Einbeinstativ, welches für Fernglasbeobachtung?

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Sulaco

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Hallo Fernglasfreunde,

ist ein Einbeinstativ für ein 10x50 sinnvoll?

Wenn ja, welche sind zu empfehlen (Marke, Auszugshöhe usw.)?

Danke vorab für die Antworten!


Gruß,
S.
 
Hi,

ein Einbeinstativ ist sicherlich erwägenswert. Falls Du den Kauf eines solchen erwägst, tut es die billigste Version von Manfrotto (680B).

schau hier

http://www.preisroboter.de/ergebnis72344.html

(auf S. 6)

Das Teil ist hinreichend hoch (es sei denn, Du bist 2 m) und stabil. Ein Kugelkopf oder Kinoneiger fehlt dann noch zum Glück.

Da Du damit ja keine terrestrischen Beobachtungen machen willst, gebe ich zu bedenken, daß die Sache recht unbequem ist. Es sei denn, Du setzt Dich auf einen Stuhl und hast das Einbeinstativ quasi wie ein Schulterstativ diagonal vor Dir stehen.

Fakt ist, daß ich das ganze Geraffel besitze, aber nie nutze. Lieber lege ich mich hin oder stütze mich am Autodach etc. auf.

carpe noctem
Matthias
 
Re: Einbeinstativ, welches für Fernglasbeobachtung

Ich rate nach wie vor zu einer Schulterstütze. Ich habe eine, und Brenner handelt sie zu bezahlbaren Preisen. Wenn dann immer noch zu sehr wackelt, kann man sich irgendwo anlehnen.

Bei mir ist ein 20x80-Glas drauf.
 
Re: Einbeinstativ, welches für Fernglasbeobachtung

Hallo Uwe,

Schulterstütze ist gut, aber Einbeinstativ ist universeller und es wackelt noch weniger.

Der Zusatznutzen besteht darin, dass man einen Wanderstock hat, mit dem man sich auch streunende Hunde vom Leib halten kann. Hat man zwei davon (eins vielleicht im Rucksack) dann besitzt man sogar ein sibirisches Steppenklo, soll heißen, ein Einbeinstativ zum Draufstützen und das andere zum Verjagen der Wölfe. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />

Bei Einbeinstativen sollte man darauf achten, dass sie lang genug ausgezogen werden und auch im Stehen benutzt werden können. Die meisten sind für mich persönlich zu kurz. Es lohnt sich auch, etwas mehr für den FG-Adapter auszugeben. Der Leica-Adapter ist für alle Dachkantgläser zu benutzen, aber Vorsicht mit der Gummi-Schnalle - die reisst irgendwann und das ohne Vorwarnung. Der Dokteradapter (für alle Porros) ist handwerklich von einer Qualität, die man anderswo kaum findet und verlängert das Stativ noch einmal um 10 cm. Mit dem Docteradapter lassen sich sowohl kleine (Nikon SE 10x42) als auch große Gläser (Docter 15x60 und Beck 11/22x80) bombensicher und trotzdem flexibel fixieren.

Gruß
Walter
 
Re: Einbeinstativ, welches für Fernglasbeobachtung

Hallo Sulaco,
ich habe ein Gitzo MonoTrek.Die Auszugshöhe ist mit 1,62 Meter angegeben,ich kann bei 1,85 m Größe damit gut im Stehen beobachten.Trotzdem,wenn ich ehrlich bin,benutze auch ich das Einbein selten.
Mein Tip:
Mach dir in der Pampa einen schönen,geraden Haselnußstock in deiner Körperlänge ab.Daran kannst du das Glas "anstreichen",heißt abstützen.So`n Stock ist leicht,kostet nichts und wenn es dir wirklich was bringt,dann kannst du dir immer noch ein Stativ kaufen.
Mein Fernglasadapter besteht aus einem Stück Tischlerplatte,in deren Unterseite das passende Gewindestück (Flohmarkt)eingelassen wurde.Die Oberseite mit ca. 2 cm starkem Schaumstoff beklebt und an den Seiten 4 Stück 6mm Holzdübel eingeleimt.Daran wird das Fernglas mittels 2 (neuen !) Einmachgummis fixiert.Da reißt garantiert nichts und es funktioniert top.Ich benutze diesen meist mit einem leichten Videostativ (8,- Euro Flohmarkt) und das Resultat ist einfach überwältigend.Ein total ruhiges Bild und weiche Schwenks sind einfach klasse.Falls Interesse besteht und man hier Fotos posten kann,stelle ich mal welche davon ein.
Grüße Oliver
 
Re: Einbeinstativ, welches für Fernglasbeobachtung

Hallo Sulaco,

ich benutze für das freihändige Beobachten mit einem Fujinon 7x50 FMT-SX einen Teleskopstab aus dem Baumarkt (eigentlich zum Streichen von Decken gedacht), den ich auf die volle Länge von etwas mehr als 2 m ausziehe. Im Einsatz ist der Stab immer in Schräglage, die sich mit der Höhe des zu beobachtenden Objekts natürlich verändert.

Da das Fujinon sich gut auf die obere Stabspitze auflegen lässt, wird keine weitere Montierung benötigt. Das Ganze ist für mich vom Horizont bis zu etwa 70-80° Höhe gut nutzbar.

Da die Handhabung des Teleskopstabes sehr einfach ist und das Wackeln gegenüber der Freihandbeobachtung ohne Hilfsmittel etwa auf die Hälfte reduziert wird, beobachte ich nicht mehr ohne, insbesondere weil mir die Unbeschwertheit der Freihandbeobachtung erhalten geblieben ist.

Mit einem Schulterstativ komme ich weniger gut klar, insbesondere weil bei mir das Bild doch noch mehr wackelt als mit dem Stab.

Viele Grüße und CS
Martin
 
Mikrophonständer für Fernglasbeobachtung

Hallo,
um noch ein Kuriosum zum Besten zu geben:
Ich nehme einen Mikrophonständer, der hat ja ein 3/8-Zoll-Gewinde, welches sich leicht auf 1/4-Zoll adaptieren lässt. Zwei der ausgeklappten Beine stehen dann auf der Erde, die Stange lässt sich dann bis ca. 2m ausziehen - im Sitzen ideal. Für Zenitbeobachtungen ruhen die Beine auf meinen Oberschenkeln, die Stange ist fast ganz eingefahren - im Liegestuhl klasse. Um mehr Halt zu haben, ließ ich mir über Weihnachten noch einen ordentlichen Bauch wachsen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
So ein Ständer kostet bei Conrad, Musik Produktiv oder im Musikladen um die Ecke ab 10-15 Euro, wenn man ihn nicht nur für´s FG gebrauchen kann, isses ein Tipp.

Rock´n´Roll forever
 
Hi,

ich habe ein Manfrotto:
Manfrotto 682B
Höhe: 74 cm
Maximale Höhe: 172 cm
Eigengewicht: 1.1 kg
Belastbarkeit: 12 kg
Material: Leichtmetall

Einbeinstativ mit Finessen. Im Fuß befindet sich ein Einsatz aus drei kurzen Stützbeinen.

Ich verwende es für 10x und 16x Ferngläser und für ein 30x Spiegelteleskop (30x60) mit einem Manfrotto 484 Kugelkopf mit Wechselplatte. Es hat sich gerade mit Kugelkopf und der Auszugslänge hervorragend bewährt.

Gruß

Robert
 
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