Spacew_Telescope
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Hallo zusammen 
Heute mal ein kleiner Bericht ohne Zeichnungen. Von Sonntag auf Montag hat es auch bei mir mit klarem Himmel geklappt.
Und so konnte ich dann doch einige Objekte am Westhimmel abhaken, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte.
Als es endlich dunkel war, ging die Reise zuerst zum Galaxienhaufen Abell 1033. Hinter der Bezeichnung verbergen sich zwei kollidierende Haufen in einer Entfernung von 1.5 Milliarden Lichtjahren. Das lustige daran ist, dass die Form des heißen Gases stark an das Raumschiff Enterprise erinnert. Fand ich ganz lustig und deshalb ist Abell 1033 auf meiner Liste gelandet. Natürlich ist das Gas nicht zu sehen, aber immerhin konnte ich einige recht schwache Galaxien sichten.
Nach einem kurzen Abstecher zu Abell 1365 stand der nächste Galaxienhaufen auf dem Plan: Abell 1758. Auch hier kollidieren zwei Galaxienhaufen miteinander und das in einer Entfernung von 3.2 Milliarden Lichtjahren. Schaut euch einmal die Aufnahme des HST dazu an – einfach phänomenal!! Selbst für mein 20“ f/3 ist Abell 1758 aber ein extrem schwieriges Objekt und ich war mir nicht sicher, ob ich überhaupt irgendetwas davon sehen würde. Nach 20min hatte ich dann aber immerhin drei immens schwache und winzig kleine Lichtfleckchen ausgemacht. Eine meiner schwierigsten Beobachtungen bisher, aber trotzdem super spannend.
Danach war ein wenig Entspannung angesagt und ich schaute mir den Quasar CSO 1061 in 11.4 Milliarden Lichtjahren Entfernung an. Indirekt war er recht einfach zu erkennen. Danach wurde es dann aber gleich wieder sehr herausfordernd – SBS1233+594, ein weiterer Quasar, 11.5 Milliarden Lichtjahre weit weg und ziemlich lichtschwach. Ich konnte ihn selbst bei 300x nur einige Male aufblitzen sehen.
Damit waren die schwierigen Sachen dann „abgearbeitet“ und ich konnte mich endlich hellen Objekten zuwenden.
Im weiteren Verlauf machte ich Zeichnungen vom Eulennebel Messier 97, von Messier 108, Messier 109 und von NGC 6217 im Sternbild UMi. Gerade letztere hat mich sehr beeindruckt: bei 270x war eine wunderschöne kleine Balkenspirale mit kurzen Spiralarmen und einem hellen Galaxienkern zu sehen. Das hatte ich nicht erwartet.
Weiter gings dann mit Messier 40. Da war für mich eher die Umgebung mit vier Galaxien interessant. Naja, und Upgren 1 habe ich dann auch gleich noch mitgenommen. Muss man weder kennen, noch gesehen haben.
Ist halt ein Asterismus/Sternhaufen im Sternbild Jagdhunde, welches ja eher für seine vielen Galaxien bekannt ist.
Die restliche Zeit bis zur Morgendämmerung habe ich dann mit vielen, vielen Kugelsternhaufen im Schlangenträger zugebracht. Messier 10 und Messier 12 natürlich wunderschön, aber auch Messier 14 mit seinen immens vielen und sehr lichtschwachen Sternen. Das macht es schwierig, ihn mit kleineren Teleskopen aufzulösen. Aber mit 20“ unter einem dunklen Himmel ein total schöner und plastischer Kugelsternhaufen, der richtig schön was hermacht. (y)
Am Ende der Nacht gabs dann noch ein wenig heiße Schokolade und danach ging es gegen kurz vor 04 Uhr morgens wieder die 60km zurück nach Hause, anfangs über eine schmale, gewundene Straße mit Schlaglöchern, Serpentinen und engen Kurven und später dann über eine fast leere Autobahn in Richtung Nordosten - direkt vor mir der helle Dämmerungshimmel.
Schön war's!

Christian
Heute mal ein kleiner Bericht ohne Zeichnungen. Von Sonntag auf Montag hat es auch bei mir mit klarem Himmel geklappt.
Als es endlich dunkel war, ging die Reise zuerst zum Galaxienhaufen Abell 1033. Hinter der Bezeichnung verbergen sich zwei kollidierende Haufen in einer Entfernung von 1.5 Milliarden Lichtjahren. Das lustige daran ist, dass die Form des heißen Gases stark an das Raumschiff Enterprise erinnert. Fand ich ganz lustig und deshalb ist Abell 1033 auf meiner Liste gelandet. Natürlich ist das Gas nicht zu sehen, aber immerhin konnte ich einige recht schwache Galaxien sichten.
Nach einem kurzen Abstecher zu Abell 1365 stand der nächste Galaxienhaufen auf dem Plan: Abell 1758. Auch hier kollidieren zwei Galaxienhaufen miteinander und das in einer Entfernung von 3.2 Milliarden Lichtjahren. Schaut euch einmal die Aufnahme des HST dazu an – einfach phänomenal!! Selbst für mein 20“ f/3 ist Abell 1758 aber ein extrem schwieriges Objekt und ich war mir nicht sicher, ob ich überhaupt irgendetwas davon sehen würde. Nach 20min hatte ich dann aber immerhin drei immens schwache und winzig kleine Lichtfleckchen ausgemacht. Eine meiner schwierigsten Beobachtungen bisher, aber trotzdem super spannend.
Danach war ein wenig Entspannung angesagt und ich schaute mir den Quasar CSO 1061 in 11.4 Milliarden Lichtjahren Entfernung an. Indirekt war er recht einfach zu erkennen. Danach wurde es dann aber gleich wieder sehr herausfordernd – SBS1233+594, ein weiterer Quasar, 11.5 Milliarden Lichtjahre weit weg und ziemlich lichtschwach. Ich konnte ihn selbst bei 300x nur einige Male aufblitzen sehen.
Damit waren die schwierigen Sachen dann „abgearbeitet“ und ich konnte mich endlich hellen Objekten zuwenden.
Im weiteren Verlauf machte ich Zeichnungen vom Eulennebel Messier 97, von Messier 108, Messier 109 und von NGC 6217 im Sternbild UMi. Gerade letztere hat mich sehr beeindruckt: bei 270x war eine wunderschöne kleine Balkenspirale mit kurzen Spiralarmen und einem hellen Galaxienkern zu sehen. Das hatte ich nicht erwartet.
Weiter gings dann mit Messier 40. Da war für mich eher die Umgebung mit vier Galaxien interessant. Naja, und Upgren 1 habe ich dann auch gleich noch mitgenommen. Muss man weder kennen, noch gesehen haben.
Die restliche Zeit bis zur Morgendämmerung habe ich dann mit vielen, vielen Kugelsternhaufen im Schlangenträger zugebracht. Messier 10 und Messier 12 natürlich wunderschön, aber auch Messier 14 mit seinen immens vielen und sehr lichtschwachen Sternen. Das macht es schwierig, ihn mit kleineren Teleskopen aufzulösen. Aber mit 20“ unter einem dunklen Himmel ein total schöner und plastischer Kugelsternhaufen, der richtig schön was hermacht. (y)
Am Ende der Nacht gabs dann noch ein wenig heiße Schokolade und danach ging es gegen kurz vor 04 Uhr morgens wieder die 60km zurück nach Hause, anfangs über eine schmale, gewundene Straße mit Schlaglöchern, Serpentinen und engen Kurven und später dann über eine fast leere Autobahn in Richtung Nordosten - direkt vor mir der helle Dämmerungshimmel.
Schön war's!
Christian