klawipo
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Hallo liebe Sternfreunde,
ich komme gerade von einer Beobachtungsrunde. Diesmal wollte ich mit meinem Zwölfzoller endlich mal ein paar Galaxien anschauen. Der Himmel war klar, aber nicht ganz so transparent wie ich ihn schonmal gesehen hatte. Egal, zum Justieren des Telrad erstmal den Jupiter rein. Ordentlich Luftgewabbel schon bei 80fach um den Riesenplaneten, mit Höchstvergrößerung würde es heute wohl nichts werden. Als nächstes schaute ich mir M67, den offenen Haufen im Krebs an. Was sich im Fernglas vor ein paar Wochen als eine körnige Wolke gezeigt hatte, präsentierte sich bei genannter Vergrößerung als voll aufgelöstes Sternenmeer. Ein schöner Anblick.
Doch eigentlich waren ja Galaxien auf dem Programm. M95 und M95 im Löwe waren recht schnell gefunden, zeigten aber keine Struktur und wirkten eher klein und blass. Ganz anders M65 und M66, die mir im Vergleich als regelrechte Fackeln erschienen. Beide wirkten ähnlich groß und länglich, eine (das muss dann wohl M66 gewesen sein) aber deutlich asymetrisch dergestalt, dass ein Ende diffuser und breiter wirkte als das andere, das klarer definiert und abgerundeter war. So klar habe ich die beiden jedenfalls noch nicht gesehen. Auch toll, dass beide mit meinem derzeit favorisierten 19mm/65 Grad-Okular zusammen ins Okular passten. Mit ein wenig Abstand war auch NGC 3628 gut zu sehen. Merklich größer, dafür dunkler wirkend. Vom Staubband sah ich zwar nichts, aber die beiden Enden sahen unregelmäßig ausgefranst aus. Überhaupt gab es hier erstaunlich viel Struktur zu sehen.
Herüber zum Großen Wagen. Die wohlbekannte Galaxie M51 enttäuschte mich etwas. Die beiden deutlich zu erkennenden Kerne schienen von einer Wolke umgeben, die auf der einen Seite kräftiger war als auf der anderen. Eine Spirale konnte ich aber nicht ausmachen. Im Achtzöller sah das damals komplett anders aus. Da gab es zwei diffuse Kerne mit je einem runden Rauchring drumherum. Immerhin konnte ich in der Wolke beim helleren Kern jetzt noch einen hellen, sternartigen Klecks ausmachen, den ich vorher nicht gesehen hatte. Das wurde mit (seeingmäßig grenzwertiger) 250facher Vergrößerung noch etwas deutlicher. Das Mehr an Öffnung zeigt also schon mehr, allerdings ist das Resultat nicht näher an irgendwelchen Fotos, sondern vor allem einfach anders. Man sieht mehr Informationen, und die muss man dann auch erstmal einsortieren. Ich werde dem "Whirlpool" aber weiterhin eine Chance geben, zumal er erstens noch nicht so hoch und zweitens in einer leichten Lichtglocke ostwärts stand.
M 108 fand ich klasse, als Edge On schön hell mit Andeutungen von Staubstruktur. Den Eulennebel daneben sah ich, konnte aber keine Augen ausmachen. Innen schon etwas dunkler, aber keine zwei dunklen Kreise oder dergleichen.
Messier 81, annähernd im Zenit, erschien als ziemlich helles, aber recht strukturloses Oval. In Messier 82 waren im Zentrum des länglichen Gebildes dunkle Unterbrechungen zu sehen. Auch hier half das Hochschrauben der Vergrößerung auf 250fach etwas bei der Detailerkennung. Die dunklen Linien waren schon damals im 8-Zöller augenfällig. Interesseanterweise wirkten sie dort breiter und kontastreicher, ich sah damals zwei dunkle Streifen. Durch das Mehr an Licht, dass die größere Optik einfängt, werden die Strukturen vermutlich feiner, und aus einer dicken, dunklen Linie werden mehrere, die das müde Auge aber auch erstmal trennen muss. In beiden Teleskopen ein überaus interessantes Objekt.
Abschließend bleibt festzuhalten dass der 12er bei Galaxien zum Teil völlig andere Bilder zeigt als der 8er. Ob diese ästhetischer sind ist dann Geschmackssache. Außerdem benötige ich noch dringendst ein gescheites Okular um die 10-12 Millimeter Brennweite...
VG & CS
Klaus
ich komme gerade von einer Beobachtungsrunde. Diesmal wollte ich mit meinem Zwölfzoller endlich mal ein paar Galaxien anschauen. Der Himmel war klar, aber nicht ganz so transparent wie ich ihn schonmal gesehen hatte. Egal, zum Justieren des Telrad erstmal den Jupiter rein. Ordentlich Luftgewabbel schon bei 80fach um den Riesenplaneten, mit Höchstvergrößerung würde es heute wohl nichts werden. Als nächstes schaute ich mir M67, den offenen Haufen im Krebs an. Was sich im Fernglas vor ein paar Wochen als eine körnige Wolke gezeigt hatte, präsentierte sich bei genannter Vergrößerung als voll aufgelöstes Sternenmeer. Ein schöner Anblick.
Doch eigentlich waren ja Galaxien auf dem Programm. M95 und M95 im Löwe waren recht schnell gefunden, zeigten aber keine Struktur und wirkten eher klein und blass. Ganz anders M65 und M66, die mir im Vergleich als regelrechte Fackeln erschienen. Beide wirkten ähnlich groß und länglich, eine (das muss dann wohl M66 gewesen sein) aber deutlich asymetrisch dergestalt, dass ein Ende diffuser und breiter wirkte als das andere, das klarer definiert und abgerundeter war. So klar habe ich die beiden jedenfalls noch nicht gesehen. Auch toll, dass beide mit meinem derzeit favorisierten 19mm/65 Grad-Okular zusammen ins Okular passten. Mit ein wenig Abstand war auch NGC 3628 gut zu sehen. Merklich größer, dafür dunkler wirkend. Vom Staubband sah ich zwar nichts, aber die beiden Enden sahen unregelmäßig ausgefranst aus. Überhaupt gab es hier erstaunlich viel Struktur zu sehen.
Herüber zum Großen Wagen. Die wohlbekannte Galaxie M51 enttäuschte mich etwas. Die beiden deutlich zu erkennenden Kerne schienen von einer Wolke umgeben, die auf der einen Seite kräftiger war als auf der anderen. Eine Spirale konnte ich aber nicht ausmachen. Im Achtzöller sah das damals komplett anders aus. Da gab es zwei diffuse Kerne mit je einem runden Rauchring drumherum. Immerhin konnte ich in der Wolke beim helleren Kern jetzt noch einen hellen, sternartigen Klecks ausmachen, den ich vorher nicht gesehen hatte. Das wurde mit (seeingmäßig grenzwertiger) 250facher Vergrößerung noch etwas deutlicher. Das Mehr an Öffnung zeigt also schon mehr, allerdings ist das Resultat nicht näher an irgendwelchen Fotos, sondern vor allem einfach anders. Man sieht mehr Informationen, und die muss man dann auch erstmal einsortieren. Ich werde dem "Whirlpool" aber weiterhin eine Chance geben, zumal er erstens noch nicht so hoch und zweitens in einer leichten Lichtglocke ostwärts stand.
M 108 fand ich klasse, als Edge On schön hell mit Andeutungen von Staubstruktur. Den Eulennebel daneben sah ich, konnte aber keine Augen ausmachen. Innen schon etwas dunkler, aber keine zwei dunklen Kreise oder dergleichen.
Messier 81, annähernd im Zenit, erschien als ziemlich helles, aber recht strukturloses Oval. In Messier 82 waren im Zentrum des länglichen Gebildes dunkle Unterbrechungen zu sehen. Auch hier half das Hochschrauben der Vergrößerung auf 250fach etwas bei der Detailerkennung. Die dunklen Linien waren schon damals im 8-Zöller augenfällig. Interesseanterweise wirkten sie dort breiter und kontastreicher, ich sah damals zwei dunkle Streifen. Durch das Mehr an Licht, dass die größere Optik einfängt, werden die Strukturen vermutlich feiner, und aus einer dicken, dunklen Linie werden mehrere, die das müde Auge aber auch erstmal trennen muss. In beiden Teleskopen ein überaus interessantes Objekt.
Abschließend bleibt festzuhalten dass der 12er bei Galaxien zum Teil völlig andere Bilder zeigt als der 8er. Ob diese ästhetischer sind ist dann Geschmackssache. Außerdem benötige ich noch dringendst ein gescheites Okular um die 10-12 Millimeter Brennweite...
VG & CS
Klaus