Einsteiger mit fragen - Was? Wann? Wo?

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Saider

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Hallo zusammen,

Ich heiße Jan, bin 25 Jahre alt und komme aus Düsseldorf. Ich war vor geraumer Zeit hier schon einmal angemeldet, deshalb der alte Account, musste mich dann aber Berufsbedingt leider wieder zurückziehen :/

Da mich die ganze Thematik aber nie wirklich losgelassen hat, bzw. ich immer wieder mit dem Gedanken spiele, der sich in den letzten Woche immens konkretisiert hat, mir etwas vernünftiges zuzulegen womit Beobachtungen auch Spaß machen bin ich wieder hier gelandet.

Meine bisherigen "Versuche" wurden mit einem bestimmt gut und gerne 20 Jahre alten billig Refraktor und ein paar Billig(st) Okularen durchgeführt. Für den Anfang hat das auch gereicht und selbst dieses doch irgendwie scheußliche Teil hat es nicht geschafft meine Begeisterung zu ersticken.

Aus diesem Grund suche ich nun Hilfe bei der Auswahl von "was vernünftigem". Also was soll es sein? .... zunächst würde ich mich auf visuelles beschränken, denn ich meine bevor man sich an fotografisches wagt sollte man das wohl erstmal "beherrschen". Dabei würde ich den Fokus wohl auf Lichtstärkere DeepSky Objekte genau so wie auf das lokale Sonnensystem legen.

Preislich würde ich meine Vorstellungen ungefähr um die 2000 Euro ansiedeln. Weniger ist natürlich nicht schlecht und ein wenig mehr auch zu verschmerzen.

Wichtig ist bloss das ich mein Geld nicht für irgendwas aus dem Fenster werfen möchte womit ich im Nachhinein nicht zufrieden bin oder noch schlimmer, sich frustration breit macht.

Des weiteren kaufe ich nur ungern Sachen die ich nicht vorher mal live gesehen habe und da ich genau niemanden kenne der sich mit der Materie auskennt geschweige denn so eine Ausrüstung besitzt hoffe ich einfach mal das es in der Nähe Leute gibt die sich eines doch recht blutigen Anfänger ein wenig annehmen würden.

so genug getextet.

mit den besten Grüßen,
Jan
 
Hi Jan,

vorneweg, Deine Rangehehnsweise (erst fragen, dann kaufen) find ich gut. :super:

Aber für Hilfe fehlen noch ein paar Angaben:

1) von wo aus möchtest Du beobachten?

2) hast die Möglichkeit, ein Teleskop auch unter dunkleren Himmel als Düsseldorf zu transportieren?

 
Hallo Jan,

Des weiteren kaufe ich nur ungern Sachen die ich nicht vorher mal live gesehen habe und da ich genau niemanden kenne der sich mit der Materie auskennt geschweige denn so eine Ausrüstung besitzt hoffe ich einfach mal das es in der Nähe Leute gibt die sich eines doch recht blutigen Anfänger ein wenig annehmen würden.

Mit dieser Einstellung wird nix schief gehen :) Versuche hier übers Mitgliederboard Kontakt zu mehreren Leuten in deiner Ecke zu finden und du wirst mit Sicherheit dein Gerät finden, denn einen anderen Weg gibt es eigentlich gar nicht, da kann man noch so viel theoretisieren ;)

CS Benny
 
Hallo Jan,

wahrscheinlich nimmst du bei einer Livevorführung dann das erstbeste Gerät, für das du dich begeistern kannst. Das würde ich also nicht überbewerten, da es ja auch immer davon abhängt, was derjenige, den du besuchst, so da hat und was dessen Vorlieben sind. Da kannst du dir erst mal genauso gut schon vorab hier im Forum viele Vorschläge machen lassen.

Ich werfe mal ein Schmidt-Cassegrain in die Runde. ;)



Viele Grüße,
Christian
 
Moin,

Die Ansicht zu Livevorführungen kann ich durchaus nachvollziehen, Es ist für eine Anfänger mit Sicherheit nicht einfach aus einer Vorführung heraus festzulegen ob es DAS ist was man selber benötigt. Also Augenmerk auf Gruppen legen.... soweit verstanden :)

und dann zu den Konkreten fragen

Zitat von Sternenfee123:
1) von wo aus möchtest Du beobachten?

2) hast die Möglichkeit, ein Teleskop auch unter dunkleren Himmel als Düsseldorf zu transportieren?

zu 1) selber Wohne ich in Willich, sprich nicht ganz Düsseldorf mehr so in der Mitte der Städte Mönchengladbach, Krefeld, Viersen, Neuss und Düsseldorf. Irgendwo in der Nähe wäre ja nicht verkehrt aber bin auch da durchaus offen für Gegenden die "mehr geeignet" sind :)

zu 2) Das ist nicht das Problem, von meinem Privat PKW bis zu einem 7,5 Tonner ist alles in greifbarer nähe und verfügbar :)

lg,
Jan
 
Hallo Jan

es ist eben die Frage, ob du dann mit deinem Teleskop auch bereit bist, dich spontan zu einer klaren Nacht in dunkle Regionen zu begeben. Ich kenne das selbst, in der Woche geht das schon mal gar nicht oder nur schlecht und selbst am Wochenende bedarf es einiger Vorbereitung und Planung und ist kein zu unterschätzender Aufwand. Zu Anfang ist der Enthusiasmus groß, dieser kann sich aber abflachen und das hängt natürlich auch mit der Wahl des Teleskopes zusammen.




Der Tipps zum Dobson wird sicherlich kommen, also darauf kannst'e dich ja schon mal einstellen. ;) Ansonsten wäre ein C14 auf CGE Pro nicht schlecht, spreng aber dein Budget.

Benny, was hast du gegen SCs :) Mein SC bildet jedenfalls knackscharf ab! ;)



Gruß
Christian
 
Hi Christian,

Benny, was hast du gegen SCs smile Mein SC bildet jedenfalls knackscharf ab! zwinker

Ich werde sie lieben wenn ich das erste Mal von einem Besitzer handfeste Vorteile genannt bekomme die nicht auf Schwächen anderer Systeme mangels Wissen wie man sie zu benutzen hat beruhen ;) Daran scheiterten bisher einige mir bekannte SC-(Ex)-Besitzer.

Der einzige der mir parat ist und auch richtig: Wenn man einen 2m² Balkon hat und von dort beobachtet :D

Der Tipps zum Dobson wird sicherlich kommen, also darauf kannst'e dich ja schon mal einstellen

Den spare ich mir, der Weg der Livebegutachtung ist da der richtige Weg :) Und wir hatten stellenweise auch SC gegen Newton (sowohl Dobson als auch parallaktisch) parallel aufgebaut.

Was das Rausfahren angeht: Das muss jeder für sich entscheiden. Zeichnet sich ab, dass man eher aus der Innenstadt beobachten wird, gelten gänzlich andere Anforderungen und man muss auch mit völlig anderen Erwartungen rangehen. Unser Hobby ist gefühlt von immer weniger Nächten abhängig, die sich als nutzbar erweisen. Die Gruppen in meiner Nähe, lassen da auch mal Montagabend alles stehen und fahren raus. Man kann eher mal eine Nacht mit wenig oder keinem Schlaf verkraften als 2 Monate OHNE Beobachtung :D

Was hast du für Vorbereitungen zu treffen, die das ganze zu einer Expedition machen?

CS Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

es ist immer gut zu fragen, bevor man etwas kauft.
Mit 2000 Euro steckst Du auch einen sehr brauchbaren finanziellen Rahmen und bist sogar bereit, noch etwas mehr zu investieren, wenn man Dir denn schlüssig nahelegt, dies zu tun.
So gut das zunächst mal ist, es schafft Dir auch das Problem, dass manche Leute geneigt sein könnten, unbesehen dieses Budget für Dich mit vollen Händen ausschöpfen zu wollen.

Von daher bist Du sehr gut beraten, deiner Abneigung gegen "Unbesehenes" Rechnung zu tragen und Dir anzusehen, was Du in Erwägung ziehst und dann auch DURCHZUSEHEN soweit das geht. :super:

Es gibt nun jede Menge Teleskope zur Wahl, verschiedenste Refraktorbauarten und Spiegelsysteme, azimutal oder parallaktisch, mit und ohne Motorisierung und GoTo.

Innerhalb Deines Preisrahmens wäre also z.B. ein schon erwähntes Schmidt-Cassegrain (SC) mit 8" Öffnung und GoTo drin, für Zubehör bleibt da nicht mehr viel.
Einen montierten Refraktor der auf 8" Öffnung käme und mit guten Allroundeigenschaften aufwartet kenne ich nicht, den wolltest Du auch eher nicht transportieren, man kann natürlich auch einen schön ausgestatteten 4" ED nehmen, dem fehlt aber m.E. echt Öffnung im bezug aufs Geld.
Fürs Geld gibts auch knapp einen parallaktisch montierten 8" Newton mit durchaus ausreichendem Zubehör und GoTo, aber ich weiß nicht, ob das alles so Deins ist und Du weißt das auch noch nicht.
Schau es Dir also an.

Es gibt eine Variante die Du selbst dann VOR einer Entscheidung ansehen solltest, wenn nicht gleich jemand um die Ecke biegt, bei dem Du sie ausprobieren kannst.
Das ist der ebenfalls bereits erwähnte Dobson und zwar in der 8" f/6 Variante.
Das Teleskop kostet etwa 400 Euro und ist für komplett 1000 Euro schon sehr gut beobachtungsfähig auszustatten, man kann auch für 5-600 Euro starten und dann mal schauen was man mit dem restlichen Geld so macht.
Karten, Okulare, Filter, GoTo, EQ-Plattform, Binoansatz für Planetenbeobachtung, Sonnenfilter, die Liste sinnvollen Zubehörs ist endlos. Man kann das nicht nur am Dobson, sondern an jedem Teleskop gebrauchen.

Wichtiger ist aber zunächst mal, ob Du überhaupt langfristig gewillt bist, Dir die Nächte um die Ohren zu schlagen, ob Du also überhaupt beim Hobby bleibst oder wie intensiv Du es beteibst und in welche Richtung Du Vorlieben entwickelst.
Doch eventuell mal mit kleiner Öffnung und wenig Brennweite versuchen zu fotografieren? Mehr Öffnung, viel mehr Öffnung? Lieber mit der Freundin in Urlaub?

Blöd, wenn man dann 2000 Euro auf einmal in den Sand gesetzt hat und das Ding auf dem Gebrauchtmarkt fast verschenken muss.

Der Gebrauchtmarkt kann in sofern auch für Dich eine Idee sein.

An Deiner Stelle würde ich das ganze Geld nur in die Hand nehmen, wenn ich mir nach An- und Durchschau sehr sicher wäre.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

wie schon empfohlen solltest Du Dich bei einer Gruppe/Verein mal umschauen. Dann würde ich an Deiner Stelle gebraucht kaufen, da kannst Du schonmal einiges sparen und eventuell eine Klasse höher ansiedeln.
Du hast was von "Lichtstärkere DeepSky Objekte genau so wie auf das lokale Sonnensystem legen." Das widerspricht sich etwas. Denn Lichtstarke Deepsky Objekte sind in der Regel recht Großflächig wofür man kurze Brennweiten benötigt. Und das Lokale Sonnensystem benötigt sehr hohe Brennweiten (kann man zum Teil auch mit kürzen Brennweiten beobachten, dann brauchst Du aber ne gute Barlow).
Dein Fotografisches Interesse solltest Du gleich mit einplanen. Schau Dich doch einfach mal hier oder auf Astrobin etwas genauer um. Dann wirst Du sehen das es z.B. auf eine EQ6, einen 8" Newton sammt Okularen und Mgen (für´s Guiden) hinaus laufen könnte. Das läge voll in Deinem Budget. und wenn Du ne DSLR hast könntest Du auch schon die ersten Aufnahmen machen.
Ein C14 mit 4 Metern Brennweite halte ich für den Einstieg als recht gewagte Empfehlung > preislich sowie technisch gesehen. Selbst mit Reducer bist Du da bei Brennweiten welche ich Fotografisch als Königsklasse bezeichnen würde.

Gruß Markus
 
Hallo Jan,

Du hast geschrieben, daß Du schon mit nem kleinen Refraktor beobachtet hast. Was konkret hast Du denn angeschaut? Haben sich da schon irgendwelche Vorlieben entwickelt, die Du ausbauen möchtest?

Und gaanz wichtig, was sagt die Freundin/Frau dazu, daß Du dieses Hobby ausüben magst? Würde die mitmachen?

Wir sind ja derzeit leider nicht mit Beobachtungswetter gesegnet. Das dürfte also die nächste Zeit etwas schwierig werden mit dem "Durchschauen" bei anderen Spechtlern. Aber Anschauen, Anfassen, die schiere Größe "erleben" geht immer. ;)

Von daher könnte man mal ein bissy eingrenzen, was Du Dir vorstellst...

Es klang ja schon an, mit einem Newton als Dobson montiert bekommst viel Lichtsammelfläche für relativ wenig Geld. Visuell ein Traum im Vergleich zu nem alten, kleinen Refraktor mit 1/3 oder noch weniger Fläche und "Billigokularen". :)

Das Trennen von visuell und fotografisch (für Deepskyobjekte) ist aus meiner Sicht auch richtig. Weil die Anforderungen völlig verschieden sind.

Mit einem Dobson lernst Du den Himmel erstmal so richtig kennen. Starhopping per Karte und Telradkreisen. Mir macht es sehr viel Spaß, so auf die Jagd zu gehen. Ich hab mich über etliche Jahre vorangetastet. Zuerst die hellen, leichten Objekte mit meiner 4" Russentonne, dann immer kniffligere Objekte mit dem 8" Newton gesucht.

Kugelsternhaufen waren mit der Russentonne zahrte fluffige Wölkchen, im 8" Newton werden die gut in Einzelsterne aufgelöst. Galaxien und Nebel, die mit kleiner Öffnung mehr zu erahnen denn zu sehen waren, werden heller und kontrastreicher zu sehen sein bzw. kamen da erst zum Vorschein. Und bei den Planeten hast die Möglichkeit, sie deutlich stärker zu vergrößern, sofern das Seeing mitspielt. Da kannst das durch die Montierung eingesparte Geld in gute Okulare stecken, das ist ne Anschaffung für richtig lange Zeit. :super:

Und zum richtig bequehm und ausdauernd spechteln kannst den Dobson auch auf eine Nachführplattform setzen. Das ist vom Preis her günstiger als eine fette EQ-6 Montierung, bei der Du den Newton immer wieder in den Rohrschellen drehen müßtest, je nachdem, wohin Du grad gucken willst. Mit so einer Nachführplattform wären auch Sonnenflecken (Baaderfolie vor der Teleskopöffnung!), Mond- und Planetenbilder mit einer Webcam + Barlow machbar. :)
Nur Deepskyfotos gehen nicht. Denn da hättest Bildfelddrehung. :(

Die Sonne-, Mond- und Planetenfilmerei wäre preislich ein günstiger Einstieg in die Fotografie, weil die Kameras nicht teuer sind. Für den Einstieg reicht da z. B. eine ALCCD5L-IIc für 200 Euro + Laptop völlig aus.

Für Deepsky-Fotografie bräuchtest dagegen definitiv eine parallaktische Montierung, je nach Wunschobjekte eine auf höhere H-Alphaempfindlichkeit umgebaute Kamera, entsprechende Filter, einen gut farbkorrigierten kleinen Refraktor oder ein sehr gutes Festbrennweitenteleobjektiv und eine Guidingcam + Stromversorgung für das ganze Geraffel. Unterm Strich bist da schnell bei 2000 - 3000 Euro. Und wenn das Guiding erstmal läuft, dann brauchst wieder ein freies Teleskop (den Dobson?), um die Stunden "totzuschlagen", in der die Kamera die Bilder aufnimmt. ;)

Mit nem SC oder Mak hättest ein Teleskop, welches eher für kleinere Objekte (PN, Doppelsterne, Planeten) taugen würde. Handlicher beim Transport als ein längerer Newton, aber längere Auskühlzeit, parallaktische Montierung und elektrische Nachführung sind da sehr von Vorteil, ja fast schon Pflicht...

Was für Dich "richtig" ist, kommt halt darauf an, was Du sehen möchtest. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es leider nicht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

so zwei Tage gebraucht um das gelesene auch mal entsprechend zu überdenken :D ... ist echt keine leichte Entscheidung, naja geht ja auch um ein bissl Geld ;)

wollen wir erstmal die noch gestellten Fragen beantworten
Also was habe ich mir mit dem alten Teil angesehen. Tja das ist eine gute Frage ... das ist schon ein paar Jahre her, deshalb kann ich nicht genau sagen was ich mir genau angesehen habe und wirklich viel war mit der "billig" technologie auch nicht machbar.

in der Frage ob meine bessere Hälfte auch mitmachen würde oder wie es darum bestellt ist.... Meine bessere Hälfte betreibt aktiv Amaterufunk ... ist also auch durchaus beschäftigt. :D ... bin da also recht frei in der Entfaltung :)

Anyway ... Fotographie wäre schon echt interessant, aber ich glaube zunächst bleibe ich beim visuellen ...

mh, muss mal gucken, leider gibt es in der Nähe wohl keinen ausgewiesenen Händler wo man sich die unterschiedlichen Modele mal im direkten vergleich angucken kann .... und wenn es nur von außen ist ;)

Beste Grüße,
Jan
 
Hallo Jan,

Das mit dem Fotografieren macht riesen Spaß und mit Mond, Sonne, helle Planeten und die ISS habe ich sogar nur mit einer Digicam am 8'' F6 Dobson schon viele interessante Objekte abgelichtet.
Dafür habe ich mir selbst eine EQ-Plattform gebaut. Auch ohne Deepsky ist eine Menge möglich und für mich recht einfach und schnell zu realisieren.
Ich hatte als Jugendlicher ein billiges 114mm Newton Teleskop. Die Begeisterung hielt nicht lange an. Erst Jahre später hatte ich mir gebraucht ein 114mm Tubus von Vixen und bessere Okulare zugelegt und das Interesse flammte wieder auf. Die Möglichkeit mit einer normalen Digicam durchs Okular zu filmen sorgte bei mir dann aber für den größten Motivationsschub. Letztes Jahr habe ich mir dann einen 8'' F6 Dobson gekauft und visuell wie auch fotografisch hat sich das für mich echt gelohnt. Bei dem günstigen Preis habe ich diesen vorher nicht vor Ort angesehen.

Die eigene Bequemlichkeit solltest Du vielleicht auch mit in Deine Überlegung einbeziehen. Ich habe den Dobson in der Garage stehen und kann damit sofort im Garten beobachten und auch mit der Digicam filmen. Wenn ich erst mit dem Auto zum Beobachtungsort fahren müsste, wäre ich da bestimmt nicht so häufig dabei.

Gruß,
Holger
 
Hi!

Erstmal die sinnvollen Hinweise zum Thema:

In Viersen gibt's die http://www.ig-astronomie.de - schau doch da mal vorbei. Vielleicht machst du's dann wie ich: Dem Verein beitreten, lange Jahre deren Geräte nutzen, weil es doch wesentlicher günstiger ist als was eigenes, und dann irgendwann wissen, was zu deinen Bedürfnissen am besten passt. Heute Abend haben die sogar ein Treffen.

Noch mehr Sterne und Vereine gibt's unter http://www.astronomie.de/gad/

Und nun noch etwas off-topic:

Zitat von Benny:
Ich werde sie lieben wenn ich das erste Mal von einem Besitzer handfeste Vorteile genannt bekomme die nicht auf Schwächen anderer Systeme mangels Wissen wie man sie zu benutzen hat beruhen ;) Daran scheiterten bisher einige mir bekannte SC-(Ex)-Besitzer.

Der einzige der mir parat ist und auch richtig: Wenn man einen 2m² Balkon hat und von dort beobachtet :D

Wie wär's mit
  • kompakt - benötigt eine kleinere parallaktische Montierung als ein Newton/Refraktor mit gleicher Öffnung, oder gar eine kleinere Kuppel
  • Entspanntes Öffnungsverhältnis - günstige Okulare reichen (gut, am echten Fraunhofer auch)
  • Große Austrittspupille kann man in der Stadt eh nicht erreichen, und so viele Ziele, die größer als 1° sind, gibt's auch nicht (die nicht ohnehin im Fernglas besser wirken)
  • Kommt mit so ziemlich jedem Zubehör in den Fokus (gut, ist eine Schwäche anderer Systeme und lässt sich am Refraktor mit einer Säge zum Tubuskürzen einfach beheben)
  • Mit so Späßen wie HyperStar ist f/2 für Fotografie möglich
  • Keine Spikes (ist Geschmackssache)
  • Heckeinblick (ist auch Geschmackssache)
  • Gute Grundlage für ein 9,25"-H-Alpha-Teleskop :cool: (find mal einen bezahlbaren Energieschutzfilter in der Größe)
Aber gut, ich besitze kein SC, nur mein Verein hat drei Stück, und du musst die Geräte auch nicht lieben :)

Natürlich lässt sich so eine Liste für jeden Teleskoptyp aufstellen, und das wurde auch schon oft genug gemacht. Nachteile gibt's auch. Von daher hilft wirklich nur selber anschauen, vielleicht wird's am Ende ja ein Exot wie ein Schiefspiegler, in den man sich verliebt :/ Auf dem 2m² Balkon wäre mir ein Coudé-Refraktor lieber :confused: Eierlegende Wollmilchsau gibt's leider keine.

Beste Grüße,
Alex
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Alex,

danke für die Aufführung der Positivpunkte, die meisten waren mir bewusst, aber man erkauft sie eben mit entsprechenden Nachtteilen die für mich schwerwiegender sind (kompakt, entspanntes f/x vs. Kühlung, erreichbare APs, fotografisch nicht einfach beherrschbare Brennweite + lange Belichtungszeiten durch langsames ÖV).

Die f/2 Fotografie ist mir als Visuellem jetzt nicht so bewusst gewesen! Das lasse ich dann wirklich mal als echten Vorteil gelten, zusammen mit der niedrigeren Anforderung an die Montierungsbelastbarkeit ist das sogar was handfestes wenn sich die Abbildungsleistung dadurch nicht verschlechtert.

Der Rest ist wie du schon gesagt hast Geschmackssache ;)

Ergo: Auch diesem System billige ich seine Existenzberechtigung zu und mit Sicherheit gibt es Anwender die GENAU das brauchen... aber eben eher kein Einsteiger der die bemühte E.W.M.S. sucht ^^

Viele Grüße Benny
 
Moin!
Zitat von Kerste:
Große Austrittspupille kann man in der Stadt eh nicht erreichen
Kann man locker - ist nur von der Ausrüstung abhängig, nicht vom Ort. ;)

Tatsächlich kann man sie sogar in der Stadt nutzen. Hier heißt das Stichwort "Linienfilter". 6 mm AP und Baader [O III] - dann geht auch in einer (Fast-)Großstadt mit Schwerindustrie der Cirrusnebel. In einer Mittelstadt mit störenden Straßenleuchten helfen große AP, das Bild im Okular so hell zu kriegen, daß das Licht von außerhalb nicht mehr so stört ...

Grüße

fquadrat
 
Hi!

Okay, war ungenau formuliert, aber die meisten dürften den Sinn so verstanden haben, wie ich's gemeint habe – dieser alte Richtwert Austrittspupille = Grenzgröße halt ;)

In der typischen Stadt ist's mit Dunkeladaption normalerweise nicht viel, daher lohnt sich eine große AP nicht, weil sich die Pupille in der Regel nicht so weit öffnet – zumindest, wenn man alles Licht ins Auge leiten will. Das waren jetzt hoffentlich genug Einschränkungen, vielleicht noch ein Your mileage may vary :/

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Jan.
Wenn Du möchtest,würde ich Dich gerne mal zu einem"Schnupperabend" einladen.Ich bin aus der Region Heinsberg und somit nicht allzu weit entfernt.Du bekommst eine Vorstellung von der Größe der unterschiedlichen Instrumente[Newton,Maksutov,Refraktor] und deren Eigenschaften.So können Deep-Sky Objekte][Orion,Plejaden] als auch Planeten beobachtet werden z.B momentan Jupiter.Wenn Du interesse hast,können an einem geeigneten Abend auch Aufnahmen mit einer Astrokamera oder DSLR gemacht werden.So stellst du schnell fest,ob Fotografie für Dich in Frage kommt,oder ob Du lieber visuell beobachten möchtest.
http://astronomer.jimdo.com/
Besucht auch unsere Selbstbaugruppe...viele Tipps rund um den Selbstbau[Barndoor,Spiegelschleifen,Montierungen,Rolldachhütten und vieles mehr.Auch Einsteiger sind herzlich Willkommen!
https://www.facebook.com/groups/h.chris0306/
LG Horst.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin zusammen,

So nachdem der Weihnachtsstress nun doch irgendwie vorbei ist habe ich auch wieder zeit mich dem Thema zu widmen :)

@earlybird
Horst, das klingt nach eine Sehr interessanten Angebot was ich durchaus gerne annehmen würde, danke dafür schonmal im Vorraus.

Beste Grüße,
Jan
 
Hallo Jan,wenn du Zeit hast melde dich ruhig per PN,dann können wir gemeinsam einen günstigen Beobachtungsabend auswählen.

LG Horst.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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