Anette_Aslan
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Liebes Sternnenvolk,
die lauen Sommernächte sind ja nicht wirklich imnmer eine Freude, wenn man wie in diesem Jahr von einer wahren Mückenplage spricht. Noch das hohe Potential der Luftfreuchtigkeit und der damit verbundene grandiose Taubeschlag, der schon früh nach dem Dämmerungsende einsetzt, alles unliebsame Dinge. Gestern Nacht aber so gegen 23h hatten wir eine unglaublich klare Nacht, das Seeing war enorm, ich konnte die Andromedagalaxie mit blossem Auge erahnen und die Milchstrasse war so deutlich wie nie zu sehen, deutlich machte ich ihre Gabelung aus und konnte sie bis tief in den Süden ausmachen. Der gleisende Jupiter peitschte mich in den Schuppen und wenngleich ich hundemüde war, setzte ich mit dem 5mm Hyperion auf ihn an, der Anblick bestätigte mir die Wetterlage, eine kühle Ostströmung um die 18 Grad mit nur 40 % Luftfeuchte und das Nachts! Für unsere Verhältnisse eine trockene Nacht, fast Atakamaverhältnisse.............ich konnte die Wolkenbänder des Jupiter nie so deutlich sehen und das 5mm zeigte sich von seiner besten Seite. Neugierig war ich auf Cirrus und Sturmvogel, auf M27...........alles so wundervoll kontrastreich gesehen, auch den M57 in der Leier, deutlich abgesetzter Ring mit diffusen Innerem. Gegen 24h schmiss ich mich fast komatös ins Bett, lies den Dobson Draussen, weil ich im Osten schon den Pegasus hochreiten sah, den wollte ich mir nach einer Ruhephase doch noch mit der Andromedagalaxie vornehmen. Gegen 4h Morgens gebe ich mir tausend Selbstbeschwörungsaufwachschweinehundkillergedanken in den Kopf und mache mich vor die Türe...............mein Gott! Die Nacht so dunkel wie nie, so kristallklar, gleich unter dem Pegasusquadrat saust eine Sternschnuppe mit verdampfenden Schweif.........
nein, ich gehe nicht an den Dobson....ich träume.......sehe im Osten die Gürtelsterne des Orion aufsteigen......wie schräg der da doch hochkommt.........ja, die drei Gürtelsterne des Orion waren es, die mich als Kind in den Bann zogen und mir die Liebe zu den Sternen ins Herz pflanzten. Nun betritt der kühne "Beit al Guz" doch seine Bahn, macht seinen kurzen Bogen am Himmel, ich liebe ihn! Ich erahne ha und chi im Perseus, es ist kaum zu glauben, auch die Galaxie in der Andromeda würde ich mit einem Hieb ins Oku bringen, ich erahne sie ganz sicher........ich gehe nicht ans Teleskop........eine Zikade singt ihr einsames Liedchen irgendwo unsichtbar, als hätte der Himmel eine Stimme, als mache er Musik, der Wind rauscht angenehm kühlend..............das Band der Milchstrasse hat sich nach Westen geneigt........mir wird ganz demütig zumute, wenn ich mir vorstelle, dass ich da auf einen Spiralarm unserer Heimatgalaxie schaue.......die hohen Tannen im Garten rauschen und ich lasse einfach alles auf mich wirken.
Mit der Vorstellung, dass dieser ganze Aufwand nur dafür gemacht wurde, damit unsere Erde genau das ist was sie ist, eine Bühne für uns Menschen, sagt mir, dass uns Wer ganz doll lieben muss, dass wir keineswegs unbedeutend sind..........dass jede einzelne Seele gewollt ist, sonst würden die Sterne erlöschen........irgendwo da oben, glaube ich hat jeder seinen Stern. Die Milchstrasse, das sind die Massen der weniger bekannten Menschen, die hellen, das sind wohl ganz besondere Denkmäler grosser Seelen.
Also unterm Himmel, das ist wie Kirche für mich.
Liebe Grüsse von Anette
die lauen Sommernächte sind ja nicht wirklich imnmer eine Freude, wenn man wie in diesem Jahr von einer wahren Mückenplage spricht. Noch das hohe Potential der Luftfreuchtigkeit und der damit verbundene grandiose Taubeschlag, der schon früh nach dem Dämmerungsende einsetzt, alles unliebsame Dinge. Gestern Nacht aber so gegen 23h hatten wir eine unglaublich klare Nacht, das Seeing war enorm, ich konnte die Andromedagalaxie mit blossem Auge erahnen und die Milchstrasse war so deutlich wie nie zu sehen, deutlich machte ich ihre Gabelung aus und konnte sie bis tief in den Süden ausmachen. Der gleisende Jupiter peitschte mich in den Schuppen und wenngleich ich hundemüde war, setzte ich mit dem 5mm Hyperion auf ihn an, der Anblick bestätigte mir die Wetterlage, eine kühle Ostströmung um die 18 Grad mit nur 40 % Luftfeuchte und das Nachts! Für unsere Verhältnisse eine trockene Nacht, fast Atakamaverhältnisse.............ich konnte die Wolkenbänder des Jupiter nie so deutlich sehen und das 5mm zeigte sich von seiner besten Seite. Neugierig war ich auf Cirrus und Sturmvogel, auf M27...........alles so wundervoll kontrastreich gesehen, auch den M57 in der Leier, deutlich abgesetzter Ring mit diffusen Innerem. Gegen 24h schmiss ich mich fast komatös ins Bett, lies den Dobson Draussen, weil ich im Osten schon den Pegasus hochreiten sah, den wollte ich mir nach einer Ruhephase doch noch mit der Andromedagalaxie vornehmen. Gegen 4h Morgens gebe ich mir tausend Selbstbeschwörungsaufwachschweinehundkillergedanken in den Kopf und mache mich vor die Türe...............mein Gott! Die Nacht so dunkel wie nie, so kristallklar, gleich unter dem Pegasusquadrat saust eine Sternschnuppe mit verdampfenden Schweif.........
nein, ich gehe nicht an den Dobson....ich träume.......sehe im Osten die Gürtelsterne des Orion aufsteigen......wie schräg der da doch hochkommt.........ja, die drei Gürtelsterne des Orion waren es, die mich als Kind in den Bann zogen und mir die Liebe zu den Sternen ins Herz pflanzten. Nun betritt der kühne "Beit al Guz" doch seine Bahn, macht seinen kurzen Bogen am Himmel, ich liebe ihn! Ich erahne ha und chi im Perseus, es ist kaum zu glauben, auch die Galaxie in der Andromeda würde ich mit einem Hieb ins Oku bringen, ich erahne sie ganz sicher........ich gehe nicht ans Teleskop........eine Zikade singt ihr einsames Liedchen irgendwo unsichtbar, als hätte der Himmel eine Stimme, als mache er Musik, der Wind rauscht angenehm kühlend..............das Band der Milchstrasse hat sich nach Westen geneigt........mir wird ganz demütig zumute, wenn ich mir vorstelle, dass ich da auf einen Spiralarm unserer Heimatgalaxie schaue.......die hohen Tannen im Garten rauschen und ich lasse einfach alles auf mich wirken.
Mit der Vorstellung, dass dieser ganze Aufwand nur dafür gemacht wurde, damit unsere Erde genau das ist was sie ist, eine Bühne für uns Menschen, sagt mir, dass uns Wer ganz doll lieben muss, dass wir keineswegs unbedeutend sind..........dass jede einzelne Seele gewollt ist, sonst würden die Sterne erlöschen........irgendwo da oben, glaube ich hat jeder seinen Stern. Die Milchstrasse, das sind die Massen der weniger bekannten Menschen, die hellen, das sind wohl ganz besondere Denkmäler grosser Seelen.
Also unterm Himmel, das ist wie Kirche für mich.
Liebe Grüsse von Anette
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