Deneb
Aktives Mitglied
Hallo liebe Sternfreunde,
da ich in den letzten Wochen nicht so die Zeit hatte, mich aktiv am Forumsgeschehen zu beteiligen, folgt hier nun wieder mal ein aktueller Beobachtungsbericht vom 27.10. Auf meinem Beobachtungsplatz in 460mNN herrschten super Bedingungen, während im Rheintal eine undefinierbare Dunst- und Nebelsuppe vorherrschte. Leider musste ich gegen 5 Uhr morgens dann aufhören, weil sich auf meinem Spiegel eine ganz leicht Eisschicht gebildet hatte. Deswegen sind die Beschreibungen der Objekte im Lepus auch ein bisschen mit Vorsicht zu genießen.
Ich hoffe, dass für den ein oder anderen wieder ein paar neue Anregungen mit dabei sind. Aber ich denke, unter mehr als 50 Objekten ist bestimmt für jeden etwas dabei.
Neu ist auch die Bewertung zu jedem Objekt. Leider hat das Forum die Gesamtbewertung verschluckt, so dass hier nur die Bewertungen für die Helligkeit und die Strukturfülle zu sehen sind. Hierzu noch eine kurze Erklärung:
Die erste Zahl gibt die Helligkeit des Objektes an:
5: extrem hell
4: sehr hell
3: hell
2: lichtschwach
1: sehr lichtschwach
Die zweite Zahl gibt die Strukturfülle des Objekts an:
5: extrem viele Strukturen
4: sehr viele Strukturen
3: viele Strukturen
4: wenig Strukturen
5: keine Strukturen
Natürlich sind diese Angaben sehr subjektiv, aber wenn einer von euch eine Idee hat, wie man das noch besser machen könnte, dann wäre ich sehr dankbar für Vorschläge. Aber ich denke, dass es für einen groben Überblick ausreicht.
Also, dann viel Spaß beim Lesen und nachbeobachten...
Christian
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Beobachtungsbericht Nr. 19 vom 27.10.03
Bedingungen:
Heute Nacht waren die Bedingungen wirklich super. Im Rheintal lag so etwas wie eine Dunst und Nebelsuppe, während es auf 460mNN sehr klar war. Die Grenzgröße lag bei 6m2 im Sternbild Taurus. Nachdem die Horizontsicht um 23 Uhr noch nicht so gut war, war sie gegen morgen dann wirklich super. Ich konnte sogar die Taube erkennen. Die Wintermilchstrasse zog sich als deutlich sichtbares, leicht strukturiertes, schwaches Band durch Fuhrmann und Zwillinge, um dann am Orion und Großen Hund vorbeizuziehen. Die Temperatur lag die ganze Zeit unter dem Nullpunkt, so dass gegen 5 Uhr morgens leider mein Spiegel ein bisschen eingefroren ist und ich aufhören musste. Alles in allem eine kalte, aber sehr klare Nacht.
Instrument:
203/1200mm Dobson mit 25mm und 9mmPlössl, 13mm und 5mm LVW, OIII- und UHC-Filter
Asteroid 1937 UB: Hermes
Zuerst stand Hermes auf dem Programm, der an diesem Abend einen Abstand von 12.8 Millionen Kilometern zur Erde hatte. Schon 10 Minuten reichten aus, um die Bewegung dieses Asteroiden zu sehen. Bei 100x war er mit einer Helligkeit von 13m5 mit indirektem Sehen sehr einfach zu erkennen. Wirklich ein tolles Erlebnis, so einen nahen Kleinplaneten mit eigenen Augen zu sehen.
Komet 2P/Encke:
Nachdem ich meine Objekte in Andromeda beendet hatte, ging es auf einen Besuch bei Komet Encke vorbei. Bei 50x ist mit indirektem Sehen nur ein sehr lichtschwacher, diffuser Lichtfleck zu erkennen. Ein sehr schwaches Objekt, das sich nahe der Sichtbarkeitsgrenze befindet, obwohl es eine Helligkeit von 11m2 hätte haben sollen. Der Komet befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer Entfernung von ca. 57 Mio. Kilometern.
Cepheus:
NGC 1184 (Cep, Gx, 13m5, 3.0’):
Bei 100x erkennt man in einem sternreichen Umfeld einen schwachen, diffusen Lichtfleck, der mit indirektem Sehen gut zu halten ist. Die Galaxie erscheint oval und ist ungefähr 2:1 elongiert. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin stark zu und im Zentrum blitzt des öfteren ein stellarer Kern auf.
Bewertung: (2-2)
NGC 7023 (Cep, Neb, (1), 5’):
Bei einer Vergrößerung von 100x kann man um einen sehr hellen Stern ein schwaches, unregelmäßiges Leuchten wahrnehmen, in dem auch einige dunkle Stellen zu erkennen sind. Der Nebel erscheint unregelmäßig, nicht nur in der Form, sondern auch in der Helligkeitsverteilung. Mit UHC erscheint er zwar deutlicher, aber auch lichtschwächer. Im Nebel fällt ein hellerer Balken auf, an den sich eine dunkle Stelle anschließt. Die Ränder erscheinen nicht klar definiert, sondern laufen diffus nach außen aus. Trotzdem erscheint das Objekt sehr kompakt. Der Nebel scheint von dunkleren Wolken umgeben zu sein, die sich von allen Seiten so ein bisschen in den Nebel hineinschieben. Ohne Filter kommt das Objekt meiner Meinung nach besser.
Bewertung
2-3)
NGC 7129 (Cep, Neb, (1), 1.8’):
Schon bei 100x und ohne Nebelfilter ist um eine Gruppe aus Sternen ein diffuses Leuchten erkennbar. Der Gasnebel hat eine unregelmäßige Form und bietet schon jetzt einen sehr schönen Anblick. Mit UHC wird das Objekt dann richtig interessant. Im Inneren kann man eine Sterngruppe erkennen, die die Form einer Raute bilden. Auf der längeren Seite der Raute schiebt sich eine dunkle Wolke in den Nebel hinein und scheint den Nebel in zwei Teile zu spalten, zumindest teilweise. Westlich der Sterngruppe findet sich noch ein diffuser Stern, was evtl. noch ein sehr kompaktes Nebelteil sein könnte.
Bewertung
2-4)
NGC 7354 (Cep, Pn, 12m9, 23“):
Dieser helle planetarische Nebel, der auch mit direktem Sehen sehr gut zu erkennen ist, befindet sich in einer Linie zwischen zwei helleren Sternen. Bei 100x kann man erkennen, dass der Nebel zur Mitte hin mäßig heller wird, und im Zentrum blitzt manchmal ein hellerer Punkt auf. Er hat die Form einer Scheibe. Auch bei 240x erkennt man noch eine recht helle Scheibe, in deren Mitte man jetzt aber manchmal ein Loch erkennen kann, weswegen er manchmal auch wie ein Ring aussieht. Direkt neben dem Nebel befinden sich zwei schwache Sterne. Von einem Zentralstern ist nichts mehr zu sehen. Ein recht interessantes Objekt.
Bewertung
4-3)
NGC 7419 (Cep, Oc, -m-, 2’):
Bei 50x erkennt man neben einem helleren Stern ein schwaches, körniges Leuchten. Die Ausdehnung des Haufens ist sehr klein. Er gruppiert sich um einen weiteren, hellen Stern und manchmal blitzen aus dem körnigen Hintergrund Einzelsterne hervor. Bei 100x sind in dem nun länglich aussehenden, 2-3:1 elongierten Objekt mehrere Einzelsterne erkennbar, der Hintergrund erscheint aber immer noch grießig bis neblig. Er hat irgendwie die Form einer breiteren Banane. Bei 240x kann man dann erkennen, dass der Haufen nicht nur aus der „Banane“ besteht, sondern dass auch außerhalb noch sehr schwache Sterne sind. Nun ist der Haufen fast komplett aufgelöst. Er besteht aus 15 Mitgliedern mit unterschiedlichen Helligkeiten, ist mäßig konzentriert und hebt sich gut vom Umfeld ab.
Bewertung: (2-3)
NGC 7762 (Cep, Oc, -m-, 11’):
Bei 50x ist an der fraglichen Stelle ein schwaches, körniges Leuchten erkennbar. Der Sternhaufen erscheint leicht länglich (3:1 elongiert) und man kann schon jetzt ein paar Einzelsterne erkennen. Er hat eine kleine Ausdehnung und befindet sich fast in einer Reihe mit zwei helleren Sternen. Bei 100x ändert sich an dem Bild nicht viel. Nun kann man ca. 6 Einzelsterne direkt erkennen, wobei der Hintergrund immer noch körnig erscheint. Bei 240x kann man den Haufen dann schön auflösen und man erkennt ca. 10-15 Einzelsterne, die sich eher in einer Reihe anordnen. Die Mitglieder besitzen unterschiedliche Helligkeiten.
Bewertung: (2-3)
Cassiopeia:
NGC 896 (Cas, Neb, (1), 10’):
Bei 50x ohne einen Filter erkennt man lediglich ein schwaches Leuchten. Der Gasnebel ist zwar eindeutig zu sehen, erscheint aber recht schwach. Mit UHC kann man den Nebel dann sehr deutlich erkennen. Er scheint aus zwei Teilen zu bestehen, einem großen und einem kleinen. Das größere Fragment befindet sich neben einem hellen Stern und ist ca. 4x so groß wie das kleine Nebelstück. Sie scheinen durch eine Dunkelwolke voneinander getrennt zu sein. Der kleine Nebelteil hat eine rundliche Form und seine Helligkeit nimmt zur Mitte hin leicht zu.
Bewertung: (3-3)
Andromeda:
NGC 206 (And, Oc, -m-, 7’):
Bei diesem Objekt handelt es sich um die helle Sternwolke in der Andromedagalaxie. Bei 100x ist mit indirektem Sehen ein schwacher, diffuser und länglicher Lichtfleck erkennbar, der gut zu halten ist. Aufgrund der länglichen Form erscheint er 2-3:1 elongiert und seine Helligkeit nimmt zur Mitte hin leicht zu. Des weiteren besitzt das Objekt eine recht homogene Helligkeitsverteilung. Die Sternwolke befindet sich in einem sternreichen Umfeld
Bewertung: (2-2)
NGC 7640 (And, Gc, 11m7, 9.9’):
Bei 100x kann man in einem Sterndreieck einen größeren, aber schwachen diffusen Lichtfleck erkennen, der mit indirektem Sehen aber gut zu halten ist. Die Galaxie erscheint leicht oval und ist ca. 2:1 elongiert. Die Helligkeit der Koma nimmt leicht zur Mitte hin zu und im Zentrum kann man einen flächigen Kern erkennen. Kein ganz leichtes Objekt. Beim Vergleich mit dem DSS stellt man fest, dass nur der innerste Teil der Galaxie zu beobachten ist.
Bewertung: (2-2)
NGC 214 (And, Gx, 12m9, 1.9’):
Bei 100x ist ein diffuser Lichtfleck zu erkennen, der mit zwei helleren Sternen ein gleichschenkliges Dreieck bildet. Die Galaxie erscheint leicht oval und ist 1.5-2:1 elongiert. Die Koma wird zur Mitte hin leicht bis mäßig heller und im Zentrum blitzt manchmal ein stellarer Kern auf. Mit indirektem Sehen stellt die Galaxie kein Problem dar.
Bewertung: (2-2)
Triangulum:
NGC 604 (Tri, Neb, (1), <1’):
Bei diesem Objekt handelt es sich um die hellste HII- Region in unserer Nachbargalaxie M33. Bei 100x ist ein kleiner und recht heller, diffuser Lichtfleck erkennbar, der auch mit direktem Sehen gut zu erkennen ist. Er befindet sich neben einem helleren Stern. Die Helligkeit des Nebels nimmt zur Mitte hin stark zu, außerdem erscheint er oval und ist ca. 2:1 elongiert. Details im Nebel selbst sind keine auszumachen, außer dass die Ränder diffus nach außen auslaufen.
Bewertung: (4-2)
NGC 672 (Tri, Gx, 11m4, 6.9’):
Diese große, jedoch recht lichtschwache Galaxie bildet mit zwei helleren Sternen ein spitzwinkliges Dreieck. Sie erscheint als große, längliche Lichtnadel, die ca. 3-4:1 elongiert ist. Zur Mitte hin nimmt die Helligkeit nur leicht bis mäßig zu. Sie befindet sich höchstwahrscheinlich in Kantenlage. Außerdem kann man noch erkennen, dass die Kanten spitz nach außen hin auszulaufen scheinen. Ein recht interessantes Objekt, das auch mit direktem Sehen einfach zu erkennen ist.
Bewertung: (3-3)
NGC 890 (Tri, Gx, 12m2, 2.9’):
Im Gesichtsfeld ist eine kleine, aber recht helle Galaxie zu sehen, die auch mit direktem Sehen einfach zu erkennen ist. Sie befindet sich neben einem Dreieck aus schwachen Sternen. Die Galaxie erscheint oval und ist 2:1 elongiert. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin mäßig zu und im Zentrum kann man einen stellaren Kern erkennen, der dort des öfteren aufblitzt. Ein relativ einfaches Objekt.
Bewertung: (3-2)
NGC 925 (Tri, Gx, 10m7, 13’):
Diese große, jedoch recht lichtschwache Galaxie befindet sich inmitten einer Gruppe von Sternen. Trotz der geringen Flächenhelligkeit stellt sie bei indirektem Sehen kein Problem dar. Die Elongation ist schwierig abzuschätzen und beträgt höchstwahrscheinlich 2:1. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin leicht bis mäßig zu und im Zentrum kann man einen flächigen Kern erkennen.
Bewertung: (2-2)
NGC 1060 (Tri, Gx, 13m0, 2.3’):
Beim Blick mit 100x erkennt man zwischen einem hellen und einem schwächeren Stern eine lichtschwache Galaxie. Auch sie stellt bei indirektem Sehen kein Problem dar. Sie erscheint rundlich bis leicht oval und ist ca. 1.5:1 elongiert. Die Koma wird zur Mitte hin leicht bis mäßig heller und im Zentrum der Galaxie kann man einen stellaren Kern ausmachen. Die Ränder scheinen diffus nach außen hin auszulaufen.
Bewertung: (2-2)
Perseus:
NGC 1333 (Per, Neb, (3), 2’):
Schon bei 100x kann man ohne einen Filter um einen helleren Stern einen länglichen Nebelschleier erkennen, der sich nach Süden fortsetzt. Auch nördlich des Sterns scheint noch ein schwaches und kleines Nebelstückchen zu stehen. Auch mit UHC erkennt man wieder ein längliches Nebelstück, das 2:1 elongiert ist. Die beiden Teile scheinen durch ein schwache Brücke voneinander getrennt zu sein. Insgesamt ein relativ lichtschwaches Objekt.
Bewertung: (2-3)
NGC 1579 (Per, Neb, (3), 3’):
Bei 100x erkennt man neben einem helleren Stern mit indirektem Sehen einen schwachen, diffusen Lichtfleck, dessen Helligkeit zur Mitte hin leicht zunimmt. Indirekt ist der Nebel ein sehr einfaches Objekt. Mit UHC erscheint der Gasnebel schwächer, weshalb er ohne Filter besser zu beobachten ist. Er erscheint oval und ist ca. 1.5-2:1 elongiert. Ein relativ interessantes Objekt.
Bewertung: (3-2)
NGC 1207 (Per, Gx, 13m5, 2.7’):
Hier hat man eine sehr lichtschwache Galaxie vor sich, die auch mit indirektem Sehen nicht immer die ganze Zeit zu halten ist. Sie bildet mit zwei schwächeren Sternen ein gleichschenkliges Dreieck. Die Galaxie erscheint rund bis leicht oval und ist max. 1.5:1 elongiert. Über das gesamt Objekt kann man eine recht homogene Helligkeitsverteilung erkennen, allenfalls die Helligkeit der Koma nimmt ganz leicht zur Mitte hin zu. Im Zentrum blitzt manchmal ein stellarer Kern auf.
Bewertung: (1-2)
NGC 1058 (Per, Gx, 11m8, 2.3’):
Bei 100x ist ein kleiner, diffuser Lichtfleck zu erkennen, der mit zwei Doppelsternen ein Dreieck bildet. Die Galaxie erscheint leicht oval und ist ca. 1.5:1 elongiert. Sie besitzt eine homogene Helligkeitsverteilung und einen flächigen Kern. Des weiteren besitzt sie eine geringe Flächenhelligkeit, ist aber mit indirektem Sehen noch gut zu erkennen.
Bewertung: (2-2)
NGC 1003 (Per, Gx, 12m0, 5.8’):
Diese Galaxie befindet sich zwischen einem hellen und einem schwächeren Stern und ist mit indirektem Sehen sehr einfach zu erkennen. Sie erscheint relativ oval bis länglich und ist ungefähr 3:1 elongiert. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin leicht bis mäßig zu und im Innern kann man ein kleines, flächiges Zentrum ausmachen. Die Galaxie könnte sich evtl. in Kantenlage befinden. Ein recht interessantes Objekt.
Bewertung: (3-2)
NGC 1175 (Per, Gx, 13m8, 1.9’):
Bei 100x kann man zwischen zwei helleren Sternen eine kleine Galaxie ausmachen, die trotz der geringen Kataloghelligkeit mit indirektem Sehen gut zu erkennen ist. Sie hat eine relativ kleine Ausdehnung und erscheint oval, also ca. 2:1 elongiert. Die Helligkeit der Galaxie nimmt zur Mitte hin mäßig zu, außerdem ist im Inneren noch ein flächiges Zentrum zu erkennen. Kein ganz leichtes, aber auch kein schwieriges Objekt.
Bewertung: (1-2)
IC 284 (Per, Gx, 12m5, 4.1’):
Man erkennt einen schwachen, diffusen Lichtfleck, der mit indirektem Sehen gut zu erkennen ist, aber nicht gerade hell erscheint, weil die Galaxie eine recht geringe Flächenhelligkeit besitzt. Sie erscheint oval und ist ungefähr 2:1 elongiert. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin leicht bis mäßig zu und im Zentrum ist ein flächiger Kern zu sehen.
Bewertung: (1-2)
NGC 1193 (Per, Oc, -m-, 1.5’):
Bei 100x erkennt man einen kleinen, körnigen Lichtfleck, der sich südwestlich eines hellen Sterndreiecks befindet. Manchmal blitzen aus dem grießigen Hintergrund einzelne Sterne heraus. Bei 240x kann man den Haufen dann andeutungsweise auflösen, allerdings immer noch nicht vollständig. Man kann ca. 5 sehr schwache Haufensterne erkennen. Ansonsten ist bei dem Objekt nicht viel zu holen.
Bewertung: (2-2)
NGC 1160/61 Galaxienpärchen:
Bei 100x erkennt man im Gesichtsfeld ein sehr schönes Galaxienpärchen, das aus einer größeren, hellen und einer schwachen Galaxie besteht. Die beiden stehen nahe beieinander, was das ganze sehr reizvoll macht. Da beide Galaxien auch noch recht hell sind, ergibt das zusammenfassend einen sehr schönen Anblick. Unten sind die beiden Galaxien getrennt beobachtet und bewertet.
Bewertung:
NGC 1161 (Per, Gx, 12m0, 2.9’):
Diese Galaxie bildet mit zwei helleren Sternen ein gleichschenkliges, flaches Dreieck. Sie erscheint eher rundlich und die Helligkeit der Koma nimmt stark zur Mitte hin zu. Daraus resultiert auch die hohe Flächenhelligkeit des Objekts. Im Zentrum kann man bisweilen einen stellaren Kern erkennen.
Bewertung: (3-2)
NGC 1160 (Per, Gx, 13m5, 1.8’):
Diese Galaxie erscheint wesentlich lichtschwächer und ca. 3mal kleiner als ihre Nachbargalaxie. Bei 100x erkennt man eine schwach leuchtende Koma, in deren Mitte man manchmal einen stellaren Kern aufblitzen sieht. Die Helligkeit nimmt nur leicht zur Mitte hin zu.
Bewertung: (2-2)
NGC 1169 (Per, Gx, 12m2, 4.0’):
Im Gesichtsfeld des Okulars erkennt man eine recht helle Galaxie, die mit zwei Sternen ein gleichschenkliges Dreieck bildet. Sie erscheint leicht oval und ist ca. 1.5-2:1 elongiert. Sie besitzt einen auffälligen, deutlich sichtbaren stellaren Kern. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin leicht bis mäßig zu. Die Ränder erscheinen diffus nach außen auslaufend.
Bewertung: (3-2)
NGC 1348 (Per, Oc, -m-, ?’):
Bei 50x erkennt man einen sehr kleinen, grießigen Fleck, aus dem schon mehrere Einzelsterne hervorstechen, darunter auch ein etwas hellerer. Auffällig ist die kleine Ausdehnung des Haufens. Er erscheint sehr konzentriert und hebt sich auch sehr gut vom Umfeld ab. Bei 100x kann man den Haufen dann in ca. 10 Einzelsterne auflösen, die alle unterschiedliche Helligkeiten besitzen, aber auch allesamt sehr schwach sind. Auch jetzt erscheint der Haufen noch stark konzentriert und hat meiner Schätzung nach einen Durchmesser von ca. 2-3 Bogenminuten. Die Form ist eher rundlich.
Bewertung: (3-2)
NGC 1491 (Per, Neb, (1), 4.5’):
Bei 100x fällt neben einem helleren Stern ein heller, diffuser Nebelfleck auf, dessen Helligkeit leicht bis mäßig zur Mitte hin zunimmt. Dieser Gasnebel ist auch mit direktem Sehen sehr einfach zu erkennen, mit indirektem Sehen sowieso. Er hat eine längliche Form und ist 2:1 elongiert. Die Form kann man am besten mit einer dicken Banane vergleichen. Der nördliche Teil des Nebels erscheint heller als der südliche. Da der Nebel sehr gut auf den UHC anspricht, ist er mit Filter nun wirklich nicht mehr zu übersehen. Jetzt erscheint er nur noch leicht oval und in der Mitte fällt ein heller, breiter Streifen auf, der direkt an einem Stern vorbeizieht. Durch den Nebel selbst scheint eine dunklere Trennlinie zu verlaufen. Wirklich ein sehr interessantes Objekt. Die Bewertung gilt für den UHC.
Bewertung: (3-4)
NGC 1624 (Per, Neb, (3), 4’):
Im Gesichtsfeld erkennt man bei 100x einen kleinen Sternhaufen, der von einem diffusen Nebel umgeben ist. Schon ohne Filter ein sehr schöner Anblick. In der Mitte des Komplexes befindet sich ein hellerer Stern. Insgesamt kann man im Sternhaufen selbst 8 Sterne zählen. Dieser ist stark konzentriert und hebt sich deswegen auch gut vom Umfeld ab. Der Nebel hat eine längliche, unregelmäßige Form und umgibt den gesamten Sternhaufen. Mit UHC tritt der Sternhaufen in den Hintergrund und der Nebel hebt sich besser ab. Nun erscheint der Gasnebel oval und ist ca. 1.5-2:1 elongiert. Seine Helligkeit nimmt zur Mitte hin leicht zu. Seine Ränder laufen diffus nach außen hin aus. Strukturen im Nebel sind nicht zu erkennen.
Bewertung: (3-3)
Eridianus:
NGC 1084 (Eri, Gx, 11m2, 3.3’):
Bei 100x erkennt man einen sehr hellen, diffusen Lichtfleck, der auch mit direktem Sehen sehr einfach zu erkennen ist. Die Galaxie besitzt eine sehr hohe Flächenhelligkeit. Sie erscheint oval und ist ungefähr 2:1 elongiert. Die Helligkeit nimmt in Richtung Zentrum mäßig bis stark zu und im Innern der Koma kann man einen flächigen Kern erkennen. Ein sehr schönes und helles Objekt.
Bewertung: (4-2)
NGC 1535 (Eri, Pn, 9m6, 21“):
Schon bei 50x fällt ein heller, diffuser Fleck mit einer hohen Flächenhelligkeit auf. Der planetarische Nebel erscheint sehr hell und ist auch mit direktem Sehen sehr einfach zu erkennen. Bei 100x ist eine sehr helle Scheibe zu sehen, die ganz leicht oval erscheint (Elongation ca. 1.2:1). Neben dem Nebel befindet sich eine Gruppe von Sternen. Die Ränder laufen diffus nach außen aus und man kann eine leichte Türkisfärbung ausmachen. Bei 240x erscheint die Scheibe im Innern leicht gemottelt. Kann allerdings auch vom Seeing kommen. Ein Zentralstern ist nicht zu erkennen.
Bewertung: (4-3)
NGC 1407 (Eri, Gx, 10m6, 5.0’):
Man erkennt eine recht helle Galaxie, in deren Zentrum man einen auffallenden, stellaren Kern erkennen kann. Sie erscheint rundlich und ist max. 1.5:1 elongiert. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin mäßig zu und die Ränder laufen diffus nach außen hin aus. Die Galaxie bildet mit zwei helleren Sternen ein sehr flaches, fast gleichschenkliges Dreieck.
Bewertung: (3-2)
Gemini:
NGC 2129 (Gem, Oc, 6m7, 6’):
Schon bei 50x ist im Okular ein kleiner, aber feiner offener Haufen zu sehen, der sich um zwei hellere Sterne gruppiert. Der Haufen ist zwar schon aufgelöst, aber die schwachen Mitglieder kommen noch nicht so zur Geltung. Der Sternhaufen ist mäßig konzentriert und hebt sich sehr gut vom Umfeld ab. Der schönste Anblick ergibt sich bei 140x. Nun ist der Haufen schön aufgelöst und es sind ca. 20 Mitglieder mit den unterschiedlichsten Helligkeiten zu sehen. Der Haufen hat eine eher runde Form und im Innern sind zwei dunklere Stellen zu erkennen. Irgendwie sieht der Haufen spiegelsymmetrisch aus. Der Durchmesser beträgt nach meiner Schätzung ungefähr 5 Bogenminuten. Ein sehr reizvolles Objekt.
Bewertung: (4-3)
NGC 2158 (Gem, Oc, 8m6, 5’):
Bei 50x ist neben dem wunderschönen, offenen Sternhaufen M35 ein runder, leicht körniger Lichtfleck zu sehen. Bei dieser Vergrößerung bilden die beiden Haufen einen wunderschönen Gegensatz. Wenn man den kleinen Haufen auf 100x vergrößert, erscheint der Hintergrund nun richtig körnig und man kann schon einzelne Sterne erkennen. Bei 240x ist der Haufen dann zumindest teilweise aufgelöst, da der Hintergrund immer noch körnig erscheint. Aber man kann bei dieser Vergrößerung schon richtig viele Einzelsterne erkennen.
Bewertung: (3-3)
NGC 2266 (Gem, Oc, -m-, 6’):
Bei 50x erkennt man neben einem helleren Stern einen körnigen Fleck, in dem schon zahlreiche Einzelsterne zu sehen sind. Insbesondere eine gebogene Reihe von 3 Sternen fällt auf, die sich südlich des Haufens befindet. Der Sternhaufen ist stark konzentriert und hebt sich sehr gut vom Umfeld ab. Bei 100x kann man den Haufen dann schon sehr schön in Einzelsterne auflösen. Nun wird auch die große Anzahl der Mitglieder deutlich. Der Haufen besitzt die Form eines Dreiecks mit abgerundeten Ecken. Direkt neben dem Haufen befindet sich noch ein heller Vordergrundstern, der allerdings nicht mehr zum Haufen dazugehört. Auch bei 240x erscheint der Hintergrund noch leicht körnig, allerdings kann man jetzt ca. 25-30 Mitglieder zählen, die alle unterschiedliche Helligkeiten besitzen. Im Zentrum stehen die Sterne etwas dichter als am Rand. Der Durchmesser beträgt ca. 5’.
Bewertung: (3-3)
NGC 2371/72 (Gem, Pn, 13m2, 44“):
Dieser helle planetarische Nebel bildet mit zwei helleren Sternen ein flaches, unregelmäßiges Dreieck. Schon bei 50x ist der Nebel sogar mit direktem Sehen als diffuser Lichtfleck einfach zu erkennen. Bei 100x fällt einem dann sofort auf, dass der Nebel in zwei Teile gesplittet ist, daher also auch die beiden NGC- Nummern. Der südöstliche Teil erscheint deutlich heller und auch kompakter als der nordwestliche. Seine Helligkeit nimmt zur Mitte hin stark zu, während die des nördlichen Teils nur mäßig zunimmt. Im südwestlichen Teil könnte sich sogar ein Stern verbergen. Bei 240x kann man dann erkennen, dass die beiden Teile doch nur durch eine schwache Lichtbrücke miteinander verbunden sind. Eine Farbe ist nicht erkennbar. Auch kein Zentralstern. Ein sehr interessantes Objekt.
Bewertung: (3-4)
NGC 2392 (Gem, Pn, 9m9, 20“):
Bei 50x fällt südlich eines hellen Sterns ein heller, diffuser Fleck auf, in dessen Mitte ganz deutlich ein heller Zentralstern zu erkennen ist. Obwohl der Nebel eine hohe Helligkeit besitzt, kann man keine Farbe erkennen. Auch bei 100x ist der Nebel noch sehr hell. Man erkennt einen hellen Innenbereich, sowie schwach leuchtende, diffus nach außen hin auslaufende Randbereiche. Bei 240x sind die beiden Bereiche dann deutlich voneinander zu unterscheiden, allerdings nur mit indirektem Sehen und das auch nicht die ganze Zeit. Außerdem scheinen an der Ost und Westseite zwei dunklere Striche zu sein, die die beiden Bereiche von einander trennen.
Bewertung: (4-3)
NGC 2420 (Gem, Oc, 8m3, 10’):
Bei 50x ist im Gesichtsfeld ein stark konzentrierter, offener Sternhaufen zu sehen, der sich sehr gut vom Umfeld abhebt. Schon bei dieser schwachen Vergrößerung kann man den Haufen schon in viele Einzelsterne auflösen, allerdings erscheint der Hintergrund immer noch körnig bis leicht diffus. Bei 100x sind zwar schon deutlich mehr Einzelsterne auszumachen, aber trotzdem bleibt noch ein grießiger Hintergrund erhalten. Schon jetzt ein sehr interessantes Objekt. Bei 240x kann man den Haufen zwar komplett auflösen, aber es geht viel von der Ästhetik verloren. Insgesamt sind ca. 20 Mitglieder mit unterschiedlichen Helligkeiten direkt auszumachen. Die Form an sich ist zwar rund, trotzdem erscheinen die Ränder unregelmäßig. Außerdem ist eine dunkle Einbuchtung zu erkennen. Der Haufendurchmesser beträgt nach meiner Schätzung allerdings nur 5’.
Bewertung: (3-3)
NGC 2395 (Gem, Oc, 8m0, 12’):
Bei 50x ist ein relativ großer, mäßig konzentrierter Sternhaufen zu erkennen, der sich gut vom Umfeld abhebt. Schon jetzt kann man den Haufen vollständig in Einzelsterne auflösen. Er besitzt eine dreieckige Form und man erkennt ca. 30 Mitglieder mit unterschiedlichen Helligkeiten. Der Haufen erscheint irgendwie dreieckig und ist ca. 2:1 elongiert. Der Durchmesser beträgt ca. 8x15 Bogenminuten. Man sollte nicht höher als 100x vergrößern.
Bewertung: (3-3)
NGC 2355 (Gem, Oc, -m-, 9’):
Schon bei 50x kann man einen helleren, stark konzentrierten offenen Haufen erkennen. Bei 100x kann man ihn dann schön in Einzelsterne auflösen. Er erscheint immer noch stark konzentriert und man kann ca. 25 Mitglieder mit unterschiedlichen Helligkeiten erkennen. Im Zentrum stehen die Sterne dichter als in den Randbereichen. Die Form des Haufens ist oval und unregelmäßig, was aber nicht näher definiert werden kann. Er erinnert vielleicht so ein bisschen an NGC 457 in der Cassiopeia. Auch wieder ein reizvolles Objekt.
Bewertung: (4-3)
NGC 2304 (Gem, Oc, -m-, 5’):
Bei 50x erkennt man im dichten Milchstraßengewimmel einen sehr kleinen, offenen Sternhaufen, der mit zwei sehr hellen Sternen ein fast gleichseitiges Dreieck bildet. Außer einem diffusen Fleck, dessen Helligkeit zur Mitte hin leicht zunimmt, ist noch nicht zu erkennen. Der Hintergrund erscheint jedoch schon leicht körnig. Bei 100x ist der Hintergrund nun sehr stark körnig und es treten schon ein paar Einzelsterne hervor. Ein interessantes Objekt. Der Haufendurchmesser beträgt nach meiner Schätzung allerdings nur 3’. Des weiteren ist der Haufen stark konzentriert und hebt sich infolgedessen auch sehr gut vom Umfeld ab. Bei 240x kann man ihn dann in ca. 15 Haufenmitglieder auflösen, die mehr oder weniger alle die gleiche Helligkeit besitzen. Die Form erscheint nun leicht oval (Elongation 1.5:1) und auch sehr regelmäßig.
Bewertung: (3-3)
Orion:
NGC 2169 (Ori, Oc, 5m9, 6’):
Bei 50x erkennt man einen kleinen, offenen Sternhaufen, der aus relativ hellen Mitgliedern besteht. Schon jetzt ist der Haufen wunderschön aufgelöst. Man kann ca. 15 Mitglieder mit unterschiedlichen Helligkeiten ausmachen. Der Haufen hat die Form einer Raute, wobei im Innern eben dieser Raute kaum Sterne zu sehen sind. Wirklich ein sehr reizvolles Objekt.
Bewertung: (4-3)
NGC 2194 (Ori, Oc, 8m5, 10’):
Bei 50x erkennt man einen kleineren, stark konzentrierten, offenen Sternhaufen, der sich sehr gut vom Umfeld abhebt und das, obwohl er sich im dichten Milchstraßengewimmel befindet. Schon jetzt sind viele Einzelsterne zu erkennen, der Hintergrund erscheint aber immer noch grießig. Bei 100x treten dann noch mehr Einzelsterne hervor, allerdings bleibt immer noch ein körniger Hintergrund erhalten. Der Haufen hat eine ovale Form und ist ca. 1.5-2:1 elongiert. Insgesamt besteht der Haufen aus 25-30 Mitgliedern, die alle unterschiedliche Helligkeiten haben. Der Durchmesser beträgt nach meiner Schätzung 6’. Auch wieder ein reizvoller Sternhaufen.
Bewertung: (4-3)
NGC 2022 (Ori, Pn, 12m4, 19“):
Bei 50x kann man einen unscharfen Stern erkennen, der mit 2 hellen Sternen eine leicht gebogene Reihe bildet. Leider erscheint er bei dieser Vergrößerung noch recht klein, aber auch hell, so dass er auch mit direktem Sehen einfach zu erkennen ist. Bei 100x wird eine kleine, kreisrunde bis ganz leicht ovale Scheibe sichtbar, deren Helligkeit zur Mitte hin leicht zunimmt. Ein Zentralstern, sowie weitere Details sind nicht zu erkennen. Auch eine Farbe ist nicht auszumachen.
Bewertung: (3-2)
NGC 2186 (Ori, Oc, 8m7, 4’):
Mit einer 100-fachen Vergrößerung erkennt man einen sehr kleinen Sternhaufen, der allerdings schon fast komplett in Einzelsterne aufgelöst werden kann. Er befindet sich in einer Gruppe von helleren Vordergrundsternen. Mit einem Durchmesser von geschätzten 3-4 Bogenminuten hat er eine recht kleine Ausdehnung. Des weiteren ist er mäßig konzentriert und hebt sich sehr gut vom Umfeld ab. Auffallend ist ein heller Stern am Rand des Haufens. Insgesamt sind ca. 10 Haufenmitglieder mit unterschiedlichen Helligkeiten erkennbar. Die Form ist eher rund.
Bewertung: (3-3)
NGC 2024 (Ori, Neb, (1), 12’):
Flammennebel: Bei 50x und UHC ist deutlich der Gasnebel erkennbar, der in der Mitte von einer breiten Dunkelwolke getrennt wird. Beide Teile des Nebels sind in etwa gleich hell. Strukturen im Nebel sind nicht zu erkennen, lediglich der dunkle Streifen erscheint an den Rändern etwas unregelmäßig. Der nordwestliche Teil des Nebels erscheint länger als der südöstliche.
Bewertung: (3-2)
NGC 1980 (Ori, Oc/Neb, -m-/(1), 12’/10’):
Bei 50x ist ein Ring aus 6 Sternen und einen sehr hellen siebten (Iota Ori, 2m8) zu erkennen. Um diesen hellen Stern kann man eine ovale, ca. 1.5:1 elongierte Nebelmasse ausmachen. Es fällt ein hellerer Zentralteil auf. Der Gasnebel läuft diffus nach außen hin aus und ist mit einem UHC relativ deutlich zu sehen
Bewertung: (2-2)
NGC 1999 (Ori, Neb, (1), 5’):
Bei 50x erkennt man mit einem UHC um einen helleren Stern einen kleinen, schwach leuchtenden Nebelschleier. Mit indirektem Sehen erscheint er sogar relativ hell. Auch bei 100x und ohne Filter kann man den Nebel deutlich sehen. Mit Filter ist eine leicht ovale, ca. 1.5:1 elongierte Nebelmasse. Die Ränder erscheinen ein bisschen unregelmäßig und die Helligkeit des Nebels nimmt zur Mitte hin leicht zu.
Bewertung: (3-2)
NGC 1788 (Ori, Neb, (1), 3’):
Bei 50x und ohne Nebelfilter ist in einer Raute aus helleren Sternen neben einem Stern ein schwach leuchtender, diffuser Fleck erkennbar. Der Nebel hat eine relativ kleine Ausdehnung. Außerdem kann man erkennen, dass die Helligkeit zur Mitte hin mäßig zunimmt. Bei 100x erscheint das Objekt leicht länglich und ist ungefähr 2:1 elongiert. Im Nebel selbst ist noch ein schwacher Stern zu erkennen. Die Form des Nebels erscheint unregelmäßig. Ohne Filter wesentlich besser erkennbar wie mit.
Bewertung: (3-3)
NGC 1924 (Ori, Gx, 13m2, 1.6’):
Diese kleine Galaxie befindet sich nur ca. 1.7° vom Orionnebel entfernt. Bei 100x kann man einen schwachen, diffusen Lichtfleck erkennen, der sich zwischen zwei hellen Sternen befindet. Die Galaxie erscheint leicht oval und ist ca. 1.5:1 elongiert. Mit indirektem Sehen ist sie ca. 90% der Zeit zu halten. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin nur leicht zu und man erkennt im Zentrum einen flächigen Kern.
Bewertung: (1-1)
Lepus:
NGC 1964 (Lep, Gx, 11m5, 5.6’):
Man kann einen schwachen, diffusen Lichtfleck erkennen, in dessen Zentrum ein sehr heller, stellarer Kern zu sehen ist. Neben der Galaxie scheint sich noch ein recht schwacher Vordergrundstern zu befinden. Sie erscheint oval, ca. 2:1 elongiert und die Helligkeit der Koma nimmt leicht zur Mitte hin zu.
Bewertung: (2-2)
M79 (Lep, Gc, 7m8, 7.8’):
Bei 50x erkennt man einen sehr hellen, diffusen Lichtfleck, dessen Helligkeit zur Mitte hin sehr stark zunimmt. Im Innern ist ein fast punktförmiges Zentrum zu erkennen. Der Kugelsternhaufen hat eine sehr hohe Flächenhelligkeit und ist auch mit direktem Sehen sehr einfach zu erkennen. Schon bei dieser kleinen Vergrößerung erscheinen die Randbereiche leicht unregelmäßig und körnig. Bei 100x sind in den Randbereichen bereits viele Einzelsterne zu erkennen. Der stellare Kern ist immer noch sehr auffällig.
Bewertung: (5-4)
da ich in den letzten Wochen nicht so die Zeit hatte, mich aktiv am Forumsgeschehen zu beteiligen, folgt hier nun wieder mal ein aktueller Beobachtungsbericht vom 27.10. Auf meinem Beobachtungsplatz in 460mNN herrschten super Bedingungen, während im Rheintal eine undefinierbare Dunst- und Nebelsuppe vorherrschte. Leider musste ich gegen 5 Uhr morgens dann aufhören, weil sich auf meinem Spiegel eine ganz leicht Eisschicht gebildet hatte. Deswegen sind die Beschreibungen der Objekte im Lepus auch ein bisschen mit Vorsicht zu genießen.
Ich hoffe, dass für den ein oder anderen wieder ein paar neue Anregungen mit dabei sind. Aber ich denke, unter mehr als 50 Objekten ist bestimmt für jeden etwas dabei.
Neu ist auch die Bewertung zu jedem Objekt. Leider hat das Forum die Gesamtbewertung verschluckt, so dass hier nur die Bewertungen für die Helligkeit und die Strukturfülle zu sehen sind. Hierzu noch eine kurze Erklärung:
Die erste Zahl gibt die Helligkeit des Objektes an:
5: extrem hell
4: sehr hell
3: hell
2: lichtschwach
1: sehr lichtschwach
Die zweite Zahl gibt die Strukturfülle des Objekts an:
5: extrem viele Strukturen
4: sehr viele Strukturen
3: viele Strukturen
4: wenig Strukturen
5: keine Strukturen
Natürlich sind diese Angaben sehr subjektiv, aber wenn einer von euch eine Idee hat, wie man das noch besser machen könnte, dann wäre ich sehr dankbar für Vorschläge. Aber ich denke, dass es für einen groben Überblick ausreicht.
Also, dann viel Spaß beim Lesen und nachbeobachten...
Christian
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Beobachtungsbericht Nr. 19 vom 27.10.03
Bedingungen:
Heute Nacht waren die Bedingungen wirklich super. Im Rheintal lag so etwas wie eine Dunst und Nebelsuppe, während es auf 460mNN sehr klar war. Die Grenzgröße lag bei 6m2 im Sternbild Taurus. Nachdem die Horizontsicht um 23 Uhr noch nicht so gut war, war sie gegen morgen dann wirklich super. Ich konnte sogar die Taube erkennen. Die Wintermilchstrasse zog sich als deutlich sichtbares, leicht strukturiertes, schwaches Band durch Fuhrmann und Zwillinge, um dann am Orion und Großen Hund vorbeizuziehen. Die Temperatur lag die ganze Zeit unter dem Nullpunkt, so dass gegen 5 Uhr morgens leider mein Spiegel ein bisschen eingefroren ist und ich aufhören musste. Alles in allem eine kalte, aber sehr klare Nacht.
Instrument:
203/1200mm Dobson mit 25mm und 9mmPlössl, 13mm und 5mm LVW, OIII- und UHC-Filter
Asteroid 1937 UB: Hermes
Zuerst stand Hermes auf dem Programm, der an diesem Abend einen Abstand von 12.8 Millionen Kilometern zur Erde hatte. Schon 10 Minuten reichten aus, um die Bewegung dieses Asteroiden zu sehen. Bei 100x war er mit einer Helligkeit von 13m5 mit indirektem Sehen sehr einfach zu erkennen. Wirklich ein tolles Erlebnis, so einen nahen Kleinplaneten mit eigenen Augen zu sehen.
Komet 2P/Encke:
Nachdem ich meine Objekte in Andromeda beendet hatte, ging es auf einen Besuch bei Komet Encke vorbei. Bei 50x ist mit indirektem Sehen nur ein sehr lichtschwacher, diffuser Lichtfleck zu erkennen. Ein sehr schwaches Objekt, das sich nahe der Sichtbarkeitsgrenze befindet, obwohl es eine Helligkeit von 11m2 hätte haben sollen. Der Komet befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer Entfernung von ca. 57 Mio. Kilometern.
Cepheus:
NGC 1184 (Cep, Gx, 13m5, 3.0’):
Bei 100x erkennt man in einem sternreichen Umfeld einen schwachen, diffusen Lichtfleck, der mit indirektem Sehen gut zu halten ist. Die Galaxie erscheint oval und ist ungefähr 2:1 elongiert. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin stark zu und im Zentrum blitzt des öfteren ein stellarer Kern auf.
Bewertung: (2-2)
NGC 7023 (Cep, Neb, (1), 5’):
Bei einer Vergrößerung von 100x kann man um einen sehr hellen Stern ein schwaches, unregelmäßiges Leuchten wahrnehmen, in dem auch einige dunkle Stellen zu erkennen sind. Der Nebel erscheint unregelmäßig, nicht nur in der Form, sondern auch in der Helligkeitsverteilung. Mit UHC erscheint er zwar deutlicher, aber auch lichtschwächer. Im Nebel fällt ein hellerer Balken auf, an den sich eine dunkle Stelle anschließt. Die Ränder erscheinen nicht klar definiert, sondern laufen diffus nach außen aus. Trotzdem erscheint das Objekt sehr kompakt. Der Nebel scheint von dunkleren Wolken umgeben zu sein, die sich von allen Seiten so ein bisschen in den Nebel hineinschieben. Ohne Filter kommt das Objekt meiner Meinung nach besser.
Bewertung
NGC 7129 (Cep, Neb, (1), 1.8’):
Schon bei 100x und ohne Nebelfilter ist um eine Gruppe aus Sternen ein diffuses Leuchten erkennbar. Der Gasnebel hat eine unregelmäßige Form und bietet schon jetzt einen sehr schönen Anblick. Mit UHC wird das Objekt dann richtig interessant. Im Inneren kann man eine Sterngruppe erkennen, die die Form einer Raute bilden. Auf der längeren Seite der Raute schiebt sich eine dunkle Wolke in den Nebel hinein und scheint den Nebel in zwei Teile zu spalten, zumindest teilweise. Westlich der Sterngruppe findet sich noch ein diffuser Stern, was evtl. noch ein sehr kompaktes Nebelteil sein könnte.
Bewertung
NGC 7354 (Cep, Pn, 12m9, 23“):
Dieser helle planetarische Nebel, der auch mit direktem Sehen sehr gut zu erkennen ist, befindet sich in einer Linie zwischen zwei helleren Sternen. Bei 100x kann man erkennen, dass der Nebel zur Mitte hin mäßig heller wird, und im Zentrum blitzt manchmal ein hellerer Punkt auf. Er hat die Form einer Scheibe. Auch bei 240x erkennt man noch eine recht helle Scheibe, in deren Mitte man jetzt aber manchmal ein Loch erkennen kann, weswegen er manchmal auch wie ein Ring aussieht. Direkt neben dem Nebel befinden sich zwei schwache Sterne. Von einem Zentralstern ist nichts mehr zu sehen. Ein recht interessantes Objekt.
Bewertung
NGC 7419 (Cep, Oc, -m-, 2’):
Bei 50x erkennt man neben einem helleren Stern ein schwaches, körniges Leuchten. Die Ausdehnung des Haufens ist sehr klein. Er gruppiert sich um einen weiteren, hellen Stern und manchmal blitzen aus dem körnigen Hintergrund Einzelsterne hervor. Bei 100x sind in dem nun länglich aussehenden, 2-3:1 elongierten Objekt mehrere Einzelsterne erkennbar, der Hintergrund erscheint aber immer noch grießig bis neblig. Er hat irgendwie die Form einer breiteren Banane. Bei 240x kann man dann erkennen, dass der Haufen nicht nur aus der „Banane“ besteht, sondern dass auch außerhalb noch sehr schwache Sterne sind. Nun ist der Haufen fast komplett aufgelöst. Er besteht aus 15 Mitgliedern mit unterschiedlichen Helligkeiten, ist mäßig konzentriert und hebt sich gut vom Umfeld ab.
Bewertung: (2-3)
NGC 7762 (Cep, Oc, -m-, 11’):
Bei 50x ist an der fraglichen Stelle ein schwaches, körniges Leuchten erkennbar. Der Sternhaufen erscheint leicht länglich (3:1 elongiert) und man kann schon jetzt ein paar Einzelsterne erkennen. Er hat eine kleine Ausdehnung und befindet sich fast in einer Reihe mit zwei helleren Sternen. Bei 100x ändert sich an dem Bild nicht viel. Nun kann man ca. 6 Einzelsterne direkt erkennen, wobei der Hintergrund immer noch körnig erscheint. Bei 240x kann man den Haufen dann schön auflösen und man erkennt ca. 10-15 Einzelsterne, die sich eher in einer Reihe anordnen. Die Mitglieder besitzen unterschiedliche Helligkeiten.
Bewertung: (2-3)
Cassiopeia:
NGC 896 (Cas, Neb, (1), 10’):
Bei 50x ohne einen Filter erkennt man lediglich ein schwaches Leuchten. Der Gasnebel ist zwar eindeutig zu sehen, erscheint aber recht schwach. Mit UHC kann man den Nebel dann sehr deutlich erkennen. Er scheint aus zwei Teilen zu bestehen, einem großen und einem kleinen. Das größere Fragment befindet sich neben einem hellen Stern und ist ca. 4x so groß wie das kleine Nebelstück. Sie scheinen durch eine Dunkelwolke voneinander getrennt zu sein. Der kleine Nebelteil hat eine rundliche Form und seine Helligkeit nimmt zur Mitte hin leicht zu.
Bewertung: (3-3)
Andromeda:
NGC 206 (And, Oc, -m-, 7’):
Bei diesem Objekt handelt es sich um die helle Sternwolke in der Andromedagalaxie. Bei 100x ist mit indirektem Sehen ein schwacher, diffuser und länglicher Lichtfleck erkennbar, der gut zu halten ist. Aufgrund der länglichen Form erscheint er 2-3:1 elongiert und seine Helligkeit nimmt zur Mitte hin leicht zu. Des weiteren besitzt das Objekt eine recht homogene Helligkeitsverteilung. Die Sternwolke befindet sich in einem sternreichen Umfeld
Bewertung: (2-2)
NGC 7640 (And, Gc, 11m7, 9.9’):
Bei 100x kann man in einem Sterndreieck einen größeren, aber schwachen diffusen Lichtfleck erkennen, der mit indirektem Sehen aber gut zu halten ist. Die Galaxie erscheint leicht oval und ist ca. 2:1 elongiert. Die Helligkeit der Koma nimmt leicht zur Mitte hin zu und im Zentrum kann man einen flächigen Kern erkennen. Kein ganz leichtes Objekt. Beim Vergleich mit dem DSS stellt man fest, dass nur der innerste Teil der Galaxie zu beobachten ist.
Bewertung: (2-2)
NGC 214 (And, Gx, 12m9, 1.9’):
Bei 100x ist ein diffuser Lichtfleck zu erkennen, der mit zwei helleren Sternen ein gleichschenkliges Dreieck bildet. Die Galaxie erscheint leicht oval und ist 1.5-2:1 elongiert. Die Koma wird zur Mitte hin leicht bis mäßig heller und im Zentrum blitzt manchmal ein stellarer Kern auf. Mit indirektem Sehen stellt die Galaxie kein Problem dar.
Bewertung: (2-2)
Triangulum:
NGC 604 (Tri, Neb, (1), <1’):
Bei diesem Objekt handelt es sich um die hellste HII- Region in unserer Nachbargalaxie M33. Bei 100x ist ein kleiner und recht heller, diffuser Lichtfleck erkennbar, der auch mit direktem Sehen gut zu erkennen ist. Er befindet sich neben einem helleren Stern. Die Helligkeit des Nebels nimmt zur Mitte hin stark zu, außerdem erscheint er oval und ist ca. 2:1 elongiert. Details im Nebel selbst sind keine auszumachen, außer dass die Ränder diffus nach außen auslaufen.
Bewertung: (4-2)
NGC 672 (Tri, Gx, 11m4, 6.9’):
Diese große, jedoch recht lichtschwache Galaxie bildet mit zwei helleren Sternen ein spitzwinkliges Dreieck. Sie erscheint als große, längliche Lichtnadel, die ca. 3-4:1 elongiert ist. Zur Mitte hin nimmt die Helligkeit nur leicht bis mäßig zu. Sie befindet sich höchstwahrscheinlich in Kantenlage. Außerdem kann man noch erkennen, dass die Kanten spitz nach außen hin auszulaufen scheinen. Ein recht interessantes Objekt, das auch mit direktem Sehen einfach zu erkennen ist.
Bewertung: (3-3)
NGC 890 (Tri, Gx, 12m2, 2.9’):
Im Gesichtsfeld ist eine kleine, aber recht helle Galaxie zu sehen, die auch mit direktem Sehen einfach zu erkennen ist. Sie befindet sich neben einem Dreieck aus schwachen Sternen. Die Galaxie erscheint oval und ist 2:1 elongiert. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin mäßig zu und im Zentrum kann man einen stellaren Kern erkennen, der dort des öfteren aufblitzt. Ein relativ einfaches Objekt.
Bewertung: (3-2)
NGC 925 (Tri, Gx, 10m7, 13’):
Diese große, jedoch recht lichtschwache Galaxie befindet sich inmitten einer Gruppe von Sternen. Trotz der geringen Flächenhelligkeit stellt sie bei indirektem Sehen kein Problem dar. Die Elongation ist schwierig abzuschätzen und beträgt höchstwahrscheinlich 2:1. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin leicht bis mäßig zu und im Zentrum kann man einen flächigen Kern erkennen.
Bewertung: (2-2)
NGC 1060 (Tri, Gx, 13m0, 2.3’):
Beim Blick mit 100x erkennt man zwischen einem hellen und einem schwächeren Stern eine lichtschwache Galaxie. Auch sie stellt bei indirektem Sehen kein Problem dar. Sie erscheint rundlich bis leicht oval und ist ca. 1.5:1 elongiert. Die Koma wird zur Mitte hin leicht bis mäßig heller und im Zentrum der Galaxie kann man einen stellaren Kern ausmachen. Die Ränder scheinen diffus nach außen hin auszulaufen.
Bewertung: (2-2)
Perseus:
NGC 1333 (Per, Neb, (3), 2’):
Schon bei 100x kann man ohne einen Filter um einen helleren Stern einen länglichen Nebelschleier erkennen, der sich nach Süden fortsetzt. Auch nördlich des Sterns scheint noch ein schwaches und kleines Nebelstückchen zu stehen. Auch mit UHC erkennt man wieder ein längliches Nebelstück, das 2:1 elongiert ist. Die beiden Teile scheinen durch ein schwache Brücke voneinander getrennt zu sein. Insgesamt ein relativ lichtschwaches Objekt.
Bewertung: (2-3)
NGC 1579 (Per, Neb, (3), 3’):
Bei 100x erkennt man neben einem helleren Stern mit indirektem Sehen einen schwachen, diffusen Lichtfleck, dessen Helligkeit zur Mitte hin leicht zunimmt. Indirekt ist der Nebel ein sehr einfaches Objekt. Mit UHC erscheint der Gasnebel schwächer, weshalb er ohne Filter besser zu beobachten ist. Er erscheint oval und ist ca. 1.5-2:1 elongiert. Ein relativ interessantes Objekt.
Bewertung: (3-2)
NGC 1207 (Per, Gx, 13m5, 2.7’):
Hier hat man eine sehr lichtschwache Galaxie vor sich, die auch mit indirektem Sehen nicht immer die ganze Zeit zu halten ist. Sie bildet mit zwei schwächeren Sternen ein gleichschenkliges Dreieck. Die Galaxie erscheint rund bis leicht oval und ist max. 1.5:1 elongiert. Über das gesamt Objekt kann man eine recht homogene Helligkeitsverteilung erkennen, allenfalls die Helligkeit der Koma nimmt ganz leicht zur Mitte hin zu. Im Zentrum blitzt manchmal ein stellarer Kern auf.
Bewertung: (1-2)
NGC 1058 (Per, Gx, 11m8, 2.3’):
Bei 100x ist ein kleiner, diffuser Lichtfleck zu erkennen, der mit zwei Doppelsternen ein Dreieck bildet. Die Galaxie erscheint leicht oval und ist ca. 1.5:1 elongiert. Sie besitzt eine homogene Helligkeitsverteilung und einen flächigen Kern. Des weiteren besitzt sie eine geringe Flächenhelligkeit, ist aber mit indirektem Sehen noch gut zu erkennen.
Bewertung: (2-2)
NGC 1003 (Per, Gx, 12m0, 5.8’):
Diese Galaxie befindet sich zwischen einem hellen und einem schwächeren Stern und ist mit indirektem Sehen sehr einfach zu erkennen. Sie erscheint relativ oval bis länglich und ist ungefähr 3:1 elongiert. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin leicht bis mäßig zu und im Innern kann man ein kleines, flächiges Zentrum ausmachen. Die Galaxie könnte sich evtl. in Kantenlage befinden. Ein recht interessantes Objekt.
Bewertung: (3-2)
NGC 1175 (Per, Gx, 13m8, 1.9’):
Bei 100x kann man zwischen zwei helleren Sternen eine kleine Galaxie ausmachen, die trotz der geringen Kataloghelligkeit mit indirektem Sehen gut zu erkennen ist. Sie hat eine relativ kleine Ausdehnung und erscheint oval, also ca. 2:1 elongiert. Die Helligkeit der Galaxie nimmt zur Mitte hin mäßig zu, außerdem ist im Inneren noch ein flächiges Zentrum zu erkennen. Kein ganz leichtes, aber auch kein schwieriges Objekt.
Bewertung: (1-2)
IC 284 (Per, Gx, 12m5, 4.1’):
Man erkennt einen schwachen, diffusen Lichtfleck, der mit indirektem Sehen gut zu erkennen ist, aber nicht gerade hell erscheint, weil die Galaxie eine recht geringe Flächenhelligkeit besitzt. Sie erscheint oval und ist ungefähr 2:1 elongiert. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin leicht bis mäßig zu und im Zentrum ist ein flächiger Kern zu sehen.
Bewertung: (1-2)
NGC 1193 (Per, Oc, -m-, 1.5’):
Bei 100x erkennt man einen kleinen, körnigen Lichtfleck, der sich südwestlich eines hellen Sterndreiecks befindet. Manchmal blitzen aus dem grießigen Hintergrund einzelne Sterne heraus. Bei 240x kann man den Haufen dann andeutungsweise auflösen, allerdings immer noch nicht vollständig. Man kann ca. 5 sehr schwache Haufensterne erkennen. Ansonsten ist bei dem Objekt nicht viel zu holen.
Bewertung: (2-2)
NGC 1160/61 Galaxienpärchen:
Bei 100x erkennt man im Gesichtsfeld ein sehr schönes Galaxienpärchen, das aus einer größeren, hellen und einer schwachen Galaxie besteht. Die beiden stehen nahe beieinander, was das ganze sehr reizvoll macht. Da beide Galaxien auch noch recht hell sind, ergibt das zusammenfassend einen sehr schönen Anblick. Unten sind die beiden Galaxien getrennt beobachtet und bewertet.
Bewertung:
NGC 1161 (Per, Gx, 12m0, 2.9’):
Diese Galaxie bildet mit zwei helleren Sternen ein gleichschenkliges, flaches Dreieck. Sie erscheint eher rundlich und die Helligkeit der Koma nimmt stark zur Mitte hin zu. Daraus resultiert auch die hohe Flächenhelligkeit des Objekts. Im Zentrum kann man bisweilen einen stellaren Kern erkennen.
Bewertung: (3-2)
NGC 1160 (Per, Gx, 13m5, 1.8’):
Diese Galaxie erscheint wesentlich lichtschwächer und ca. 3mal kleiner als ihre Nachbargalaxie. Bei 100x erkennt man eine schwach leuchtende Koma, in deren Mitte man manchmal einen stellaren Kern aufblitzen sieht. Die Helligkeit nimmt nur leicht zur Mitte hin zu.
Bewertung: (2-2)
NGC 1169 (Per, Gx, 12m2, 4.0’):
Im Gesichtsfeld des Okulars erkennt man eine recht helle Galaxie, die mit zwei Sternen ein gleichschenkliges Dreieck bildet. Sie erscheint leicht oval und ist ca. 1.5-2:1 elongiert. Sie besitzt einen auffälligen, deutlich sichtbaren stellaren Kern. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin leicht bis mäßig zu. Die Ränder erscheinen diffus nach außen auslaufend.
Bewertung: (3-2)
NGC 1348 (Per, Oc, -m-, ?’):
Bei 50x erkennt man einen sehr kleinen, grießigen Fleck, aus dem schon mehrere Einzelsterne hervorstechen, darunter auch ein etwas hellerer. Auffällig ist die kleine Ausdehnung des Haufens. Er erscheint sehr konzentriert und hebt sich auch sehr gut vom Umfeld ab. Bei 100x kann man den Haufen dann in ca. 10 Einzelsterne auflösen, die alle unterschiedliche Helligkeiten besitzen, aber auch allesamt sehr schwach sind. Auch jetzt erscheint der Haufen noch stark konzentriert und hat meiner Schätzung nach einen Durchmesser von ca. 2-3 Bogenminuten. Die Form ist eher rundlich.
Bewertung: (3-2)
NGC 1491 (Per, Neb, (1), 4.5’):
Bei 100x fällt neben einem helleren Stern ein heller, diffuser Nebelfleck auf, dessen Helligkeit leicht bis mäßig zur Mitte hin zunimmt. Dieser Gasnebel ist auch mit direktem Sehen sehr einfach zu erkennen, mit indirektem Sehen sowieso. Er hat eine längliche Form und ist 2:1 elongiert. Die Form kann man am besten mit einer dicken Banane vergleichen. Der nördliche Teil des Nebels erscheint heller als der südliche. Da der Nebel sehr gut auf den UHC anspricht, ist er mit Filter nun wirklich nicht mehr zu übersehen. Jetzt erscheint er nur noch leicht oval und in der Mitte fällt ein heller, breiter Streifen auf, der direkt an einem Stern vorbeizieht. Durch den Nebel selbst scheint eine dunklere Trennlinie zu verlaufen. Wirklich ein sehr interessantes Objekt. Die Bewertung gilt für den UHC.
Bewertung: (3-4)
NGC 1624 (Per, Neb, (3), 4’):
Im Gesichtsfeld erkennt man bei 100x einen kleinen Sternhaufen, der von einem diffusen Nebel umgeben ist. Schon ohne Filter ein sehr schöner Anblick. In der Mitte des Komplexes befindet sich ein hellerer Stern. Insgesamt kann man im Sternhaufen selbst 8 Sterne zählen. Dieser ist stark konzentriert und hebt sich deswegen auch gut vom Umfeld ab. Der Nebel hat eine längliche, unregelmäßige Form und umgibt den gesamten Sternhaufen. Mit UHC tritt der Sternhaufen in den Hintergrund und der Nebel hebt sich besser ab. Nun erscheint der Gasnebel oval und ist ca. 1.5-2:1 elongiert. Seine Helligkeit nimmt zur Mitte hin leicht zu. Seine Ränder laufen diffus nach außen hin aus. Strukturen im Nebel sind nicht zu erkennen.
Bewertung: (3-3)
Eridianus:
NGC 1084 (Eri, Gx, 11m2, 3.3’):
Bei 100x erkennt man einen sehr hellen, diffusen Lichtfleck, der auch mit direktem Sehen sehr einfach zu erkennen ist. Die Galaxie besitzt eine sehr hohe Flächenhelligkeit. Sie erscheint oval und ist ungefähr 2:1 elongiert. Die Helligkeit nimmt in Richtung Zentrum mäßig bis stark zu und im Innern der Koma kann man einen flächigen Kern erkennen. Ein sehr schönes und helles Objekt.
Bewertung: (4-2)
NGC 1535 (Eri, Pn, 9m6, 21“):
Schon bei 50x fällt ein heller, diffuser Fleck mit einer hohen Flächenhelligkeit auf. Der planetarische Nebel erscheint sehr hell und ist auch mit direktem Sehen sehr einfach zu erkennen. Bei 100x ist eine sehr helle Scheibe zu sehen, die ganz leicht oval erscheint (Elongation ca. 1.2:1). Neben dem Nebel befindet sich eine Gruppe von Sternen. Die Ränder laufen diffus nach außen aus und man kann eine leichte Türkisfärbung ausmachen. Bei 240x erscheint die Scheibe im Innern leicht gemottelt. Kann allerdings auch vom Seeing kommen. Ein Zentralstern ist nicht zu erkennen.
Bewertung: (4-3)
NGC 1407 (Eri, Gx, 10m6, 5.0’):
Man erkennt eine recht helle Galaxie, in deren Zentrum man einen auffallenden, stellaren Kern erkennen kann. Sie erscheint rundlich und ist max. 1.5:1 elongiert. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin mäßig zu und die Ränder laufen diffus nach außen hin aus. Die Galaxie bildet mit zwei helleren Sternen ein sehr flaches, fast gleichschenkliges Dreieck.
Bewertung: (3-2)
Gemini:
NGC 2129 (Gem, Oc, 6m7, 6’):
Schon bei 50x ist im Okular ein kleiner, aber feiner offener Haufen zu sehen, der sich um zwei hellere Sterne gruppiert. Der Haufen ist zwar schon aufgelöst, aber die schwachen Mitglieder kommen noch nicht so zur Geltung. Der Sternhaufen ist mäßig konzentriert und hebt sich sehr gut vom Umfeld ab. Der schönste Anblick ergibt sich bei 140x. Nun ist der Haufen schön aufgelöst und es sind ca. 20 Mitglieder mit den unterschiedlichsten Helligkeiten zu sehen. Der Haufen hat eine eher runde Form und im Innern sind zwei dunklere Stellen zu erkennen. Irgendwie sieht der Haufen spiegelsymmetrisch aus. Der Durchmesser beträgt nach meiner Schätzung ungefähr 5 Bogenminuten. Ein sehr reizvolles Objekt.
Bewertung: (4-3)
NGC 2158 (Gem, Oc, 8m6, 5’):
Bei 50x ist neben dem wunderschönen, offenen Sternhaufen M35 ein runder, leicht körniger Lichtfleck zu sehen. Bei dieser Vergrößerung bilden die beiden Haufen einen wunderschönen Gegensatz. Wenn man den kleinen Haufen auf 100x vergrößert, erscheint der Hintergrund nun richtig körnig und man kann schon einzelne Sterne erkennen. Bei 240x ist der Haufen dann zumindest teilweise aufgelöst, da der Hintergrund immer noch körnig erscheint. Aber man kann bei dieser Vergrößerung schon richtig viele Einzelsterne erkennen.
Bewertung: (3-3)
NGC 2266 (Gem, Oc, -m-, 6’):
Bei 50x erkennt man neben einem helleren Stern einen körnigen Fleck, in dem schon zahlreiche Einzelsterne zu sehen sind. Insbesondere eine gebogene Reihe von 3 Sternen fällt auf, die sich südlich des Haufens befindet. Der Sternhaufen ist stark konzentriert und hebt sich sehr gut vom Umfeld ab. Bei 100x kann man den Haufen dann schon sehr schön in Einzelsterne auflösen. Nun wird auch die große Anzahl der Mitglieder deutlich. Der Haufen besitzt die Form eines Dreiecks mit abgerundeten Ecken. Direkt neben dem Haufen befindet sich noch ein heller Vordergrundstern, der allerdings nicht mehr zum Haufen dazugehört. Auch bei 240x erscheint der Hintergrund noch leicht körnig, allerdings kann man jetzt ca. 25-30 Mitglieder zählen, die alle unterschiedliche Helligkeiten besitzen. Im Zentrum stehen die Sterne etwas dichter als am Rand. Der Durchmesser beträgt ca. 5’.
Bewertung: (3-3)
NGC 2371/72 (Gem, Pn, 13m2, 44“):
Dieser helle planetarische Nebel bildet mit zwei helleren Sternen ein flaches, unregelmäßiges Dreieck. Schon bei 50x ist der Nebel sogar mit direktem Sehen als diffuser Lichtfleck einfach zu erkennen. Bei 100x fällt einem dann sofort auf, dass der Nebel in zwei Teile gesplittet ist, daher also auch die beiden NGC- Nummern. Der südöstliche Teil erscheint deutlich heller und auch kompakter als der nordwestliche. Seine Helligkeit nimmt zur Mitte hin stark zu, während die des nördlichen Teils nur mäßig zunimmt. Im südwestlichen Teil könnte sich sogar ein Stern verbergen. Bei 240x kann man dann erkennen, dass die beiden Teile doch nur durch eine schwache Lichtbrücke miteinander verbunden sind. Eine Farbe ist nicht erkennbar. Auch kein Zentralstern. Ein sehr interessantes Objekt.
Bewertung: (3-4)
NGC 2392 (Gem, Pn, 9m9, 20“):
Bei 50x fällt südlich eines hellen Sterns ein heller, diffuser Fleck auf, in dessen Mitte ganz deutlich ein heller Zentralstern zu erkennen ist. Obwohl der Nebel eine hohe Helligkeit besitzt, kann man keine Farbe erkennen. Auch bei 100x ist der Nebel noch sehr hell. Man erkennt einen hellen Innenbereich, sowie schwach leuchtende, diffus nach außen hin auslaufende Randbereiche. Bei 240x sind die beiden Bereiche dann deutlich voneinander zu unterscheiden, allerdings nur mit indirektem Sehen und das auch nicht die ganze Zeit. Außerdem scheinen an der Ost und Westseite zwei dunklere Striche zu sein, die die beiden Bereiche von einander trennen.
Bewertung: (4-3)
NGC 2420 (Gem, Oc, 8m3, 10’):
Bei 50x ist im Gesichtsfeld ein stark konzentrierter, offener Sternhaufen zu sehen, der sich sehr gut vom Umfeld abhebt. Schon bei dieser schwachen Vergrößerung kann man den Haufen schon in viele Einzelsterne auflösen, allerdings erscheint der Hintergrund immer noch körnig bis leicht diffus. Bei 100x sind zwar schon deutlich mehr Einzelsterne auszumachen, aber trotzdem bleibt noch ein grießiger Hintergrund erhalten. Schon jetzt ein sehr interessantes Objekt. Bei 240x kann man den Haufen zwar komplett auflösen, aber es geht viel von der Ästhetik verloren. Insgesamt sind ca. 20 Mitglieder mit unterschiedlichen Helligkeiten direkt auszumachen. Die Form an sich ist zwar rund, trotzdem erscheinen die Ränder unregelmäßig. Außerdem ist eine dunkle Einbuchtung zu erkennen. Der Haufendurchmesser beträgt nach meiner Schätzung allerdings nur 5’.
Bewertung: (3-3)
NGC 2395 (Gem, Oc, 8m0, 12’):
Bei 50x ist ein relativ großer, mäßig konzentrierter Sternhaufen zu erkennen, der sich gut vom Umfeld abhebt. Schon jetzt kann man den Haufen vollständig in Einzelsterne auflösen. Er besitzt eine dreieckige Form und man erkennt ca. 30 Mitglieder mit unterschiedlichen Helligkeiten. Der Haufen erscheint irgendwie dreieckig und ist ca. 2:1 elongiert. Der Durchmesser beträgt ca. 8x15 Bogenminuten. Man sollte nicht höher als 100x vergrößern.
Bewertung: (3-3)
NGC 2355 (Gem, Oc, -m-, 9’):
Schon bei 50x kann man einen helleren, stark konzentrierten offenen Haufen erkennen. Bei 100x kann man ihn dann schön in Einzelsterne auflösen. Er erscheint immer noch stark konzentriert und man kann ca. 25 Mitglieder mit unterschiedlichen Helligkeiten erkennen. Im Zentrum stehen die Sterne dichter als in den Randbereichen. Die Form des Haufens ist oval und unregelmäßig, was aber nicht näher definiert werden kann. Er erinnert vielleicht so ein bisschen an NGC 457 in der Cassiopeia. Auch wieder ein reizvolles Objekt.
Bewertung: (4-3)
NGC 2304 (Gem, Oc, -m-, 5’):
Bei 50x erkennt man im dichten Milchstraßengewimmel einen sehr kleinen, offenen Sternhaufen, der mit zwei sehr hellen Sternen ein fast gleichseitiges Dreieck bildet. Außer einem diffusen Fleck, dessen Helligkeit zur Mitte hin leicht zunimmt, ist noch nicht zu erkennen. Der Hintergrund erscheint jedoch schon leicht körnig. Bei 100x ist der Hintergrund nun sehr stark körnig und es treten schon ein paar Einzelsterne hervor. Ein interessantes Objekt. Der Haufendurchmesser beträgt nach meiner Schätzung allerdings nur 3’. Des weiteren ist der Haufen stark konzentriert und hebt sich infolgedessen auch sehr gut vom Umfeld ab. Bei 240x kann man ihn dann in ca. 15 Haufenmitglieder auflösen, die mehr oder weniger alle die gleiche Helligkeit besitzen. Die Form erscheint nun leicht oval (Elongation 1.5:1) und auch sehr regelmäßig.
Bewertung: (3-3)
Orion:
NGC 2169 (Ori, Oc, 5m9, 6’):
Bei 50x erkennt man einen kleinen, offenen Sternhaufen, der aus relativ hellen Mitgliedern besteht. Schon jetzt ist der Haufen wunderschön aufgelöst. Man kann ca. 15 Mitglieder mit unterschiedlichen Helligkeiten ausmachen. Der Haufen hat die Form einer Raute, wobei im Innern eben dieser Raute kaum Sterne zu sehen sind. Wirklich ein sehr reizvolles Objekt.
Bewertung: (4-3)
NGC 2194 (Ori, Oc, 8m5, 10’):
Bei 50x erkennt man einen kleineren, stark konzentrierten, offenen Sternhaufen, der sich sehr gut vom Umfeld abhebt und das, obwohl er sich im dichten Milchstraßengewimmel befindet. Schon jetzt sind viele Einzelsterne zu erkennen, der Hintergrund erscheint aber immer noch grießig. Bei 100x treten dann noch mehr Einzelsterne hervor, allerdings bleibt immer noch ein körniger Hintergrund erhalten. Der Haufen hat eine ovale Form und ist ca. 1.5-2:1 elongiert. Insgesamt besteht der Haufen aus 25-30 Mitgliedern, die alle unterschiedliche Helligkeiten haben. Der Durchmesser beträgt nach meiner Schätzung 6’. Auch wieder ein reizvoller Sternhaufen.
Bewertung: (4-3)
NGC 2022 (Ori, Pn, 12m4, 19“):
Bei 50x kann man einen unscharfen Stern erkennen, der mit 2 hellen Sternen eine leicht gebogene Reihe bildet. Leider erscheint er bei dieser Vergrößerung noch recht klein, aber auch hell, so dass er auch mit direktem Sehen einfach zu erkennen ist. Bei 100x wird eine kleine, kreisrunde bis ganz leicht ovale Scheibe sichtbar, deren Helligkeit zur Mitte hin leicht zunimmt. Ein Zentralstern, sowie weitere Details sind nicht zu erkennen. Auch eine Farbe ist nicht auszumachen.
Bewertung: (3-2)
NGC 2186 (Ori, Oc, 8m7, 4’):
Mit einer 100-fachen Vergrößerung erkennt man einen sehr kleinen Sternhaufen, der allerdings schon fast komplett in Einzelsterne aufgelöst werden kann. Er befindet sich in einer Gruppe von helleren Vordergrundsternen. Mit einem Durchmesser von geschätzten 3-4 Bogenminuten hat er eine recht kleine Ausdehnung. Des weiteren ist er mäßig konzentriert und hebt sich sehr gut vom Umfeld ab. Auffallend ist ein heller Stern am Rand des Haufens. Insgesamt sind ca. 10 Haufenmitglieder mit unterschiedlichen Helligkeiten erkennbar. Die Form ist eher rund.
Bewertung: (3-3)
NGC 2024 (Ori, Neb, (1), 12’):
Flammennebel: Bei 50x und UHC ist deutlich der Gasnebel erkennbar, der in der Mitte von einer breiten Dunkelwolke getrennt wird. Beide Teile des Nebels sind in etwa gleich hell. Strukturen im Nebel sind nicht zu erkennen, lediglich der dunkle Streifen erscheint an den Rändern etwas unregelmäßig. Der nordwestliche Teil des Nebels erscheint länger als der südöstliche.
Bewertung: (3-2)
NGC 1980 (Ori, Oc/Neb, -m-/(1), 12’/10’):
Bei 50x ist ein Ring aus 6 Sternen und einen sehr hellen siebten (Iota Ori, 2m8) zu erkennen. Um diesen hellen Stern kann man eine ovale, ca. 1.5:1 elongierte Nebelmasse ausmachen. Es fällt ein hellerer Zentralteil auf. Der Gasnebel läuft diffus nach außen hin aus und ist mit einem UHC relativ deutlich zu sehen
Bewertung: (2-2)
NGC 1999 (Ori, Neb, (1), 5’):
Bei 50x erkennt man mit einem UHC um einen helleren Stern einen kleinen, schwach leuchtenden Nebelschleier. Mit indirektem Sehen erscheint er sogar relativ hell. Auch bei 100x und ohne Filter kann man den Nebel deutlich sehen. Mit Filter ist eine leicht ovale, ca. 1.5:1 elongierte Nebelmasse. Die Ränder erscheinen ein bisschen unregelmäßig und die Helligkeit des Nebels nimmt zur Mitte hin leicht zu.
Bewertung: (3-2)
NGC 1788 (Ori, Neb, (1), 3’):
Bei 50x und ohne Nebelfilter ist in einer Raute aus helleren Sternen neben einem Stern ein schwach leuchtender, diffuser Fleck erkennbar. Der Nebel hat eine relativ kleine Ausdehnung. Außerdem kann man erkennen, dass die Helligkeit zur Mitte hin mäßig zunimmt. Bei 100x erscheint das Objekt leicht länglich und ist ungefähr 2:1 elongiert. Im Nebel selbst ist noch ein schwacher Stern zu erkennen. Die Form des Nebels erscheint unregelmäßig. Ohne Filter wesentlich besser erkennbar wie mit.
Bewertung: (3-3)
NGC 1924 (Ori, Gx, 13m2, 1.6’):
Diese kleine Galaxie befindet sich nur ca. 1.7° vom Orionnebel entfernt. Bei 100x kann man einen schwachen, diffusen Lichtfleck erkennen, der sich zwischen zwei hellen Sternen befindet. Die Galaxie erscheint leicht oval und ist ca. 1.5:1 elongiert. Mit indirektem Sehen ist sie ca. 90% der Zeit zu halten. Die Helligkeit der Koma nimmt zur Mitte hin nur leicht zu und man erkennt im Zentrum einen flächigen Kern.
Bewertung: (1-1)
Lepus:
NGC 1964 (Lep, Gx, 11m5, 5.6’):
Man kann einen schwachen, diffusen Lichtfleck erkennen, in dessen Zentrum ein sehr heller, stellarer Kern zu sehen ist. Neben der Galaxie scheint sich noch ein recht schwacher Vordergrundstern zu befinden. Sie erscheint oval, ca. 2:1 elongiert und die Helligkeit der Koma nimmt leicht zur Mitte hin zu.
Bewertung: (2-2)
M79 (Lep, Gc, 7m8, 7.8’):
Bei 50x erkennt man einen sehr hellen, diffusen Lichtfleck, dessen Helligkeit zur Mitte hin sehr stark zunimmt. Im Innern ist ein fast punktförmiges Zentrum zu erkennen. Der Kugelsternhaufen hat eine sehr hohe Flächenhelligkeit und ist auch mit direktem Sehen sehr einfach zu erkennen. Schon bei dieser kleinen Vergrößerung erscheinen die Randbereiche leicht unregelmäßig und körnig. Bei 100x sind in den Randbereichen bereits viele Einzelsterne zu erkennen. Der stellare Kern ist immer noch sehr auffällig.
Bewertung: (5-4)