Eine kurze philosophische Betrachtung der Astrono.

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HelmutLang

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Hallo Astrogemeinde!

Nach arbeitsreicher Winterpause melde ich mich im Forum zurück. Vor Jahren schrieb ich einen Artikel, der jedoch nicht veröffentlicht wurde. So stelle ich ihn nun hier ins Netz, dass er wenigstens hier seine Aufgabe erfüllt - nämlich "unter die Leute zu kommen".
Zwar steht mehr eine philosophische Betrachtungsweise der Astronomie im Vordergrund und die Beobachtung ist nur sekundär, aber ich fand keinen besseren Platz hier im Forum.
Außerdem handelt er über die sommerlichen Kugelhaufen.
Hier nun der erste Teil:

Eine kurze Philosophie über Astronomie und
ein kleines ABC über kugelige Sternhaufen


Nett Sie hier zu treffen! Lassen Sie mich hier in der sommerlichen Abenddämmerung ds Alpenvorlandes etwas
erzählen, während ich meine Gerätschaft aus meinem VW-Bus lade und aufbaue, damit wir zu fortgeschrittener
Stunde auf dieser Wolldecke ein sommerliches Bad in den schillernden Tropfen von Kugelsternhaufen nehmen
können!
Der Weg zu den Sternen ist ein weiter, darum hole ich etwas aus.

Das Spektrum der Sternfreunde ist groß. Es reicht vom geselligen Vereinsmitglied einer Sternwarte, bis zum
kauzigen Einzelgänger, der seine Gerätschaft ins Gebirge schleppt, vom einsamen Astrofotografen bis zum
tatenlos staunenden Starwalker, vom hell auf begeisterten Sonnenverehrer, Planeten- und Kometenjäger, bis
zum dunkelnächtigsten Deep-Sky-Beobachter und Supernovajäger, der die Tage nur noch sonnenbebrillt überlebt,wenn er denn nicht Schlaf tankt.

So, die Bodenplattform kommt als Teleskopstandort, auf die Mitte der Wolldecke!
Manche lieben, in Pelz gehüllt, die starr-kalten, klaren Winternächte, dem Jäger auf der Spur,
oder wenden den Blick abseits der Milchstraße, hinaus zu anderen Galaxien, in die Tiefe des Kosmos.
Manche liegen lieber in lauen T-Shirtsommernächten im Konzert der Grillen oder zwischen blinkenden Glüh-
würmchen im Gras, blicken in das Zentrum unserer Galaxis und richten ihr Fernglas oder Fernrohr dorthin,
wo sich die kugeligen Haufen so konzentrieren, wie die Sternfreunde auf dem ITT.

Alle haben wir etwas gemeinsam: Den wunderbaren Himmel über uns, den unsichtbaren unter unseren Füßen.
Er schließt uns in sich ein, vereint uns. In unserer unendlichen Sehnsucht nach Ferne und Sternen,
verlieren wir uns in den Weiten des Kosmos, wie in einem nächtlichen Traum. Das Deep-sky-fever liegt bei
knapp drei Kelvin! Wer glaubt, wir sehen da im All den Großteil der Materie und Energieflüsse, der täuscht sich. Keine fünf Prozent offenbaren sich uns!
-Wie? Der Rest ist Dunkle Energie und Dunkle Materie, die unseren Geist im Dunkeln läßt.
-Was? Das Teil hier nennt sich "Rockerbox"!
Bezüglich der aufgezählten Vorlieben der Sternfreunde, gehöre ich, wenn überhaupt zu einer Gruppe,
zur zweiteren. Nicht dass ich gesellschaftlichen Umgang scheue, nein, ich will in die Stille des Alls
gucken und lauschen, um vielleicht den ein oder anderen fernen Crash einer Supernova oder eines Starbursts
zu vernehmen. Ich liebe das Unhörbare in der Stille, das Unsichtbare im Dunkel.

Als sechzehnjähriger wurde ich vom "Blick ins Weltall" (2) gefesselt und träumte von da an von einem Fernrohr
mit viel Öffnung und möglichst ballastfreier Montierung. Doch ich hatte nicht genug Geld für einen achromatischen
Kometenucher von Kosmos. Aber im Laufe der Jahre erarbeitete und ersparte ich mir ein 8" SC. Die Zeit der achziger
in der Jugendgruppe der nächstliegenden Sternwarte war schön und lehrreich für mich.
Die darauffolgenden Jahre wurden der Verteidigung des Vaterlands (Erwachsenenkriegsspiele), dem Studium
und nächtlichem Ausgehen gewidmet.
Erst Anfang der Neunziger während meines Aufenthalts in Franken, ich verbrachte einen Teil meiner Referendarszeit (II. Staatsexamen) in Nürnberg, kam ich wieder zu "sternzeit"-lichen Stunden: Beim Nürnberger Hobbyastronomen Bund (=NHAB) wurde ich fündig. Den Sternfreunden Frank, Michael und Christian folgend, wurde aus mir ein begeisterter Dobsonianer und Teleskopbauer!

Uff, wenn dieser Hauptspiegelkasten nur schon in der Rockerbox wäre!
Ich wohne zwar nur 15 Minuten von hier entfernt, aber in den schneereichen Wintern des Alpenvorlandes scheue ich
die Fahrt hierher, zu dieser Sennerei, die auf 980 m.ü.NN. liegt.
In den verschneiten Wintern träume ich vom sonnigen Süden tieferer Breiten und greife meist erst bei angenehmer
Witterung zu Fernglas und Teöeskop. In derartiger Höhe, exponiert nach allen Seiten, herrscht meist ein eisiger
Wind und ich bleibe nicht gern an Fernrohr, Alustangen und Okularen kleben.
Auch bin ich kein CCD-Chip,...., sondern ein..... Lastenschlepper...! So, das wäre geschafft!
Astronome ist für mich nicht mehr, als ein Teil meiner Weltanschauung, eine meditative Betrachtung des
allumfassenden Kosmos, ein Bestaunen des Übermächtigen, das uns Primaten Verbindet.
-Hier, halten Sie ´mal die Alustangen! Gleich ist es dunkel und ich muß mich beeilen, den oberen Tubus noch im
letzten Dämmerlicht an den Gitterrohren festzuschrauben! Bei Dunkelheit ein ziemliches Gefummel!
-Oh, das war eine Sternschnuppe! Wie Sie selbst sehen, fallen hier Meteoriten herab, aber mehr noch fällt der
Lichtdom der Stadt Kempten, dort im SO auf! Durch diese Lichtverschmutzung, wenn das überhaupt das richtige Wort
dafür ist, erreicht die Standortgüte nur Bortle 4!
-Was? Ja, natürlich, bei Föhn herrscht hier schönster Alpenblick und bei diesen Inversionslagen zeigt der
Himmel sein bestes Gesicht.
Puh! Somit wäre der grobe Aufbau erledigt!
Vor Jahren waren ein 20" und eine Leiter mein Begleiter. Aber nur kurzzeitig.
Seither bin ich, wie so mancher (auch ein Thomas Jäger), vom Öffnungswahn, vom Aperture Fever, geheilt!(3)
Mein 18"/f4.45, den ich hier aufgebaut habe, heißt "Monocoloss" (vom italienischen "monocolo" und dem griechischen "Colossos" abgeleitet) und wurde mir ein treuer Begleiter. Er und ich sind von der Größe her in etwa gleich und ein gutes Team geworden. Nur tragen muß ich ihn alleine. Aber mit einem Sohn, bin ich als Vater gut in Übung!
Außerdem habe ich jetzt immer festen Boden unter den Füßen!

-Ob ich Profi bin? Im Tragen irdischer Lasten schon, in himmlischen Gefielden weniger. Ich bin leidenschaftlicher
Sterngucker und beim Betrachten mit Allem verbunden. Lassen Sie mich ja mit Zahlen und "Wissen schaffen" in Ruhe!
Das Wissen verpflichtet den Menschen zu nichts! Darum sieht es auf unserem Planeten so aus und wir planen Marsmissionen!

Die vorgebliche Suche nach dem Kugelhaufen G1, gibt mir, kleinem Sternfreund mit großer Öffnung zum Glück die
Rechtfertigung, auch die prächtige Andromeda-Galaxie bewundern zu dürfen!
Fragen Sie mich jetzt nicht nach der IC 342/Maffei - Galaxiengruppe (4) oder den Shakhbazian-Galaxiengruppen (5)!
Wie Sie hören besagen die Namen schon, was einen da erwartet! Derartige Objekte belese ich nur, wobei dann mein
Mund beachtliche Öffnung erreicht. Manche werden vom Wahn der Grenzenlosigkeit beherrscht und schaffen das
Unglaubliche, oder glauben es zu schaffen!

So, das hier ist mein zweites Fernrohr: Der Sternfinder.
Der Markt macht es möglich (6): Hier sehen Sie meinen
einstigen Jugendtraum: Was ich jetzt huckepack auf meinem Monocoloss festklemme, blieb für mich vor zwanzig Jahren
noch unerschwinglich: Ein achromatischer 6"-Kometensucher nach Fraunhofer, zeitgemäß "Richfieldtelescope" kurz RFT
genannt. So einen 6"/750mm (f/5) hat Ronald Stoyan vor Jahren getestet. (7)

Wissen Sie, man verbringt einfach zu viel Zeit an einem Sucher! Mit dem Sternfinder eröffnet sich ein weites Feld
von 3,4° nadelförmiger Sterne. Die Okulare dienen beiden Fernrohren, wobei ich, ich gebe es gerne zu, das 6-3mm
Zoomokular nur bedingt im unteren Vergrößerunsbereich (150x) des 6-Zöllers einsetzen kann.
So, der wird jetzt mit einem Amiciprisma bestückt. Leider ist ein Zenitspiegel/Prisma an meinem RFT obligatorisch,da sich sonst, wegen falsch eingestelltem Fokusierbereich kein Okular scharf stellen läßt. Unglaublich! Finden Sie nicht auch? Wieder eine Fehlerquelle mehr! Da lobe ich mir meinen Newtonfangspiegel! Obstruktion? Ja,ich habe nur einen 14,5"!

-Was ich mit meinem Sternfinder so alles aufspüre? Gut, es wird sowieso erst um Mitternacht richtig dunkel!
Also, mei Interesse und meine Konzentration gilt vorwiegend der Milchstraße und ihren Objekten, darunter vor allem
den sterngeballten Kugelhaufen, jenen vielfältigen Gebilden, welche sich so hartknäckig weigern, auf Film gebannt
zu werden und auch CCD-Chips bloomen, sprich überlaufen lassen!
Auch lassen sie sich nicht so recht einordnen, posieren galaxienhaft, ´mal mit spiraligen Ketten, dann als flächen-
hafte Nebel, so dass mancher Kugelhaufen schon ´mal falsch identifiziert und irrtümlich zur Galaxie erklärt wurde,
wie z.B. in den Fällen Pal 12 (Cap) und Pal 15 (Oph). Auch verwischen sie den Übergang zu den Offenen Haufen, wie im
Fall M71 in Sagitta. Sie treten ´mal konzentrierter, ´mal locker mit mehr oder weniger Metallizität auf.
Manche lassen sich auflösen, manche nicht, wie etwa M 15, der da jetzt gerade im O beim Delphin, am Rande des Pegasus
steht. In ihm gibt es nämlich nicht nur einen PN, sondern auch einen Bereich höchster Sternkonzentration, welcher nur
22 Lj vom Zentrum entfernt ist und ca. 30000 Sterne aufweist! Ach diese Zahlen!
Nicht einmal das HST konnte eine derartige Sternverdichtung auflösen! Dabei ist der Haufen gar nicht so konzentriert
(KL. IV), abgesehen von derartigen Partien.
Aber die Konzentrationsklasse sagt einem nur wenig über die Auflösbarkeit in Einzelsterne. Vielmehr ist die Helligkeit
der hellsten Sterne im Zentrum dafür ausschlaggebend. Im Hertzsprung-Russel-Diagramm, auf welchem Farben und Hellig-
keiten der Sterne aufgetragen sind, sind dies die Sterne des Horizontalastes, in welchem sich zahlenmäßig die größte
Gruppe von Sternen findet. (8)

-Was? Nein, die galaktischen Kugelhaufen sind durchwegs sehr alt, so um die 8 Mrd. Jahre (wie Pal 12, der im Capri-
cornus ca. 2° nördlich von M 30 steht, und Ruprecht 106).(8)
Sie können aber auch um einiges älter werden, wie etwa NGC 6397 der neueste Rekordhalter. Im Sommer gelang es italie-
nischen Forschern, anhand des Beryllium-Gehaltes dieses Kugelhaufens, ihm ein Alter von 13.4 Mrd. Jahren nachzuweisen.(9)
Damit entstand er fast gleichzeitig mit dem Kosmos!

-Ob es nicht auch jüngere Kugelhaufen gibt?
Bezieht man die extragalaktischen mit ein, dann schon:
"In Galaxien mit heftiger Sternentstehung (starbursts) wurden KH entdeckt, die in normalen Galaxien nicht vorkommen.
Es sind sehr junge Objekte: "Superstarclusters" (SSC) oder "blue globulars". Ihre Leuchtkraftverteilung ähnelt eher
der von Offenen Haufen. Das Besondere an diesen Objektren ist, neben ihrem geringen Alter von wenigen Mio bis 100 Mio.
Jahren, ihre enorme Leuchtkraft und Kompaktheit.(8)
-Was? Ach, Sterne sind alle kugelig! Aber wenn Sie die Kugel nicht auf den Stern, sondern auf den Haufen beziehen, dann
können Sie ruhig auch von Kugel-Sternhaufen sprechen!
-Was? Kugelförmig? Na ja, das ist zwar üblich, aber doch etwas doppelt gemoppelt!

-So, da wäre der Okularkoffer! Jetzt brauche ich den Kollimaster und den 13er Schlüssel, um das spiegelnde Riesenauge scharfstellen zu können.
Den Faible für KH teilen übrigens auch viele Hobbyastronomen mit mir. Neulich las ich im Praxishandbuch, welches von der Vereinigung für Sternfreunde herausgegeben wurde,zu diesem Objekttyp: "Für viele Beobachter sind Kugelsternhaufen
das Schönste, was der Himmel zu bieten hat." Dagegen ist unter "Offene Sternhaufen" zu lesen: "Erfahrungsgemäß werden Offene Sternhaufen eher stiefmütterlich behandelt, abgesehen von den hellen,prominenten Exemplaren, die als "Sterndusche"
benutzt werden." (10)
Ich gestehe Ihnen, ich fühlte mich ziemlich betroffen, obwohl oder gerade weil mich gerade jene Objekte, welche im Deep Sky Field Guide (11) mit der Bemerkung "strong central concentration" versehen sind, immer wieder ´mal verlocken.
Aber KH besitzen halt doch einen unübertroffenen Reichtum an Sternen.
Daher lachen sie sich über den zeichnenden Deep-Sky Beobachter kugelig und lassen ihn zu Sisyphos werden - der bei seiner Arbeit jedoch zweifellos wächst. Da heißt es schon "genau hinsehen"! Bei steigender Vergrößerung lassen sie ihn in sich tauchen und sein Vorhaben zu einer
unendlichen Fleißaufgabe anwachsen, während sie ihm immer schneller davonlaufen!
Ein Wunder, dass es überhaupt Zeichnungen bei stärkeren Vergrößerungen gibt! Wissen Sie, ob da parallaktisch montierte Newtons oder Dobsonianerpäarchen am Werk sind?!
Letztens habe ich einige sehenswerte, zeichnerische Fleißarbeiten in Stoyans "Deep Sky Reiseführer" bewundert!
Was? Die sind alle bei 80x angefertigt! Die Zeichnungen der zwei funkelnsten aller Sternenkristalle, 47 Tucanae und omega Centauri, aber auch die von NGC 288 im Sculptor, haben mir seeehr gefallen! (12)
Wahrscheinlich, weil ich zu viel von ihnen träume! Der Südhimmel ruft! Darum bin ich Herbert Schupke gefolgt! Mit diesen herrlichen Aufnahmen von Sebastian Voltmer! Zum Träumen schön! (13)
Dieser David Malin (14) bekommt allmählich so richtige Amateurkonkurrenz! Bin schon gespannt, was da noch folgt!
Dank der technischen Entwicklung mischen heute auch schon Amateure in High-end-aufnahmen mit! Auch am Südhimmel!

-Was? Die Folgen des Flugreiseverkehrs? Ja, schlimm! Nach dem 11. Septmber 2001 hatten die Amerikaner, dank des sich
anschließenden Flufverbotes, ihre drei klarsten Tage und Nächte! Vor allem über den Großstädten! Wußten Sie das?

So, die Galaxy-Optik ist kollimiert! Jetzt müssen wir in den Städten nur noch die Lichter ausschalten lassen, die
astronomische Dunkelheit abwarten und unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnen!
Nach so einem hell gleißenden, staubig-trockenen Sommertag wie heute, genieße ich hier das Konzert der Grillen und die
Stille des Himmels über uns. Was wollen wir mehr? Da zieht schon Gaias Milchstrasse dahin. Der aus der Ferne glitzernde
Sternenstaub erinnert mich daran, dass auch wir, ja alles, aus ihm gemacht sind. Auch der Staub, der im Laufe der Zeit
auf das Auge des Monocoloss herabgefallen ist! Dieses Riesenauge kühlt jetzt allmählich ab, akklimatisiert sich.

Machen wir es uns doch auf der Decke am Boden neben dem Okularkoffer bequem, um im Sternfinder mit dem 31mm Okular in der aufgehenden Sternenfülle des Schwans zu wandern:
Da, sehen Sie, der Nordamerikanebel. Am deutlichsten die Partie von Mexico. Jetzt noch mit OIII-Filter: Da wird auch der Pelikannebel daneben sichtbar!
Durchstreifen Sie ruhig einmal die Milchstrasse, verweilen Sie ´mal hier, ´mal dort. Da, im Norden werden Sie auf die
Schatzkammer der Königin stoßen.
Geht es Ihnen auch so, dass Sie beim Aufsuchen der Offenen Haufen "ha und chi", von den Schenkeln des W´s ausgehend,
die Strecke gamma Cas zu delta Cas einfach noch zweimal verlängern, um zu dem schönsten Offenen-Haufen-Paar zu gelangen, und dann glauben, da funkelten die Juwelen der Cassiopeia?
-Nein? Tatsächlich liegen sie dicht neben ihr, bei Perseus. (15) Geht man von Cassiopeias besagter Mitte gamma Cas die Linie bis zur Mitte des Perseus weiter, also bis zu dessen Hauptstern alpha, genannt Algenib, verbindet also die Mitten der beiden, so steht das Juwelenpaar dazwischen.

-Da, sehen Sie nur! Der Himmel lohnt uns den Anblick mit bloßem Auge mit einem prächtigen Spektakel: Das war ein Perseid.
Inzwischen ist die Teekanne des Schützen am Horizont aufgegangen. Besuchen wir also die herrlichste Nebelgegend unseres Himmels. Jetzt, nahe dem Horizont können wir uns zum Beobachten auf den Okularkoffer hinter den 6" Sternfinder setzen!
Bei 24x mit OIII-Filter haben wir sie alle in einem Gesichtsfeld: Lagunen- und Trifidnebel, M 21 und IC 1274/5.
Was? Ja, der Anblick ist himmlisch. Immer schön am lichtschwachen Objekt vorbeigucken! Mit diesem "indirekten Sehen" sieht man mehr! Man sollte diese geheimnisvoll nebelumhangenen Sternenfelder länger genießen, zwischen durch auch ohne Filter, um die Sternhaufen mehr zur Geltung zu bringen!
So, jetzt schwenken wir 2° weiter in den Süden, zu den Globulars 6544 und 6553. Mit 8 mag sind beide gleich hell,
6544 jedoch etwas größer und von der Konz...

-Was? Ach, Sie wollen nur Highlights und keine solchen "Nebelfleckchen" sehen?
Gut, ich wollte Ihnen sowieso noch die drei Renner unter den KH zeigen und Sie fragen, welcher ihnen am besten gefällt.
Aber jetzt machen wir erst ´mal Pause!
Teil 2 folgt!

Gruß, Sterngucker Helmut
 
Hallo Helmut,

einen sehr schönen Artikel hast du da verfasst. Er spiegelt schön die Gefühle wieder, welche man empfindet wenn man mit dem Himmel in einer dunklen klaren Sommernacht vereint ist!
Mein Lob für diese literarische Fleißarbeit!

CS

Moritz
 
Hallo Helmut,
Dein Bericht war irre lang, doch das Herzblut was da drinn steckt hat mich bis ans Ende gezerrt und ich kann diesen Bericht jedem Anfänger wärmstens empfehlen. Wenn du es noch verstanden hättest, eine Romanze mit einzubauen, wäre es glatt ein Astroroman geworden. Glückwunsch zu Deinen schriftstellerischem Talent!
Grüssle von Anette
 
Hallo,

für wen war der Artikel eigentlich bestimmt?
Ich fürchte für Laien ist er durch die vielen Fachausdrücke unverständlich und für Hobbygucker bringt er nichts Neues und leider auch keinen Humor.Trotzdem ist das ein lobenswerter Versuch dieses Thema einmal literarisch aufzubereiten!
PS:
In dem Artikel kommt der Begriff "Rockerbox " vor.
Soetwas gibt es aber bei einem Dobson nicht(auch wenn es bei Astrowiki so steht). Richtig muss es heißen mirrorbox, also auf deutsch Spiegelkiste.
CS Mike
 
Re: Eine kurze philosophische Betrachtung der Astr

Hallo Helmut,

ein wunderbarer Bericht, danke dafür. Schade, dass ihn Ronald nicht abgedruckt hat. Du schaffst es in einer erstklassigen Art in amüsanter Schreibweise die Begeisterung über den gestirnten Himmel mit den Problemen und Eigenarten der Hobbyastronomen zu kombinieren...toll.
Anders als Mike bin ich der Meinung, dass sowohl "Einsteiger" (Abkürzungen ausgeschrieben und erklärt) als auch "Aufsteiger" den Bericht einfach nur genießen können und sich durchaus im Bericht auch wiederfinden. Mir gefällt er jedenfalls sehr gut.

@Mike
Ich weiß ja nicht wie das in Österreich ist, im Deutschland ist der Begriff "Rocker-Box" aber durchaus ein Standardausdruck...schau mal bei den verschiedenen ATM'lern vorbei. Anders als du vermutest steht Rocker-Box auch NICHT für Spiegelbox, sondern ist ein andere Begriff für die Wiege...ich denke du hast da irgendwas verwechselt :/

Viele Grüße, uwe
 
Re: Eine kurze philosophische Betrachtung der Astr

Hallo Sternfreunde Moritz, Anette, Uwe!

Freut mich, dass euch meine Geschichte gefällt und ich dazu auch Resonanz bekam!
Ich habe diesen Artikel bewußt nicht (nur rein) fachlich gestaltet.
Er sollte viel mehr dem ein oder anderen Leser die Astronomie auf unterhaltsame, stimmungsvolle Weise näher bringen, ihn zum Beobachten animieren und nicht zuletzt meine persönliche, innere Herangehens- und Denk-weise aufzeigen.
Mich macht das Lob und die Freude eines jeden Lesers glücklich, besonders natürlich das eines (leider nicht persönlich aber allseits) bekannten Uwe Glahn. Ich danke euch, bin aber auch immer offen für Kritik:

Hallo Mike!

Du fragst, für wen der Artikel eigentlich bestimmt war.

Uwe hat es (irgendwie) herausgelesen:
"Schade, dass ihn Ronald nicht abgedruckt hat."
(War Ronald Stoyan wohl, wie die meisten meiner eingesandten Artikel zu nostalgisch, unfachlich und subjektiv. So bleibt "is" halt ein "Fachblatt" ohne literarische Qualitäten.
Doch gerade diese werden oft von (vor allem auch jugendlichen) Lesern vermißt, welche auch unterhalten sein und nicht nur von "Trockenkost" leben wollen.
Man sehe sich nur einmal die, meines Erachtens unübertroffenen, legendären, unprofessionellen Magellanhefte aber auch alte is-ausgaben an!)


Du schreibst der Artikel (Teil1) sei für Laien durch die vielen Fachausdrücke unverständlich.
Na, was ist denn da unklar? Wir sind hier im Forum! Also stell´ doch einfach deine Fragen, damit nichts offen bleibt (außer die Haufen)!
Ich beantworte sie dir gerne, wenn ich kann!

"Für Hobbygucker bringt er nichts Neues..."

Wenn einer ein Dobson nicht kennt, erfährt er doch Neues, und der Artikel war gerade für jene Sternfreunde gedacht, um sie zu diesem unkomplizierten "Teleskoptyp" zu animieren. Ich bin nicht im Astrogeschäft (!), aber überzeugter "Dobsonianer" und "Beobachter mit Fernglas").
Außerdem informiert er den Leser auch über KH, bzw. sollte es.
Das über die KH wußtest du schon alles, bzw. es war dir unverständlich?

"und leider auch keinen Humor."

???? Es war nur ein Versuch und er wurde ja abgelehnt!

Wenn du eine geglückte literarische Aufarbeitung des Themas "Astronomie" lesen möchtest, empfehle ich dir von Timothy Ferris "Fasziniert von den Sternen".
In astronomischen Fachzeitschriften findet sich nur selten ein literarisch ausgefeilter Artikel. Es sei an dieser Stelle jedoch auf den SuW-Artikel (SuW 44, 11/2005, S.76 ff") Earthgrazer - Wunder des Himmels" von R. Wurzel und J. Michelberger verwiesen. Der hat mich (und wohl auch viele andere Leser) mitgerissen (und blieb mir wohl daher auch im Gedächtnis), um nicht zu sagen "umgehauen"!

Aber für alle jenen, die eher kurz und bündig Information haben wollen und daher Teil 2 nicht lesen wollen, fällt die Zusammenfassung etwas kürzer aus.
Man schlage die Zahlenkolonen folgender Objekte in der Literatur (Deep Sky Field Guide.....) nach:
Pal 12, M71, NGC 6397, M 8, M21, IC 1274/5, NGC 288, NGC 6544, NGC 6553, NGC 6642, M 5, M13, M22, M28, NGC 6638, M69, M70, M54, NGC 6652, M55, NGC 6934
(Bringt das etwas Neues?)
In der Astronomie etwas "Neues" (außer Astroprodukten!) zu bringen, ist nicht ganz einfach, Mike!

Viele Grüße, Helmut

P.S. Doch nun zu Teil 2!

 
Re: Eine kurze philosophische Betrachtung der Astr

Eine kurze Philosophie über Astronomie
und ein kleines ABC über kugelige Sternhaufen (Teil2)


So jetzt stelle ich Ihnen einmal die 3 KH der Reihe nach am Sternfinder ein und Sie Vergleichen diese im Monocoloss bei 57x, 127x und 227x Vergrößerung.
Lassen Sie sich Zeit beim Anblick und prägen Sie sich die Bilder der 3 KH zum Vergleich gut ein!

Wir beginnen mit M5. Ziemlich tief im Westen, ist er etwas benachteiligt! Haben Sie ihn gedanklich fotografiert?
Dann geht es weiter zu M 13, auf der rechten, westlichen Seite im oberen Drittel des Herkuleskörpers, einem Trapez.
Wenn man weiß, wo man hinsehen muß, sieht man ihn schon mit bloßem Auge.
-Was, schon besser!?
Gut, dann peile ich jetzt einmal den nebligen Augenfleck dort vor uns, über dem Horizont an. Das ist M22 im Sagittarius.
Für uns Mitteleuropäer ist er mit einer Helligkeit von 5,1 mag der hellste aller sichtbaren Kugelhaufen und selbst noch in der Milchstraße für das Auge gut sichtbar.
Das Zoomokular für höhere Vergrößerungen ist dort!
-Was, Sie kommen bei 339x 0der 407x nicht mehr hinterher? Ja, das ist nicht jedermanns Sache, das Nachführen eines Dobsons!
Lassen Sie mich einmal hineinschauen!
-Nein, die Vergrößerung verträgt er heute, wegen der Luftunruhe nicht. Zurück zu 227x.
Da passt der Globular auch noch schön ins Gesichtsfeld.
Wie so oft gewährt das herrliche 9mm Nagler auch heute den ultimativen Blick.

-Na, was sagen Sie zu den 3 KH? Ja, ich sehe es auch so. Im Alpenvorland ist M22 bei Kulmination die "creme de la creme" und zudem ein guter Ausgangspunkt für eine weitere Tour: Jetzt geht es nämlich ein Gesichtsfeld des 31mm Okulars weiter nach Osten. Sehen sie den winzigen hellen Fleck?
Das ist nicht etwa ein PN, von denen es hier unzählige gibt! Das ist NGC 6642, ein weiterer KH. Er scheint allerdings mit 48" nicht größer als Jupiter zu sein. Vergrößern wir ´mal!
-Was? Ja, das ist nicht M22! Nochmals M22? Gerne. Mit dem Peilsucher kein Problem!

Sehen Sie, wenn wir im Sternfinder M22 ganz an den östlichen Rand schieben, taucht im SW ein weiterer Globular auf: der kleinere M28.
Positionieren wir ihn ruhig etwas westlich des Gesichtsfeldes, dann sehen wir auch noch NGC 6638 als einen gut 2´großen Fleck.
Schwenken wir jetzt den Sternfinder drei Gesichtsfelder hinab in den tiefen S und lassen uns überraschen, ob wir auf M69 oder M70 treffen.
Die KH stehen nämlich auf gleicher Höhe, etwa 3° weiter auseinander. Ja, die beiden ähneln sich wie Zwillinge, zwischen ihnen steht, leicht südlich NGC 6652.

Aber hüpfen wir doch weiter, von M69 über M70 hinauf zu M54. Das ist ein ziemlich konzentrierter Globular, der einiges an Vergrößerung erfordert, was das Wetter heute leider nicht so hergibt. M54 gehört nicht, wie all die anderen KH zu unserer Galaxis, sondern zu einer Zwerggalaxie.
Die Sterne, die Sie jetzt um ihn herum sehen, stehen also weit im Vordergrund.
Nun weiter zu M55, der etwa um diese Zeit kulminiert.
Er steht auf gleicher Deklination, nur 15° weiter östlich als M54. Ohne hellere Sterne im Umfeld, ist er, nicht so leicht zu finden, so dass ich das Gesichtsfeld der vermuteten Stelle einmal kurz spiralig abgrase. Da war er! Zurück! Jetzt müßten Sie ihn im 16er sehen und können dann zum 9er Okular wechseln!
Was? Lassen Sie mich einmal sehen! Oh, da wabbert das Bild. Schade dass er nicht ein bißchen höher kulminiert!

Aber für mich hält der Sommer ja noch etwas in petto bereit!
Nein, den Südhimmel leider noch nicht, aber in Kürze werde ich, wie so oft im Sommer, den italienischen Stiefel zum 37sten Breitengrad hinabfahren, wo die Objekte meiner Sehnsucht dann 10° höher stehen und mein Herz noch höher schlagen lassen!

-Was? Das kleine Sternbild da oben ist der Delphin.
Da gibt´s auch einen interessanten KH zu sehen. Einfach den Bogen des Delphinrückens um 3°-4° nach unten verlängern und wir landen.....bei NGC 6934.
Im Sternfinder nur ein nebliger Fleck, löst er sich im Monocoloss im 6mm Okular auf.

Von NGC 6934 gibt´s übrigens in interstellarum 8 (16) eine gigantische Zeichnung, die ihres gleichen sucht!
Angefertigt in einem 16" bei 426x(!) von Dieter Putz!
-Ah, Sie lesen auch is?
Moment, ich vergaß ganz, Ihnen die kleine Sternwolke M24 im Schützen zu zeigen! Das müssen Sie sich zuerst im Sternfindern anschauen, denn da braucht man schon ein großes Gf. Ist das nicht eine herrliche Sternendusche?

Auch ich mag diese Zeitschrift für praktische Astronomie, wenn auch die kugeligen Haufen nur am Rand darin vorkommen:
Schwarz auf weiß, nüchtern formuliert, lautet die Analyse der is-Objekte der Saison (Ausgaben 1-40) folgendermaßen:
Den 31 Offenen Haufen, 82 Galaxien, 34 Doppelsternen und 25 Galaktischen Nebeln stehen nur 17 Kugelsternhaufen gegenüber.

-Was? Natürlich liegt das nicht zuletzt daran, daß die Komplexität der KH dem staunenden Beobachter eine Beschreibung oder Zeichnung schwer macht.
Diese igeligen Objekte wollen eben nicht festgehalten werden und verbergen zu dem noch ihre Sterne vor Sternen!
Sie wollen in ihrer Schöhnheit nichts anderes als bestaunt werden! Über Beobachter, die von "aufgelöst" sprechen, lachen sie sich alle, ohne Ausnahme nur kugelig!
Sie finden eher selten Eingang in astronomische Zeitschriften.

Aber keine Angst! Meine Hochrechnung zeigt, dass wir is-Leser in ferner Zukunft bis zum Jahr 2085 als aufgeklärte Menschen dieses Jahrhundert verlassen können, um nun zu den uns all bekannten Kugelhaufen ins All aufzubrechen und diese zu besiedeln!
-Was? Galaxien? Über die reden wir besser nicht!
-Die näheren Aussichten? - Die gleichen dem Wetter für Astronomen! Aber schon in einem Jahr werden wir als is-Leser wissen, wer was und wie in M5 gesehen hat!
(Anmerkung: Nachzuschlagen in is 46 Juni/Juli 2006)

Vielleicht entdeckt bis dahin ja der ein oder andere, bei seinen Versuchen nach einer ungebloomten Aufnahme,noch eine neue Supernova!
Es wäre die dritte in einem KH! (18)
Was? Ich? Ja, die müßte mir schon direkt ins Auge fallen! Ich bin doch kein Evans! Zwar schaue ich mir auch wie er, immer wieder die selben Objekte an, aber sicherlich nicht so genau und konzentriert wie er! Ein fotografisches Gedächtnis, wie er es ....
-Was? Wer er ist? Sie kennen Robert Evans nicht?!

Zugegeben, man hört und liest nur selten von diesem australischen Pastor und Supernova-entdecker, um nicht zu sagen -rekordhalter!
Wie viele Supernovae er bisher entdeckt hat?
Also: Bevor Evans mit einem 10" Dobson begann, waren in der Astronomie noch nicht einmal 60 SN bekannt. Inzwischen klappert er mit einem 16" Dobson auf seinem Hügel, im Duft der Eukalyptusbäume, den Himmel ab.
Der Reverend ist nämlich im Ruhestand und hat viel Zeit und Muße, viel Geduld und - nicht zuletzt - ein hervorragendes Gedächtnis.

Ich bin zwar ein eifriger Leser von Literatur und Zeitschriften, jedoch als "nicht-vernetzter-Computernutzer",
(Anmerkung: Das war ich damals, ja bis vor einem Jahr noch!) kann ich Ihnen leider keine "up to date-antwort" geben, aber er entdeckte, soweit ich mich erinnere, seine 36.ste Anfang 2003.
Die eigentliche Sensation ist jedoch nicht diese enorme, unübertroffene Zahl, sie besteht vielmehr in seiner einmalig-effizienten Methode:
Er entdeckt sie alle nämlich nicht durch Vergleich fotografischer Aufnahmen, wie sonst üblich, sondern mittels Beobachtung! Mit mehr oder weniger Glück!
Einmal wurde er in 15 Tagen dreimal fündig, es vergingen aber auch schon ´mal 3 Jahre, bis er wieder eine neue SN melden konnte.
-Was? Ob er inzwischen eine Direktleitung zum "Fundbüro" hat kann ich Ihnen nicht sagen!
Wie er selbst sagt, hat er <anscheinend den Dreh heraus, wie man sich Sternenfelder einprägt>! (19)

Die Sterne der Galaxien sind so zahlreich wie Sandkörner, aber wenn ein Evans versunken über den Strand schlendert, merkt er sich auf seinem Weg ein jedes!
Warum? Weil er immer wieder den selben Weg geht, so dass ihm ein neu angewehtes Korn auffällt, ja auffallen muß!
Mit seiner Methode, bzw. seinem himmlischen Gedächtnis, ist er mit seinem Dobson im Gegensatz zu den schwerfälligen Großteleskopen und aufwändigen Computerprogrammen unschlagbar schnell, weshalb er am Südhimmel in einer Nacht ohne weiteres 400 Galaxien durchmustern kann! (19)

Evans würde bei der Vorlage von Fotos von Kugelsternhaufen wohl auch einen jeden benennen können, und nicht nur die, welche wir uns gerade angeschaut haben!

-Was? Sie wollen noch eine Kugeltour durch den Ophiuchus? Wissen Sie wie spät es inzwischen ist?
Außerdem geht da hinten bereits der Mond auf und ich bin noch nicht im Bett, inzwischen aber so müde, dass ich in Rekordzeit abbauen werde!
Ihnen aber schlage ich etwas anderes vor: Folgen Sie doch Klaus Wenzel und Wolfgang Vollmann!
Die führen Sie gleich auf zwei schönen Reiserouten durch den Schlangenträger! (20 und 21)
Also, es war schön, Sie hier getroffen zu haben!
Und weiterhin -clear skies and - a good sight-seeing of clusters!


Quellenangabe:

(1) In diesen sechs Zahlen steckt eine neue Physik. SuW 43, vgl. S.24 ff (11/2004)
(2) Büdeler, W.: Blick ins Weltall. Ein Handbuch für Hobby-Astronomen. M, 1978
(3) Jäger, T.:Das Streulicht, is 19, S.5 (4/2001)
(4) Richardsen, F.: Die IC/Maffei-Galaxiengruppe, Teil 1 und 2, is 14, S.28 (4/1998) bzw. is 15, S. 38 (1/1999)
(5) Domenico, A.: Shakhbazian-Galaxiengruppen, Teil 1 und 2, is 14, S.28 (4/1998) bzw. is 15, S.38 ff (3/1999)
(6) Stoyan, R.: Das Streulicht, is 18, S.6 (3/2001)
(7) Stoyan, R.: Der Super-Richfield-Refraktor RFT 150, Ein Erfahrungsbericht, is 5, S.30 f (3/1995)
(8) VdS e.V.: Praxishandbuch Deep Sky, vgl. S. 66-71, Stuttgart, 2004
(9) Mit Beryllium zu den Anfängen des Milchstraßensystems. SuW 44, S.22f (2/2005)
(10)VdS e.V.: Praxishandbuch Deep Sky, vgl. S. 144f, Stuttgart, 2004
(11)Craign, Lucyk, Rappaport: The Deep Sky Field Guide to Uranometria 2000.0 (1996)
(12)Stoyan, R.: Deep Sky Reiseführer, S.126, 246 und 262, Erlangen (2004), 3.Auflage
(13)Schupke, H.: Ruf aus dem Süden, is 40, S.50 ff (7/2005) (Anm: NGC 104 fälschlicherweise als 105 bez.!)
(14)Malin, D.: Das unsichtbare Universum (1999)
(15)Stoyan, R.: Cassiopeias Juwelen, is 1, S.6 ff (11/1994)
(16)OdS, Kugelhaufen NGC 6934, is 8, S. 63 ff (3/1996)
(18)S.F.: OdS, M 14, is 28, S.74 f (6/2003)
(19)Bryson, B.: Eine kurze Geschichte von fast allem. S. 45 ff, München, 2003
(20)Wenzel, K.: Die Kugelhaufen im Ophiuchus, is 11, S. 20 ff (7/1997)
(21)Vollmann, W.: Kugelsternhaufen im Ophiuchus - Teil2, is 15, S. 25 ff (1/1999)

Gruß, Helmut
 
Re: Eine kurze philosophische Betrachtung der Astr

Hallo Uwe,

die "Dobson-bibel" von Kriege/Berry ist ja wohl unbestritten die Referenz zum Thema und beschreibt ja sehr schön die Einzelteile(Seite 5), als da sind:

Ground board
Rocker
Mirror Box
Side bearings
Truss poles
Secondary cage

Der Begriff Rocker Box kommt im ganzen Buch nicht vor, ich kann mich auch nicht erinnern auf den ATM Seiten von Sky and Telescope jemals den Begriff rocker box gelesen zu haben.
Bei einem Dobson gibt es nur eine Box(Kiste) und das ist eben die Mirror box in dem der Spiegel befestigt ist.
Wenn das hier als Rockerbox bezeichnet wird ist das nicht richtig, sondern ein Fall von Denglisch.
CS Mike
 
Re: Eine kurze philosophische Betrachtung der Astr

Hallo Helmut,

nun unter einem Laien in Sachen Astronomie verstehe ich jemand, der von der Sache nicht mehr oder weniger weiss, als Lieschen Müller oder Otto Normalverbraucher.
Wie du mir aber schreibst , war der Artikel für Interstellarum gedacht, da kann man natürlich schon davon ausgehen,dass die Begriffe bekannt sind.
Vielen Dank auch für dein Angebot, aber als altem Hasen (das Buch von Werner Büdeler hab ich damals auch mit Begeisterung gelesen),ITT- und ATM-Fan ist mir nichts fremd. Was mir halt in dem Artikel abgeht ist das neue, unbekannte oder witzige Element, er ist für mich einfach zu langweilig.
Wenn du eine wirklich geglückte literarische Aufarbeitung zum Thema Astronomie lesen willst, empfehle ich dir den Klassiker schlechthin: "Starlight Nights" von Leslie Peltier, der immer wieder neu aufgelegt wird.(alt aber gut).
CS Mike

 
Re: Eine kurze philosophische Betrachtung der Astr

?
Versteh ich nicht. Der Spiegel ist im Tubus befestigt und den Tubus hängt man mit den Höhenrädern in eine Box ein. Und die nennt man Rockerbox. "Spiegelkasten" kann ich nicht einsehen, da der Spiegel nicht im Kasten befestigt ist.

OK - ich sehe: es gibt mehrere Dobsonkonstruktionen - mit Spiegelkasten und ohne. Mein 10" GSO Dobson hat sicherlich keinen Spiegelkasten.

Thomas

P.S. Hier noch ein kleines Zitat aus "Astronomical Hacks": "A well-built Dob is inherently immensely stable. The optical tube sits atop a rigid plywood rocker box that rests on a groundboard, which sits flat on the ground" - nix Denglish ;) - I rest my case...
 
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Re: Eine kurze philosophische Betrachtung der Astr

Hallo Thomas,

das Buch "The Dobsonian Telescope" von Kriege/Berry beschreibt hauptsächlich den Bau von Gitterrohrdobsons der Firma Obsession, die damals in den 90er Jahren bahnbrechend waren. Bei den Obsessions ist der Spiegel tatsächlich in einer Kiste( schau mal auf meine Avatar, das ist die orange Mirrorbox von meinem alten 18"er Obsession-Nachbau mit Spiegel im Foucaulttest), den Rocker in dem die Kiste eingehängt wird kann man aber wirklich nicht als Kiste bezeichnen und nennt sich daher einfach Rocker.
CS Mike
 
Re: Eine kurze philosophische Betrachtung der Astr

Spiegelbox: Ja, ist mir klar - deshalb schrieb ich ja auch von "anderen Konstruktionen" und meinte die Gitterrohr-Dobs. Rocker / Rockerbox - ich glaube, das kann man so oder so sehen. Ich sehe das immer als Einheit mit der Bodenplatte (ich schleppe ja auch nicht beides getrent umher und schraub's zusammen). Dann wirkt es für mich wie ein Kasten, in den man oben etwas einhängt.

Wie auch immer - der Begriff "Rocker box" ist durchaus verbreitet - man kann darüber klagen, oder auch nicht ;)

Thomas
 
Nochmal Hallo,

hier eine Richtigstellung.
Bei kleineren Dobsons ohne Gitterstangen sondern mit einem richtigen Tubus wird doch auch der Begriff rocker box verwendet! Ist zu finden im Kapitel "Making a Small Telescope" von Kriege/Berry.
CS Mike
 
Hallo Sternfreunde!

Um bei dem herausgepickten Wort "Rockerbox" zu bleiben, so sind zumindest

1. Uwe ("Anders als du vermutest steht Rocker-Box auch NICHT für Spiegelbox, sondern ist ein andere Begriff für die Wiege...ich denke du hast da irgendwas verwechselt.")

2. Thomas ("Rocker / Rockerbox - ich glaube, das kann man so oder so sehen. Ich sehe das immer als Einheit mit der Bodenplatte (ich schleppe ja auch nicht beides getrent umher und schraub's zusammen). Dann wirkt es für mich wie ein Kasten, in den man oben etwas einhängt.") und

3. ich ("Uff, wenn dieser Hauptspiegelkasten nur schon in der Rockerbox wäre!") uns einig!
Unter diesem Begriff habe ich die "Höhenradkiste" (so könnte man es ja auch nennen) beim NHAB (Nürnberger Hobby Astronomen Bund) kennen gelernt. Und auch mir schien er eigentlich geläufig!

Jedenfalls danke ich dir, Mike, für den Lesetip "Starlight Nights" von Leslie Peltier! Werde ich sicherlich noch lesen!

Gruss, Helmut

 
Hallo Helmut,

so philisophisch ist dein Beitrag doch gar nicht. Eigentlich ist er verdammt realistisch.
Jeder denkt sich doch seinen Teil, wenn er nachts die Objekte anfährt und findet oder auch nicht findet.

Ob es dabei auf dem im Beitrag vorhandenen, hohen Niveau der Betrachtung ist, hängt von jedem persönlich und von seinem Gerät ab. Doch diese innere Erfüllung nach einem gelungenen Beobachtungsabend ist bei jedem vorhanden, glaube ich.
Diese spiegelt sich in den verschiedensten Facetten wieder, von dem eine vielleicht dein literarischer Beitrag ist.

Darum gefällt er mir trotz seiner Länge.

Grüße,
Doppelstern
 
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