Benny
Aktives Mitglied
Hallo,
Datum
26.Juni 2008
Zeit
23:30 bis 2:15 Uhr
Ort
Feld im Vordertaunus
Wetter
klar, Horizontdunst in wechselnder Höhe
Seeing
gut
Grenzgröße
nicht bestimmt ~ 5,6<fst<6
Geräte
4,5" f/8 und 8" f/5
Link zur Grafik: http://www.taunus-astronomie.de/bb/2008/260608.jpg
Die letzte Neumondphase war völlig unbrauchbar und so wurde es trotz der kaum vorhandenen Dunkelheit ziwschen Dämmerungsende und Mondaufgang Zeit das gute Wetter zu nutzen. Gegen halb zwölf traf ich mich mit Andreas an unserem Beobachtungsplatz. Dadurch dass ich den halben Tag mit der Wiederaufarbeitung der TAL Montierung zugebracht habe lag diese nebst 4,5"er ohnehin noch im Auto und ich verzichtete heute auf den Dobson. Während des (langwierigen) Aufbaus wurde es doch noch merklich dunkler und die Sommermilchstrasse zeigte sich grandios vom Schwan bis zum Horizont im Schützen reich strukturiert, damit hatten wir wegen der Schleierbewölkung zumindest nach Westen gar nicht gerechnet. Es war zeitgleich der erste Einsatz der Montierung als auch die erste richtige Nacht mit dem 4,5"er. Im Laufe des Abends überraschte er mich einige Male, insbesondere an den Kugelsternhaufen, ab und zu kam aber der Öffnungshunger doch wieder durch und ich beobachtete einige Objekte durch Andreas Achter. Der Aufbau der klobigen Montierung, gerade wegen der Säule, dauerte recht lange und da ich eher selten meine parallaktischen Montierungen nutze wünschte ich mir in machen Momenten beim Aufsuchen doch meinen Dobson, aber im Grossen und Ganzen war die Montierung sehr gut zu bedienen, es ist auf jedenfall verdammt stabil, ich hatte noch keine Montierung bei der ich beim Beobachten meine Füsse auf das Stativ stellen kann und mich bequem auf sie abstützen kann ohne dass das auch nur mit dem kleinsten Zittern quittiert würde. So ging es dann an einige Standardobjekte:
AND
M31/32/110: Kein Augenöffner ob des Dunstes in diese Richtung aber der Kernbereich und die Begleitgalaxien waren problemlos zu beobachten.
PER
h+x: Wunderbar, der Doppelsternhaufen zeigt sich als grandios funkelnder Sternhaufen mit vielen schwachen Sternketten die ich der kleinen Öffnung gar nicht mehr zugetraut habe.
HER
M13: Ebenfalls grandios, ab 90x zeigt sich M13 bereits sehr stark aufgelöst, die Randbereiche sind praktisch komplett aufgelöst, im Inneren bleibt Nebel aber auch Einzelsterne.
M92: Der kleinere Kugelsternhaufen zeigt weniger Einzelsterne ist aber ebenfalls eine AUgenweide
LYR
M57: Der Ringnebel zeigt leicht sein schwächeres Zentrum und auch die ovale Form ist erkennbar, grundsätzlich ein sehr dankbares Objekt für diese Öffnung, in Andreas 8"er natürlich eine ganz andere Welt, bei 200x ist die Form wunderbar zu erfassen und sogar Helligkeitsabstufungen.
M56: Nebelklecks, keine Einzelsterne konnten aufgelöst werden.
SGR
M22: Sehr schöner Kugelsternhaufen, hell und bereits reichlich aufgelöst bei höherer Vergrösserung
M28: Das Kontrastprogramm zu M22, sehr klein und nur ein Nebelkleckschens
M21/M20: Beide sichtbar aber durch den aufgezogenen Dunst zur Beobachtungszeit nur relativ schwach und bar jeglicher Details, jedoch sehr schön durch das reiche Sternfeld
M8: Hier war schon eher die Form erfassbar (etwas früher beobachtet) und sehr schön mit dem Sternhaufen anzusehen.
M17: Sichtbar aber litt ebenfalls unter dem aufziehenden Dunst.
Jupiter: In Momenten besonders ruhiger Luft zeigte der 4,5"er wunderbare Details auf dem Planten, dunkle Bänder, weisse Bänder und auch Unregelmässigkeiten an den Rändern.
SGE
M71: Nebelfleck ohne Chance auf Einzelsterne
VUL
M27: Der Hantelnebel zeigte problemlos seine charakteristische Form sowie Helligkeitsabstufung zu den Rändern hin.
Zum Schluss beobachten wir noch etwas den aufgehenden Mond, auch mal wieder schön zu sehen.
Der 114/900 hat sich wacker geschlagen und an einigen Objekten überraschend viel gezeigt (M13,M22,M27 usw.) bei schwächeren verlangt es eben gnadenlos nach mehr Öffnung doch sichtbar ist sehr viel. Die Montierung: Grobschlächtig, stabil und unverwüstlich, lediglich die Tatsache dass ich ein wenig aus der parallaktischen Übung bin machte es manchmal etwas hakelig
Nun noch einige Schnappschüsse die nebenher gemacht wurden.
Link zur Grafik: http://www.taunus-astronomie.de/bb/2008/sgr_sco.jpg
Scorpion und Schütze (ISO 1600, 30s, 18mm)
Link zur Grafik: http://www.taunus-astronomie.de/bb/2008/sgr_260608.jpg
Schütze mit Jupiter (ISO 1600, 30s, 18mm)
Link zur Grafik: http://www.taunus-astronomie.de/bb/2008/cas_per_and_260608.jpg
Cassiopeia mit h+x Persei und M31 (ISO 1600, 30s, 18mm)
Viele Grüße Benny
Datum
26.Juni 2008
Zeit
23:30 bis 2:15 Uhr
Ort
Feld im Vordertaunus
Wetter
klar, Horizontdunst in wechselnder Höhe
Seeing
gut
Grenzgröße
nicht bestimmt ~ 5,6<fst<6
Geräte
4,5" f/8 und 8" f/5
Link zur Grafik: http://www.taunus-astronomie.de/bb/2008/260608.jpg
Die letzte Neumondphase war völlig unbrauchbar und so wurde es trotz der kaum vorhandenen Dunkelheit ziwschen Dämmerungsende und Mondaufgang Zeit das gute Wetter zu nutzen. Gegen halb zwölf traf ich mich mit Andreas an unserem Beobachtungsplatz. Dadurch dass ich den halben Tag mit der Wiederaufarbeitung der TAL Montierung zugebracht habe lag diese nebst 4,5"er ohnehin noch im Auto und ich verzichtete heute auf den Dobson. Während des (langwierigen) Aufbaus wurde es doch noch merklich dunkler und die Sommermilchstrasse zeigte sich grandios vom Schwan bis zum Horizont im Schützen reich strukturiert, damit hatten wir wegen der Schleierbewölkung zumindest nach Westen gar nicht gerechnet. Es war zeitgleich der erste Einsatz der Montierung als auch die erste richtige Nacht mit dem 4,5"er. Im Laufe des Abends überraschte er mich einige Male, insbesondere an den Kugelsternhaufen, ab und zu kam aber der Öffnungshunger doch wieder durch und ich beobachtete einige Objekte durch Andreas Achter. Der Aufbau der klobigen Montierung, gerade wegen der Säule, dauerte recht lange und da ich eher selten meine parallaktischen Montierungen nutze wünschte ich mir in machen Momenten beim Aufsuchen doch meinen Dobson, aber im Grossen und Ganzen war die Montierung sehr gut zu bedienen, es ist auf jedenfall verdammt stabil, ich hatte noch keine Montierung bei der ich beim Beobachten meine Füsse auf das Stativ stellen kann und mich bequem auf sie abstützen kann ohne dass das auch nur mit dem kleinsten Zittern quittiert würde. So ging es dann an einige Standardobjekte:
AND
M31/32/110: Kein Augenöffner ob des Dunstes in diese Richtung aber der Kernbereich und die Begleitgalaxien waren problemlos zu beobachten.
PER
h+x: Wunderbar, der Doppelsternhaufen zeigt sich als grandios funkelnder Sternhaufen mit vielen schwachen Sternketten die ich der kleinen Öffnung gar nicht mehr zugetraut habe.
HER
M13: Ebenfalls grandios, ab 90x zeigt sich M13 bereits sehr stark aufgelöst, die Randbereiche sind praktisch komplett aufgelöst, im Inneren bleibt Nebel aber auch Einzelsterne.
M92: Der kleinere Kugelsternhaufen zeigt weniger Einzelsterne ist aber ebenfalls eine AUgenweide
LYR
M57: Der Ringnebel zeigt leicht sein schwächeres Zentrum und auch die ovale Form ist erkennbar, grundsätzlich ein sehr dankbares Objekt für diese Öffnung, in Andreas 8"er natürlich eine ganz andere Welt, bei 200x ist die Form wunderbar zu erfassen und sogar Helligkeitsabstufungen.
M56: Nebelklecks, keine Einzelsterne konnten aufgelöst werden.
SGR
M22: Sehr schöner Kugelsternhaufen, hell und bereits reichlich aufgelöst bei höherer Vergrösserung
M28: Das Kontrastprogramm zu M22, sehr klein und nur ein Nebelkleckschens
M21/M20: Beide sichtbar aber durch den aufgezogenen Dunst zur Beobachtungszeit nur relativ schwach und bar jeglicher Details, jedoch sehr schön durch das reiche Sternfeld
M8: Hier war schon eher die Form erfassbar (etwas früher beobachtet) und sehr schön mit dem Sternhaufen anzusehen.
M17: Sichtbar aber litt ebenfalls unter dem aufziehenden Dunst.
Jupiter: In Momenten besonders ruhiger Luft zeigte der 4,5"er wunderbare Details auf dem Planten, dunkle Bänder, weisse Bänder und auch Unregelmässigkeiten an den Rändern.
SGE
M71: Nebelfleck ohne Chance auf Einzelsterne
VUL
M27: Der Hantelnebel zeigte problemlos seine charakteristische Form sowie Helligkeitsabstufung zu den Rändern hin.
Zum Schluss beobachten wir noch etwas den aufgehenden Mond, auch mal wieder schön zu sehen.
Der 114/900 hat sich wacker geschlagen und an einigen Objekten überraschend viel gezeigt (M13,M22,M27 usw.) bei schwächeren verlangt es eben gnadenlos nach mehr Öffnung doch sichtbar ist sehr viel. Die Montierung: Grobschlächtig, stabil und unverwüstlich, lediglich die Tatsache dass ich ein wenig aus der parallaktischen Übung bin machte es manchmal etwas hakelig
Link zur Grafik: http://www.taunus-astronomie.de/bb/2008/sgr_sco.jpg
Scorpion und Schütze (ISO 1600, 30s, 18mm)
Link zur Grafik: http://www.taunus-astronomie.de/bb/2008/sgr_260608.jpg
Schütze mit Jupiter (ISO 1600, 30s, 18mm)
Link zur Grafik: http://www.taunus-astronomie.de/bb/2008/cas_per_and_260608.jpg
Cassiopeia mit h+x Persei und M31 (ISO 1600, 30s, 18mm)
Viele Grüße Benny
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