Eine Frage des Budgets.....

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Ehemaliges Mitglied

... stellt sich bei mir eigentlich nicht, zumindest nicht für einen blutigen Anfänger.
Ich fühle mich auch technisch absolut herausgefordert mit jeglicher Technik, aber keinesfalls überfordert.
Umso schwerer fällt die Wahl zwischen Dobson und einer Stativ-Variante, weil ich gerade diese Einstellerei
so spannend finden würde.
Wie würdet ihr also etwa 1500€ einteilen, wenn ihr es zum 1. Mal könntet?
Und bitte nicht fragen, was ich denn gucken möchte. Am besten auch Vögel, würde ich jetzt antworten :-)
 
Moin,

wenn auch Vögeln gekuckt werden sollen Stativ. Dobson bei so niedriger Rohrerhöhung ist schwierig, es sei denn Du stehtst unter dem Baum mit dem Flatterzeug... Aber dann brauchst Du eine feine Gaze über der Öffnung w.g. der Abfallprodukte...

CS
Jörg
 
Hallo,

das Universalgerät für 1500 Eur gibts halt nicht. Wenn Du also geholfen werden willst, musst Du Dir ein paar Gedanken machen und die auch äußern.

CS.Oli
 
700.- Teleskop, 600.- Montierung, 100.- Euro Okular zusätzlich zum beiliegenden, so hatte ich mir das
vorgestellt, oder eben eine Meinung, wieso das an irgendwelchen Punkten scheitert. Kleinkram kommt ja
auch noch dazu.
 
Hallo,

anderer Gedanke.

Geld erstmal sparen und eines der Frühjahrs-Teleskoptreffen besuchen, die ja in Kürze zahlreich stattfinden.

Dann hast Du vermutlich eine bessere Vorstellung von dem was Du suchst.

CS
Volker
 
Hallo,

vielleicht schaust du einmal nach einer AZ-GTI-Montierung samt Stativ (ca. 450.-€), die ist voll computerisiert mit Handysteuerung und recht preiswert. Die kann azimutal wie ein Dobson und mit Zusatzkopf auch equatorial als "echte" Montierung arbeiten. Mit 5kg Zuladung gehen auch einige kleinere Teleskop darauf, z.B. für das gesparte Geld einen kleinen 80 mm APO oder einen kleinen Newton 130/650PDS, dazu noch 2-3 brauchbare Okulare. Dann klappt es auch mit den Piepmätzen.

CS
Erik
 
...und für Okulare eher 1/3 des Budgets einplanen. Mit "nur" 100 Euro für die Okularbestückung wäre bei einem 1300€ Teleskop am falschen Ende gespart...
 
@Horst66
das käme doch darauf an, ob man das beiliegende Okular nehmen kann oder ist das generell Schrott?
 
Hallo Frank,

willkommen im Forum.

Grundsätzlich fehlen mir schon ein paar Angaben ;).

Ich würde das meiste in die Montierung stecken, so was wie EQ-5, HEQ-5 Klasse oder ähnliche. iOptron bietet da auch einiges.
Denn nichts ist öder als ein instabiler Unterbau. Wirkt sich besonders bei Refraktoren, egal ob Apo, ED oder FH, aus.
Bedingt durch die Baulänge.
Wenn Dich die "Eintellerei" interessiert, dann wohl eher ohne GoTo, wirkt sich dann auch auf den Preis aus.

Teleskop, nun ja, ich habe gut zwei Jahre gebraucht, um das zu finden, was mir zu sagt.
Über Newton parallaktisch, Dobson, Maksutow-Cassegrain, Refraktoren FH zum Schmidt-Cassegrain C8.
Hauptsächlich genutzt werden Refraktor FH 120/1000 und C8 auf Alt/AZ GoTo Montierung, 50:50.
Jedes Teleskop hat sein Stärken und Schwächen. Verschiedene Einsatzgebiete. Deshalb wäre es schon gut zu erfahren was Du als Ziel zur Beobachtung hast.

Okulare ist sehr individuell.
Was für die Übersicht, 32mm .
Für mittlere Vergrößerung, 15 bis 20mm und was für die Hochvergrößerung, 5 bis 10mm.
Mir persönlich gefallen die Hyperion's, die ich auch selbst nutze.
Zu denen gibt es aber auch andere Aussagen, eben sehr individuell.
 
Hallo Frank,
solltest du ein Dobson dann besitzen hat er schon Recht mit dem Okular. Sollte es für ein 14-16 Zoll Dobsen reichen, würde ich nicht mit einem 100 Euro Okular anfangen. Es sollte schon 2Zoll haben und gute Qualität sein, so wirst du deine Freude dran haben, aber das kostet wohl eher 200-250 Euro als einstieg .

Ich denke auch du solltest mal ein Treffen besuchen um das alles auszuprobieren und Preise kann man dir dann auch noch sagen .
6.WHAT , hier bei sowas gibs genug Anregung

Zum Stativ : ob Newton oder ED APO , da könnte man Romane schreiben......wenn die Frage kommt gibs so viele verschiedene Ansichten der Leute hier.........



Die wirst mit der Stativvariante warscheinlich nicht glücklich werden . Montierung zu schwach , Teleskop nicht genug Öffnung . Visuell zählt wohl eher viel Licht zusammeln (gr. Öffnung) und Brennweiten über 1000mm .
 
Hallo Frank,

hier im Biete Forum findest du ein Komplettlösung, die ... so denke ich.. sehr gut für dich passen würde. Es ist ein Vixen ED samt GP Unterbau und Viel Zubehör. Vom Budget her, solltet ihr zusammen kommen...

Guck dir das mal an... wäre meine Empfehlung....

Gruss Holger
 
Hallo Frank,

der Refraktor FH 120/1000 wird für Weitfeld genutzt.
Bringt ein kontrastreiches Bild und es gehen auch ausgedehntere Deep Sky Objekte.
An Planeten fällt der Farbfehler auf Grund der Brennweite moderater aus, als an meinem 120/600 Refraktor, der nur für Weitfeld geht.
Durch die Brennweite von 1000mm braucht das Teleskop allerdings eine stabile Montierung, da er einen ordentlichen Hebel mit sich bringt. Dennoch ist der Tubus nicht all zu schwer und gut zu transportieren.
Auskühlzeit ist sehr kurz. Nach 15 Minuten ist das Teil einsatzbereit.

Das Schmidt-Cassegrain C8 ist gut an Planeten und Mond und bringt bei Deep Sky mehr Details.
Großflächige Deep Sky Objekte gehen nicht wirklich. M45 (Plejaden) passen bei 32mm 82° so gerade eben in das Gesichtsfeld. Da hab ich bei den Refraktoren halt mehr drum herum, die Wirkung ist anders.
Der C8 ist sehr kompakt, vom Gewicht bei 5,6 Kg und somit gut transportabel. Von der Montierung her ist nicht ganz so anspruchsvoll wie der Refraktor. Ist auch nicht Okularkritisch. Was m.E. zwingend notwendig ist, ist eine Taukappe, da die Schmidt-Platte schnell beschlägt. In der Auskühlzeit ist er sehr anspruchsvoll, so um die 1,5 bis 2 Stunden. Also in die Beobachtungszeit einplanen.
Der C8 passt allerdings nicht in Deine angedachten 1500,-€. Der Tubus allein liegt so um die 1.200,-€.

Im Zusammenspiel mit meiner iOptron AZ Pro GoTo sind beide Teleskope für mich optimal.
Eine Alt/AZ deshalb weil ich hauptsächlich vom Balkon aus beobachte.
Beide Teleskope haben den Einblick hinten. Parallaktisch montiert würden die beiden auch auf dem Balkon gehen. Was auf dem Balkon nicht wirklich spannend ist, ist ein Newton parallaktisch montiert. Der Einblick liegt außerhalb des Balkons.
Auch bringt die iOptron einige Features mit, die ich nicht mehr missen möchte.
Liegt aber auch nicht mehr im Rahmen Deiner 1.500,-€.
 
Hallo zusammen
ich werde bald stolze Besitzer einer Avalon M- Uno die kostet eine Mäge, spare schon seit letztes Jahr 2019. es kommt auf den Einsatz an. für die einen reichen ein Dobson für andere muss oder sollte sie Stationär aufgebaut sein ( ev. mit Eigenbau / Komplette Schlüsselfertige Sternwarte oder ähnlichem ) , für noch andere bereiche von Beobachtern reicht ein Feldstecher ( Bino einsatz ) .

die Wichtigsten Kriterien für mich sind: Mobilität und Stabilität.

Fahre kein Auto bin auf die ÖV angewiesen.
das andere muss immer Ab und Aufbauen. da kommen mir Montierungen über 30 kg nicht in frage da ich im Wohnzimmer kein Platz für ein ca. 2 M Stativ habe ( von einem zum anderen Bein gemessen )

das WICHTIGSTE an unserem ist der Spass und andere Leute den Nacht Himmel zu zeigen. egal mit welchen Optisches Gerät.

grüsst
*entfernt*
 
Hallo!

Wie würdet ihr also etwa 1500€ einteilen, wenn ihr es zum 1. Mal könntet?

Für 100 Euro ein gutes gebrauchtes Fernglas kaufen und für 1400 Euro guten (nicht gebrauchten) Whisky :p

Viele Grüße
Maximilian

PS: Und die echte Antwort: Ein (gebrauchtes!) Celestron C8 auf einer soliden Montierung. So habe ich es damals mit ähnlichem Budget gemacht und genauso würde ich es wieder tun.
 
Meine Antwort wäre nicht so weit weg von Maximilians Spaßantwort:

Grossfernglas mit abgewinkeltem Einblick (z.B. Vixen BT-81A oder APM 82mm), Stativ mit Kurbelsäule (gibt ein Thema hier im Forum) und ein paar Okulare für ca. 30x - 35x Vergrößerung. Dann einen Whisky um die Ausgaben zu verdauen und schauen, schauen, schauen. Vögel, Landschaft, Flugzeuge oder Schiffe, Sterne.

Die „echte“ Antwort: Das wichtigste ist: Beobachten, egal womit. Nach einem Jahr Erfahrung weißt Du dann, was Du wirklich willst...

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Frank,

willkommen im Forum.

Ich würde, wenn es kein Dobson werden soll, das Haupt-Augenmerk auf den Unterbau (Montierung und Stativ) legen. Das gilt aber auch für Dobsons, hier gibt es große Unterschiede bei den Stabilitäten der Rockerbox.

Es ist auch visuell immer besser, eine kleinere Optik auf einem grundsoliden Unterbau zu montieren, als eine zu schwache Montierung/Stativ mit einer zu großen oder zu langen (Hebel!) Optik zu überlasten: Bei der kleinsten Erschütterung und beim Scharfstellen wackelt das Bild dann mitunter so stark, dass es schwer wird, den Fokus zu finden. So geht Bildschärfe verloren, und ein Achtzöller arbeitet z.B., auf die Auflösung bezogen, auf dem Niveau eines 6er oder 4er, weil die maximale Bildschärfe wegen der zu schwachen Montierung nicht erreicht wird. Kurzum: Eine zu schwache Montierung macht keinen Spaß und verschenkt optische Leistung!

...Was auf dem Balkon nicht wirklich spannend ist, ist ein Newton parallaktisch montiert. Der Einblick liegt außerhalb des Balkons...

Also, auf meinem Balkon funktioniert mein 150/750 Newton auf einer EQ-5 sehr gut.

Das wäre auch eine interessante Kombination für deinen Einstieg. Die Stabilität ist hervorragend, es ist beim Transport noch überschaubar und das Teleskop ist ein sehr guter Allrounder (allerdings okularkritischer als lichtschwächere Varianten): Es kann das gesamte Spektrum von sinnvollen Vergrößerungen abgedeckt werden, und es werden viel größere Gesichtsfelder erreicht als mit dem Klassiker, dem 8'' f/6 Dobson. (Bei Deep Sky denke ich mehr in Gesichtsfeldern als in Grenzgröße, aber das ist letztlich Geschmackssache.)

Wenn es dann später doch mal ein größeres Teleskop wird, hast du einen sehr guten und leistungsfähigen Richfielder als Zweitgerät.

VG Christian
 
Vielen lieben Dank für die vielen Antworten.
Da muss ich erstmal sortieren.
 
Hallo Christian,

kommt halt auf den Balkon an.

Bei meinem mit 1,60m Tiefe geht's grad noch so. Auch beim visuellen Beobachten muß ich ja zumindest grob einnorden und dafür brauch ich zumindest etwas Sicht auf Polaris.
Da muss ich mit dem Stativ schon sehr nah an die Brüstung um das zu erreichen. Somit schwebt mein OAZ knapp über der Brüstung oder halt außerhalb.
Ist nicht wirklich spannend.
Da ist ein Dobson einfacher. Kein einnorden und ich muss nicht so nah an die Brüstung. Nur er muss auf einen Unterbau, damit ich über die Brüstung komme, um auch mal was flacher zu beobachten.

Sonst ist so ein Newton mit 150/750 ein schöner Einstieg, zumal mit einer EQ-5. Das Teil steht stabil.
Hat mir Anfangs auch schöne Wow-Effekte beschert :), wenn auch "nur" auf einer EQ3-2.
 
Schönen Guten Abend zusammen
ich bin es nochmals.

ich Stimme den unteren Beiträge zu. Lieber eine Solide Montierung kaufen und später aufrüsten. ich spreche aus Erfahrung!
meine Celestron Nexstar Evolution hab ich mir als ein Cooles Teleskop vorgestellt = gekauft.

1) es war eines der Neusten im Jahr 2017 als ich es gesehen habe. da im Jahr 2018 die Mondfinsternis mit Mars war.
(Ich durfte die Nicht Verpassen!! Die könnten schon länger auf dem Markt sein / Bitte Korrigiert mich wenn ich damit Falsch liege Danke)

2) Mobilität oben erwähnt.
3) die Grösse Stimmt auch 8 Zoll Spiegel.

4) punkt naja die Fotos im Internet, die Entscheidung und die Beratung darüber waren nicht besten für mich
wollte noch Fotografisch arbeiten.... das klappt nur bedingt. für meine Ausrüstung unter dem Tweed zu sehen. Hätte ich damals schon von den Italiener gehört müsste ich nicht nochmals Geld zur Seite Sparen_jungeschlagen::mad:!! das sagte nicht nur zu mir sondern das behauptet auch meine Freundin:mad:! Schatz....! hättest du nur länger gespart müsstet du nicht nochmal so was teures Anschaffen!!
(Wo die Frau / Frauen in der Familie recht haben stimmt es ab und zu)

unter dem Tweed sind meine Angaben zur Ausrüstung: weg zulassen sind die Objektive von Sigma und Nikon, die Kamera damals waren 2 Kameras der Marke Nikon D5300 und die D7200. um Fotografisch zu arbeiten. die Sigma und Nikon Objektive sind für das Normale Fotografieren gedacht ausser ich möchte was am Nachthimmel Testen.

5) Nikon Z6 heute und die neue M- Uno plus 8"EHD Tubus machen das was ich machen will komplett! nur der Preis der M-Uno ohne Stativ das kommt noch hinzu wer es benötigt. siehe im Internet nach Primalucelap oder Avalon, das erschlägt einen. ok ok es gibt noch andere Montierungen die noch teurer sind als die Avalon's!!

das argument könnte länger dauern welche Montierung besser ist. deshalb kürz ich hier ab! entscheide selber . wie du das Geld einteilst.
WICHTIG: die Montierung sollte solide gebaut sein um auch späteres Zubehör zu tragen ohne gleich die Ganze Montierung neu kaufen zu müssen; weil der Tubus (Linsen, Spiegel) und anderes Zubehör zu schwer wurde!!

Grüsst
*entfernt*
 
Hallo Matthias,

sicher, jeder Balkon ist anders. Meiner ist zwar sechs Meter lang :cool:, aber nur knapp einen Meter tief, trotzdem gehts mit dem beschriebenen Equipment. Ich habe die gesamte westliche Hemisphäre inklusive Polaris im Blick.

Wenn der Polarstern nicht zu sehe ist, kann man zumindest für visuelle Zwecke auch mit einem Kompass hinreichend genau einnorden. Gute Kompasse gibt es ab ca. zehn Euro.

VG Christian
 
Es ist schon sehr erstaunlich, was ihr so auf euch nehmt, um eurem Hobby nachzugehen, trotz Balkon, Halbem Himmel
usw.
Da darf ich mal nicht meckern: eigener Garten, Hügellandschaft, dafür aber immer Wind :-(, der nächste Hügel mit Rundumsicht wäre 300 m weg. Mit dem Auto dann fast schon poblig.
 
Hallo Frank,

ich denke mit Deinem Budget solltest Du mehr als auskommen. Ich selbst bin 2016 nach jahrzehntelanger Pause wieder in die Astrofotografie eingestiegen und habe mit damals ein gebrauchtes C5 auf einer Gabelmontierung für wenige hundert Euro gekauft. Dieses Gerät benutze ich heute noch, weil es klein und schnell aufgebaut ist.

Du kannst sehr viel Geld sparen, wenn Du Dich mal auf dem Gebrauchtmarkt umschaust. Häufig werden komplette Teleskope verkauft, weil die Verkäufer das Hobby auf Zeitmangel aufgegeben haben oder auf anderes Equipment umgestiegen sind. Notfalls kannst Du Dir ja jemand Erfahrenes zu Hilfe holen, damit Du keinen Schrott untergejubelt bekommst.

Das gesparte Geld würde ich dann lieber in das Zubehör investieren. Ein paar gute Okulare, Zenitspiegel, gute Taschenlampe, Sternkarten, etc. Man braucht so einiges an Kleinkram.

CS
Sven
 
Hallo Frank,
„Eine Frage des Budgets stellt sich bei mir eigentlich nicht.......“

Dieser Satz lässt natürlich hier im Forum aufhorchen, und suggeriert,
dass da Einer aus dem Vollen schöpfen kann, und will.

Kurz darauf kommt dann doch ein Budget. Und zwar ein recht schwieriges. Es liegt nämlich schon deutlich über dem hier oft diskutieren „Einsteigerbudget“, aber noch relativ weit weg von einem Budget, das ein rundherum solides Gesamtpaket erlaubt. Meine Meinung.
Du befindest Dich damit in einem (sehr breiten) Kompromissbereich.

Die Frage „Was möchtest Du denn beobachten“ zu überspringen, halte ich für einen großen Fehler. Je mehr Du Dich mit dem „primären Ziel“ beschäftigst, und in der Runde mitteilst, desto passender sind die folgenden Empfehlungen für Deine künftigen Beobachtungserlebnisse.
Ansonsten bekommst Du Ratschläge für alles Mögliche. Das hilft nur sehr begrenzt weiter.
Gibt es denn Schwerpunkte, die Du jetzt schon nennen könntest?
Mond? Planeten? Galaxien? Nebel? Große Konstellationen?
Was hat Dich denn bisher am meisten gefesselt?

Was meinst Du mit „Ich fühle mich technisch herausgefordert“ ?
Fühlst Du Dich grundsätzlich zur Technik hingezogen, hast Spaß daran, Dich damit zu beschäftigen, suchst auch neue Horizonte, oder kokettierst Du ein Wenig mit technischem Unvermögen?
Beides könnte man aus Deiner Äußerung herauslesen. Klär mal auf.

Eines vorweg: Unterschätze das Thema „Okulare“ nicht. Die beigelegten Okulare sind in der Regel nur dafür da, dass Du in der ersten Nacht nicht ganz „Ohne“ dastehst. Die letzte Station des Lichtes vor dem Auge ist äußerst wichtig, kann über Alles oder Nichts entscheiden, und gibt stets Gelegenheit, eine Menge Geld auszugeben.........

Auf der Suche nach „Deinem“ Paket gibt es eine Menge Scheidewege.
Es geht schon mit der Frage los: Manuell oder „Robotisch“.
Der Eine bekommt feuchte Augen, wenn sich das Teleskop auf Knopfdruck motorisch ausrichtet, der Andere will den Himmel nur mit Händen und Wissen erobern, und spricht abfällig über GoTo.

Es geht weiter mit: Spiegel oder Linse? Brennweite für Vergrößerung oder lieber großes Feld? Mehr Geld in Öffnung investieren oder eher auf Gewicht achten. Die Liste der Scheidewege ist beliebig erweiterbar.

Wenn Du Dir die entscheidenden Fragen im Vorfeld nicht selbst beantworten kannst, dann ist der Tip von André genau richtig: Zu einem Teleskoptreffen gehen, Anschauen, Anfassen, Erzählen, Zuhören.

Das geht natürlich auch bei Vereinen und Sternwarten, dort aber natürlich nicht in dem Umfang, den große Teleskoptreffen bieten.

Dann stehst Du vielleicht vor einem Gerät, das Dich nicht mehr loslässt.
Dann hast Du es gefunden. Oder es Dich........

CS

Dietmar
 
Hallo,

Mein Ansatz mit den 1500: Ich würde konsequent gebraucht kaufen - damit fällt der Whisky schon mal raus ;-) Somit bleibt Spielraum für mehrere Geräte und Montis. Und wenn kein stationärer Aufbau geplant ist, sondern ein möglichst dunkler Himmel Mobilität erfordert, würde ich mich bei der Auswahl von der Vorstellung leiten lassen, zugunsten eines besseren Handlings und größeren Beobachtungskomforts auf etwas Öffnung zu verzichten, mit dem Ziel dadurch mehr, im Sinne von öfter, zu beobachten. Wieviel Verzicht ist natürlich die Frage, wobei das jeder selbst vergleichend prüfen und gewichten muss. (Wofür Teleskoptreffen sicher nicht die schlechteste Gelegenheit sind).

Maximale Öffnung bedeutet ansonsten immer eine relativ sperrige und massivere Ausrüstung mit wenig Beobachtungkomfort, ohne Nachführung oder gar GoTo sowie Beschränkung auf nur ein Gerät. Und damit bleiben viele kurzfristige Gelegenheiten halt öfter ungenutzt, wenn einem das nötige Gerödel den Aufwand nicht wert scheint, das große Geschoss an den Start zu bringen. Darüberhinaus wäre ein großer Dobson, auf den es bei Öffnungsmaxime zwangsläufig hinausläuft, so ziemlich das ungeeigneteste Gerät um am Tag Vögel oder was auch sonst zu beobachten. Abgesehen davon muss man hier sinnvollerweise auch in weitwinkligere und höher randkorrigierte, d. h. wesentlich teurere Okulare investieren, was den Spielraum für ein Zweitgerät unnötig verengt oder es sogar obsolet macht.

Stattdessen würde ich von Anfang an mehrgleisig fahren: ein gebrauchtes C8, möglichst nicht älter als 10-15 Jahre, auf stabiler motorisierter parallaktischer Monti ist komfortabel zu nutzen und kommt auch mit günstigen Okularen hervorragend klar, ein Zoom plus Übersichtsokular für ca. 200 sollten reichen. Dazu als Ergänzung ein azimutal manuell montiertes schnell einsetzbares leichtes Weitfeldgerät mit einer Brennweite unter 700mm, am besten als Refraktor (wenn das Geld reicht idealerweise als ED-Apo) oder als Spektiv bzw. grosses Fernglas mit 70-80mm Öffnung, auch für Tageinsatz und Reise.

Bei der Motor-Monti möglichst keine kompromissbehaftete klonierte EQ5, sondern eine Nummer grösser und solider. HEQ5 sind selten zu haben und wenn meist überteuert, besser eine AVX, die kann man unter 600 ergattern, zusammen mit einem C8 sollte beides für einen Tausender machbar sein. Das Goto macht Spass, und das Setup ist noch sehr transportabel. Als manueller azimutaler Kopf auf ein meist schon vorhandenes Stativ bis 4 kg geht z. B. die günstige TS AZT6 für ca 100.

Mit so einer Tele- plus Weitwinkel-Kombi ist man viel flexibler als mit einem einzigen Großkaliber, was auch in Zeiten zunehmend unbeständiger Witterung ein ganz entscheidender Vorteil sein kann. Von späteren fotografischen Möglichkeiten oder Ausbau zu Videoastronomie /EAA ganz zu schweigen...

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mathias,

ich sehe es auch so, dass ein C8, trotz nicht wegzudiskutierender Nachteile bei der Thermik, großen AP's und Feldschärfe, ein sehr gutes Gerät ist: Man ist mit großer Öffnung noch hochmobil.

Warum sollte es nicht älter als 10-15 Jahre sein? Gerade die alten orangen Tuben der 70er haben gut gepflegt einen exzellenten Ruf, wenn man eins ergattern kann.

Edit: Ein C8 ist auch okularunkritisch, so dass man bei überschaubaren Kosten eine erstklassige Bildqualität bekommt.

VG Christian
 
Dieser Satz lässt natürlich hier im Forum aufhorchen, und suggeriert,
dass da Einer aus dem Vollen schöpfen kann, und will.

Kurz darauf kommt dann doch ein Budget. Und zwar ein recht schwieriges. Es liegt nämlich schon deutlich über dem hier oft diskutieren „Einsteigerbudget“, aber noch relativ weit weg von einem Budget, das ein rundherum solides Gesamtpaket erlaubt. Meine Meinung.
Du befindest Dich damit in einem (sehr breiten) Kompromissbereich.

Die Frage „Was möchtest Du denn beobachten“ zu überspringen, halte ich für einen großen Fehler.

Was meinst Du mit „Ich fühle mich technisch herausgefordert“ ?

Die Aussage mit dem Budget war auf User gemünzt, welche aus 200.- das Beste herausholen wollen.
Andererseits wollte ich auch nicht überheblich klingen und habe das Budget begrenzt. Es ist aber genauso, wie
du sagst: das Budget ist für einen Anfänger in Ordnung, findet nach oben aber keine Grenze.

Ich will mit der Erstausrüstung aber auch nicht überfordert werden oder hinterher enttäuscht sein, das falsche
Equipment gekauft zu haben. Ich kann mir aber auch keine 10 Jahre lang die Ausrüstung entwickeln, denn
ich bin ja schon etwas älter :)

Was die Technik betrifft: ich bin als Polizeibeamter seit 20 Jahren in technischen "Sondergebieten" unterwegs
und ausgebildet in Elektrotechnik, Alarmanlagen, Peiltechnik, Funktechnik usw.
Neue Technik weckt bei mir sofort Interesse, andererseits fasziniert mich GoTo gleichermaßen wie alles
händisch einstellen zu müssen.
 
Ja, Frank, dann kann man Dich getrost zu den technisch Affinen zählen.
Trotzdem bleiben eben noch einige wichtige Fragen offen, deren Beantwortung eine Empfehlung vereinfachen würde. Unter Anderem auch, was Du bisher aus astronomischer Sicht gemacht hast. Schaust Du schon immer zu den Sternen hoch, kennst die meisten Sterne, Sternbilder und kannst Dich gut am Himmel orientieren?
Dann würdest du mit einem Dobson gut zurecht kommen, und hättest die Möglichkeit, mit Deinem Budget einen Schwerpunkt auf die Optik (Qualität), die Öffnung (Auflösungsrelevant) usw. zu legen.

Sind Deine Orientierungsfähigkeiten am Himmel noch eher zurückhaltend ausgeprägt kannst du Dir das natürlich mit der Zeit aneignen. Das ist der klassische, aber auch etwas beschwerlichere Weg.

Du kannst aber auch sagen: Nö, ich will ohne große Kenntnisse sofort Spaß haben. Aufstellen, Einrichten und den Himmel zeigen lassen. Dann bist Du der Richtige für eine schöne GoTo-Montierung. Die stellst Du auf, machst ein paar orts- und zeitbezogene Angaben, führst das sogenannte Allignment durch, ein Prozess, bei dem 2-3 helle Sterne angefahren und bestätigt werden - und schon kannst Du loslegen, und Dir den Rest der Nacht ein Objekt nach dem Anderen ansehen. Das Teleskop bleibt dann auch immer so lange auf dem jeweiligen Objekt stehen, bis Du ein anderes auswählst. Für Beobachten mit mehreren Leuten wirklich eine tolle Sache.
Den Himmel lernst Du mit der Zeit auch so kennen. Aber nur, weil Du es willst, und nicht musst.
Beim Dobson musst Du eigentlich permanent korrigieren, weil das Objekt eben aus dem Blickfeld wandert.
Mal mehr, mal weniger schnell.

Jetzt bist Du dran. Erzähl doch mal.....

CS

Dietmar
 
Hallo Frank,

es kam, wie es kommen mußte. Es wurde Dir quer Beet alles empfohlen.
" Da steh ich nun ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor. " ( Goethe, Faust )

Es gibt leider nun mal die Dreieinigkeit Teleskop , Montierung / Stativ und Okulare. Wenn eins davon schlecht ist, nützt es nichts wenn der Rest gut ist. Die Sache ist hoch emotional, was dem einen sin Uhl ist dem andern sin Nachtigall.

Mach zwei Dinge, wenn möglich:

1) geh in einen Teleskopladen und schau Dir alles an und faß alles an.
2) geh mit einem Sternfreund mal nachts raus. Nachts sind nicht nur alle Katzen grau sondern auch die Handhabung ist erschwert und wenn's dann noch kalt ist....

Es geht darum heraus zu finden, was möglich ist und mit was man zufrieden ist.

Gruß Uwe
 
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