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Ein paar Sternhaufen im Mondlicht (Mit Zeichnung)

klawipo

Mitglied
Hallo ihr Stargazer,

ich konnte letzte Nacht in etwa die Stunde zwischen etwa 23:00 und 0:00 zum Beobachten mit meineim 8 Zoll f/6-Gitterrohr-Dobson nutzen. Aufgrund des Mondlichtes suchte ich einige weniger prominente offene Sternhaufen im und um den Stier auf, wo ich wenigstens noch etwas Winkel zum Erdtrabanten hatte.

Zur Grobaausrichtung des Suchers schaute ich auf die Plejaden. Mit 30facher Vergrößerung und 2 Grad Sehwinkel passten die Schwestern gerade ins Sichtfeld. Brilliant wie in dunklen Nächten sieht das das Ganze aber nicht aus und durch den fehlenden Raum drumherum verliert sich auch der Sternhaufen-Eindruck.

Weiter ging es mit NGC 1674, die Sternzahl schätzte ich auf rund 100. Die Lichtpunkte sind mit etwas Fantasie spiralig um ein Zentrum angeordnet, wobei einige eng stehende Sternpärchen ins Auge fallen. NGC 1746 konnte ich leider nicht ausmachen, vielleicht waren die Bedingungen zu schlecht. Hierbei handelt es sich laut Wikipedia um eine zufälligen Sternverdichtung und nicht um einen "echten" Sternhaufen.

In NGC 1662 waren nur wenige Sterne in der Übersicht zu sehen, die aber klar als eigenständiges Objekt hervortraten. Der Haufen wirkte dann bei 100x eher wie ein Sternbild. Immerhin gab mir die überschaubare Anzahl sichtbarer Sterne die Gelegenheit eine Skizze zu machen. Diese habe ich dann per Bildbearbeitungsprogramm abgepaust:

NGC-1662.png

NGC 1662

Danach noch ein Kurzer Blick auf M35. Ein trotz grauen Hintergrunds noch prächtiger Haufen, den randständigen NGC-Sternhaufen Nummer NGC 2158 konnte ich allerdings nicht erkennen.

Überhaupt waren die Bedingungen in der anvisierten Himmelsrichtung Ost/Südost nicht gerade top, wie sich auch am noch schnell angefahrenen Orionnebel zeigte. Gestern war da nur zarter Hauch zu sehen.

VG
Klaus
 

Henning81

Mitglied
Hey Klaus,
Schön, was von Dir zu lesen.
Seit wann zeichnest Du denn?
Es würde mich interessieren, wie Du die Zeichnung digitalisiert bzw. bearbeitet hast.
Die Sterne sehen ja ziemlich weichgezeichnet aus.
Seit Ewigleiten liegen meine Zeichensachen nun schon rum, ohne dass ich mich bisher
rangetraut hätte.
Hier geht momentan nicht so viel, es ist immerzu unpassend, raus zu gehen.
Immer nur zwischendrin mal ein Fernglas blick oder eine kurze Planeten/Mond-Session am kleinen Refraktor.

CS,
Henning
 

klawipo

Mitglied
Hallo Henning,

also ich war glaube ich zwei oder drei als ich mit dem Zeichnen angefangen habe.... ;)

Hin und wieder skizziere ich, aber meist sehen die Ergebnisse so schlimm aus dass ich damit nichts weiter mache. Diese Konstellation mit wenigen Punkten in mehr oder minder zwei Leuchtstärken schrie danach mal kurz zu Papier gebracht zu werden.

Das war eine Bleistiftskizze. Abfotografiert, in Gimp eine Ebene mit weißem Hintergrund semitransparent drübergelegt, mit Stiftwerkzeug abgepaust. Dann Fotoebene gelöscht, Deckkraft der Pausebene auf 100 Prozent, invertiert. Noch n bisschen weichgezeichnet, ist aber sicher Geschmacksache.

Für komplexere Objekte fehlt mir noch die Strategie mein Gekrakel ansehnlicher zu machen.

VG Klaus
 

Henning81

Mitglied
Hau Deine anderen Zeichungen doch mal raus und vielleicht hat ja jemand Tips für Dich (und alle anderen).
Also ging es Dir im Wesentlichen darum, die Abstände und Winkel zueinander wiederzugeben, weniger die Punktierkunst?
Ich traue mich derweil nochimmer überhaupt nicht an die Materie, aber der Tag wird kommen.
CS,
Henning
 

klawipo

Mitglied
Hallo Henning,

ne ich verfolge da keine künstlerischen Ambitionen. Ich wollte schon länger versuchen das Skizzieren verstärkt einzusetzen. Ich denke dass ich die Beobachtungen damit besser wieder in Erinnerung rufen kann. Was mich am ehesten abhält ist die begrenzte Zeit. Irgendwie muss ich, wie die meisten Menschen, am Tag ja auch noch funktionieren. Andererseits, wenn es mit ein paar Strichen oder Punkten getan ist, kann man es ja schon machen.

VG Klaus
 
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