Einsteiger mit Einsteigerfragen ..absolute Basics | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Einsteiger mit Einsteigerfragen ..absolute Basics

Südbalkon

Mitglied
Hallo an alle Astronomierfreunde
, mein Name ist Matthias , ich bin 52 Jahre alt , wir wohnen in Northeim/Langenholtensen bei Göttingen , und ich habe spontan ein altes Dachbodenfundteleskop erstanden für 10 €...äh ja.
Ich habe mich schon immer für den Weltraum , die Sterne und das Myteriums des Kosmos faszinieren können.
Zu viele andere Hobbys haben mich aber von Investitionen in Richtung Astronomie abgehalten.
Nun aber ist es soweit , ich hatte beschlossen einfach mal anzufangen , und habe ein Blindkauf für nen 10er getätigt , das tut nicht zumindest finanziell nicht weh. ;)
Ich gestehe , ich habe von Tuten und Blasen keine Ahnung , als ich bei ner Parplatzübergabe die Katze im Sack , bzw im Pappkarton gekauft habe.
Zu Hause angekommen , dat Dingen zusammengebastelt ( weiß gar nicht ob das so richtig ist ).
Zumindest habe ich nach I-Net Recherche es geschafft den Sucher auszurichten , und habe heute Nachmittag bei tageslicht den Mond eingefangen.
Zugegeben , viel gesehen habe ich nicht , aber ich hatte ihn in dem Okular...erhabendes Gefühl.
Ich ahtte ein 12,5er eingesetzt , mit dem 25er ging gar nix.
Nun gut , was will ich eigentlich :?
Den Mond anschauen , will ich , und das ordentlich , da weiß ich nicht ob das 60/800er für einen Einsteiger wie mich zum Herantesten ne Gute Wahl ist...
Nun meine Fragen :
Irgendwas stand in der Anleitung von Ausrichten des Teleskops auf der Deklinationsachse 90° ...da habe ich 0 Peilung....brauche ich das denn ? , wenn ich doch sehe wo der Mond ist ..ich kann ihn ja quasi direkt anpeilen...

Technische Daten von dem Teil :
Öggnungsverhältnis 1:13
Auflösungsvermögen 1.92
erkennbare Sterne : 11M

Ein paar Fotos habe ich angehängt :
 

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paulchen

Mitglied
Hallo Matthias,
Glückwunsch zur Neuanschaffung! Und für 10EUR kann man wirklich nicht viel falsch machen und den Mond sicherlich gut beobachten!

Beim Ausrichten des Teleskops geht es darum, da Achse parallel zur Erdachse auszurichten: dann kannst Du die "Drehung der Sterne" (in Wirklichkeit dreht sich einfach die Erde unter ihnen weg) ausgleichen, indem das Teleskop um diese eine Achse in genau der Geschwindigkeit mitgedreht wird. Das ist vor allem wichtig, wenn man Fotos machen möchte mit längeren Belichtungszeiten.
Beim visuellen Mondbeobachten ist's eigentlich egal. Im schlimmsten Fall muss man mit zwei Achsen nachjustieren, wenn er aus dem Gesichtsfeld rausgewandert ist.

Gruß
paulchen

P.S.: es gibt eine Unzahl von Anleitungen, wie man ein Teleskop ausrichten kann, z.B.: Ausrichtung und Justierung einer parallaktischen Montierung
 

paulchen

Mitglied
Diese Achse muss auf den Polarstern zeigen (roter Pfeil) (in der Nähe des Polarsterns ist der Himmelspol, um den sich alles dreht):
astronomiede_forum_bild_001.PNG


Diese Achse musst Du auf Deinen Breitengrad einstellen, als rund 51,7 Grad bei Deinem Wohnort (die Montierung sollte natürlich möglichst waagerecht stehen, Wasserwaage):
astronomiede_forum_bild_002.PNG


Und nur zur Sicherheit wenn Du tagsüber guckst: niemals in die Sonne, auch nicht aus Versehen beim Mond suchen! Dafür braucht man spezielle Filter!
 

Südbalkon

Mitglied
danke Paulchen , morgen stelle ich das mal ein..und mach dann nochmal ein Bild , zum überprüfen sozusagen...
Also : Waagerecht und Skala dann bei 51, 7 einstellen..okay dokey...danke vielmals
 

Lloyd69

Mitglied
Glückwunsch zu deinem Glückskauf. Für 10€ ist das ein wahres Schnäppchen. Und viel Spaß bei den ersten nächtlichen Beobachtungen.
 

Südbalkon

Mitglied
Großartig.habe gerade ausm Garten raus den Mond mir anschauen können..man sieht es richtig Reliefartig an der Schattengrenze...irre , und das in der Dämmerung , hoffe er leuchtet nachher schön , ist denn ein Mondfilter dringend empfehlenswert , es ist auch einer dabei.
Den muß ich wohl unten ans Okular drehen ?
Ich habe jetzt mit Barlow 2x + 25mm geschaut , und der Mond paßt gut zu 2/3 ins Blickfeld , macht weitere Vergrößerung Sinn ?
 

kieslstoa

Mitglied
Servus Matthias,

Mondfilter kann man, muss man aber nicht. Einfach ausprobieren. Bzgl. Vergrößerung: hast du dein 12,5er mal ausprobiert, evtl. mit Barlow? Größer ist nie verkehrt ;) aber Maximalvergrößerung vom Teleskop beachten, irgendwann ists nur noch verschwommen, wenn du drüber rauskommst.

Weil ich noch lese, dass ein Mondfilter dabei ist. Ich hoffe, dass da nicht auch noch einer dieser tollen Sonnenfilter fürs Okular dabei ist. Falls doch: wegschmeißen, die Dinger sind gefährlich.

Grüße
Mathias
 

Südbalkon

Mitglied
Nein Sonnenfilter fürs Okular nicht...aber so Platten..dreickige..die habe ich noch nicht angeschaut , lasse ich auch die Finger von...möchte erstmal mit Mond anfangen....was wäre denn die maximal sinnvolle Vergrößerung bei nem 60/800er ?
 

kieslstoa

Mitglied
Max. Vergrößerung: Öffnung x 2 >>> 120x bei dir
Förderl. Vergrößerung: Öffnung / 0,7 >>> ca. 85x

Mit dem 12,5er wärst du bei 64facher Vergrößerung. Somit in der Kombi 12,5 + 2x Barlow übers Ziel hinaus.

Dreieckige Platten :unsure: sagt mir grad gar nix :D
 

SkyBob

Mitglied
ist denn ein Mondfilter dringend empfehlenswert
Je voller der Mond, desto heller der Mond.
Irgendwann kann er überblenden.
Da ist dann so ein Mondfilter nicht verkehrt.

Es geht aber auch ein vairabler Polfilter (den du ja nicht da hast).
bei dem kann man dann die Transmission (helligkeitsdurchlass) einstellen.
So kann man den Filter den Mondphasen anpassen.

Der Mondfilter selbst ist immer gleich dunkel.
Hat aber durch seine färbung auch kontrastliche Auswirkungen, die ein Polfilter nicht hat.

Ich vermute mal einen Sonnenprojektsionsschirm.

Alles ohne geeignetem Sonnenfilter bleibt saugefährlich !!!

Gruß
Markus
 

Christian_S2

Mitglied
Hallo Matthias,

es freut mich, dass Dir der Mond mit dem kleinen refraktor so gut gefällt. Das ist ein gutes Zeichen. Viele hier im Forum verachten die kleinen Geräte. Ich habe auch einen 60/800 Refraktor von Bresser. er sieht aus wie Deiner, aber mit azimutaler Montierung. Ich hab früher oft mit ihm beobachtet und hatte viel Spass! Es war mein erster Refraktor und mir ist sofort aufgefallen, dass er schärfer abbildet als mein größerer Newton (114/900), den ich schon hatte. Auch ein Farbfehler ist hier am selbst am Mond nicht erkennbar gewesen, nur bei Venus gab es elnen leichten Blausaum.

Ich fand die Vergrößerung mit 130x bei Mond und Planeten am besten (6mm-Okular).

Vergleiche mal das 12,5mm Oku mit dem 25mm+Barlow. Ich denke mit 12,5 ohne Barlow wird das Bild besser sein. Die mitgelieferte Barlow war bei mir sehr schlecht, da nicht achromatisch. Daher habe ich eine zusätzlich gekaufte Barlow verwendet, die achromatisch ist.

Obwohl ich lichtempfindlich bin, habe ich bei diesem Refraktor keinen Mondfilter vermisst. Bei höherer Vergrößerung blendet der Mond nicht mehr, weil die AP bzw. der Lichtstrahl, der in Dein Auge gelangt, mit zunehmnder Vergrößerung immer "dünner" wird. Bei 120x har er bei diesem Refraktor nur noch 0,5 mm Durchmesser (= Öffnung in mm / Vergrößerung bzw. 60/120 = 0,5). Das blendet kaum. Ich fühle mich bei AP > 1 geblendet. Das wäre hier unter 60x. Bei einem 8-Zoll-Gerät sieht das mit der Blendung dann ganz anders aus.

Aber es gibt erfahrene Beobachter hier im Forum, die sagen, man bräuchte nie einen Mondfilter, egal wie groß das Teleskop ist! Ich denke, das Blendempfinden ist auch sehr subjektiv...

Freundliche Grüße von
Christian
 
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Südbalkon

Mitglied
Hallo Christian ...jawohl ohne das Barlow Dingens , ist das Bild besser , ich habe auch keinen Mondfilter benutzt , es dauert einen Moment , dann ging es aber...auch wenn der Mond wie ne Glühbirne oben steht.
Nun , heute habe ich einfach den Mond einige Male durchwandern lassen...ich habe mich auf einen Krater konzentriert , der so Staubfahnen , wahrscheinlich Auswurf von nem Einschlag , um sich herum hatte.
Bemerkenswert fand ich , das zwei von diesen Fahnen nahezu parallel wirkten,,,hat mich gewundert.
Ich habe es aber partout nicht geschafft herauszufinden , welcher es ist......das muß ich herausfinden......
 

Schmitti

Mitglied
Hallo,

vermutlich handelt es sich um den Krater Tycho. Der fällt einem mit seinem Strahlensystem rund um Vollmond schon im Fernglas auf. Zweiter Kandidat wäre Kopernikus, der hat auch so was allerdings nicht ganz so auffällig. Wie wäre es denn mit der Anschaffung einer Mondkarte oder eines kleinen Mondatlas?

CS Gerhard
 

AstroBHO

Mitglied
Ich habe es aber partout nicht geschafft herauszufinden , welcher es ist......das muß ich herausfinden......
Hallo Matthias,
ich benutze immer QuickMap. Wenn Du die Namen der Objekte haben möchtest: Auf der linken Seite auf "Layer" dann weiter auf "Overlays" (aufklappen) und dann "Nomenclature" markieren (Kästchen vor dem Namen).
mond.jpg

QuickMap ist genial, die Auflösung reicht herunter bis zu den Apollo-Missionen (Fußspuren und Landefähren).
ap11.JPG


Gruß Bernd
 

Südbalkon

Mitglied
Hey danke für die vielen vielen Tips , ich habe jetzt schon ne Menge gelernt , vor allem habe ich das mit Brennweite / Öffnung , max Vergrößerung denke ich verstanden .
Wenn ich das von nem Objektiv für eine Fotokamera ableite , dann bedeutet das für ein Okular : weniger Brennweite Okular gleich größere Vergrößerung .
Ein okular mit kleiner Brennweite braucht also um gut abzubilden sicherlich eine hohe Lichtstärke...sehe ich das richtig , und wenn ich ein Okular für eine sinnvolle Vergrößerung ohne Barlow ins Auge fassen möchte für mein 60/800er dann wäre wahrscheinlich die untere Grenze so bei 7 mm ? Denke ich da richtig ?
Wobei wohl eine klasse Abbildungsqualitätet eines Okulars eine mäßige Abbildungsqualität eines Teleskops nicht auszugleichen vermag ?


Im Übrigen denke ich das das gestern Kepler war , da da ein Mare (X) nebenan war welches am Umriß von einem ordentlichen Krater(gassendi ) angeknabbert war ...Meer der Heiterkeit oder so ? Mare Humorum ( meer der feuchtigkeit ...häh ? )
 
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