Ein paar Klassiker des Winterhimmels

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aro

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Hallo zusammen,

weil sich hier ja nun partout kein stabiles Hoch über Westdeutschland einstellen mag, das einen dauerhaft klaren Winterhimmel beschert, musste ich meine Beobachtungen auf die wenigen kurzen, klaren Abschnitte verteilen. Hier das Resultat:

Teleskope: Martini 10" Dobson, Skywatcher 102/500
Okulare: 24mm+16mm Maxvision 68°, Celestron X-cel 10mm
Literatur: Interstellarum Deep Sky Atlas
Ort: heim. Hof, Region D'dorf
Zeit: 02.+04.02.2014, jeweils 2030-2200 MEZ

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Nachdem ich beim Wochenendausflug in den Sauerländer Schnee den kleinen Refraktor umsonst mitgenommen hatte, konnte ich am Sonntagabend zu Hause den Martini aufstellen und nutzen.

Zunächst genoss ich wie so oft den Anblick des Doppelsternhaufens h und chi Per, der mit dem 10-Zöller und dem 16mm-Okular eine großartige Tiefe aufweist. Immer wieder schön.

Im Gegensatz dazu war der offene Haufen NGC 1245 etwas weiter südlich keine Augenweide: Hier unter lichtverseuchtem Himmel war mit dem 16mm-Okular nur ein mattes Fleckchen mit ein paar wenigen Sternen auszumachen. Der sollte unter dunklerem Himmel besser zur Geltung kommen.

Erfreut hat mich dagegen Hubbles veränderlicher Nebel NGC 2261, den ich ausgehend vom Weihnachtsbaumhaufen NGC 2264 leicht fand: Der war im 16mm-Okular zwar auch keine Augenweide aber für meine stadtlichtgeplagte Sternenstaunerseele dennoch ein Erfolg. Ich konnte ihn als ein dreieckiges Nebelfleckchen erkennen.

Auch schön fand ich den OS NGC 2251, den ich als länglichen Haufen zusammen mit dem OS Basel 8 im 24-mm Maxvision geniessen konnte.

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Gestern abend habe ich dann weiter gemacht, aber dieses Mal wollte ich den Himmel mit dem kleinen Refraktor erkunden.

Den Beginn machten dieses Mal die Hyaden Melotte 25, die bei den 3,3° Gesichtsfeld des 24mm-Maxvision im Refraktor zwar nicht komplett aber doch schon bildbestimmend zu sehen waren.

Noch besser kommen die Plejaden Messier 45 zur Geltung, die wirklich bildfüllend und wunderschön anzusehen waren. :)

Ein Schwenk zum Orionnebel Messier 42 zeigte diesen zusammen mit den OS NGC 1980 und NGC 1981 eingebettet in den Sternenhimmel. Hierbei fand ich den Kontrast zwischen dem Nebel und den Sternen und Sternhaufen reizvoll. Für weitere Details im Nebel hätte ich den Martini mit mehr Öffnung nehmen sollen, aber das war heute nicht das Ziel.

Jetzt machte ich mich auf die Suche nach etwas für mich Neuem:
Der Nebel NGC 1491 im Perseus bot sich im Atlas an. Als Filterempfehlung war der O-III angegeben. Allerdings konnte ich im 16mm-Okular (mit Baader O-III) kaum mehr als ein gaaanz schwaches, verwaschenes Fleckchen erkennen. Ob jetzt die geringe Öffnung, das Stadtlicht, der schon vorhandene Mondschein oder alles zusammen Schuld waren, weiß ich nicht. :gutefrage:

Den kleinen aber einigermassen hellen Gasnebel NGC 1931 konnte ich mit dem Refraktor zwar identifizieren aber mehr als ein schwacher Nebelschein neben einem Stern war im 10mm-Okular auch hier nicht zu erkennen.

Diese beiden sind dann wohl eher was für mehr Öffnung und ich werde sie in Zukunft noch mal mit dem Martini besuchen.

Zurück zu Weitfeld-Spezialitäten:
Die OS Messier 36 und Messier 38 waren zusammen im Sichtfeld des 24mm-Okulars. Ich genoss den hübschen Kontrast zwischen dem kompakteren Messier 36 und dem lockerer gestreuteren und mit helleren Sternen gefüllten Messier 38. Bei genauem Hinsehen und Kenntnis der Position konnte ich den obigen Nebel NGC 1931 ebenfalls im selben Bild erkennen. :)

Zum Abschluss nahm ich mir noch Messier 47 und Messier 46 vor, die um die Häuserkante kamen. Ersterer war trotz des niedrigen Stands schön, letzterer verschwand allerdings im horizontnahen Lichtsumpf.

Fazit:
Der 102/500er Refraktor macht an großen Objekten auch in der Stadt Spaß, bei kleineren und dunkleren Fitzelchen ist allerdings mehr Öffnung zumindest hier in der Stadt unabdingbar.

Beste Grüße,

Achim :)
 
Hi Achim,
jetzt hast du alles weg-gegessen!!!! Die bodennahe Kaltluft im Wiener Becken deckelt uns seit Wochen zu!!! Heute mal ein paar mickerige Wolkenlücken, aber der Süd-Föhn haut voll rein, die Turbulenzen sind zu heftig, da käm ich mir am Teleskop vor wie im Krähennest eines schwankenden Dreimasters!
Ja, der 102/500 Skywatcher hat mir damals so in der Vorstadt bei Stuttgart auch immer Spaß gemacht, Mond ging eh immer gut, mit den Planeten war ich nicht so glücklich mit dem, aber Deep Sky an offenen Sternhaufen war wirklich gut mit dem. Immerhin ist Dein Bericht etwas tröstlich nachvollziehbares unter meinem hochnebelvermaledeiten Himmel!!! M36, 37 und M38 vermiss ich nun um so mehr, sie sind meine zarten Swarowskies, ich liebe das zart-filigrane an ihnen, die Ha und Chi im Perseus sind dagegen schon ein mächtiges Hagelgewitter, wahre Protze die mich am 16ner schier von der Leiter hauen.
Weiterhin so schöne Nächte lieber Achim wünscht Dir Anette
 
Hallo Anette,

schön, wenn Dir mein Bericht gefallen hat.

Aber bezüglich fehlender Sterne und vorhandener Wolken: "Das war ich nicht - das war schon so!" ;)

Hier ist jetzt auch wieder alles dicht. :(

Beste Grüße,

Achim
 
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