Ein Stativ / Montierung für alle Fernglasgrößen sinnvoll und möglich?

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Nächster Versuch :D :
diesmal ein klassischer 3-Wege-Neiger. Manfrotto 229, Tragkraft angegeben bis 12 kg. Eigengewicht 2kg. Macht einen massiven Eindruck.
ts.jpg

Positiv:
Der Kopf trägt das 25x100 recht klaglos, die Schnellkuppelplatte erlaubt eine festere Verschraubung als an der Vinten AS Schiene und ist als "Toploader" leichter aufzusetzen. Obendrein ist keine Erhöhung nötig.

Negativ:
Für astrotaugliche Höhenanstellung bis 90° muß das Glas, wie immer bei den Neigern, entgegengesetzt aufgesetzt werden. Das heißt, man hat die Feststellverschraubung zur Höhenverstellung dann ungünstig vorne am Fernglas.

Mit dem Kopf bin ich mittelmäßig zufrieden. Das Glas ist damit nun endlich einsatzbereit. Allerdings zeigte das TS 25x100 sich beim ersten terrestrischen Versuch in der Schneelandschaft als Farbwerfer. Puh, ich hoffe der Eindruck am Nachthimmel ist besser.

Beste Grüße
Johannes
 
Einmal ein kleines Update, falls andere sich auch mit diesem Problem herumschlagen.

Ich bin beim Manfrotto Neiger 229 geblieben und habe jetzt als Stativ ein Manfrotto 058 B in Nutzung, was wohl das nächstkleinere zum 161 B ist. Maximale Höhe 2,17 m.

90° stehend sind nun möglich und tatsächlich einzublicken, allerding hat der Oberkörper dann schon Kontakt mit dem Stativ.
Der Kurbelauszug ist eine echte Wohltat! Jedoch kann man in einer Stativhöhenposition nicht 0 - 90° einblicken. Mit der Kurbel lassen sich z.B. entweder 0-45° sowie 30-90° in zwei Höhenpositionen einblicken. Hierzu Bedarf es einer Längung bzw. Kürzung der Beine, was mit einem zentralen Schnellverschluß zwar schnell möglich ist, jedoch muß das Gewicht kurzzeitig leicht gehoben werden. 6,7 kg Stativ+2kg Neiger+4,6 kg Fernglas.

Das Beispielbild mußte jetzt im Keller gemacht werden, ob des Regensturms gerade hier.
16788084733020.jpg


Btw: mit dem TS 25x100 bin ich astromäßig doch noch überraschend zufrieden (natürlich Preisbezogen betrachtet!). Daß er außerhalb der engsten Mitte Farbe zeigt, spielt bei meinen bevorzugten Doppelstern- und Sternformationbeobachtungen kaum eine Rolle.

Viele Grüße
Johannes
 
90° stehend sind nun möglich und tatsächlich einzublicken, allerding hat der Oberkörper dann schon Kontakt mit dem Stativ.

Hallo Johannes,

das sieht sehr gut aus.
Kurbelsäule ist das A&O bei Binos, auch wenn der Hub für alles nicht reicht.

Bezüglich Kontakt vom Oberkörper bei 90°
Hier hilft es das Stativ zum Zweibein zu machen und es über 2 Beine zu sich ran zu kippen.
Dadurch wird auch der Einblick angenehmer.

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,

ich hatte Deine Ausführungen zur Notwendigkeit einer Kurbelsäule gelesen und es ist in der Tat die größte Erleichterung in der Beobachtung.

Bzgl. der 90° Beobachtung werde ich mal ausprobieren die, auch von Dir genannten, verschiedenen Varianten. Aber ich bin nicht sehr oft in diesem Höhen unterwegs. Schon ein paar Grad niedriger ist der Einblick berühungslos wieder möglich.

Wie windanfällig die enorme Höhe des Stativs sein wird, ist auch noch unklar. Bislang waren immer gute Bedingungen beim ausprobieren. Das ist sicherlich der größte Nachteil der geradsichtigen Ferngläser. Aber einen Tod muß man ja sterben :cool:

Viele Grüße
Johannes
 
Hallo,
hatte im anderen Thread von einem Dreibein-Selbstbau-Holzstativ geschrieben. Hat sich keiner drauf gemeldet,, was solls...
Das Stativ läßt sich bei waagerechtem Einblick bis zwei Meter Höhe hinstellen (meine Wenigkeit hat nur 1,65 m) Die Stativbeine lassen sich je nach Einblickhöhe spreizen. In Zenitnähe steht das Bino senkrecht und ich kann mich unter das Stativ stellen, ohne jegliche kraftverzehrende Bewegung. Die Zeichnung fürs Stativ machte mir ein "technischer Ingenieur". Das Bino wird an seiner Mittelachse gehalten.

Gruß Günther
 
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