Schmitti
Aktives Mitglied
Hallo,
nach langer wetterbedingter Abstinenz hatte ich in dieser Woche mal wieder die Chance etwas zu beobachten.
Am Mittwoch merkte ich um 18 Uhr, als ich die Gymnastik Damen aus meinem Laden scheuchte, den Jupiter in einer größeren Wolkenlücke. Da zog ich schnell einen Pulli über und schnappte mit mein Towa 60/900 auf der Porta Montierung und einen Hocker, denn um 18.30h musste ich auf jeden Fall Richtung Uni losfahren. Nachdem ich die Venus bei 60facher Vergrößerung genossen hatte, war es auch gerade dunkel genug für Saturn und der kam auch noch dran. Nach einer viertel Stunde wurde schnell zufrieden zusammen gepackt und ich fuhr los.
Gestern Abend, während die Gymnastik Damen noch in der Halle übten, zog es mich nach außen und das sah sehr vielversprechend aus. Da ich im Moment "Rücken habe" und damit schon fast 2 Wochen kämpfe, ließ ich Vernunft walten. Ich zog mich dick genug an (Termostiefel, 2 Pullis, Handschuhe dabei) und wuchtete keine schweren Geräte nach draußen. So kam wieder der alte Towa (Revue) aus den frühen 1960ern zum Einsatz. Da die damalige parallaktische Montierung doch, im Gegensatz zu späteren Modellen, einiges wiegt, hatte ich dem vor kurzem eine Prismen Schiene verpasst. Damit passt er auf die Porta Montierung; das ist eine leichte, stabile und sehr ergonomische Kombination.
Um 17.30 ging es mit dem frischen Mond los. Zwischen 36- und 120fach ein herrliches Bild, vor allem die 60fache Vergrößerung mit einem alten Leitz Okular war ein echter Genuss.
Dann wandte ich mich der Venus zu. Auch die bot bei 60fach und selbst 120fach (Leitz Okular + russische Barlow) eine einwandfreie Abbildung.
Nun war es dunkel genug für Saturn, der inzwischen ja schon recht tief steht. Der Ring als "Strich" der aus dem Planeten ragt, ließ echt Freude aufkommen.
Dann wurde der Standort so um 5 Meter verlegt, um mich der anderen Seite des Firmaments zuzuwenden.
Jupiter mit zu der Zeit 3 Monden und richtigen Strukturen in den Wolkenbändern bot bei 60 und 90fach den schönsten Anblick, auch wenn 120x noch ein paar Details herauslockte.
Auf dem Mars ließ sich tatsächlich die Polkappe erahnen.
Der Orion war inzwischen komplett über dem Horizont. So konnte ich nicht weiderstehen, versetzte das Rohr noch ein mal um 2 Meter, und schaute nach dem Orion Nebel. Natürlich ist der 60/900 dafür nicht das ideale Gerät, aber der war halt gerade aufgebaut. Und natürlich sah ich den Orion Nebel, das hatte mit dem gleichen Fernrohr ja schließlich vor 60 Jahren auch geklappt. Bei 36facher Vergrößerung (russisches TAL Okular) war das schon schön. Indirektes Sehen zeigte den Nebel deutlich, im Trapez sah ich 3 Sterne. Das 20mm Okular mit jetzt 45fach zeigte einen vierten Trapezstern; zu meinem Erstaunen war auch der Nebel noch Struktur- und kontrastreicher trotz der kleineren AP.
Zu allerletzt holte ich noch mein "neues" Weitwinkel Glas aus dem Büro, das auch schon seit Wochen auf seinen ersten Blick zum Himmel wartete. Dieses russische 2,3 x 40 hatte mir ein Kollege aus dem Forum verkauft. Tatsächlich passte der komplette Orion ins Gesichtsfeld und hatte deutlich mehr Sterne als mit bloßem Auge zu sehen sind. Ich schwenkte Richtung Jupiter und der zusammen mit den Hyaden und den Plejaden gleichzeitig in einem Bild - herrlich und unvergesslich!
Nach einer Stunde packte ich völlig zufrieden zusammen und mich dann erst ein mal unter meinen Infrarot Strahler .
Fazit: Mit dem alten und bescheidenen Geraffel kann man so viel Freude haben, auch wenn viel größeres nicht weit entfernt ist.
Euch allen genau so viel Spaß beim Gucken und viele Grüße Gerhard
nach langer wetterbedingter Abstinenz hatte ich in dieser Woche mal wieder die Chance etwas zu beobachten.
Am Mittwoch merkte ich um 18 Uhr, als ich die Gymnastik Damen aus meinem Laden scheuchte, den Jupiter in einer größeren Wolkenlücke. Da zog ich schnell einen Pulli über und schnappte mit mein Towa 60/900 auf der Porta Montierung und einen Hocker, denn um 18.30h musste ich auf jeden Fall Richtung Uni losfahren. Nachdem ich die Venus bei 60facher Vergrößerung genossen hatte, war es auch gerade dunkel genug für Saturn und der kam auch noch dran. Nach einer viertel Stunde wurde schnell zufrieden zusammen gepackt und ich fuhr los.
Gestern Abend, während die Gymnastik Damen noch in der Halle übten, zog es mich nach außen und das sah sehr vielversprechend aus. Da ich im Moment "Rücken habe" und damit schon fast 2 Wochen kämpfe, ließ ich Vernunft walten. Ich zog mich dick genug an (Termostiefel, 2 Pullis, Handschuhe dabei) und wuchtete keine schweren Geräte nach draußen. So kam wieder der alte Towa (Revue) aus den frühen 1960ern zum Einsatz. Da die damalige parallaktische Montierung doch, im Gegensatz zu späteren Modellen, einiges wiegt, hatte ich dem vor kurzem eine Prismen Schiene verpasst. Damit passt er auf die Porta Montierung; das ist eine leichte, stabile und sehr ergonomische Kombination.
Um 17.30 ging es mit dem frischen Mond los. Zwischen 36- und 120fach ein herrliches Bild, vor allem die 60fache Vergrößerung mit einem alten Leitz Okular war ein echter Genuss.
Dann wandte ich mich der Venus zu. Auch die bot bei 60fach und selbst 120fach (Leitz Okular + russische Barlow) eine einwandfreie Abbildung.
Nun war es dunkel genug für Saturn, der inzwischen ja schon recht tief steht. Der Ring als "Strich" der aus dem Planeten ragt, ließ echt Freude aufkommen.
Dann wurde der Standort so um 5 Meter verlegt, um mich der anderen Seite des Firmaments zuzuwenden.
Jupiter mit zu der Zeit 3 Monden und richtigen Strukturen in den Wolkenbändern bot bei 60 und 90fach den schönsten Anblick, auch wenn 120x noch ein paar Details herauslockte.
Auf dem Mars ließ sich tatsächlich die Polkappe erahnen.
Der Orion war inzwischen komplett über dem Horizont. So konnte ich nicht weiderstehen, versetzte das Rohr noch ein mal um 2 Meter, und schaute nach dem Orion Nebel. Natürlich ist der 60/900 dafür nicht das ideale Gerät, aber der war halt gerade aufgebaut. Und natürlich sah ich den Orion Nebel, das hatte mit dem gleichen Fernrohr ja schließlich vor 60 Jahren auch geklappt. Bei 36facher Vergrößerung (russisches TAL Okular) war das schon schön. Indirektes Sehen zeigte den Nebel deutlich, im Trapez sah ich 3 Sterne. Das 20mm Okular mit jetzt 45fach zeigte einen vierten Trapezstern; zu meinem Erstaunen war auch der Nebel noch Struktur- und kontrastreicher trotz der kleineren AP.
Zu allerletzt holte ich noch mein "neues" Weitwinkel Glas aus dem Büro, das auch schon seit Wochen auf seinen ersten Blick zum Himmel wartete. Dieses russische 2,3 x 40 hatte mir ein Kollege aus dem Forum verkauft. Tatsächlich passte der komplette Orion ins Gesichtsfeld und hatte deutlich mehr Sterne als mit bloßem Auge zu sehen sind. Ich schwenkte Richtung Jupiter und der zusammen mit den Hyaden und den Plejaden gleichzeitig in einem Bild - herrlich und unvergesslich!
Nach einer Stunde packte ich völlig zufrieden zusammen und mich dann erst ein mal unter meinen Infrarot Strahler .
Fazit: Mit dem alten und bescheidenen Geraffel kann man so viel Freude haben, auch wenn viel größeres nicht weit entfernt ist.
Euch allen genau so viel Spaß beim Gucken und viele Grüße Gerhard
.