Ein Teleskop drei Brennweiten für die Astrofotografie (DeepSky)!

Recoxx

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Hallo allerseits!

Ich habe da eine Idee entwickelt. Bei TS gibt es ja die Möglichkeit, sich seinen "Traum-Newton" zusammenzustellen. Daher bin ich auf die Idee gekommen mit drei Komakorrektoren, die Brennweiter des Newton zu verändern (KK mit 0,75, 1,0 und 1,5). Also habe einen Newton mit 1200 mm Brennweite F6 bei TS angefragt, bei dem alle KK in den Fokus kommen. Das hat TS auch bestätigt, dass das so geht! Also geht das laut TS!!!
Ich hätte jetzt ein Newton mit 1800 mm Brennweite mit F9, wenn ich den KK mit 1,5 "Verlängerung" nehme, eine Brennweite mit 1200 mm F6, wenn ich meinen KK 1,0 (den habe schon) und eine Brennweite von 900 mm F4,5, wenn ich den KK mit 0,75 "Brennweitenverkürzung" nehme.

Jetzt meine Fragen: Hat dies schon jemand gemacht für die Astrofotografie (DeepSky)?
Übersehe ich da was? Das müsste doch so gehen. So kann man doch gut fotografieren, oder?
Man tauscht "nur" den KK, achtet mit Abstandshülsen auf den richtigen Abstand zw. KK und Sensor, alles andere bleibt gleich und man fotografiert. Oder?

Kann jemand dazu etwas sagen?

Schöne Grüße
Andreas
 
Zur Entspannung ein paar Bilder von mir. ;)
 

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Hallo Andreas.

In der Praxis wirst du für jeden Korrektor einen eigenen Imagetrain (Adapter) in genau der richtigen Länge vorbereiten, mit dem Korrektor fix verschrauben, und auf dieses Setup jeweils eine Optimierung machen müssen.

Vor dem Einsatz ist dann eine "Gesamt-Justage auf den entsprechenden Korrektor notwendig.

Andernfalls wirst du jedes Mal aufs Neue kontrollieren müssen, ob sich nicht kleine Veränderungen/Verkippungen in der aktuellen Zusammenstellung eingeschlichen haben.
Und eventuell jedes Mal das Finetuning mit Testaufnahmen und den Optimierungen auf's Neue machen ......

Ich hab bei meinem Newton die entsprechenden Ümrüstungen erst nach längeren Etappen (1-2 Jahren) gemacht, und versucht mit der aktuellen Brennweite alle passenden Objekte aufzunehmen.

Nach ein/ zwei Objekten umbauen / wieder optimieren zu müssen war mir zu aufwendig.

VG Hermann
 
Hallo Hermann,

vielen Dank für deine Antwort!
Ich habe mir sowas schon fast gedacht! Daher auch meine Fragen.
Schade, dass man dann doch wieder jedes mal neu kollimieren muss, wenn man einen anderen KK nimmt! Ich denke, dass ich das nicht will!
Mir war schon klar, dass es vielleicht nicht 100% genau sein würde, aber wenn ich dich richtig verstehe, dann wird das wohl nicht akzeptabel sein. Ist dem so?
Mich würde interessieren mit welchem Newton und KK arbeitets du?

Schöne Grüße
Andreas
 
Hallo Hermann,

vielen Dank für deine Antwort!
Ich habe mir sowas schon fast gedacht! Daher auch meine Fragen.
Schade, dass man dann doch wieder jedes mal neu kollimieren muss, wenn man einen anderen KK nimmt! Ich denke, dass ich das nicht will!
Mir war schon klar, dass es vielleicht nicht 100% genau sein würde, aber wenn ich dich richtig verstehe, dann wird das wohl nicht akzeptabel sein. Ist dem so?
Mich würde interessieren mit welchem Newton und KK arbeitets du?

Schöne Grüße
Andreas
Und vergiss nicht mit dem 1,5x Extender und f9 wirst du keinen Spaß bei Aufnamen haben. Die Belichtungszeit im Vergleich zu f6 wird um den Faktor 2,25x länger.
Ich verwende auch einen speziellen 1,5x Extender von Takahashi zu meinem Epsilon 160. Da passt alles perfekt ohne Nachjustage. Das hat aber auch seinen Preis.

CS
Franz
 
Hallo.

Ich hatte das als erstes bei einem 8 Zoll f/4 VTSB Prototypen probiert, da musste ich für den Reducer Einsatz auch den HS um 40mm weiter nach vorne montieren. Da hatte ich den Televue Paracorr und den ASA 0,73 fach in der 2 Zoll Variante.
Damit hatte ich einige Jahre fotografiert.

Aktuell hab ich einen 8 Zoll ASA f/4 mit einem 0,95 Wynne Korrektor und einen 0,73 fach beide in 3 Zoll und von ASA.
Als Brennweitenverlängerung noch den 2 Zoll 1,5 fach von APM.

Der Wynne Korrektor kann Vollformat, der 0,73 fach 30mm Diagonale d.h. APSC....

Das bedeutet der Reducer bringt nur einen Vorteil bei der Belichtungszeit, beim Bildfeld
habe ich den gleichen Breich auch schon im 0,95er Wynne und Vollformat.

Das wäre alles Startklar, nur einsetzen konnte ich das Ganze noch nicht ..... gesundheitlich derzeit nicht möglich.

VG Hermann
 
@ Franz: Das mit der Belichtungszeit ist mir bewusst. Ich belichte jetzt schon oft 20 Stunden und mehr. Und schön, dass alles bei dir passt!
 
Hallo Andreas,

ich sehe das nicht so kritisch.
Wenn du in den Fokus kommst, ohne den HS zu versetzen, alles gut - go for it.

Auch mit dem Reducer bist du „nur“ bei f/4,5 was noch recht tolerant in Punkto eventueller Verkippung ist durch die größere CFZ (critical focus zone). Wir reden hier ja von keinem TAK Epsilon oder f/4 mit 0,75 Reducer.

Wie zuvor schon weiter oben geschrieben, für jede Konfiguration gleich passende Hülsen am jeweiligen Korrektor verschrauben, so dass du nur die Kamera tauschst und der Arbeitsabstand passt.

Wie auch immer das zuvor genannte f/9 Argument stimmt. Kannst ja spaßeshalber mal einen Rohstack einer deiner 20h Serien gegen eine Rohstack mit nur knapp 9h stellen. Beides immer noch viel Belichtungszeit für heimische Gefilde, aber ein Unterschied wird sich da, natürlich auch abhängig von der Objekthelligkeit, bemerkbar machen.

Und die 2,25x von @franzjs bezogen sich im Vergleich von f/9 zum f/6.

Gegen einen üblichen „Fotonewton“ mit f/4 ist f/9 dann schon das Fünffache (!) an BLZ bei flächigen Objekten. Aber klar, ich kann den Reiz sehr gut verstehen, 1.800 mm Brennweite… das Galaxien-Frühjahr ist nur einen Winter entfernt ;)

Deine Montierung kann den „langen“ f/6 gut tragen, nachführen/guiden und die 1.800 mm dann auch? Nicht das sich da dann eine neue Baustelle auftut.

Grüße,
Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Hermann und Alex,

danke für eure Antworten. Ich habe mir schon fast gedacht, dass es unterschiedliche Meinungen bzw. Erfahrungen gibt. Nun muss ich erstmal über alles nachdenken, was ich mache.

Gruß
Andreas
 
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