Ein paar Gedanken zum "Öffnungswahn"

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Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hallo Sternenguckergemeinde, hallo Arne,

ich möchte mich hier gar nicht groß in die Diskussion über Öffnungen usw. einhängen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

nur mal folgendes loswerden:

Ich habe gestern abend bei recht gutem Himmel, schätzungsweise 5m0 bis 5m5 Grenzhelligkeit und sehr geringer Luftbewegung, durch den FH 90/910 beobachtet.

Einige Ziele waren mir durch meinen 8-Zöller bereits gut bekannt, daher wollte ich mal sehen, was denn mit dem 90er so machbar ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Und siehe da: M13 sah wunderschön aus, und ließ sich bei 90-fach bereits anlösen. M57 war eindeutig als Ring mit dunkler Mitte zu erkennen (wenn auch eher indirekt). Und Albireo im Schwan sah herrlich aus, der gelbrote Hauptstern und sein blauer Begleiter waren sehr gut farblich zu unterscheiden.
Dann kam Mars zum Vorschein, allerdings war die Luft in seiner Richtung nicht mehr so ruhig. Trotzdem konnte ich recht leicht die Polkappe, und noch leichter 2 dunkle Strukturen, leicht ober- und unterhalb der Äquators erkennen.

Da dachte ich mir: Warum bin ich nicht schon früher auf solch ein Gerät gekommen? Die Abbildungsqualität muß sich meinem Dob nicht unterwerfen. Natürlich ist das Bild dunkler, aber nicht weniger schön, ea gibt auch etwas weniger Details zu sehen, aber trotzdem sieht es total super aus - es ist ja nicht so, daß es keine Details zu sehen gibt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Genug der Worte - ich bin mit dem 90-er seeehhhrrr zufrieden, und werde ihn sicherlich auch öfter hernehmen als den Dob, das ist schon jetzt klar.

Deshalb: Arne, viel Freude mit dem "kleinen" Gerät, die du sicherlich damit haben wirst!!!!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> (Und alle anderen natürlich auch).

Herzliche Grüsse an alle und CS!
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Deshalb: Arne, viel Freude mit dem "kleinen" Gerät, die du sicherlich damit haben wirst!!!!!!
Im Moment herrscht hier Frust³. Weil sich zwei Übergangsringe verkanteten, schickte ich die an den Händler zurück, damit er die bitte trennen könnte. Das war vor ca. 3 Wochen. Bislang haben diese Ringe noch nicht wieder den Weg zu mir gefunden, und so kriege ich kein Okular angeschlossen. (Es sei denn, ich hätte ein 2"-Okular, was aber nicht der Fall ist.)
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Eigentlich nicht. Ich versuchte die Nacht noch eine viertel Stunde, die Ringe zu trennen, aber außer Hautabschürfungen — nix. Ich wundere mich, dass ich offenbar der erste bin, der über dieses Ringsystem flucht.

In Dingen Deep Sky stellt sich mir natürlich nicht die Frage "Was verpasse ich mit 4 Zoll", sondern "Was ist mit 4" alles drin?" Ich denke mal, was Karkoschka mit "Leitfernrohr"-tauglich angibt (60 mm) da sollten 102 mm Öffnung schon vernünftig was zeigen.
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

durch die fehlerfreie Optik mit "relativ kleiner" Öffnung solltest Du eigentlich das Optimum an Details bei hoher
Vergrößerung rausholen können - was sagt Mars bei 200fach - wenn denn das seeing mal endlich stimmt?)?
Und was Detailsichtbarkeit betrifft, habe ich mit meinem TAL 24mm UW am Skywatcher 8"f5 plötzlich Sachen
gesehen, die ich vorher nie gefunden hatte (Kontrast, Kontrast, Kontrast - darum geht es!) - GUTES 2" Oku
also voll sein Geld wert! Allerdings hat mein Newton halt 8" und Newtons haben eh keinen Farbfehler und
der 4 1/2 " davor hat mir ganz klar nicht gereicht (mit 8" geht 300fach noch, mit 4" eigentlich nur 150 fach)

Außerdem denke ich, der APO wird halt auch viel besser transpotabel sein?

Gruß
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Öh, also ein Zuckerschlecken ist das natürlich auch nicht: Stativ: 7 kg, Montierung: 4 kg, Tubus: 3 1/2 kg... Der Tubus liegt übrigens in einer passenden Manfrotto Transporttasche. Diesen Luxus habe ich mir gegönnt.

Mehr als 150x ist drin, bei 230x allerdings kommt man schon in den Grenzbereich der Leistung. Vermutlich kann man die Faustregel mit 0,5x AP auf diesen ED getrost anwenden, also je nach Seeing reuelos bis etwa 200x hochgehen. Man muss allerdings sagen, dass die 230x mittels Bino, Glaswegkorrektor und LV-Okular zustande kamen. Mit Powermate + vernünftigem Ortho könnte es vielleicht auch anders aussehen.

Wichtiger halte ich über kurz oder lang allerdings elektrische Nachführung, mindestens für RA.
 
Hallo Jochen,
ich möchte auch kurz mal meinen "Senf" dazu geben. Ich als gelernter DDR Bürger habe sehr bescheiden angefangen. Da meine Eltern nicht viel verdienten hatte ich als 12 Jähriger (1970) wenig Möglichkeiten mich dem Himmel zu nähern, Zeiss war für mich unbezahlbar teuer. Not macht aber Erfinderisch und so meldete ich mich immer Freiwillig zum aufräumen des Pysikraumes meiner Schule. Dabei fielen mir "Zufällig" die notwendigen Linsen zum Bau eines kleinen Refraktors in die Hände. Das Objektiv war etwa 40mm im Durchmesser und die Vergrößerung nicht sehr hoch(vieleicht etwa 30-40 fach). Die Qualität war nach heutigen Maßstäben Miserabel. Aber dennoch, als ich damit zum ersten mal den Saturn sah war ich der glücklichste Mensch der Welt. Später folgten dann noch, nach dem ich eigenes Geld verdiente, ein Feldstecher und ein Amateurfernrohr von Zeiss bis zu meinem jetzigen 8" Newton. So habe ich bis heute schon einige Teleskope besessen, aber der Anblick des gestirnten Himmels durch mein erstes kleines "Fernrohr" bleibt mir unvergessen! Für mich gilt auch heute immernoch der viel zitierte Satz "jedes Fernrohr hat seinen eigenen Himmel"
Gruß Roland
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Ich finde es etwas komisch, wenn einem absoluten Neuling, der noch nie ein Teleskop hatte, zum 8-Zöller geraten wird. Zur Bedienung und sinnvollen Nutzung solcher Geräte ist doch eine gewisse Erfahrung nötig. Zum Einstieg sollte das Ding imo leicht und wenig sperrig sein.

Dem total verunsichertem Einsteiger mit kleinem Budget würde ich eher zu einem kleinen Refraktor raten, dem unerfahrenen Einsteiger mit Ansprüchen empfehlen, seine Erwartungen an die Optik zu senken und lieber mehr Geld in die Montierung und das Stativ zu stecken. Selbst wenn er sich dann nur einen 102-er Mak aus China leisten könnte.

Wenn hier ein Neuling fragt, und schon bestimmte Geräte im Sinn hat, sollte man imo nicht alle anderen denkbaren Fernrohr-Typen vorschlagen, selbst wenn ein anderes Gerät vielleicht ein klein wenig besser geeignet wäre. Sobald das angedachte Produkt voll in die falsche Richtung geht, ist natürlich Eingreifen angesagt.

Einiges regt mich auf, z.B. die Bemerkung, ein 8"-Dob f/6 ließe sich sich später noch auf eine Montierung setzen. Was eine adäquate Montierung und ein gutes Stativ kostet, wird nicht gesagt. Oder wenn sich jemand nach der Qualität eines 80 mm f/15 FH erkundigt, und ihm vorrechnet wird, was er mit einem 200-mm-Newton alles mehr sehen würde. Wer nach 80 mm fragt, hat doch keine Galaxien im Sinn. In fast jedem Thread, wo sich jemand nach einem Refraktor erkundigt, springen Reflektorianer rein und schreiben (richtigerweise) dass die optische Leistung vergleichsweise teuer ist. Wer die Refraktor-Vorteile nicht so hoch schätzt und für sein Geld lieber mehr sieht, muss das imo nicht ständig kundtun. Eine gewisse Doppelgesichtigkeit zeigt sich imo immer dann, wenn Neulingen mit 76-mm-Newton nicht erst mal die Vorteile einer größeren Öffnung erzählt werden.

Und dann gibts noch gewisse Mode-Erscheinungen, im Moment sind das Maks. Jemand fragt, ob Newton soundso ok wäre, und es wird erst mal gerfragt, ob ein Mak soundso schon in Betracht gezogen wurde. Dann fachsimpeln einige Herren über Maks, und der Fragende bekommt Informationen die er eigentlich nicht braucht, da sie mehr verwirren als zur Kaufentscheidung beitragen.



Doch zum eigentlichen Thema <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Wäre mein 60-mm-Refraktor von besserer Qualität (vor allem mechanisch) und wären die Okulare besser gewesen (mehr Schärfe, besserer Einblick, mehr Gesichtsfeld) hätte ich ihn heute noch in Benutzung. Öfter, als ich meinen 102-mm-Refraktor nutzen werde. Ehe man das Berlebach-Stativ und die Montierung runtergetragen hat... das andere Teil konnte man aufgebaut mit einer Hand komplett tragen, wenn man wollte.

Es ist abzusehen, dass eine Ergänzung der Gerätschaften, die vielleicht irgendwann mal ansteht, eher in Richtung "klein" geht.



Das ideale Einsteiger-Fernrohr wäre imo ein 70 mm f/10 mit stabiler Azimutalmontierung inkl. biegsamen Wellen, und steifem, aber leichtem Stativ. Dazu 2 schöne Plössls und eine brauchbare Barlow. Käme geschätzt auf 400-500 €, wenn man eine gewisse Qualität haben möchte.

Ich weiß noch, wie ich den Mond mit 60 mm Öffnung betrachtete, Jupiter mir zwei Wolkenbänder zeigte, sowie eine "Stelle" in einem Band (keine Ahnung ob GRF oder sowas) und Saturn seinen Ring offenbarte - wie ausgestanzt. Heute weiß ich, dass mir trotz aller Mängel am Gerät wegen fehlender Beobachtungs-Systematik noch etliches entging.

Meiner Meinung nach sollte auch der Einsteiger die Objekte selbst suchen und finden und auf den Goto-Quatsch für die paar lohnenden Objekte verzichten. Wovon der Einsteiger imo befreit werden sollte, ist, viel rumzutragen oder sein Gerät justieren zu müssen. Hier gehen die Ansichten bekanntlich weit auseinander <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Ein mittelmäßiger oder schlechter 200-mm-Dob mag mehr zeigen als ein guter f/10 70-mm Fraunhofer. Allerdings bin ich ziemlich sicher, dass mit dem kleineren Gerät öfter beobachtet würde.


Vielleicht sind aber auch die Voraussetzungen ganz anders - als Kind schnappte ich mir gerne den 8x30 Feldstechers meines Vaters, um den Mond zu beobachten. Schlappe 8 Vergrößerung, und doch war es interessant. Minutenlang stand ich damit am Küchenfenster und konnte den Blick kaum abwenden. Ergab sich die Möglichkeit, den Feldstecher auf einem Stativ zu benutzen, wurde es erst recht auf den Himmel gerichtet. Wer natürlich auf Galaxien scharf ist, wird wahrscheinlich über alles unterhalb 8 Zoll nur lachen können. Bei meinem First Light mit dem ED war der Mond trotz schlechter Sicht (niedriger Stand, Dunst, sogar dünne Wolken) Garant für staunende Gesichter.
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hallo,


man das nicht so vereinfachen. Jeder Anfänger hat unterschiedliche Ansprüche und Voraussetzungen.
Für Dich mag ein 70 f/10 ideal gewesen sein, für einen anderen ist es ein 8" Dob.

Viele Anfänger erkundigen sich nach einem speziellen Gerät, ohne je durch irgendein Gerät durchgesehen zu haben (gell <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ).
Da finde ich es schon angebracht, wenn man auch mal auf Alternativen hinweist. Das gehört zu einer guten Beratung IMO dazu.

Übrigens:
Es gibt kein transportableres Gerät als einen Mak. Wenn Transportabilität das wichtigste ist, dann ist IMO ein Mak erste Wahl.
So könnte ich meinen 6" Mak auch auf einer kleineren Monti als auf der GP visuell noch gut montieren. Z.B. eine Giro ohne Gegengewicht auf leichtem Berlebach. Das wäre für den Schnelleinsatz wohl ideal und komplett montiert durchaus zu tragen.



Gruß Harald
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hallo Arne,
gewisse Modeerscheinungen wird es immer wieder geben. Jedes Teleskop hat seinen Himmel. Diese Erfahrung muss man natürlich erst mal machen auch die "Neulinge".

Doch zum eigentlichen Thema Wäre mein 60-mm-Refraktor von besserer Qualität (vor allem mechanisch) und wären die Okulare besser gewesen (mehr Schärfe, besserer Einblick, mehr Gesichtsfeld) hätte ich ihn heute noch in Benutzung. Öfter, als ich meinen 102-mm-Refraktor nutzen werde. Ehe man das Berlebach-Stativ und die Montierung runtergetragen hat... das andere Teil konnte man aufgebaut mit einer Hand komplett tragen, wenn man wollte.
Tja, darum habe ich noch meinen Explorer 395, den packe ich samt Montierung/Stativ unter den Arm. Mal eben Mars besichtigen oder die Milchstraße (jaaaaahaaa, Deep Sky ... daaaas denken Sie ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ). Wenn's 'n bischen Dicker sein soll kommt der SC raus.

Nichts für ungut, Du kannst es nicht allen recht machen. Auch die Neulinge müssen Ihre Erfahrungen sammeln... Ja, <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> man kann ja hinterher noch ein kleines 'scope hinzu kaufen.

Burkhard

Gruß Burkhad
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hier kann ich nur bedingt zustimmen. In der Tat ist der Dobson nicht für jedermann das optimale Gerät. Gewicht und Maße sind groß. Ist der Benutzer in spe Besitzer eines Kfz oder kann vom Garten aus beobachten, so spricht trotzdem nichts gegen den Dobson, da dieser schneller zusammengesetzt ist als fast alle anderen Geräte und somit oft eingesetzt werden kann. Und warum soll man mit einem kleinen vergleichsweise teueren Refraktor anfangen, wenn auch mehr geht. Übrigens kann man auch mit einem Dobson hervorragend Planeten gucken und nicht nur Galaxien. Hat man dagegen keinen PKW zur Verfügung und den Beobachtungsplatz in größerer Entfernung, so ist dies ein ziemliches K.O.-Kriterium gegen einen Dobson. Ein kleiner Richfield-Refraktor, Mak oder gar ein Großfeldstecher sind hier klar vorzuziehen. Die Justierung ist für mich dagegen kein Argument. An meinem ersten Spiegel habe ich jahrelang praktisch gar nicht justiert und das Bild war trotzdem ganz hervorragend. Wählt man das Öffnungsverhältnis nicht zu groß, so sind die Newtons gegenüber leichter Dejustage sehr gutmütig. Und mit einer guten Anleitung bekommt man es dann schon so hin, daß das Bild ganz O.K. ist. Am wichtigsten ist aber immer noch die Begeisterungsfähigkeit und Geduld des Beobachters sowie ein guter Standort. Dann kann man auch mit 1,5" Öffnung erfolgreich einsteigen und hat das Hobby Jahre später immer noch.
Gruß Florian
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hi Florian,

Und warum soll man mit einem kleinen vergleichsweise teueren Refraktor anfangen, wenn auch mehr geht.

Stimmt schon. Die ursprüngliche Aussagen war aber das oftmalige schlechtreden von kleinen Öffnungen in denen suggeriert wird das mit 4" alles keinen Spass macht.

An meinem ersten Spiegel habe ich jahrelang praktisch gar nicht justiert und das Bild war trotzdem ganz hervorragend.

Da hattest Du bei deinem ersten Spiegel einfach Glück.

Wählt man das Öffnungsverhältnis nicht zu groß, so sind die Newtons gegenüber leichter Dejustage sehr gutmütig.

Richtig. Nur sind die üblichen Dobsons im Bereich f/5 bis f/6. Und da ist keiner mehr gutmütig gegenüber Dejustage. Geht man in den Bereich f/8 oder gar f/10 sieht es anders aus, vor allem aber auch mit der Handlichkeit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Einen 2m langen Tubus empfinde ich auch als Dobson nicht mehr handlich.

Am wichtigsten ist aber immer noch die Begeisterungsfähigkeit und Geduld des Beobachters sowie ein guter Standort. Dann kann man auch mit 1,5" Öffnung erfolgreich einsteigen und hat das Hobby Jahre später immer noch.

ACK, vor allem ersteres.


Grüsse,
Jochen
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hallo Arne,

Einiges regt mich auf, z.B. die Bemerkung, ein 8"-Dob f/6 ließe sich sich später noch auf eine Montierung setzen. Was eine adäquate Montierung und ein gutes Stativ kostet, wird nicht gesagt.

Damit hast du sicher Recht, vor allem wenn man noch vom Fotografieren spricht. Eine dafür mit dem 8 Zoll Dobson geeignete Montierung ist mit allem Drum und Dran preislich jenseits von Gut und Böse im Vergleich zum Preis des Dobsons. Wer einen Dobson kauft, dem muss klar sein, dass er zwar das Gerät mit der besten optischen Leistung für den gegebenen Preis erhält, dass er aber im Wesentlichen auf visuelles Beobachten mit geringen Beobachtungskomfort beschränkt ist.

Und dann gibts noch gewisse Mode-Erscheinungen, im Moment sind das Maks.

Naja, es gibt schon rationale Gründe dafür, dass die Belebtheit von Maks zunimmt: Ein Mak bietet nun einmal die Möglichkeit, eine hohe Brennweite in einem kompakten und damit vergleichsweise transportablen und unaufwändig montierbaren Teleskop unterzubringen. Erkauft wird sich dieser Vorteil durch eine höhere Obstruktion und damit etwas schwächeren Kontrast. Bei den inzwischen sehr beliebten Webcamaufnahmen kann allerdings der Kontrast durch Nachbearbeitung beliebig verstärkt werden, so dass der konstruktionsbedingte Nachteil des Maks bei diesem Einsatzgebiet kaum eine Rolle spielt.


Das ideale Einsteiger-Fernrohr wäre imo ein 70 mm f/10 mit stabiler Azimutalmontierung inkl. biegsamen Wellen, und steifem, aber leichtem Stativ. Dazu 2 schöne Plössls und eine brauchbare Barlow. Käme geschätzt auf 400-500 €, wenn man eine gewisse Qualität haben möchte

Also diese Empfehlung kann ich nicht verstehen. Wenn man sich aus guten Gründen gegen einen Dobson entscheidet und dann doch nur eine azimutale Montierung nimmt, dann ist diese Entscheidung meiner Meinung nach eine halbe Sache. Der Anfänger kann mit einer parallaktischen Montierung mehr lernen und hat einen höheren Beobachtungskomfort. Im Übrigen gibt es sehr wohl parallaktische Montierungen, die einen solchen Refraktor für die Bedürfnisse des Anfängers locker tragen und die auch den Preisrahmen einhalten.

 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Nein das war nicht nur Glück! Der Spiegel war eben händlerseitig gut justiert worden und besaß eine ordentliche Spiegelzelle. Haut man den Tubus dann nicht gegen die Wand oder auf den Boden, so verändert sich die Justierung bei f/8 nicht so schnell. Auch bei f/6 sehe ich keine Probleme, wenn wie in meinem Fall der Händler gleich eine Mittenmarkierung anbringt, mit dem Laser gut justiert und mir dann noch ein "Justierokular" ( eine Lochblende mit reflektierender Rückseite für den Okularauszug ) mitgiebt. Man dreht im Bedarfsfall an zwei Schrauben am Hauptspiegel und fertig. Das ist vielleicht nicht optimal aber es reicht für den Anfang. Immerhin zeigt das Gerät so Objekte bis 13mag und die Encketeilung ging auch schon mal. Das genügt für meine Ansprüche völlig. f/5 finde ich allerdings auch eher problematisch. Schon deshalb, weil billige Okulare damit Probleme haben und die Einblickshöhe sehr niedrig wird. Mir wäre ein f/7 Spiegel lieber gewesen. Mit der Montierbarkeit muß ich Arne aber zustimmen, daß dürfte teuer und schwer werden. Eine solche Tüte gehört eben auf eine Holzkiste und nicht auf irgentwelche windigen Gestelle. Dann machts auch am meisten Spaß. Komfort vermisse ich eigentlich erst bei 360x und mehr am Saturn oder Jupiter, aber das ist sicher Geschmacksache. 4" sind aber auch eine feine Sache, besonders mit großem Gesichtsfeld gepaart macht Deepsky- und Kometengucken richtig Spaß. Da sehen selbst erfahrenere Mitbeobachter gerne nochmal durch meine kleine Tüte. Und Das Rohr samt Montierung mit einer Hand durch die Gegend tragen zu können kann auch von Vorteil sein.
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hi Arne,

ein paar Dinge kommen mir da in die Quere:

1. Vom Handling her mag ein 8-Zöller aufgrund des Gewichts ganz anders sein, aber die Bedienung und Sorgfalt bleibt dieselbe wie beim 60mm Refraktor. Unterschied: Wer den 60mm Refraktor versaut, bekommt für paar Euro einen neuen...
2. Es wird sehr wohl darauf hingewiesen, daß die Montierungen für einen 8" f/6 Dobs recht teuer sind. Aber immerhin ist auch die EQ-6 ein Kandidat, je nach den (Foto)-Zielen. Die ist nicht preislich im Jenseits!
3. Mit welchem Gerät öfter beobachtet wird, hängt erstmal vom Willen des Benutzers und dann von der Qualität der Montierung ab. Meiner Meinung ist der Komfort während der Beobachtung der grössere Faktor als der Komfort während des Auf- und Abbaus. Individuell verschieden, klar, wird aber auch jedem Einsteiger geschrieben.
4. Maks sind nicht einfach nur modern, sondern die Qualität der Maks hat sich durch bestimmte Firmen am Markt durchgesetzt. Was natürlich auch mit der Produktion zusammenhängt. Der Mak zeigt sehr gut, daß auch ein komplizierter Catadiopter eine sehr gute Leistung abliefert, wenn er sorgfältig verarbeitet ist. Keine Mode-Erscheinung, sondern praxistauglich. Hat ja auch keiner verstanden, wie Du den so kategorisch abgelehnt hast!
5. 80mm und keine Galaxien im Sinn? Nein, meiner Erfahrung nach sieht die Wirklichkeit anders aus. Man muß dem Einsteiger schon beibringen, daß ein immerhin recht teurer 80mm Refraktor trotzdem noch lange nicht für Galaxien reicht. Der Anfänger geht erstmal nur vom Preis und von der Vergrößerung aus. Galaxien sind weit weg, also braucht man viel Vergrößerung ist die auftretende Logik.
6. Was die Vorteile größerer Öffnung angehen, und wem man sie erzählt: Wenn einer sein Teleskop schon hat, dann wär's doch eine unverschämtheit, ihm das erstmal völlig platt zu reden, während der das Teil gerade 2 Tage hat und wegen Wetter noch nicht einen Stern sehen konnte! Wer aber noch nicht gekauft hat, der kann sein Geld besser anlegen, und deshalb ist es sinnvoll, da auch zu wirken.
Der Konflikt entsteht dann eben (siehe 5.) weil der Anfänger meint (Werbung!!!) mit dem 76mm Newton ginge schon alles. Der Anfänger will dann in seinen Ansprüchen ("Ich will Kühe!") nicht zurückstecken und landet unwillkürlich, aber korrekt, beim 8".

Zusammengefasst finde ich bei den Einsteigern, die mir auch via privater Mail anfragen stellen ein ganz anderes Profil, als von Dir hier vorgeführt. Was ich aber auch finde ist, daß wichtige Bemerkungen (Preis einer Montierung f. Fotografie) gern überlesen werden...

Clear Skies
Sven
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Martin_D,

in diesem Forum ist überwiegend die Perspektive aus praktizierender Amateurastronomsicht vertreten (was ja kein Wunder ist.) Meine Erfahrung mit potenziell Astro-interessierten ist in erster Linie (wenn sie an mich heran treten, und nicht hier im Forum fragen ist das ja schon ein Zeichen von mangelndem Informationswillen, wo diese Page doch so einfach gefunden werden kann) dass sie sich weder über die Preise, noch über die Größe / das Gewicht im Klaren sind. Die glauben, für 200 € ein tolles Gerät kaufen zu können. Wird im Forum gefragt, und kommen Tipps über einen Dobson nachzudenken, ist das ja auch oft eine Frage des Budgets.

Nun kenne ich aus eigener Erfahrung den Schritt vom Fernglas zum schlechten 60-mm-Refraktor, aus der ich denke extrapolieren zu können, dass der Schritt vom bloßem Auge oder Fernglas zum brauchbaren 70-mm-Refraktor groß genug sei, dass die Anschaffung gerechtfertigt ist. Bei Bemerkungen, dass man auch mit 4" kaum was sehe, 8 müssten es schon sein, fühle ich mich manchmal etwas komisch — wie naiv müsste ich gewesen sein, mit unvergüteten 60 mm und schlechten Billig-Okularen schon dem Astrofieber zu verfallen?

Dass man mit 8" sehr viel mehr sehen kann als mit 4, steht natürlich außer Frage. Aber es geht ja noch nicht um ein Fernrohr fürs Leben, sondern zum reinschnuppern, oder? Bei einem kleinen Refraktor mit stabiler azimutaler Montierung sehe ich die geringsten Hürden: Keine Justage, kein Einnorden, kein Suchen des Auszuges. Hinstellen, übers Rohr peilen, durchgucken. Das kriegt jeder hin. Ein 70 mm f/10 ist zudem noch vergleichbar handlich und vor allem leicht. Deshalb hielte ich das pauschal für empfehlenswert. Hat der Interessierte konkrete Interessen, z.B. Sternhaufen, Gasnebel, gar Galaxien, sollte man etwas anderes nehmen. Wer noch nichts kennt, den kann ein 70-mm-Refraktor imo genügend beeindrucken. Mond, Venus-Sichel, Streifen auf dem Jupiter, der Ring des Saturns, Trennung von Doppelsternen. Im Karkoschka findet man für die Nordhalbkugel und die Äquatornähe über 100 weitere Objekte (Sterne nicht mitgezählt) die in Reichweite dieses Fernrohrs liegen.

Viele fangen mit einem 76-mm-Spiegel an, ein 70-mm-Refraktor f/10 sollte eigentlich sogar noch leistungsfähiger sein. Meiner bisherigen Erfahrung nach (durch große Fernrohe konnte ich leider noch nicht sehen) wären 70 mm ausreichend, um einem Einsteiger faszinierende Beobachtungsnäche zu ermöglichen. Sehr wichtig ist für meinen Geschmack wie gesagt eine möglichst niedrige Hürde, was die Wartung und Benutzung, und das Gewicht angeht. Das ist natürlich nur meine private Ansicht, wenn die Mehrheit der langjährig praktizierenden Amateurastronomen das anders sieht, ist das selbstverständlich ok wenn sie widersprechen. Nur bekomme ich manchmal das Gefühl, dass die wahren Nöte des unerfahrenen Einsteigers nicht genug beachtet werden.
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hallo aths!

Nur bekomme ich manchmal das Gefühl, dass die wahren Nöte des unerfahrenen Einsteigers nicht genug beachtet werden.
Deinen Eindruck teile ich überhaupt nicht!
Ganz im Gegenteil: Ich war und bin erstaunt darüber, wie gut hier im Forum Einsteigern geholfen wird. Da wird differenziert nachgefragt und dann individuell an die Bedürfnisse des Einsteigers angepaßte Vorschläge für ein Einstiegsgerät gemacht.

Du bist aus irgendeinem Grunde sehr auf Refraktoren fixiert. Deshalb empfiehlst Du nun den 70/700 pauschal für Einsteiger mit kleinem Budget und noch nicht festgelegtem Beobachtungsgebiet.

Es mag Fälle geben, wo diese Empfehlung richtig wäre. Es gibt aber auch Fälle -imo die überwiegende Mehrheit-, wo ein Newton 114 mm oder ein Dobson 6" die bessere Wahl wäre.
Das müßte man durch nachfragen individuell erstmal herausfinden.
Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass man mit einem Newton mehr sieht als mit einem gleichteuren Refraktor. Alleine deshalb halte ich Deine Pauschalempfehlung nicht für sinnsoll, erst recht wenn das Budget klein ist und jeder Cent in Beobachtungsleistung investiert werden sollte.


Gruß Harald
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hallo Sven,

wenn du was schreibst, stehe ich vor dem Problem, mit meiner noch ziemlich dürftigen Praxis kaum die Basis zu haben, dir zu widersprechen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />


Im Punkt 3, "Mit welchem Gerät öfter beobachtet wird, hängt erstmal vom Willen des Benutzers und dann von der Qualität der Montierung ab." stimme ich natürlich zu, ohne die passende Begeisterung und brauchbare Mechanik ist der Spaß schnell dahin. So wie ich das mitbekomme, sind manche Interessierte nicht darauf aus, sich gleich voll reinzuknien und zur nächsten Sternwarte zu laufen... sie wollen erst mal zu Hause mit einem Gerät experimentieren, welches vor allem wenig kosten muss. Von unterschiedlichen Montierungsarten haben die noch nichts gehört. Sollte man nun fordern, dass sie sich erst mal damit gründlich auseinander setzen, oder könnte man nicht etwas empfehlen, womit sie garantiert zurecht kommen? Die Preislage bleibt ja noch in einem Bereich, wo selbst ein Totalverlust verschmerzbar wäre.

Was die Maks angeht, habe ich beim Wolfi eine Menge Seiten durchstöbert. Entweder wiesen die Geräte "Mängel" wie recht kurze OAZ-Wege auf, oder sie waren einfach zu schwer (besonders auf Qualitäts-Maks trifft das zu.) Vor allem liebäugelte ich, wegen der noch halbwegs vorhandenen Kompaktheit, mit 6". Aber ständig wird versichert, wenn schon Deep Sky, besser 8". Oder mehr. So wie ich die Posting von einigen auffasste, sind Dinge wie Jupiter-Wolkenbänder recht seeing-abhängig, mit guten 4" gäbe es nur relativ wenig Nächte, wo nicht das Wetter sondern das Rohr limitiere. (Allerings äußerten sich in diese Richtung vor allem Besitzer kleinerer Rohre.)

Punkt 5 ist, leider, ein typisches Vorurteil von Anfängern, die glauben, mit höheren Vergrößerungen weiter sehen zu können. Um einen 8-Zöller vernünftig auszufahren, ist relativ kostenintensives Zubehör erforderlich. Dobsonauten profitieren, wie man liest, wegen der Nachführprobleme besonders von Weitwinkelokularen. Da kostet ein Qualitätsokular mehr als der Dobson selbst. Imo relativiert das die günstigen Preise der Dobsons zumindest teilweise.

Der Einsteiger der beim 8-Zöller landet, hat entweder für einen Einsteiger sehr viel Geld, oder kauft einen Dob. Weil ich wegen dem primären Interesse an Planeten keine Lust auf azimutale Nachführung habe, wäre für mein Geschmack ein Dob nichts, völlig gleich, was er bei Deep Sky leistet. Um die Montierungsfrage nicht Richtung DX-Klasse gehen zu lassen, blieben bei 8" eigentlich nur diese Kompaktgeräte. Ob nun ein mäßig gut justiertes VMC 200L einen 4" ED f/9 am Planeten in deutschen Normalnächen wirklich entscheidend schlägt...? Habe ich eine Entwicklung verschlafen, weil in der mir bekannten Literatur, was Mond und Planeten angeht, ein 4" FH bereits zur Oberklasse gezählt wird?
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hallo Harald, die Empfehlungen für Einsteiger laufen wenn ich mich recht entsinne meistens (natürlich nicht immer) in die Richtung der persönlichen Vorlieben der Empfehlenden; insofern, wenn ich einen Refraktor für richtig halte, liege ich mehr oder weniger im Trend, das zu empfehlen was ich selbst habe. BTW war dein erstes Gerät doch auch ein Refraktor <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Wenn zur Argumentation systematische Nachteile der "falschen" Geräte präsentiert werden, beispielsweise laterale Farbfehler, ist das (außer bei sehr lichtstarken Optiken) eher eine subjektive Frage. Beispielsweise hat man mich bei 4" f/10 ganz wuschig gemacht, andere, gestandene Amateurastronomen, kaufen z.B. 5" f/6,5 und sind zufrieden.


Imo ist es nicht der Sinn, das erste Gerät voll auf Beobachtungsleistung zu optimieren. Die Brauchbarkeit des Statives und eine Montierung die vernünftiges Arbeiten zulässt würde ich eher an erster Stelle sehen, oder zählst du das bereits in die Leistung rein?

Wer keine Scheu vor Spiegeljustage hat, ist mit einem 300-€-Budget mit dem Newton natürlich besser bedient. Es ist keine 10 Jahre her, da träumte ich noch davon, mir dereinst ein so großes Spiegelteleskop zu kaufen...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hallo aths!


Ja, mein erstes Gerät war ein Refraktor. Es war ein Synta 120/1000mm FH.
Was war das ein beeindruckendes Gerät, als ich das zum ersten mal aufgebaut sah. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Damals war ich ja selbst auch noch im Refraktorfieber.
Ich kann das also nachempfinden, wenn jemand meint, er müsse unbedingt einen Refraktor haben.

Ich wollte mir dann als Zweitgerät wieder einen Refraktor kaufen: Einen 4" FH f/15!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Es wäre dann fast ein TS mit Baader OAZ geworden.
Heute bin ich aber froh, dass mich die erfahreneren Leute hier vom Forum davon abgehalten haben und mir u.a. ein Mak empfohlen haben.

Heute habe ich den 6" Mak, der ungefähr so viel gekostet hat, wie mich der f/15 gekostet hätte. Dabei hat das Gerät aber wesentlich mehr Öffnung, es ist viel transportabler und es ist wirklich wackelfrei montiert.
Ach ja, absolut farbrein ist es natürlich auch.
Und das zum gleichen Preis!

Das ist nur ein Beispiel, an dem man erkennt, dass ein FH eigentlich nur Nachteile gegenüber einer Spiegeloptik hat (bei gleichem Preis). Ähnliche Beispiele finden sich für alle Öffnungsverhältnisse.

Die Stabilität der Montierung ist für mich natürlich auch ein Qualitätskriterium.
Man muss ja immer das Gesamtsystem betrachten, sowohl was die Leistung als auch was den Preis angeht.
Viele sehen eben nur den Preis der Optik und vergessen dabei, was das optische System für die Montierung bedeutet.
So darf ein Mak beispielsweise durchaus teurer sein als ein Refraktor, weil die benötigte Montierung viel kleiner und damit günstiger ist.

Was die Justage angeht: Das bekommt wohl praktisch jeder hin, der eine Sternkarte lesen kann. Wer den Aufwand scheut, einen Newton zu justieren bzw sich das Wissen dafür anzueignen, der wird imo auch scheuen, sich nachts stundenlang in die Kälte zu stellen. Die paar Minuten Kollimation machen es also imo absolut nicht aus.
Ein Mak mit justierbarem FS ist allerdings schon weitaus kniffliger zu Kollimieren.
Aber auch hier gibt es ja Alternativen, die sich einfach justieren lassen: Ylena 150, OMC140.


Was die Maks angeht, habe ich beim Wolfi eine Menge Seiten durchstöbert. Entweder wiesen die Geräte "Mängel" wie recht kurze OAZ-Wege auf, oder sie waren einfach zu schwer (besonders auf Qualitäts-Maks trifft das zu.) Vor allem liebäugelte ich, wegen der noch halbwegs vorhandenen Kompaktheit, mit 6". Aber ständig wird versichert, wenn schon Deep Sky, besser 8". Oder mehr.
Ein kurzer OAZ-Weg ist kein echter Nachteil. Mit Verlängerungshülsen kann man das spielend ausgleichen.
Gewicht: Wieviel wiegt Dein ED? Mein MK67 wiegt "nackt" vielleicht 5kg. Dazu kommt dann noch 2" ZS und Telrad und okularseitiges Zubehör. Das kommt bei Deinem ED ja aber auch noch dazu.
Ich schätze mal, dass Dein ED 3-4 kg wiegt. Ist dann Deiner Meinung nach 5kg für ein kompakteres Gerät bereits zu viel? Die Tragetasche des MK67 ist sehr gut, sie ist kaum länger als das Mak selbst. Damit ist der Transport eine wahre Freude. Der OTA ist bei meinem Equipment beinahe das am leichtesten zu transportierende Einzelteil.
Auch das Handlich vor Ort ist ein Kinderspiel, da der Tubus über einen Tragegriff verfügt und eben sehr kurz ist.
Überhaupt ist so ein Tragegriff das beste Zubehörteil, was man haben kann. Warum wird so was nicht serienmäßig bei jedem Teleskop angeboten?

DS und 6":
Sicher ist ein 6" Gerät nicht die DS-Kanone schlechthin. Es zeigt aber nunmal mehr DS als ein 4" Gerät. Warum also auf die 6" verzichten?
Auch kann man bei der Mond- und Planetenbeobachtung von den 6" profitieren. Einmal wegen dem größeren Auflösungsvermögen und zum anderen wegen der höheren Lichtstärke. Zweiteres ist z.B. bei der "Beobachtung" von Monden und von Neptun und Uranus von Vorteil. Auch bei der Binobeobachtung ist ein lichstarkes Gerät von Vorteil. Da sind die 2" mehr genau richtig.

Ich will auf keinen Fall Deinen ED schlechtschreiben.
Der war teurer als mein Mak und Du wirst schon Deine Gründe für dessen Anschaffung gehabt haben, zumal Du ja über die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Geräte aufgeklärt warst.
Der ED hat seine Vorteile und je nach Gewichtung der Eigenschaften kommt eben jeder zu einer anderen Gerätewahl.

Für mich persönlich ist jedenfalls ein 6" Mak das klar bessere Gerät. Noch besser als ein 6" Mak wäre natürlich ein 7" Mak, welches ähnlich transportabel ist wie ein 6" Mak. Leider ist es nicht ähnlich teuer, sondern viel teurer.


Gruß Harald
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hi Arne,

wäre doch langweilig, wenn es keinen Widerspruch gäbe. "Das Drama entwickelt sich aus dem Digalog..."

Tja, natürlich ist der Ansatz der [zensiert]ensicheren Montierung der einzig richtige - bloß gibt es diese Montierung nicht. Entweder ich muß hinterherdobsen, und das finden viele schwierig, oder ich habe eine wacklige parallaktische. Ich mein... es geht vielen so, daß der korrekte Aufbau einer Parallaktischen so als eine Art [zensiert]entest empfunden wird. Die korrekte Empfehlung wäre dann vielleicht Feldstecher (und der Fragende fühlt sich [zensiert]t).

Was so am Planeten das "Limit" angeht, sicher limitiert beim 4" seltener das Wetter - aber das liegt doch daran, daß grössere Rohre ihr Limit auch viel weiter oben haben. Bösartig und zynisch könnte man schreiben, daß die kleinen Rohre so schlecht sind, daß die nichtmal das Seeing auflösen können. Ist zwar sachlich nicht völlig korrekt wegen Auskühlverhalten & Turbulenzzellengrösse, trifft aber schon die Richtung. Erlebt habe ich's natürlich auch schon, z.B. Mars 2001, daß ein 90/1000 den sonst sehr guten 300/1500 abhängte, nur hätte man in dem Fall auch den 300er mit Graufilter und ähnlich niedriger Vergrößerung betreiben müssen, um gleiche Bedingungen für die menschliche Wahrnehmung zu schaffen.
Ich bin recht überzeugt, daß das schlechte abschneiden grosser Rohre bei durch Seeing reduzierter Vergrößerung schlicht auf Blendung zurückzuführen ist. Zumindest in der saloppen Form, wie es bei "Öffnungswahn-Diskussionen" behandelt wird.

Was den Dobson angeht: Da hast Du vollkommen recht, kurzbrennweitige Teleskope wollen gute Okulare. Das gilt für Dobsons, Foto-Newtons und APOs. Für die FHs "wider den gesunden Menschenverstand" ist das Okular allerdings immer schärfer, als der Farbsaum... Naja, bei den FHs redet man sich dann eben mit "Wide Field" heraus.

Übrigens meinte ich nicht, daß der Einsteiger wirklich beim 8" landet, sondern daß man ihm zur Erfüllung seiner Wünsche einen 8" empfehlen muß. Es sind dann aber doch sehr wenige, die darauf beharren und wirklich zum 8" greifen. Gerade weil, wie Du ja anmerkst, so ein neues Hobby auch mal ein Totalverlust werden kann...

Clear Skies
Sven
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hi Arne,

der persönliche Geschmack entwickelt sich eigentlich immer aus den gemachten Erfahrungen. Diejenigen Leute, die durch viele Teleskope geblickt haben, sind dann auch in der Lage, eine Begründung für ihren Geschmack abzugeben.
Das sieht dann so aus, daß erfahrene APO-Freaks eben schlicht Ästhetik ganz oben nennen, aber das Plus an Detailerkennung oder Deepsky-Leistung anderer Optiken zum gleichen Preis nicht in Frage stellen.

Insofern kann man gerade aus geschmacklich eingefärbten Hinweisen den meisten Nutzen ziehen - wenn sie denn ausführlich sind.

Was Harald zu 6" Maks schreibt, ich habe im Moment ein Ylena 150 hier (fast schon hier gehabt). Da kann ich Haralds Beschreibung erstmal nur voll unterstreichen und ich möchte hinzufügen, daß mancher 8" M13 nicht besser auflöst.

Clear Skies
Sven
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

So, jetzt meine ich auch, meinen Senf dazuzugeben zu müssen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Sven: Ich mein... es geht vielen so, daß der korrekte Aufbau einer Parallaktischen so als eine Art [zensiert]entest empfunden wird. Die korrekte Empfehlung wäre dann vielleicht Feldstecher (und der Fragende fühlt sich [zensiert]t).

Das stimmt. Auch ich bin noch zu sehr Anfänger, um die Leistung von guten Feldstechern würdigen zu können. Die große Fangemeinde lässt mich ahnen, dass da Profis durchaus ihre wahre Freude daran haben. Auch das prinzipiell alle Messier Objekte mit einem Feldstecher beobachtbar sind, beeindruckt mich schon.

Das Teleskop ist allerdings etwas "Großes", Repräsentatives, ein Feldstecher ist ein Alltagsgegenstand. Deswegen sollte so ein Vorschlag für einen beginnenden Amateurastronom mit ordentlich Fingerspitzengefühl gemacht werden.

Harald_M: Was die Justage angeht: Das bekommt wohl praktisch jeder hin, der eine Sternkarte lesen kann. Wer den Aufwand scheut, einen Newton zu justieren bzw sich das Wissen dafür anzueignen, der wird imo auch scheuen, sich nachts stundenlang in die Kälte zu stellen. Die paar Minuten Kollimation machen es also imo absolut nicht aus.

Auch ein Salto rückwärts aus dem Stand ist einfach, wenn man ihn kann. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Wenn ich hier so einige Beiträge auf dem Board lese wie eps lyrae mit einem 6 Zöller nicht getrennt, dann ist es wohl doch nicht für jedermann so ganz einfach und lässt mich manche Strehl- und Obstruktionsdiskussion hier als fast überflüssig erscheinen. Den Hauptspiegel so zu justieren, dass der reflektierte Laserstrahl in sich zurückfällt, dass ist wirklich relativ einfach, auch wenn das Prozedere für mich oft länger dauert als eine Minute.

Nur habe ich oft genug feststellen können, dass der Newton dann nicht notwendigerweise gut justiert ist, zT ist das Bild bei Tagesbeobachtung sichtbar unscharf. Ich versuche, sowohl mit Chesire als auch Laser zu arbeiten, und stelle immer wieder ein gewisses Spiel sowohl im Chesireokular als auch beim Laser fest, und dies obwohl der Laser nicht gerade einfach in den Okularhalter einzuführen ist.
Gut, es bleibt der zuverlässige Startest, nur stört da das Seeing IMHO gewaltig. 3 Stunden im Dunkeln warten, bis das Tubusseeing verschwunden ist. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Wenn ich im Dunkeln stehe, will ich außerdem auch nicht immer wieder die Kreuzschraube suchen. Gerade bei schnellen Systemen wie dem f/4 darf man sich nicht mal um einen Millimeter vertun, um die Abbildungsleistung deutlich zu verschlechtern, während man beim f/8 immerhin knapp 1 cm Spielraum hat. Solange die Justage nicht stimmt, ist Strehl, Obstruktion und Okularwahl IMHO so ziemlich egal. Deswegen neige ich dazu, die 114/900, den Planetendobson oder die langsamen TALs als Anfängergeräte zu sehen, auch wenn sie nicht gerade handlich sind.
Und wie ich meinen Fangspiegel auf einen starren Okularschlitten so justiere, dass er mittig im Okularauszug steht, das weiß ich übrigens bis heute nicht.

Um zum Thread-Thema zurückzukommen: Ich hatte letztes Wochenende mal einen Laien am Teleskop, der sich durch die meisten deep sky-Objekte relativ wenig beeinrucken liess. Erst als ich zum Schluß den Mond einstellte, stellte sich auf einmal echte Begeisterung ein, die mich wiederrum regelrecht mitriss.
Hier auf dem Board wird der Mond definitiv mehr als Lichtverschmutzer thematisiert denn als Beobachtungsobjekt. Das ist irgendwie kurios. Auch ich wurde hier auf dem Board bei selbstkritischer Betrachtung schleichend in die Mode-Richtung deep sky beeinflusst, weil die Sichtung irgendeiner lichtschwachen Abell-Galaxie mehr Beachtung findet als Mondbeobachtungsberichte. Offenbar ist der Mond nicht geheimnisvoll genug, obwohl man sich auch dort beliebig an feinen Oberflächendetails wie Rillen ausprobieren könnte.
Und für eine vernünftige Mondbeobachtung benötigt man weiß Gott nicht einen großen Dobson.
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hallo Harald,

als du frisch den Synta hattest, warst du innerlich schon bereit, nachts stundenlang in der Kälte auszuharren? Finden die zunächst nur unschlüssig Astro-Interessierten Gefallen am Hobby, werden sie sich (hoffentlich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />) auch in die Kälte wagen. Das erste Rohr zu z.B. 300 € kann, wenn es zu klein wird, noch dem Sohnemann vermacht werden (so vorhanden.) Dieses Gerechne wie z.B. "Vergrößerung = Objektivbrennweite / Okularbrennweite" ergibt Zahlen. Das selbst auf freiem Felde (oder vom Balkon aus) zu probieren, dann die sinnliche Erfahrung.

Wer in Kontakt mit erfahrenen Amateurastronomen ist, der kann sich z.B. Newton-Justage einfach zeigen lassen.

Wer alleine da steht, hat vielleicht Angst, das (für seine Verhältnisse) teure Gerät kaputt zu machen. Vielleicht spielt hier auch meine persönliche "Ängstlichkeit" rein — obwohl fähig, im Computer alle wichtigen Teile zu benennen, bzw. aus seinen Einzelteilen einen Computer zusammenzubauen, würde ich mich hüten, irgendwelche Modifikationen am Grafikkarten-Kühler vorzunehmen. Trotz Lehre als Kommunikationselektroniker und jetzt dem Studium am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik.




Der ED102S (nicht 102SS, war mein Fehler) wiegt lt. Hersteller 3,6 kg. Die dazu gekaufte Transporttasche hat sich schon jetzt als Segen erwiesen. Was mich am ED reizt, ist die Vielseitigkeit: Richfield bis 3°, trotzdem planetentauglich. Visuell optimiert, aber leuchtet auch Kleinbild aus, falls man dereinst fotografische Ambitionen bekommt. Das Fernrohr sieht aufgebaut wie ein gutes und teures Fernrohr aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />.
 
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Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hallo Hugo_Holzbein,

ein kleines und schlechtes Teleskop zeigt, denke ich, an Mond und Planeten soviel mehr als ein Feldstecher, dass man imo durchaus zum Teleskop raten sollte, sobald das Budget bei 300 € oder höher liegt. Der Mond, wie du schreibst, bringt schnelle Erfolgserlebnisse auch bei kleinen Röhren und zeigt auf der anderen Seite so viel (und dann noch bei unterschiedlichen Beleuchtungen) dass man als Mondbeobachter nicht so schnell alles gesehen hat. Große oder nahe Planeten können ja auch schon einiges zeigen.

(Es ist Jahre her, da war ich mit dem 60-mm-Kaufhaus-Refraktor in Begleitung meines Onkels nächtlich auf einem Feld, um Jupiter und Saturn zu sehen. Erstmalig sah ich die Ringe des Saturns richtig deutlich. Dieses Bild hat sich eingebrannt, daran erinnere ich mich noch heute, als hätte ich erst gestern geschaut.)

Das First Light mit dem ED hielt ich in der Nähe einer studentischen Grillparty ab (genügend weit weg, dass der Rauch nicht störte.) Laien (eigentlich bin ich das ja selbst noch) waren durch zwei Dinge besonders zu beeindrucken: Durch Zahlen, wie weit der Stern da weg ist, und durch den Anblick des Mondes.

Ok, die Trennung von Doppelsternen brachte auch Aha-Erlebnisse. M57 konnte nur indirekt gesehen werden, alle die das schafften, waren dann natürlich auch begeistert. (Für mich das erste DS-Objekt... direkt nur ganz schwach, dann die indirekte Methode probiert — und das klappte!!) Der Mars stand so niedrig, dass er wie durch ein Prisma betrachtet aussah, die Flächigkeit war allerdings nicht zu leugnen.

Zwei Leute erwähnten, dass aus ihrem Verwandten/Bekanntenkreis auch jemand ein Fernrohr hätte, allerdings "nicht so groß." Das machte mich insgeheim natürlich ein klein wenig stolz <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Wenn das Zubehör wieder komplett ist, werde ich die Zeit nutzen, noch die eine oder andere mehr oder minder "öffentliche" Veranstaltung zu geben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> (Es müssen sich nur 2 Leute zum Tragen helfen finden, damit das System bequem in einem Gang heruntergetragen und aufgebaut werden kann.)
 
Re: Mit 90 mm geht sehr viel...!

Hallo Hugo,

naja, kommt darauf an. Der Mondverächter André hat mit meinem 12" auf einmal ganz freiwillig eine ausgedehnte Wanderung da oben vollzogen...

Problem ist eigentlich schon die Zeit. Wenn man sich nicht mit aufwändigen Dingen wie Zeichnungen beschäftigt, dann bietet der Mond eben Stoff für vielleicht 40 Minuten. Im Sommer ist dieses Jahr wieder Planetenarmut gewesen - mit Mars ist man auch nach so 20 Minuten fertig. Jedenfalls bei typischen Bedingungen.
Dann kann man also bereits wieder einpacken, weil die Trinkerlampe den DeepSky versaut. Und für eine Stunde spechteln 30 Minuten Auto einladen, 15 Minuten fahren, 10 Minuten Aufbau, 15 Minuten Abbau, 15 Minuten Rückfahrt und 30 Minuten ausladen...
Jedenfalls kommt man so zum DeepSky :-)

Clear Skies
Sven
 
Hallöchen,
ist schon lustig was hier so gepostet wird ... Trinkerlampe ... Ha ha <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> hab ich auch noch nicht so gehört. Den Mond hatte ich heute morgen so um 06:30 schön mit dem 7*50 betrachtet, ein Genuß. Für den Refraktor war dann doch zu wenig Zeit... die Arbeit ruft!

Ja was ist denn nun richtig? Früher, "da war ..." und "heute gibt es aber ..." ... das bringt den Anfänger auch nicht weiter. Den Einen schreckt die Justage ab, den Anderen das Gewicht, den Dritten der Farbfehler. Ich glaube der Anfänger sollte sich hier und wo anders informieren, The "Öffnungswahn" is always and everywhere" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> . Man kann es nicht jedem recht machen, wenn keine Erfahrungen gesammelt werden. Andererseits sind die Preise und die Angebot heutzutage so verlockend und vielfältig (ja will oder muss ich denn nicht schon bald fotografieren, geht das mit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> ???) dass auch mal ein richtige Schweinekauf gemacht wird. Da hilft nur eins, Infos sammeln, sich schlau mach, mal falls möglich einen Blick durch ein Teleskop oder so werfen und dann für sich entscheiden.
So long
Burkhard
 
Hä?

Hallo Arne,

Der ED102SS wiegt lt. Hersteller 3,6 kg. Die dazu gekaufte Transporttasche hat sich schon jetzt als Segen erwiesen. Was mich am ED reizt, ist die Vielseitigkeit: Richfield bis 3°, trotzdem planetentauglich.

ich nahm an,du hättest das 102S mit 920mm Brennweite gekauft
(obwohl nicht wenige hier das 102SS "zukunftsicherer" fanden).

MfG,Karsten
 
Re: Hä?

Sorry war mein Fehler, natürlich habe ich den 102S. Der 102SS wiegt 3,3 kg. Ich berichtige mal mein Posting...

Btw denke ich eigentlich, mit f/9 die richtige Wahl getroffen zu haben. Bei starken Vergrößerungen sollte man leichter fokussieren können, und f/9 sollte einen ED bezüglich Farbreinheit noch nicht überfordern.
 
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