Einige Gedankengänge zum Canon 10x42IS

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thomas_boeder

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Hallo Forenten.

Ein Händler sagte mir letztens, dass prinzipiell, die Flüssigkeit im Balg der Stabilisierung, bei großen Höhenunterschieden ausgast.
Zum Beispiel, ich im Passagierraum eines Fliegers und das Glas im Frachtraum.
Punkt 1:
Da das Glas mit Stickstoff gefüllt ist und druckwasserdicht ist, kann doch sowas überhaupt nicht passieren?!
Punkt 2:
Weiterhin müsste doch durch die geschützte Lage der Stabilisierung der Balg "ewig" halten.
Kein Luftkontakt und Schutzgas sind doch ideale Bedingungen, damit das Gummi nicht altert.

Sehe ich was falsch?

Grüße, Thomas.
 
Hallo!

Zum Beispiel, ich im Passagierraum eines Fliegers und das Glas im Frachtraum.

Die Frachträume von heutigen Passagierflugzeugen sind genauso druckbeaufschlagt wie die Passagierkabine, da brauchst Du Dir schonmal keine Sorgen machen.

Ansonsten würde ich das Datenblatt des Fernglases konsultieren, da müssten eigentlich die erlaubten Temperatur- und Druckbreiche für Lagerung und Einsatz aufgeführt sein.
Persönlich glaube ich aber nicht, dass es da Probleme gibt, es soll schliesslich Menschen geben, die Nepal-Trekking-Touren oder gar Besteigungen von 8000er Bergen durchführen und dabei ein Fernglas mitnehmen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Grüße, Maximilian
 
Hallo Maximilian.

Ich habe die Frage auch mal hier gepostet:
http://www.juelich-bonn.com/jForum/read.php?9,16024,16024#msg-16024

Mit den Frachträumen hast du wohl fast Recht, ABER...
...sollte ich demnächst wieder mit 'ner TU154 Richtung Ural fliegen, kannst du dir sicher sein, dass im Frachtraum keine Anpassung an die Meereshöhe gemacht wird :-)))

Trekkingtouren sind ja nicht schlimm, du rennst ja nicht innerhalb von 10min den K2 hoch ;-)

Aber lest euch mal die Antworten im anderen Forum durch.

Viele Grüße, Thomas.
 
Hallo,
in den Frachträumen der Flugzeuge herrscht der gleiche Druck wie in der Passagierkabine. Die Flugzeuge haben einen zylindrischen Rumpf um den Druckunterschied von bis zu o,5 bar optimal auszuhalten. Wären die Frachträume "unbedrückt", so müsste der Kabinenboden den Druck auffangen, dafür ist er nicht konstruiert.
(Bei Turkish Airlines gab es in den 70er Jahren einen DC10 Absturz, weil eine Frachttür in 6000m Höhe aufsprang (Konstuktionsfehler an der Türverriegelung), der Kabinenboden brach durch, eine oder zwei Sitzreihen auf der Seite wurden samt Passagieren sofort rausgedrückt; unter dem Kabinenboden verliefen Hydraulikleitungen, diese brachen und das Flugzeug stürzte unsteuerbar ab).
Die Temperatur in den Frachträumen kann frachtabhängig zwischen 20° und 5° geregelt werden (kalt/kühl für Blumen, Fische, Lebensmittel). Sind die Räume vollgepackt mit Passagiergepäck, kann nur relativ wenig Warmluft zikulieren und an der Aussenwand liegende Gepäckstücke werden kalt, jedoch nicht unter dem Gefrierpunkt. Die Außenhaut der Flugzeugzelle ist ringsum innen isoliert. Wenn man Metallteile im Türbereich anfasst, dann merkt man schon, das es aussen a...kalt sein muss (-74° war mein Tiefstwert).
Mein Canon 10x30 IS trug im Flugzeug niemals einen Schaden davon, ich weiß nichts über eine Stickstofffüllung bei dem Glas.

Gruß
Dietmar
Flugkapitän
 
Die Temperatur in den Frachträumen kann frachtabhängig zwischen 20° und 5° geregelt werden (kalt/kühl für Blumen, Fische, Lebensmittel). Sind die Räume vollgepackt mit Passagiergepäck, kann nur relativ wenig Warmluft zikulieren und an der Aussenwand liegende Gepäckstücke werden kalt, jedoch nicht unter dem Gefrierpunkt. Die Außenhaut der Flugzeugzelle ist ringsum innen isoliert. Wenn man Metallteile im Türbereich anfasst, dann merkt man schon, das es aussen a...kalt sein muss (-74° war mein Tiefstwert).

Hallo allerseits,

die häufig kalten Temperaturen im Frachtraum sollten aber zu einigen simplen Vorsichtsmaßnahmen mit optischem Gerät im allgemeinen Anlass geben:

Nachdem ihr gelandet seid, solltet ihr dem Gepäck genügend Zeit für eine Temperaturanpassung geben, bevor ihr die Optik rausholt.

Mir ist mal 'ne Kamera samt Linsen nicht nur außen, sondern auch innen so beschlagen, dass es dann Stunden dauerte, bis die wieder trocken und einsatzfähig war. Das betrifft zwar keine stickstoffgefüllten Teile, aber man hat ja auch noch andere Optiken.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
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