für Fotografie mit längeren Belichtungszeiten leider eher suboptimal.

cu - Arndt
 
Hallo Abian,

auch wenn ich persönlich mich mit den Dobsons nicht so sehr anfreunden kann - für den Einstig ist es eine sehr gute Möglichkeit.

Du bekommst in der Tat viel Optik für's Geld, und später kannst Du das Gerät immer noch auf eine Montierung setzen.

Die Dobsons sind oftmals allerdings nicht gerade leicht gebaut, und benötigen eine entsprechend teure Montierung - auch das würde ich ggf. mit in die Kalkulation einfliessen lassen. Der 12" ist schon ein ziehmlicher Brocken - auch wenn viel Öffnung was schönes ist, vielleicht ist ein 10" die vernünftigere Lösung. Ausserdem wirst Du anfangs sicherlich noch einiges Geld in Zubehör wie Okulare etc. versenken.

Auch oder gerade bei den Dobson-teleskopen noch mal mein Hinweis - achte darauf, das Du auch Kameras adaptieren kannst, sonnst erlebst Du später eine unangenehme Überraschung, wenn die Kamera nicht in den Fokus kommt.

Gute Dobsons bekommst Du z.b. von GSO oder Galaxy, wobei der Hauptunterschied AFAIK haupsächlich bei der Lackierung liegt.

cu - Arndt
 
Hallo Abian,

die Newtons von Orion sind recht leicht und es gibt sie auch als Dobson.
Schau mal beim Wolfi vorbei unter Orion Optics.

Bei den leichtgewichtigen Tuben wäre sogar der 12" später recht einfach auf eine paralaktische Montierung zu adaptieren.

Ich habe den 12" f/4 Newton auf einer EQ6 und fotografiere mit dem Ganzen. Auf meiner HP kannst Du Bilder von dem Aufbau sehen.
 
Also nochmal grad als kleine Ergänzung zu den "höheren Anforderungen" an die Okulare, da hab ich nämlich selbst ziemlich lang im Dunkeln getappt, bis ich es kapiert habe:
Je kleiner das Öffnungsverhältnis ist desto bessere Okulare braucht man. f6 (also bei 8" 1200mm Brennweite) ist ziemlich unproblematisch, f5 ist schon schwierig und darunter brauchst du dann richtig teure Okulare. Und zwar wirkt sich dass dadurch aus (wenn du z.B. ein Okular dass bei f5 nicht mehr ganz so gut ist benutzt), dass die Sterne am Rand nicht mehr punktförmig sind, dass Sterne (und damit logischerweise auch andere Objekte) also sozusagen unschärfer werden je weiter sie sich aus der Mitte des Okularsichtfeldes entfernen. Das kann sehr nervig sein, zum einen ist das Bild einfach nicht so schön, und zum anderen wird das Aufsuchen von Objekten schwieriger, wenn man immer rätseln muss, ob das Objekt da am Rand des Sichtfeldes ein Stern sein könnte oder vielleicht doch irgendein anderes Objekt das man grade sucht.... Und die Sterne selbst kann man dann natürlich auch nicht mehr so gut unterscheiden wenn man sie mit denen auf der Sternenkarte vergleichen möchte.
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Dobson ist natürlich gar nicht mal so schlecht, wie du bereits sagtest du bekommst das beste Optik/Preis-Verhältnis.
Aber teste erstmal ob du dich mit dem System überhaupt anfreunden kannst. Du musst bedenken, dass man normalerweise Objekte beobachtet indem man sie durch das Bildfeld wandern lässt und dann wieder "nachdobst". Bei hohen Vergrößerungen kann das ganz schön anstrengend sein. Bei einer Montierung mit Nachführung kannst du dich vollkommen aufs Beobachten konzentrieren ohne dass du per Hand nachführen musst.
Aber bei Deepsky, dass du ja sowieso vorrangig beobachten willst, ist das vielleicht nicht so entscheidend, da man normalerweise nicht so extrem Vergrößert wie bei Planeten (kommt eben auf das jeweilige Objekt an).
Dobson hat schonmal den großen Vorteil, dass du nix aufbauen musst. Und man muss auch keine schwere Monti rumschleppen.
Bei der Größe würde ich für den Einstieg auf keinen Fall höher als 10" gehen. Erstens ist fast alles was größer als 8" ist nur mit Öffnungsverhältnis f5 und kleiner zu finden, also wieder die teureren Okulare (wohlbemerkt bei Newtons, bei nem Cassegrain ist das natürlich anders), und du musst auch viel mehr durch die Gegend tragen.
Naja, das schwerste Teil (Montierung) würde beim Dobson ja wegfallen, aber man muss das Teleskop ja auch noch ins Auto bekommen.
Und wenn du später auch noch aufrüsten willst und ne ordentliche Montierung drunterschnallen willst wird das mit nem 10 oder 12 Zöller schon erheblich teurer und problematisch als mit einem 8 Zöller, wobei ein 10 Zöller je nach bauweise auch noch grad so auf ne EQ6 passt, oder irre ich mich da?
Als letztes wäre natürlich noch die Auskühlzeit zu erwähnen... Ein 8 Zöller braucht im Schnitt so 2 Stunden (???), hab da noch nicht so viel Erfahrung... Und das steigt dann mit zunehmender Spiegelgröße ziemlich schnell an. Guckst du durch einen noch nicht ausgekühlten Spiegel, dann ist das Bild verschwommen und unscharf.
Von Hersteller zu Hersteller dürfte es eigentlich keine großen Unterschiede geben. Da wirst du keinen Unterschied feststellen können, was die Bildqualität betrifft. Auf Lieferumfang, wie Okulare oder Filter und Preisverhältnis sollte man jedoch achten.
Es gibt übrigens noch verschiedene Spiegelmaterialien, z.B. BK7 oder Suprax oder LowExp. BK7 ist das billigste würde ich auch nehmen. Die Materialien brauchen alle gleich lang zum auskühlen (im Gegensatz zu einigen Behauptungen die man manchmal findet) jedoch zeigt z.B. ein LowExp-Spiegel während des Auskühlens ein besseres Bild. Der Aufpreis lohnt sich dafür IMHO allerdings nicht. Die generelle Optische Qualität dürfte bei einem LowExp Spiegel genauso sein wie bei einem BK7 Spiegel.
Ich hoffe ich habe dich jetzt nicht zu sehr verwirrt ;-)

clear skies,
Florian
 
Fein, fein. Vielen Dank nochmal an alle, die sich meiner angenommen haben. Habt mir sehr geholfen, aber los seid ihr mich noch lange nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Hab ja erst angefangen, euch Löcher in den Bauch zu fragen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Mein momentanes Resümé aus euren Statements und den Infos, die ich mir beim Web-durchforsten gemerkt habe sieht folgendermaßen aus:

Teleskop: GSO Dobson 880 (250/1250) 10" (BK7 statt Suprax ?)
Justierlaser
Barlow 2-fach für 1,25" (weiß ned, ob sich finanziell 2" für mich als Anfänger lohnt?)
Okulare: 1,25" 52° 40mm, 32mm, 25mm, 20mm, 15mm und 6mm (9mm 1,25" und 33mm 2" ist wahrscheinlich beim Skope mit dabei) -> Superplössel oder soll ich was anderes nehmen??
Weiß nicht, ob ich bei den Okularen nicht gleich auf 2" und mehr "Blickfeld" gehen soll. Ist ne Preisfrage und ob sich für mich als Neuling 2" rentiert oder es für ne Weile 1,25" auch tut.....?

Summa summarum komme ich bei Tele-Service auf etwa €1059.-


Abian
 
Hi Abian.

Hmm. Eine ganz schöne Liste, damit bist Du sicherlich für einige Zeit gerüstet. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

An der Okularwahl (brennweiten) würde ich noch etwas spielen, da Du verschiedene Vergrösserungen praktisch "doppelt" hast.
Beispiel: Du willst u.a. ein 40mm-, ein 20mm- und ein 9mm Okular. Mit der 2x Barlow wird aus'm 40mm ein 20er und aus'm 20mm ein 10er, was praktisch dem 9er entspricht..

Beim TS-Okularkoffer sind hald die entsprechenden Brennweiten drin (falls Du diesen in's Auge fassen kannst)
aber bei den meisten anderen Set's und/oder Aktionen kannst Du die Okularbrennweite mehr oder weniger frei wählen. Dann würd'ich die Abstufung mal mit Barlowlinse durchrechnen.

Gewisse Barlows (z.B. die TS) kannst Du auch mit verschiedenen Verhältnissen nutzen 2x oder 2,5x das gibt noch mehr Möglichkeiten.

Plössl's oder auch Superplössls sind ganz okay. Preis/leistung sehr gut und bei F/6 auch gut einsetzbar.


Zum Teleskop: Bei 10" kannst getrost den BK7-Spiegel nehmen (ich habe das 12" Modell mit BK7) und die gesparte Kohle in weiteres Zubehör stecken.

z.B.

- ein tolles 2" Weitwinkelokular. Bei F/6, also für den 880er, muss es nicht ein Nagler sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> Du wirst sehen: dieses Okular wird sich am meisten im Okularauszug befinden.. Besonders zum Aufsuchen der Objekte!

- Baader-Sonnenfilterfolie (günstig) ermöglicht Sonnenbeobachtung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

- Literatur (Wichtig! z.B. "Karkoschka" oder DeepSky-Reiseführer) zeigt, wo's hin soll.

- einen Leuchtpunktsucher (Telrad oder so) zeigt unkompliziert, wo's grad hinzeigt.

- ggf. Nebelfilter (vorsicht, teuer.. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> )
UHC, OIII, H-Beta, ....

und so weiter, und so weiter...

Vielleicht kannst Du dem Wolfi auch ein komplett-Set (mit Barlow + 2" WW + 3-4 Plössl's + Telrad + Literatur + ...) zu einem Pauschalpreis abschwatzen...?

Klar, er ist ein Händler, und als solcher gewinnorientiert. Aber, über'n Tisch ziehen wird er Dich nicht - Sein Ruf ist ihm sicherlich mehr wert, als der Gewinn, den er aus einer solchen Aktion ziehen könnte...
 
Zitat Slyv : "An der Okularwahl (brennweiten) würde ich noch etwas spielen, da Du verschiedene Vergrösserungen praktisch "doppelt" hast. .. "

LoL ich Dummi, da hast du mich ganz schön erwischt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> Sogar ich hätte merken müssen, dass ich mit einem Barlow nicht ein 40iger UND ein 20iger Okular brauche.

Ich werde zu 95% bei dem von euch gelobten "Wolfi" bestellen, denn mir ist ordentliche und ehrliche Beratung wichtig und da verlasse ich mich auf euer Urteil. Vielleicht macht er mir ja ein schönes "Newbie-Angebot" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Abian
 
Der 880er hat nicht f6 sondern f5, (bei 250/1250).
Nimm nicht so viele Superplössls, lass ein paar von denen weg, du brauchst nicht sooo viele verschiedene Vergrößerungen. Nimm stattdessen lieber noch ein zwei Weitwinkelokulare, da haste dann mehr von !
 
Uups..

Danke für den Hinweis. Hätt'ich eigentlich selber rechnen können/sollen, die Daten standen ja auch im Anfangsthread...

Hast auch recht, was die Okulare angeht:

Ich habe ein Edelokular für meinen 12zöller (27er PanO 2") und 4 Plössls. Das 6er und das 25er nutz'ich fast gar nicht mehr... (Ausnahme: das 25er, an Geräten, die keinen 2" OAZ haben...)
 
Hi Abian,
10" GSO, klingt gut.
Wie bereits von anderen Sternfreunden angedeutet ist Deine derzeitige Okularwahl nicht ideal.
Die Anschaffung einer 2" Barlow halte ich für nicht erforderlich. Sicher wirst Du zur Übersicht oder Großfeldbeobachtung 2" Okulare schön einsetzen können, aber die nächste brauchbare Vergrößerung läßt sich dann sicher mit 1,25" Okularen darstellen. Wenn Barlow, dann m.E. 1,25".
Das 40er Plössl kannst Du von der Liste nehmen. Es bietet keine 52 Grad, weil die Feldlinse( dort wo das Licht reingeht) zu klein ist. 40mm Okubrennweite solltest Du wenn, dann mit 2" besetzen. Danach würde ich was um die 18-20mm nehmen, was mit Barlow dann auch gleich die 10mm abdecken könnte.
Dann kommt die Region in der Du Dich warscheinlich am meisten bewegen wirst 8-5 im Einzelfall auch mal 4mm. In dieser Range dürfen es für meinen Geschmack auch 2 Okulare sein, die dann, wenn Du die Barlow nimmst sinnvoll abgestimmt sein sollten. Alternative wäre ein Zoom-Okular. Bedenke die jeweiligen Vergrößerungen und deren Einsatzgebiet:
8mm - 156
7mm - 179
6mm - 208
5mm - 250
4mm - 312,5
3mm liefert dann schon 417fach, was nur sehr selten eingesetzt werden kann mit diesem Scope. Ergo eine Anschaffung die Du getrost erst mal zurückstellen kannst.
Bei der Auswahl solltest Du die Eignung beachten. Ein Okular das für f/8 empfohlen wird ist warscheinlich eher nichts bei f/5.
Außerdem ist der Augenabstand für viele wichtig. Brille? Gerade bei kurzbrennweitigen Plössln ist der Abstand für viele keine Freude. Um sicher zu gehen ob es Dir so gefällt und angenehm ist, wäre es natürlich wünschenswert Du könntest bei Sternfeunden mal vorab probieren.
CS
 
Hi Holger und Hans,

dann würde ich aber - wegen der Planeten auch einen 200/1200-Newton vorschlagen. Den gibt´s aber auch billig von SKY-WATCHER. Den auf ne EQ6 gesetzt, müsste erst sahne sein!
Eierlegende Woll-Milch-Sport-Lust-[zensiert]-GRüße und
cs
jorgos
 
Hallo Abian,

ich will auch noch etwas Senf verspritzen.
Ich würde an die Okularpalette ganz anders rangehen. Ein f/5 ist ein Deepsky-Gerät, in der Hauptsache, und das sollte sich in f/5 tauglichen Deepsky-Okularen widerspiegeln. Mag sein, daß Dir sowas zu teuer ist, aber ich möchte solche Okulare mal wenigstens nennen.

1. Ein Aufsuchokular. Hier lohnt 2" sehr. Bei f/5 ist 40mm die Grenze. Für teuer Geld gibt es Pentaxl XL 40mm (das neue XW ist zu teuer, lieber versuchen ein gebrauchtes XL zu kriegen - auch wenn das dauert!). Oder ein LVW 42, auch sehr schön, manche finden'S besser-> Glaubensfrage. Für weniger Geld wäre mal über ein 40mm Antares-Erfle nachzugrübeln, oder über ein TS-WA 40mm. Da wird am Rand die Abbildung nachlassen, aber das Gesichtsfeld ist immer noch schön groß und das hilft beim Aufsuchen.
2. Was die Vergrößerung angeht, kann man sich normalerweise einen ordentlichen Sprung erlauben, auf den Bereich 20-25mm. Tolles Okular in dem Bereich: LVW 22.
3. Nun wird's kürzer gestaffelt. Der nächste Sprung könnte das Speers Waler 14mm sein, wieder ein sehr schönes Weitwinkel-Okular. Die Speers-Waler sind ab 14mm abwärts sehr gute Okulare.
4. Das Speers-Waler Zoom 5-8mm bietet bei 8ß° scheinbarem Gesichtsfeld einen prima Vergrößerungsbereich, der für die meisten Planetenabende genau die optimalen Vergrößerungsbereiche abdeckt. Gleichzeitig ist es auch für Deepsky-Beobachtungen, zum Beispiel bei Kugelsternhaufen und kleinen planetarischen Nebeln, prima.

Das ist keine billige, sondern eine prima Okularausstattung. Schwächen in dieser Abstufung sind nur:
- Ein 10mm würde noch gut zwischen 14mm und dem Zoom platz finden
- Für höchte Vergrößerung, hauptsächlich am Mond, und nur selten Nutzbar sollte ein Okular mit über 300x als Vergrößerung angedacht werden. Also ein 4mm.

Diese Okularpalette ist ein preislicher Brocken! Es kann aber gut sein, daß Du auf lange sicht, wenn Du mit dem Hobby am Ball bleibst, genau auf diese (oder eine ähnliche) Okularpalette hinarbeitest. Die Faszination bei den Weitwinkel-Okularen liegt für Deepsky-Freunde in dem großen Himmelsausschnitt. Ein Okular mit 60° scheinbarem Gesichtsfeld hat gegenüber einem mit 40° ungefähr 2,2x mehr sichtbare Himmelsfläche. Dadurch zeigen sich viele Objekte mit ihrer Umgebung, und zum Beispiel Sternhaufen heben sich so erst richtig ab.

Natürlich kann man für den Anfang auch Plössl-Okulare anschaffen. Bei der Planetenbeobachtung hat das kaum Nachteile, ausser beim Einblickverhalten der kurzbrennweitigen Plössl. Solange der Planet in der Mitte steht, ist die Abbildung gut.
Also, ich wollte das mal genannt haben. Wenn Du doch eher auf Plössl-Okulare zielst, dann kauf Dir lieber kein Weitwinkel, weil Du am Ende der Sucht erliegen könntest <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Clear Skies
Sven
 
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