Einsteiger mit Celestron Travel Scope

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Weltraumkojote

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Hallo liebes Forum,

ich habe schon seit längerem ein Teleskop (Celestron Travel Scope 70; dem Link sind die Spezifikationen zu entnehmen: http://www.celestron.com/astronomy/celestron-travel-scope-70.html).
Da ich in der Stadt wohne und lange Zeit kein Auto besaß (erst kürzlich eins erworben), dachte ich so tue ich gleich noch etwas für die Fitness, wenn ich ab und an mit dem Teleskop aus der Stadt rauswander/radel.

Leider war meine bisherige Sternguckerfahrung damit eher enttäuschend (Sterne sahen im Teleskop und Suchfernrohr fast gleich aus; meiner Meinung nach unscharfe Bilder etc.), weshalb ich gerne wissen würde ob das am Gerät oder an mir liegt?
Muss ich vielleicht noch weiter weg von der Stadt um etwas zu sehen?

Anders gesagt: was lässt sich aus dem Teleskop maximal rausholen?

Wird eine schöne Saturnbeobachtung möglich sein?

Oder kann ich froh sein, dass ich den Jupiter als kleine Kugel erspähen konnte (schließlich war das Teleskop nicht teuer)?

Ich beabsichtige mich in das Thema Teleskope weiter reinzulesen (vor allem auch hier), bin jedoch gegenwärtig zugegebenermaßen noch ein Laie. Allerdings hoffe ich, dass sich dies durch meine Präsenz in diesem Forum ändern wird.

MfG

Dmitri
 
Hallo Dimitri,
Zitat von Weltraumkojote:
ich habe schon seit längerem ein Teleskop (Celestron Travel Scope 70...
...Leider war meine bisherige Sternguckerfahrung damit eher enttäuschend (Sterne sahen im Teleskop und Suchfernrohr fast gleich aus..
was hast Du denn erwartet? Sterne, sind sehr weit von der Erde entfernt (>4 Lichtjahre) und können auch mit den größten Teleskopen nicht aufgelöst werden, bleiben also immer punktförmig.
Zitat von Weltraumkojote:
Muss ich vielleicht noch weiter weg von der Stadt um etwas zu sehen?
Weg von der störenden Lichtglocke einer Stadt ist immer von Vorteil, da hier lichtschwache Strukturen(Nebel, Galaxien) erst sichtbar werden.


Zitat von Weltraumkojote:
Wird eine schöne Saturnbeobachtung möglich sein?

Mit diesem, sei mir nicht böse, "Spielzeugteleskop", welches eher an ein Spektiv der billigsten Sorte erinnert, mit seinem wackeligen Stativ(Beinchen)und ohne stabile Montierung...eher nicht.
Zitat von Weltraumkojote:
... (schließlich war das Teleskop nicht teuer)?...
Wieso hast Du denn nicht vor dem Kauf hier um Rat gefragt?
Dann hätte man Dich sicher vor dieser Fehlinvestition bewahren können ;(



 
Hallo Werner,
Danke für die Antwort!

Zitat von werner48:
Ich schreibe mich Dmitri, mit nur 2 "i". Ist mir an sich egal wie es andere schreiben, ich sag's nur, dass halt keiner denkt ich würde meinen eigenen Namen ständig falsch schreiben :)

Zitat von werner48:
was hast Du denn erwartet? Sterne, sind sehr weit von der Erde entfernt (>4 Lichtjahre) und können auch mit den größten Teleskopen nicht aufgelöst werden, bleiben also immer punktförmig.
Dessen bin ich mir bewusst. Habe mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich meinte, dass ich mit dem Teleskop nicht mehr sehe als ohne, also auch nicht mehr Sterne, was aber -soviel ich weiß- doch möglich sein sollte.

Zitat von werner48:
Mit diesem, sei mir nicht böse, "Spielzeugteleskop", welches eher an ein Spektiv der billigsten Sorte erinnert, mit seinem wackeligen Stativ(Beinchen)und ohne stabile Montierung...eher nicht.
Ne, wenn's am Teleskop liegt bin ich sogar eher froh. Dachte schon fast ich würde irgendwas falsch machen.
Hatte mir auch gar nicht soviel davon erwartet, da das Teleskop ausdrücklich auch für Erdbeobachtungen empfohlen wurde. 70 Euro für Teleskop plus Prisma, Rucksack, Stativ etc. erschien mir als guter Einstieg (zumal ich bei schwereren Teleskopen das Transportproblem gehabt hätte).
Ich dachte nur vielleicht liegt's an meiner Unfähigkeit statt am Teleskop.

Zitat von werner48:
Wieso hast Du denn nicht vor dem Kauf hier um Rat gefragt?
Dann hätte man Dich sicher vor dieser Fehlinvestition bewahren können ;(
Ich bin leider erst vor ein paar Tagen auf dieses Forum gestoßen.
Wie gesagt, so teuer war es nicht und zum reinschnuppern fand ich's auch ganz ok.
Nun da ich mir ein Auto zugelegt habe, bin ich aber am überlegen, mir ein "richtiges" Einsteigerteleskop anzuschaffen (Budget +- 500 Euro).
Dazu würde ich mich auf jeden Fall gerne hier beraten lassen, da ihr alle mehr Erfahrung damit habt. Doch dafür eröffne ich wohl besser einen neuen Thread?

- Dmitri
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

lass Dir das Teleskop nicht mies machen!

Sicher, es ist nicht das klassische Einsteigerteleskop, aber auf Grund Deiner damaligen Entscheidungsfindung (Transportabilität und Preis) nicht unbedingt die schlechteste Wahl.
Ein “Spielzeug” ist es definitiv nicht, aber eher ein Spezialist für die Beobachtung großflächiger Objekte bei geringer Vergrößerung. Ich denke da z.B. an offene Sternhaufen und hellere Nebel. Auch Spaziergänge in der Milchstrasse sind sicher reizvoll.
Für Planetenbeobachtung ist es eher weniger geeignet. Da schlägt bei höheren Vergrößerungen mit Sicherheit der Farbfehler des sehr kurzbrennweitigen Objektives zu. Den Ring des Saturn, die vier hellsten Monde des Jupiter und ein paar Streifen in dessen Atmosphäre sowie die Phasengestalt der Venus, sollten auch mit diesem Teleskop sichtbar sein.
Natürlich gehen auch Sonne (Achtung! Nur mit Objektivsonnenfilter!!! Sonst ist das Auge Pfutsch!) und Mond. Wenn Dich der Farbfehler stört gibt es auch Filter die diesen unterdrücken. Preislich werden die sich aber kaum lohnen.

Der beste Rat den man (immer wieder) Anfängern geben kann ist: Such Dir einen Astroverein in der Nähe und schnuppere da mal rein. Die Sterngucker zeigen Dir sicher gern Ihre Ausrüstung und geben praktische Tipps für eigene Beobachtungen und den sinnvollen Einsatz deines Teleskops.

VG,
Michael

Ps.: Hier gibt es eine sehr gute und kostenlose Planetarium-Software:

http://www.stellarium.org/de/
 
Hallo,

ich denke auch, dass man mit dem kleinen Teleskop schon etwas anfangen kann. Bei bis zu 100-facher Vergrößerung kann man Monde und dunkle Wolkenbänder am Jupiter, den Saturnring (als ein Stück), Mondkrater und -gebirge sowie Dutzende offener Sternhaufen, interessanter Doppelsterne, ein paar Kugelsternhaufen, die hellsten Galaxien als Fleckchen und auch ein paar helle Nebel sehen. Alles in Allem etwa 100 Objekte, die Appetit auf mehr machen und helfen, sich am Sternhimmel zu orientieren.

Dazu musst Du vielleicht einmal am Tage das Scharfstellen üben und Dir möglicherweise mal das eine oder andere Okular bei Sternfreunden in Deiner Umgebung bei gemeinsamen Beobachtungsabenden ausleihen, um die geeignetsten Brennweiten für Dich herauszufinden. Falls etwas nicht stimmen sollte an dem Teleskop, so werden sie Dir sicherlich auch gern weiter helfen.

Ich verwende beim Sternschnuppen-Schauen auch zwischendurch ein 15x70 Fernglas, das auch nicht mehr Licht als Dein Teleskop (pro Auge) einfängt und damit findet man schon 'ne ganze Menge, erst recht, wenn man es auf einem Stativ befestigt.

Viel Spaß wünscht Günther.
 
Hi!

Das TravelScope 70 hat gar keine schlechte Optik, nur das Stativ ist halt auf Transportabilität optimiert. Ein stabiles, hohes Stativ liegt mit Neigekopf bei mehr als 150 Euro, aber das Fernrohr lässt sich damit verwenden dank Fotogewinde.

Vergrößere nicht zu hoch! Diese kurzbrennweitigen Geräte überzeugen vor allem bei großen Gesichtsfeldern. Alle Objekte für das Fernglas sollten auch in der Optik nett sein - google mal nach Astronomie und Fernglas, dann findest du auch meine Homepage mit Beobachtungstipps.

Sterne bleiben aber immer nur Punkte, mehr geht nicht (mit Amateurmitteln). Jupiter als Scheibe mit bis zu vier Monden als Sternchen in einer Ebene und Saturn als Scheibe mit Beule geht schon im 12x50 oder 12x70 (Jupiter auch schon in kleineren Ferngläsern). Anblicke wie auf den Hubble-Fotos bietet dir kein Teleskop!

Übe bei Tag beobachten; die Okulare sind in der Preisklasse natürlich nicht der Hit, aber die Optik ist brauchbar. Das Stativ ist suboptimal, also während des Beobachtens möglichst wenig an das Fernrohr kommen. Aber wie gesagt: Ein guter Neigekopf kostet so viel wie das ganze Fernrohr.

Und für Sternwarten in deiner Nähe: http://www.astronomie.de/gad - nach Postleitzahlen sortiert.

Ebenfalls viel Spaß wünscht
Alex
 
Hallo Dmitri,

wilkommen im Forum. :)

Dein transportables Teleskop ist für den Einstieg garnicht sooo schlecht. Hol Dir aus dem Internet noch das Programm Stellarium. Das ist Freeware und kann Dir den Himmel mit den Sternbildern für jeden Tag, jede Uhrzeit, zeigen. :super:

Lerne die Sternbilder auswendig, die jetzt am Abendhimmel sichtbar sind, damit Du die hellen Sterne als Figur zwischen den anderen schwächeren Sternen findest. Und guck mit dem Teleskop (bzw. Spektiv) als erstes mal den Mond an, wenn er wieder am Abendhimmel sichtbar ist.

Dann wirst Du staunen. Denn diese Optik kann Dir am Mond sehr viele Krater, Gebirge und auch die Maare (die dunklen lavaebenen) schön zeigen. :cool:

Auch die Andromedagalaxie (M31), die Plejaden (M45) und der Orionnebel (M43) kommen schön raus. :super:

Je nachdem, wie dunkel es an Deinem Beobachtungsort wirklich ist, solltest Du eventuell noch ein großes, dunkles Tuch mitnehmen. Das legst über Deinen Kopf, damit Du von der Helligkeit der Umgebung abgeschirmt bist beim Beobachten. Dann erkennst Du nach und nach immer mehr im Okular. Es dauert etwa 5 Minuten, bis die Augen anfangen, sich gut an die Dunkelheit anzupassen. Und nach etwa 40 Minuten in richtiger Dunkelheit kannst Du sehr viele gaaanz schwache Sterne sehen. Und an den von mir genannten M (Messier-) Objekten kommen immer mehr Strukturen zum Vorschein.

Suche auch Kontakt im realen Leben zu anderen Amateuren. Astrovereine, Beobachtergruppen, Vereine, Sternwarten. Geh wenn irgend möglich mit denen raus zum Beobachten. Von denen kannst an einem Abend mehr lernen als wenn Du 10 Bücher ließt... :/

 
Wow, vielen Dank für die zahlreichen Antworten!

Zitat von MichaD80:
Der beste Rat den man (immer wieder) Anfängern geben kann ist: Such Dir einen Astroverein in der Nähe
Zitat von Etamin:
... bei Sternfreunden in Deiner Umgebung bei gemeinsamen Beobachtungsabenden ausleihen...
Zitat von Sternenfee123:
Suche auch Kontakt im realen Leben zu anderen Amateuren. Astrovereine, Beobachtergruppen, Vereine, Sternwarten
Zitat von Kerste:
Und für Sternwarten in deiner Nähe: http://www.astronomie.de/gad - nach Postleitzahlen sortiert.
Bin gerade dabei! Werde nächste Woche meine Mitgliedschaft im hiesigen Sternwartenverein beantragen :)
Vielleicht ist ja unter uns Foristen noch jemand aus dem Raum um Würzburg?

Zitat von MichaD80:
Ps.: Hier gibt es eine sehr gute und kostenlose Planetarium-Software:
http://www.stellarium.org/de/
Zitat von Sternenfee123:
Hol Dir aus dem Internet noch das Programm Stellarium
Stellarium hab ich schon, wirklich ein tolles Programm!
"Im Feld" benutze ich die Smartphone-App "SKEye". Kann ich nur empfehlen. Ist ebenfalls Freeware und für mich bisher sehr hilfreich beim aufspüren von Objekten gewesen.


Bin jedenfalls sehr erfreut zu hören, dass ich mein Teleskop noch nicht ausgereizt habe! Werde in den nächsten Tagen (wenn das Wetter es zulässt) eure Hinweise berücksichtigen und es immer mal wieder probieren.

Nur eine Sache noch:
Zitat von Sternenfee123:
Denn diese Optik kann Dir am Mond sehr viele Krater, Gebirge und auch die Maare (die dunklen lavaebenen) schön zeigen.
Das war nämlich der Punkt wo ich dachte, ich mach vielleicht etwas falsch. Der Mond schien mir im Teleskop nicht wesentlich detaillierter als mit bloßem Auge (andererseits hat meine Mondbeobachtung bisher immer recht nah an der Stadt stattgefunden).
Könnte das an meinen Okkularen liegen? Oder doch einfach weiter raus?
 
Hi Dmitri,

Das war nämlich der Punkt wo ich dachte, ich mach vielleicht etwas falsch. Der Mond schien mir im Teleskop nicht wesentlich detaillierter als mit bloßem Auge (andererseits hat meine Mondbeobachtung bisher immer recht nah an der Stadt stattgefunden).
Könnte das an meinen Okkularen liegen? Oder doch einfach weiter raus?

wenn ich den Werbetext zu Deinem Spektiv richtig gelesen habe, hast Du 2 Okulare. 20 mm und 10 mm Brennweite. Wenn Du den Mond "größer" sehen möchtest, brauchst Du noch ein weiteres Okular. Aber ob das jetzt eines mit 8,6 oder 5 mm sein sollte, das kann ich nicht sagen. Das solltest Du am besten mit ein paar ausgeliehenen Okularen ausprobieren!

Falls Du Brillenträger bist, wird es schwierig. Denn dann ist der "Augenabstand" wichtig. Der sollte möglichst groß sein für Brillenträger.

Ein gutes, kurzbrennweitiges Okular kostet aber fast so viel wie das kleine Spektiv. Doch das ist kein "rausgeschmissenes Geld". Das kannst Du später auch an einem besseren Teleskop verwenden. ;)

Und Du mußt das einäugige Sehen am Spektiv erstmal lernen. Beobachte dann, wenn der Mond hoch am Himmel steht, und dann möglichst dicht an der "Hell-Dunkel-Grenze". Die nennen wir "Terminator". Jeden Tag tauchen da neue Krater auf. Da die Sonne sehr schräg in die hineinscheint, wirken die dann sehr plastisch. Krater die bereits im vollen "Mittagslicht" liegen, sind dagegen sehr kontrastarm und wirken flau und langweilig. ;)

Unsere Luft ist turbulent. Das wabert und zittert. Wir nennen das "Seeing". Aber dazwischen gibt es auch mal ruhige Momente. Und in denen kannst Du schöne Details am Mond erkennen. Kleinere Krater, feinere Abstufungen in den großen Kraterwänden... Hab Geduld mit Dir, der Beobachtung und dem Seeing. :)
 
Ich hatte auch schon vermutet, dass er womöglich bei Vollmond beobachtet hat. Dann wäre die Enttäuschung natürlich vorprogrammiert.

VG
 
Hallo liebe Foristen,

Zitat von MichaD80:
Ich hatte auch schon vermutet, dass er womöglich bei Vollmond beobachtet hat. Dann wäre die Enttäuschung natürlich vorprogrammiert.
Richtig vermutet :blush:
Bei Vollmond bräuchte ich wohl einen Filter um schön was zu sehen?


Zitat von Sternenfee123:
wenn ich den Werbetext zu Deinem Spektiv richtig gelesen habe, hast Du 2 Okulare. 20 mm und 10 mm Brennweite.
Ja, genau die habe ich. Ich hab mich mal nach anderen umgeguckt (auf http://www.astroshop.de/teleskop-zubehoer/okulare/15_10), jedoch bin ich mit der Auswahl ein wenig überfordert (obschon bei jedem Okkular-Typ eine Beschreibung vorhanden ist).
Mit einem Plössl kann man aber nicht viel falsch machen, denke ich?

MfG

Dmitri



 
Hallo Dmitri,

herzlichen Glückwunsch zum ersten Teleskop! :-)
Auch wenn es nicht DAS ideale Einstiegsgerät ist, lassen sich trotzdem viele Sternhaufen, ein paar Galaxien und Nebel beobachten.

Plössl unter 10mm haben einen geringen Augenabstand.
Bei 6,5mm wird es grenzwertig, 4mm fand ich persönlich nicht vernünftig nutzbar.
WENN würde ich da nur ein 10€ Plössl kaufen, alles Andere wäre rausgeworfenes Geld (meiner Meinung nach).

Die 6mm Goldkante wäre noch eine Lösung (Deutschland 39€, England 32€, Asien 24€ inkl. Versand) oder eine 2x achromatische Barlow (15-18€ aus Deutschland, allerdings macht eine einfache Barlow die Abbildungsqualität mit chromatischer Aberration und zusätzlichen Linsen nicht besser).
Besser als die Goldkanten sind die HR-Planetary, aber mit 45-60€ auch nicht ganz günstig. Bis auf das 3,2mm HR Planetary, aber bei dem kurzen Refraktor bezweifle ich dass das aufgrund der hohen Vergrößerung mit Farbfehler Sinn macht.

Wenn Du schon weisst dass Du Dir in Zukunft ein anderes Teleskop kaufen möchtest, könnte man auch dahingehend die Okularwahl gestalten.

Die Stärken des kleinen Refraktors liegen nicht in der Hochvergrößerung, ich würde das Geld eher sparen und mich auf Objekte konzentrieren, die sich damit gut beobachten lassen.
Sehr gut sollten auch alle Objekte gehen, die für Ferngläser empfohlen werden.


Die nächstgrößeren Teleskope die wirklich einen Mehrwert bringen sind mit 100bzw. 170-330€ auch nicht ganz günstig, zeigen aber natürlich wesentlich mehr, und statt einem 50€ Okular hätte man schon ein ganzes Stück gespart ;-)

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dmitri,

ich habe das TravelScope 70 als "Reiseteleskop", darf also mitreden. ;-) Mein Tipp: Besorge dir

1. das 6mm-Weitwinkel-Okular ("Goldkante", z.B. hier. Das ist eine gute Kombination mit dem TravelScope und bringt eine noch akzeptable 67-fache Vergrößerung, bei der Saturn, Jupiter und Mond schon einiges zeigen.

2. ein besseres=größeres Stativ, denn das kleine "Wanderstativ" ist einfach zu wackelig.

CS
Michael
 
Hallo Dmitri,

Bei Vollmond bräuchte ich wohl einen Filter um schön was zu sehen?

Details wie Krater, Gebirge und Bodenunebenheiten treten nur durch Licht- und Schatteneffekte am Terminator, der Tag- und Nachtgrenze, richtig plastisch hervor. Wenn die komplette Mondscheibe beleuchtet ist, gibt es halt keinen Terminator und damit keine die Oberflächendetails dreidimensional erscheinen lassenden Schattenwürfe. Bei Vollmond macht eigentlich nur die Beobachtung von Strahlenkratern Spaß, also verhältnismäßig jungen Kratern, die beim Einschlag "Strahlen" von Auswurfmaterial um sich herum gezogen haben, das im prallen Sonnenlicht besonders hell leuchtet.

CS,
Fabian
 
Hallo Marcus!
Zitat von schorhr:
Die nächstgrößeren Teleskope die wirklich einen Mehrwert bringen sind mit 100bzw. 170-330€ auch nicht ganz günstig,
Mein nächstes Teleskop darf dann um die 500 € kosten, jedoch will ich erst sicherer werden in dem Gebiet, bevor ich eine so große Investition (für meine Verhältnisse: Student) tätige. Man kauft sich schließlich auch keinen Porsche solang man Fahranfänger ist :D
Zitat von schorhr:
Ich erinner mich grade, dass ich für mein Mikroskop auch ein paar Okulare besitze, unter anderem eine Barlow-Linse. Im Grunde müsste ich die doch auch für mein Teleskop verwenden können, oder?
Keine Ahnung wieso ich da erst jetzt drauf komme..

Hallo Michael!
Zitat von sternchengucker:
ich habe das TravelScope 70 als "Reiseteleskop", darf also mitreden. ;-) Mein Tipp: Besorge dir

1. das 6mm-Weitwinkel-Okular ("Goldkante", z.B. hier.

2. ein besseres=größeres Stativ, denn das kleine "Wanderstativ" ist einfach zu wackelig.

Danke für den Hinweis! Denke das liegt noch in meiner Preisklasse und lässt sich bestimmt auch für das "Nachfolger"teleskop noch gut verwenden.

Auch Danke an Fabian für den Hinweis zur Mondbeobachtung!

Übrigens: steht "CS" für "clear sky"?

MfG

Dmitri

 
Hallo Dmitri,
im Kern kannst Du die Mikroskopokulare/Barlow mal ausprobieren, wenn das Stackmaß nicht passt ein wenig improvisieren-
Im Kern ist es auch nichts anderes, wenn auch moderne Okulare natürlich je nach Zweck optimiert sind.
Im Prinzip kann man als Okular sogar eine gute Mechanikerlupe als Okular nehmen, "Versuch macht Kluch!" ;-)

Klar, Übrung macht den Meister, und auch mit dem kleinen Teleskop geht eine Menge. Aber ich erinnere mich an mein erstes "Upgrade" vom 76mm Wackelteleskop auf den Dobson.
Da eröffnen sich ganz andere Möglichkeiten.
Der Vergleich ist eher Radfahrer <-> Porsche ;-)
Da die Höchstvergrößerungen mit dem kleinen Teleskop weniger Sinn machen, probier doch mal aus welche Okulare Du fürs Mikroskop hast und ob die Barlow sich irgendwie drannbasteln lässt. Da hättest Du dann je nach Barlow und Abstand zum Okular irgendwas um 80-120x, da wirst Du eventuell den Farbfehler schön sehen können bevor Du ein weiteres Okular bestellst ;-)

Die Goldkanten lassen sich natürlich auch am späteren, großen Teleskop einsetzen, wenn Du allerdings mit irgendwas über 8" weiter machen möchtest, dann ergibt sich das Problem des Öffnungsverhältnis (Brennweite : Optikdurchmesser).
Bei einem 10" Newton/Dobson mit f/5 oder gar f/4.7 bilden die Goldkanten am Rand nicht scharf ab, hier sind die (auch noch erschwinglichen) Planetary-Okulare besser.
Aber auch ich nutze u.A. eine Goldkante am f/5 Dobson, ich wollte es nur der Vollständigkeit halber erwähnen.
In Deutschland sind die Goldkanten leider mittlerweile wesentlich teurer geworden, der Schritt von der 40€ Goldkante zum 45€ HR Planetary eigentlich vernachlässigbar (ausser man bestellt sie wie erwähnt in England oder Asien, ersteres Zoll/Steuerfrei, letzteres bedingt auch noch).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo,

als einsteiger finde ich passt das schon ganz gut das gerät. Mit diesem sollten auf jeden Fall schöne sternbilder zu sehen sein. Hatte so ein ähnliches Gerät wie den Celestron Travel Scope vor paar Jahren mal ausprobiert.

grüße
 
Hallo Namenloser,
Zitat von Mezika:
..als einsteiger finde ich passt das schon ganz gut das gerät. Mit diesem sollten auf jeden Fall schöne sternbilder zu sehen sein. Hatte so ein ähnliches Gerät wie den Celestron Travel Scope vor paar Jahren mal ausprobiert.
darf ich Dich mal fragen, worauf fundiert diese, deine Aussage denn? Nur weil Du einmal, vor Jahren durch ein ähnliches Gerät geguckt hast?
Welches Gerät war das denn?
Was für ein Equipment benutzt Du denn selbst für visuelle Beobachtungen?)

Im Übrigen, was sind denn "schöne" Sternbilder?

Wenn wir schon dabei sind: Ganze Sternbilder betrachtet ich in der Regel nur mit dem bloßem Auge.
 
Hallo Marcus,
Zitat von schorhr:
im Kern kannst Du die Mikroskopokulare/Barlow mal ausprobieren, wenn das Stackmaß nicht passt ein wenig improvisieren-
Im Kern ist es auch nichts anderes, wenn auch moderne Okulare natürlich je nach Zweck optimiert sind.
Im Prinzip kann man als Okular sogar eine gute Mechanikerlupe als Okular nehmen, "Versuch macht Kluch!" ;-)
Ich probier's vielleicht heute mal aus, wenn's der Himmel zulässt.

Wie sieht's eigentlich mit Sternschnuppen aus? Lassen die sich mit einem Teleskop auch besser beobachten oder sind die zu schwer ins Sichtfeld zu kriegen?

MfG

Dmitri
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dmitri,

Sternschnuppen (Meteore) beobachtet man am besten mit bloßen Augen. Das Gesichtsfeld im Okular ist klein und Meteore sind zu schnell und treten zufällig über einen großen Bereich des Himmels verteilt auf.
 
Hallo Heiko,
Zitat von Hisaak:
Sternschnuppen (Meteore) beobachtet man am besten mit bloßen Augen. Das Gesichtsfeld im Okular ist klein und Meteore sind zu schnell und treten zufällig über einen großen Bereich des Himmels verteilt auf.

Genau das dachte ich mir auch. Aber ich war mir unsicher, weil man -soviel ich weiß- z.B. die ISS mit einem Teleskop betrachtet. Da diese aber ebenfalls "klein" und schnell ist, kam bei mir die Frage auf, ob es sich mit Sternschnuppen ebenso verhält.
 
Hallo Dmitri,

die ISS wirst Du mit einem Teleskop mit ausreichend großer Vergrößerung nicht von Hand nachführen können. Und bei feststehendem Teleskop "rauscht" sie derart schnell durchs Bild, das man keine Details erkennen kann.


Eine ganz nette Liste von Fernglasobjekten (die für Dein Scope auch passen sollten) kann man hier runterladen: Klick mich

Beste Grüße,

Achim
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dmitri,
Heiko sagte es ja bereits - trotzdem kommt es immer mal vor dass man zufälligen "Beifang" hat, sprich beim Beobachten tatsächlich mal eine Sternschnuppe, ein Satellit oder ein Flugzeug durchsaust ;-)

Schau doch ruhig mal am Tage (abseits der Sonne) durch die Optiken, lässt sich ggf. einfacher testen, man kann gleich sehen ob man in den Fokus kommt, eine Verlängerungshülse oder Steckmaßadapter gebastelt werden muss, und ob Probleme wie Reflektionen, Farbsaum etc. schon sichtbar sind.
 
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