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Ein paar Detailfragen zum MGEN

Gerrit Erdt

Mitglied
Hallo zusammen,

auch wenn der MGEN hier schon oft Thema von Diskussionen war, habe ich noch ein paar Detailfragen, auf die ich bis jetzt trotz längerer Suche keine Antwort finden konnte.

Derzeit verwende ich den MGEN 2 an einem Sucher.
Dazu habe ich auch schon gleich die erste Frage. Ich habe ziemlich genau diesen Sucher hier: Teleskop-Express: TS-Optics Deluxe 50 mm Sucherteleskop und Leitrohr mit Scharfstellung. Mein Modell wurde allerdings nicht mit Metall, sondern mit Plastik-Schraube ausgeliefert. Sind die ausreichend, oder können die eine Verschiebung der Achsen zwischen Sucher und Teleskop verursachen? Hat da jemand Erfahrung mit?

Meine nächste Frage betrifft die Helligkeit, die der Guiding-Stern haben sollte. In der Profildarstellung kann man ja gut den Helligkeitsverlauf erkennen. Gibt es da einen Richtwert, wie hell der Stern maximal werden sollte, Stichwort ausbrennen? Oder sollte man die Belichtungseinstellungen einfach so wählen, dass die in der Anleitung erwähnten 2-3 Pixel FWHM in Etwa passen, und dabei dann die maximale Helligkeit außer Acht lassen?

Zu guter Letzt habe ich noch eine Frage, bezüglich des Intervalls zwischen zwei Guide-Impulsen. Der MGEN bietet einem die Option, dieses Intervall zu erhöhen, falls man mit sehr kurzen Belichtungszeiten arbeitet. Ich denke dabei zum Beispiel an Nächte mit sehr gutem Seeing und einem sehr hellen Stern in Bild, sodass man durchaus sinnvoll mit kurzen Belichtungszeiten arbeiten könnte. Gibt es einen Richtwert, wie lange das Intervall zwischen zwei Guide-Impulsen mindestens sein sollte? Oder gibt es eine Methode, wie man am Guide-Graphen erkennen kann, ob man dieses Intervall erhöhen oder verringern sollte?

Ich hoffe, ich habe die Antworten auf diese Fragen nicht einfach übersehen, und ihr könnt mir ein bisschen weiterhelfen.

Freundliche Grüße
Gerrit Erdt
 

andreasmax

Mitglied
servus,
ich nutze den MGEN II auch mit besagtem guide-rohr. hier meine erfahrungen dazu.
a) ich habe die plastikschrauben durch metallschrauben ersetzt. die gibt es in jedem baumarkt. damit wird die sache um einiges stabiler. gerade da möchte ich dem plastik nicht trauen.
b) das profil sollte so sein, dass die spitze an der unterkante max. anschlägt. zudem sollte dieser spike möglichst dünn sein, dh, er ist dann in der schärfe. eine leichte unschärfe hilft dem guider sogarö. also sooo genau ist das dann nicht. somit kann man auch mit richtig kräftigen sternen arbeiten, solange man die werte anpasst. die guidekam ist ausreichend empfindlich genug, um auch schwache sterne einzufangen.
c) die impulse sind da kniflfiger. das ist eine abwägung zw. wie gut die montierung anspricht und sich nichts aufschaukelt, das seeing - dass der guider nicht dem seeing nachjagt, die helligkeit des guidesterns. bei schlechtem seeing komme ich gut mit zeiten von 1300ms klar. das kann man ja schön mit dem gain regeln. zu kurze intervalle würde ich eher meiden.
d) den threshhold würde ich so setzen, dass der balken eindeutig das grundrauschen abdeckt. ich hab einige zeit gebraucht, bis ich merkte, dass man hier auch mehr als 10 einstellen kann.
die standard-einstellungen wie in der anleitung hinten angegeben sind eine gute anfangsbasis. von dort aus ist experimentieren angesagt.

wie gesagt, meine erfahrungen. sie müssen nicht stimmen, ich bin aber mit diesen bisher immer gut gefahren.
grüße!
andreas
 

Gerrit Erdt

Mitglied
Hallo Andreas,

vielen Dank für deine schnelle Antwort!

Dann werde ich demnächst mal gucken, dass ich mir ein paar anständige Schrauben aus Metall besorge. Und danke für die Hinweise bei der Sättigung, dann war ich da ja relativ gut unterwegs, mit meinem bisherigen Wissen, und immerhin nicht komplett falsch.

CS Gerrit
 
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