Einserfrage

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warum nicht gern gebraucht?

na wenn ich was gebrauchtes bei einem händler krieg, dann hab ich weniger ein problem. bei "gebraucht" habe ich aber sofort von privat an privat gedacht, und dann gehts da für mich um umtausch- und rückgaberecht. schließlich will ich nicht irgendeine vergammelte und verschimmelte optik <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" /> bei zb. ebay ersteigern und dann gehts los mit den zores...

deshalb. ich werd wohl mal die läden in sbg abklappern... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" />

sebastian
 
Re: TS Nevada/baugleiche - Ein paar Fragen.

hallo frank, nochmal:

warum schreibst du "an ein vernünftiges", wenn du sie
selber noch nicht in der hand gehalten hast?

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

gruß nochmal, sebastian
 
Mongoleiglas

Hmmmm,

schreib ich nu etwas, oder ist`s vergebene Mühe?

na gut, ich versuchs...

Also, zuerst einmal:
Gebrachtkauf bedeutet nicht nur Ebay-kauf.
Es gibt auch Leute die in Zeitschriften oder in Internetplattformen inserieren.
Zum Beispiel hier im Bieteboard. Oder beim Astrotreff im Gebrauchtmarkt:

http://www.astrotreff.de/forum.asp?FORUM_ID=11

Ebay ist auch problemlos, wenn man sich VOR dem Kauf gut über das Produkt und
den Verkäufer informiert.


Um dir einen Rat geben zu können müßte ich wissen ob:
- du das Glas nur am Nachthimmel nutzen willst, oder
- du das Glas auch am Tage nutzen willst
- wie deine Situation während der Reise sein wird, wie du reisen wirst
(zu Fuß, Fahrrad, Geländewagen, Pferd, ...)
- wie schwer das Glas maximal sein darf
- wie teuer das Glas maximal sein darf
- ob es Brillenträgergeeignet sein muß

Erst nach Beantwortung dieser Fragen sehe ich die Möglichkeit einen guten
Rat abzusondern.

MfG,Karsten
 
Billig neu oder günstig gebraucht?

warum schreibst du "an ein vernünftiges", wenn du sie
selber noch nicht in der hand gehalten hast?

Hallo Sebastian,

egal welches Label auf diesen Billig-Dachkantgläsern klebt, die schon genannten, erhöhten Anforderungen an ein gutes Dachkantglas habe ich bis heute in keinem Exemplar für Preise um 200 Euro und weniger so verwirklicht gesehen, dass ich eins der Gläser mit gutem Gewissen empfehlen würde. Ob es nun ein Exemplar von Nikon, Minolta, Bresser oder TS war, ich habe bisher immer ein Porroglas gefunden, welches für einen vergleichbaren oder auch günstigeren Preis optisch besser war. Dachkantgläser erfordern nunmal ein Mindestmaß an Präzision bei der Prismenfertigung und zusätzlichen Aufwand wie eine Teilverspiegelung der Prismen (wenn's keine Abbe-König Prismen sind) und einen Phasenkorrekturbelag, damit die optische Leistung nicht durch systembedingte Eigenschaften bei der Bildumkehr unnötig leidet. Dazu kommt der Aufwand, den eine vernünftig funktionierende Innenfokussierung erfordert. Das alles gibt es nicht zum Billigtarif, auch wenn die Werbung manchmal wundersames verspricht. Für relativ wenig Geld (eben um 200 Euro und weniger) kann man Porrogläser einfacher und in besserer Qualität herstellen. Sollte sich das ändern, dann lasse ich mich gern überzeugen.

Das sind keine Vorurteile gegenüber einem Fernglas einer bestimmten Marke sondern das ist meine Überzeugung, welche sich in den letzten Jahren aus eigener Erfahrung mit vielen Dachkant- und Porrogläsern für Preise um und unter 200 Euro immer wieder bestätigt hat. Wie ich Dietmar's Antwort von gestern entnehmen konnte, gibt es die von mir bei zwei TS Triplet Gläsern schon vor ein paar Jahren festgestellten Mängel bei der Innenfokussierung auch heute noch (mangelnder Gleichlauf der beiden Fernglashälften). Von Problemen mit einer zu locker eingestellten Knickbrücke und einer zu fest eingestellten Dioptrienkorrektur beim Nevada wurde hier schon mal in der Vergangenheit berichtet. Das Thema Qualitätsschwankungen, z.B. bei der Kollimation, sollte man in dieser Preisklasse auch nicht vergessen und wie Dietmar schon sagte, das kann natürlich auch andere Hersteller/Anbieter betreffen.

Du fragst, warum ich Dir zu etwas vernünftigem rate, obwohl ich das Nevada noch nicht in den Händen hatte? Nun, ich vertraue dem Urteil vieler Sterngucker hier im Forum und einige davon haben über einen Teil der angesprochenen Probleme bei billigen Dachkantgläsern mit Blick auf das Nevada berichtet. Dazu kommt, dass ich der Meinung bin, auch 100, 110 oder 120 Euro sind eine Menge Geld, welches ich nicht unüberlegt ausgeben würde. Jedenfalls würde ich keinen Hunni über den Ladentisch schieben, wenn ich mich bei der Beobachtung beispielsweise über eine weniger präzise Innenfokussierung ärgern müßte. Solche Mängel werden mit der Zeit nicht besser sondern in der Regel schlechter. Ich will Dir das Nevada nicht mit Macht ausreden, es ist Deine Entscheidung. Wenn Du das Glas nach einem kritischen Test als für Deine Anforderungen geeignet befindest, dann ist das ja ok. Im übrigen würde ich Dir auch von einigen anderen Dachkantgläsern für 200 Euro und etwas mehr abraten, auf denen nicht TS Nevada steht ...


na wenn ich was gebrauchtes bei einem händler krieg, dann hab ich weniger ein problem

Deshalb hatte ich Dir auch das Olympus Fernglas und die Firma Jülich ans Herz gelegt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Mit dem Olympus bekommst Du was vernünftiges zu einem akzeptablen Preis und bei der Firma Jülich kannst Du eine fachlich fundierte Beratung erwarten, wie sie heute keinesfalls selbstverständlich ist. Das Olympus EXWP I kostet nach meinem Kenntnisstand neu um oder etwas unter 400 Euro und es gehört schon zu den besseren Vertretern der Dachkantbauweise. Daher nochmal meine Frage: warum ein billiges Glas neu kaufen, falls sich eine erschwingliche, gebrauchte Alternative findet, die Deinen Anforderungen besser gerecht wird? Also ich würde mir kein Dachkantglas zulegen, nur weil der Preis ok ist. Ich würde mich vielmehr fragen, woher bekomme ich ein Maximum an optischer Leistung und mechanischer Belastbarkeit für den von mir gesteckten Finanzrahmen, um auf etwas längere Sicht noch Spaß an der Fernglasbeobachtung zu haben. Aber wie gesagt, es ist Deine Wahl und Deine Anforderungen können ganz andere sein.

Frank.
 
Re: Billig neu oder günstig gebraucht?

Hallo,

ist zwar etwas vorbei am Thema - aber gibt es eigentlich noch Ferngläser mit Dachprismen?

Und wenn nein warum nicht?

Danke + Gruß
Andreas
 
Re: Billig neu oder günstig gebraucht?

ist zwar etwas vorbei am Thema - aber gibt es eigentlich noch Ferngläser mit Dachprismen?


Hallo Andreas,

ja, z.B. bei Zeiss. Ferngläser mit Dachkantprismen findest Du übrigens auch bei Zeiss. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Falls Du mit Deiner Frage auf die oft verwendete, verkürzte Schreibweise als "Dachkantglas" anspielst und eine möglicherweise korrektere Schreibweise einforderst, dann müsste man wohl besser von Ferngläsern mit Porroprismen und Ferngläsern mit Dach- oder Dachkantprismen sprechen. Dachkantgläser (oder besser Dachgläser? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />) verwenden ja als Bestandteil des aus mehreren Prismen bestehenden (Bild-) Umkehrsystems ein Prisma mit Dachkante und die Dachkante ist eine Eigenschaft der zwei im Winkel von 90 Grad zueinander angeordneten Dachflächen. Ein Dachkantprisma findet sich sowohl beim Abbe-König-Prismenumkehrsystem als auch beim Umkehrsystem nach Schmidt-Pechan und Uppendahl. Ob nun Dachprisma oder Dachkantprisma die korrektere Bezeichnung für ein Prisma mit Dachflächen und Dachkante ist, das weiß ich auch nicht. Dazu müßte man besser Walter E. Schön fragen. Mir sind aber beide Begriffe für diese Art Prismen geläufig.

Frank.
 
Re: Mongoleiglas

Hallo Karsten, bin mal gespannt:

- ja, astronomieglas
- halbwegs robust
- max 1 kg
- max 200,- naja, ich änderts: 300,- mehr nicht mehr
- keine brille (noch nicht, hab manchmal das gefühl, ich sollte mal zum augenarzt... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" />
- unterwegs per pedes und zug

vielen dank für tipp von dir
sebastian

@ frank: nein, nein, die suche ist noch keinesfalls beendet...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Billig neu oder günstig gebraucht?

Hallo Sebastian,

mit der Erinnerung ist es in meinem Alter nicht immer zum besten bestellt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Als ich das Vergnügen mit dem Olympus Glas hatte, da gab es bei Zeiss noch die guten alten Dialyt Ferngläser vom 8x30 über das 10x40 bis zum 8x56. Das liegt jetzt bestimmt 7 oder 8 Jahre zurück und zu der Zeit war ich auf der Suche nach einem guten 42mm Dachkantglas, welches für Brillenträger geeignet, wasserdicht und nicht zu sperrig sein sollte. Zeiss hatte das 7x42 und 10x40 Dialyt im Programm und bei Leica gab es die drei 42mm Trinovid Modelle, die Gläser waren mir aber durchweg zu teuer. Als Alternativen kamen für meine Zwecke das Minolta 8x42 D WP und das Olympus 8x42 EXWP I in Frage. Beide Ferngläser waren sich sehr ähnlich, nicht nur bei den optischen Daten sondern auch beim Handling und beim Durchgucken. Der Mitteltrieb lief bei beiden sanft und präzise, da gab es nichts zu meckern. Der größte Unterschied zu den Zeiss und Leica Gläsern fand sich beim kleineren Sehfeld. Das Bild war von der Schärfe und der Helligkeit nicht viel schlechter als bei einem der damaligen Nobelgläser und für das beim Kauf gesparte Geld konnte ich sehr gut damit leben, kein Zeiss oder Leica Glas zu besitzen. Gekauft hatte ich letztendlich das Minolta Fernglas. Die Entscheidung lag aber allein darin begründet, dass ich ein Fan der alten Minolta Spiegelreflex-Kameras (X-Serie) war und somit passte das Minolta Fernglas einfach besser zur Fotoausrüstung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Das Fernglas habe ich mehrere Jahre genutzt und den Kauf auch nicht bereut. Mit dem Olympus wäre es mir wahrscheinlich nicht anders gegangen. Mein Rat zu dem Olympus Fernglas hat aber noch einen anderen Grund: mir ist noch gut die Empfehlung von Walter Wehr für das 8x42 EXWP I in Erinnerung. Er hat das Glas genutzt und wenn ich jetzt nicht falsch liege, dann hat er es insbesondere bei der Resistenz gegen Streulicht gelobt. Walter weilt leider nicht mehr unter uns, aber seinem Rat wäre ich mit einem guten Gefühl gefolgt.

Der Preisunterschied sowohl zu den billigen als auch zu den teuren Dachkantgläsern ist aus meiner Sicht sowohl beim Olympus als auch beim genannten Minolta 8x42 Dachkantglas gerechtfertigt. Ich beziehe mich jetzt auf das Minolta Glas, weil ich dieses besser kenne. Von heutigen Billiggläsern hebt es sich durch eine dem Preis entsprechende, wirklich solide optische Leistung ab, es kann aber nicht mit einem 8x42 Trinovid mithalten. Sowohl beim Sehfeld als auch bei der Schärfe ist so ein Leica Glas überlegen. Dazu kommt, dass Leica und Zeiss bei ihren Dachkantgläsern (z.B. Trinovid und Dialyt) einen nicht unerheblichen Aufwand in die Konstruktion eines robusten Gehäuses inklusive einer belastbaren Halterung für alle optischen Komponenten gesteckt haben. Mein altes 10x40 Dialyt (auch das liegt nun schon einige Jahre zurück) hat mehrere Wurfparabeln erlebt und es hat mir den wenig liebevollen Umgang stets verziehen. Ich will damit sagen, die Robustheit der richtig teuren Ferngläser sollte man im soliden Mittelfeld nicht unbedingt erwarten. Trotzdem ist so ein älteres Glas aus japanischer Fertigung nicht selten eine bessere Wahl als manches Modell, was heute in China gebaut und für weniger Geld verkauft wird. Qualitätsschwankungen und nicht unerhebliche Mängel, wie ich sie bei einigen aktuellen Dachkantgläsern der billigen Sorte erlebt habe, sind mir bei den etwas älteren Exemplaren aus Japan nicht untergekommen.

Kurz und bündig sehe ich das so: mit dem Olympus EXWP I bekommst Du ein Fernglas aus der soliden Mittelklasse für einen angemessenen Preis.

Jetzt noch das Kleingedruckte: alle Angaben ohne Garantie. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> Ausprobieren mußt Du alleine ...

Frank.
 
Re: Billig neu oder günstig gebraucht?

Hallo Frank,

ok, die Frage war nicht sehr schlau; Dachprisma scheint der alte Ausdruck für Dachkantprisma zu sein, ich habe nochmals nachgeforscht. Zuerst hatte ich angenommen, dies wäre ein anderer Prismentyp.

Viele Grüße
Andreas
 
Re: Mongoleiglas

Hallo Sebastian,



also NUR Astronomie, keine Tagbeobachtung?!
na gut, das macht es einfacher. Weil:

- Am Nachthimmel ist die Randschärfe wichtiger, während Randverzeichnung
wenig problematisch ist, am Tage ist es genau anders herum. Denn am Tage
mit einem stark randverzeichnendem Glas herumzuschwenken macht seekrank.
- Du kannst die AP für den Nachteinsatz optimieren. Sie sollte auf jeden
Fall 5mm oder mehr betragen.
- Die Vergrößerung sollte 8,5x nicht übersteigen um das Glas ausreichend
wackelfrei halten zu können.
- für reine Astroanendung darf es auch ohne Zentralfokussierung sein
- das Glas sollte rubust sein, aber auch leicht. Also mit Aluminiumgehäuse
oder vergleichbarem wie Alu-Magnesium-Gehäuse.
- es sollte kein Vermögen kosten, wegen potentieller Verlustgefahr.

Letzterer Punkt ist aber nicht überzubewerten. Ich sehe die Mongolei
keineswegs als problematischer an als die Dortmunder Fußgängerzone an,
eher im Gegenteil.

An deiner Stelle würde ich also nach einem Glas mit 7x bis 8,5x und
mindestens 40mm Öffnung suchen.
Bei 7x50 ein gebrauchtes Zeiss Jena Glas. Das hat immerhin annehmbare
51° scheinbares Gesichtsfeld. Bei Jülich findet sich auch ein 8x50 Zeiss:

http://www.juelich-bonn.com/site/sonderposten/

7x40 / 7x42 / 8x42 aus japanischer Produktion (Zeiss ist da leider auch
gebraucht meist über deinem Limit). Die 7x werden um 50° liegen, aber bei
8x sollte ein etwas größeres SG aufweisen, 50° bis 60°.

Zumeist Porrogläser, die unproblematisch sind. Wenn kein Poro, so sollte
unbedingt eine Phasenkorrektur bei der Beschichtung der Prismen dabeisein.
Im direkten Vergleich ist es als ob ein leichter Schleier weggezogen würde.

Da es das aber nicht alles bei einem neuen Glas zu deinem Preis gibt sehe
ich persönlich nur den Gebrauchtkauf als sinnvolle Option an.

Falls du das Glas auch am Tage einsetzen wollen würdest (und bei einem Land
wie der Mongolei würde ich mir die Option nicht nehmen lassen) dann wird
die Streulichtfreiheit des Glases sehr wichtig.

MfG,Karsten
 
Re: Mongoleiglas

Okay, danke karsten. deine tipps sind gehirnt. jetzt wird halt weitergesucht. mal sehen was das kite birdwatcher 8x42, über das ich in einem anderen thread gestolpert bin so kann.

danke nochmal <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />, sebastian
 
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