Ein paar Messiers mit dem MAK

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aro

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Hallo zusammen,

nachdem es ja nun ENDLICH mal wieder sternenklar war - und das noch am Wochenende, habe ich natürlich die Gelegenheit genutzt. Wer weiss, wann das wieder mal geht.

Teleskop: Celestron Nexstar 127 SLT
Okulare: Skywatcher SP32mm, Scopos 18mm/65°SGF
Filter: Seben CLR, TS UHC-L
Literatur/SW: Die Messier-Objekte, Deep Sky Reiseführer, SkyAtlas 2000.0, SkyAtlas Companion, Carte du Ciel
Ort: heim. Terrasse (Region D'dorf)
Zeit: 11.01.2013, 1900-2015 MEZ und 12.01.2013, 2135-2300 MEZ
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Dieses Wochenende wollte ich noch ein paar fehlende Objekte in meiner Messier-Liste ergänzen: M77 und M79. Am Freitag war ich leider zu früh und meine Ziele verbargen sich noch hinter Nachbarhäusern. Also habe ich alternativ die offenen Sternhaufen NGC1528 und NGC1647 aufgesucht. Beide kamen im 32er sehr schön und sternreich zur Geltung, wobei mir letzterer etwas besser gefallen hat.

Dann den blauen Schneeball NGC 7662 angefahren. Das Seben CLR hat hier den Kontrast spürbar verbessert. So, nachdem das schon so gut geklappt hat, warum nicht mal einen Versuch mit M76 (dem kleinen Hantelnebel) machen? Bisher habe ich den nur abseits des Düsseldorfer Flughafen in der Wildnis gesehen. Angefahren und bingo: M76 in der Stadt, wenn auch nur als Nebelfleckchen. Auch der Seben CLR konnte hier zwar den Kontrast erhöhen, aber Balken o.ä. waren hier nicht drin.

Mehr war heute leider nicht möglich, weil sich der Himmel zuzog. ;(

Am Samstag waren über den Tag immer wieder Zirren zu sehen und im frühen Abend zog es sich im Südwesten schon weiter zu. Aber um kurz nach Neun: Hurra, wieder klare Sicht. :)
Also schnell den Tubus raus zum Auskühlen. Währendessen habe ich am Laptop nachgesehen, wann denn M77 und M79 zwischen den Nachbarhäusern sichtbar sein sollten. Müsste passen! Eine halbe Stunde später war der kalt und ich schön dick eingepackt.

M79 sollte ab 21.35 Uhr für rund eine Stunde zwischen zwei Häusern, wo der lokale Horizont bis 5° runter geht, durchgehen. Also fix in die Handsteuerung gehackt, die Montierung fängt an zu schnurren. Ich habe mir dann mein selbstgeschneidertes Beobachtungstuch über den Kopf gelegt. Gut, dass es dunkel ist: Man sieht vermutlich irgendwie bescheuert aus, wie ein 19 Jhdt.-Fotograf. Aber das Bild wird DEUTLICH besser. Und siehe da: M79 als kleines, rundes, verwaschenes Fleckchen.
Weiter zu M77. Auch hier brachte das Tuch die Entscheidung: Direkt neben einem Sternchen war ein sehr kleines Fleckchen, das wie ein defokussierter Stern aussah. Oh, die ist aber klein. Mit der Beschreibung im Deepsky Reiseführer abgeglichen und ja, die ist wirklich so klein.

Nach dem gestrigen Erfolg mit M76 habe ich eine Versuch mit M1 gewagt. Auch den Krabbennebel hatte ich hier zu Hause bisher vergeblich gesucht. War immer zu hell oder ich zu blöd. Aber heute sollte es klappen. M1 präsentierte sich -- na, wer errät's ?!? -- ja, wie ein verwaschener Fleck, allerdings größer und gleichmäßiger hell als z.B. M79.

Jetzt noch NGC1575, ein kleiner planetarischer Nebel im Eridanus. Hier brachte der UHC eine deutlich sichtbare Kontraststeigerung.

Die beiden offenen Sternhaufen NGC1662 und NGC1746 waren zwar zu sehen, aber haben mich nicht wirklich vom Hocker gehauen. Eher was für die Statistik.

Zum Abschluss diese erfolgreichen Abends noch ein wenig in h und chi baden, den Orionnebel und die Plejaden geniessen. So, jetzt aber schnell die Terrassentür auf, das Teleskop und den ganzen Kram rein -- abbauen kann ich auch drinnen.

Fazit:
Der Himmel in der Stadt ist nicht der beste, aber man ist schnell wieder im Warmen :/
 
Hall Aro,

ein schöner Bericht! Zeigt vor allem, dass man unter allen Bedingungen Spaß am Spechteln haben kann, auch bei nicht opitmalem Wetter oder Standort! Das Hobby ist eben universalistisch, man kann immer etwas erleben.

Wenn Du das Tuch über den Kopf zieht - beschlägt da nicht das Okular?

Gruß und CS,

Martin
 
Hallo Martin,

nein, mit Beschlagen des Okulars habe ich bisher unter dem Tuch noch keine Probleme gehabt. Ich lass es meistens nach unten offen hängen und atme quasi nach unten aus.

Grüße,

Achim
 
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