Einsteiger sucht gutes Teleskop

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namida

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Hallo liebe Astrofreunde,

stöbere seid Wochen hier durch das Forum um kein Fehlkauf zu tätigen. Tips euerseits gibt es hier genug. Nun habe ich ein Teleskop gefunden und brauche euere Hilfe.

Eigentlich hatte ich vor mir einen klassischen Newton zu kaufen (114/900). Für Anfänger bestens geeignet, ......nun könnte ich aber einen Vixen 90 M bekommen. Ist dieser Refraktor fast gleichzustellen mit einen 114/900? Kann man mit dem 90 M wenigstens ein bisschen Deep-Sky erforschen?
Refraktor steht auf einer sehr guten Montierung.

Der Bresser Pulsar 120/1000 Refraktor, taugt der was? Zu empfehlen?

Wie gesagt, bin Einsteiger......ein paar Planeten bisschen Deep-Sky, dies reicht mir zum Anfang

Grüße Detlef

Betreff ergänzt. cs, Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Detlef,

der 120/1000 ist für Deepsky dem 90/1000 vorzuziehen. Der 90/1000, ich habe selber mit dem Meade Explorer 395 einen, ist ein nettes Gerät, das von allem etwas zeigt. Der 120/1000 ist schon mehr zu Deepsky hingeneigt und er zeigt zumindest in "geläufiger Qualität" nicht mehr am Planeten, als der 90/1000. Manchmal sogar weniger. (Verglichen allerdings ohne Verwendung eines Gelbfilters.)
Du solltest aber bedenken, daß der 120/1000 schon eine recht gute Montierung braucht. Der 90/1000 wäre noch auf einer Skyview oder EQ-3 unterzubringen (aber "GP-Klasse" wäre deutlich besser!). Der 120/1000 geht da nicht mehr gut drauf, der braucht definitiv die "GP-Klasse".

Ich glaube, daß Du mit einem 90M ähnlich viel Spaß haben würdest, wie mit einem 114/900. Besonders, wenn eine gute Montierung drunter ist. Wenn die nämlich zur "GP-Klasse" zu rechnen ist, dann ist die Montierung vielleicht später mal der Startschuß zum nächst größeren Teleskop, denn die trägt noch so manchen 8-Zöller. Der 114/900 kommt ja üblicherweise auf eher klapprigen montierungen. (Gibt natürlich Ausnahmen, wie den GP-R114M von Vixen.)

Clear Skies
Sven
 
Hi Detlef,
ein Vixen 90M ist ein schönes Gerät ( habe einen 80M ) und sicher ein Teleskop mit etwas besserer Verarbeitungsqualität als Du sie im derzeitigen 114/900 Newton-Angebot aus China bekämst.
Mit einer Vixen NP soll er wohl gut montiert sein, wobei ich ob des Hebels nicht sicher bin. Ist ne Monti der GP Klasse drunter wäre mir lieber.
Ein bischen DS geht natürlich damit. Speziell bei den helleren Nebeln und offenen Sternhaufen kommt einiges rüber. Kugelsternhaufen und GX hingegen werden nicht so der Bringer sein. Hier werden allenfalls die großen hellen Objekte überzeugen - für alle anderen ist die Öffnung zu gering. Grade in dem Öffnungsbereich steigt die Lichtsammelleistung mit jedem cm mehr viel deutlicher als bei beispielswiese 25cm Öffnung. Da machen 2 cm mehr Öffnung wenig aus.

Am Planeten und Mond müßte er mehr Farbfehler haben als mein 80M - mir wäre es zu viel, da er an manchen Objekten schon im 80M für mich schon viel ist. Insgesamt dürfte er allerdings noch in einem Bereich liegen, wo man kaum oder schlimmstenfalls wenig Details verliert - also bei Beobachtungen wo hauptsächlich die Größe der Optik an Ihre Grenzen stößt. Wobei man am Planet unterscheiden muß - Saturn z.B. ist m.E. nicht so anfällig bei Farbfehler, Jupiter dagegen schon.

Wenn Du ein solches Gerät im Preisrahmen der 114/900 Chinanewton bekommst, hast Du m.E. ein gutes Geschäft gemacht und ein zwar etwas kleineres aber qualitativ wertiges Gerät gekauft, das zum Einstieg sicher gut dienen kann.

Einen 120/1000 ist in meinen Augen kein Allrounder ob des Farbfehlers. Aufgrund der Montierungsanforderungen und den üblichen Refraktorpreisen würde ich unter dem Gesichtspunkt Öffnung und Seherlebnis in Relation zur investierten Summe einen Newton vorziehen. Kanst Du allerdings ein solches Gerät sehr preiswert bekommen, so kann es schon allein deshalb überlegenswert sein, da ein möglicher Wiederverkauf, falls die Sehergebenisse nicht zufrieden stellen, evtl mit kaum Verlust zu realisieren wäre. Einsteigen kann man natürlich auch damit, erst recht wenn man weiß, was auf einem zu kommt.

Viel kommt halt auf die jeweiligen Preise an.
CS
 
Hi Du angehender Astrosüchtiger <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
bei den aktuellen Preisen würde ich beide nehmen.
1. Ist also die NP. Die Holzstative sind recht gut, aber evtl sogar zu niedrig für den Refraktor. Weiß nicht genau wie hoch das Teil ist.
2. Das steckt ne EQ5 drunter. Da der Hebel nicht so groß ist, sollte es gehen. Viel wird von dem Aluklappergestell drunter abhängen, da a nicht sehr hoch und b nicht grade ein Wunder an Steifigkeit ist. Ein gutes stabiles Holz- oder Stahlrohrstativ könnte da als Folgeanschaffung ins Haus stehen.
CS
 
Ups, war ein bisschen zu schnell auf den Fortfahren-Button.

Hm, meine die Teleskope stehen auf einer guten Monti.
Werde wohl auf das Vixen steigern, zu mal der Anbieter nur 20 Km von mir entfernt wohnt. Muss wohl dann mit den Farbfehlern leben!!!

Schauen wir was die Asrtofreunde dazu zu sagen haben, freue mich auf euere Antworten.
 
Hallo Detlef!

So ein Pulsar war lange in meinem Besitz und ich würde ihn dem Vixen unbedingt vorziehen.
Der viel zitierte Farbfehler wird doch so und so nur von den "Spiegelfanfatikern" und Apo Besitzern als störend empfunden. In meinen ersten Jahren wußte ich gar nichts von dem Farbfehler, da mußte ich erst einmal daraufhingewiesen werden. Bei Deep Sky fällt er so und so nicht ins Gewicht und bei Mond u.Planeten ist er, wenn das Teleskop kein "Montagsgerät" ist,gar nicht so störend, wie das die Herren aus der "Spiegelsektion" gerne hätten.
Darunter befindet sich die EQ4, jetzt EQ5, die ausreichende Tragkraft besitzt. Die Alu-Beine des Stativs hatte ich sehr bald gegen ein Vermessungsstativ ausgetauscht´. Dann trug die EQ5 den Refraktor ohne Probleme, auch mit total ausgefahrenen Beinen.
Am Mond und Planeten unterscheiden sich die beiden Geräte nicht wirklich, jedoch bei Deep Sky erheblich.
Sollte Dich der Farbsaum, den Du natürlich auch im Vixen hättest, wirklich stören, dann schraub doch einen der Blausaumkiller von Baader hinein. Ich hatte an meinem Bresser "Phönix"(150/1200) die besten Ergebnisse mit dem Neodymium.
Alles in allem, ist der Pulsar sicherlich der universell einsetzbarere Refraktor.

lg Michael
 
Hallo Michael,

da Du diese Aussage so selbstsichter bringst, wirst Du einen 90/1000 sicher schon direkt neben Deinem damaligen 120/1000 betrieben haben, so wie ich.
Ich frage mich, was dieses leicht angegiftete Posting soll, wo doch hier nun wirklich der Refraktorvergleich bei allen Antworten im Vordergrund steht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo nochmal,

dat war wohl nichts.........bin leer ausgegangen.
Das 120/1000 wurde preislich zu teuer. Naja, sollen die Glücklich werden die schon länger in der Astronomie tätig sind. Das Vixen habe ich verpennt, hatte Besuch. Von der Preislage hättte es gepaßt. Mehr wie 250,- Euro für ein gebrauchts Tele wollt ich eh nicht ausgeben.

Was nicht ist,....kann noch werden. Aber die Vixen Teleskope haben es mir angetan.

Danke euch, werde mich wieder melden sobald ich eins ergattert habe.



lg Detlef
 
Hallo Sven!

Ich wußte schon, warum ich haderte, überhaupt zu antworten.
Schade, das man hier offensichtlich keinen Spaß versteht!
Was aber ein erneuter Beweis dafür ist, wie schwer es , vor allem für einen Händler ist, sein Meinung kundzutun, ohne dafür "bestraft" zu werden.Ein Händler darf offensichtlich keine eigene Meinung haben. Nun, ich kann Dir tatsächlich sagen, das ich beide Teleskope in meinem Besitz hatte. Da ich am Land wohne und praktisch vor der Haustüre beste Verhältnisse habe, kann ich Dir sagen, das, zumindest MEIN Pulsar, dem Vixen in jeder Beziehung überlegen war. Ich beobachte Jährlich ca. 500 Stunden und habe daher beide Instrumente bei guten und schlechten Bedingungen ausgiebig genutzt .
Ich bin kein Fotograf( nur Piggyback!) kann leider mit keinen Fotos dienen. Es bleibt Dir überlassen, ob Du mir zu wenig Kenntnis oder Erfahrung absprichst. Es ist nur mein persönliches Urteil, das selbstverständlich keinen Anspruch auf unwiederlegbare Richtigkeit hat.
Sollte sich ein Spiegel - und/oder APO Besitzer von mir beleidigt fühlen, mlöchte ich mich dafür entschuldigen.
Ich hoffe, das es unter Euch wenigstens ein paar Leute mit Humor gibt und wünsche allen ein friedliches Weihnachtsfest!
 
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" /> Die armen Händler... und es giftet weiter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/krank.gif" alt="" />

Es ist mir wurschtegal, ob Du das als Händler schreibst. Wenn Du möchtest, daß ich Dich ernstnehme, dann solltest Du mit Pauschalaussagen wie "in jeder Beziehung überlegen" etwas differenzierter sein. Ich finde es doch immer wieder erstaunlich, wie mit Gewalt gegen die Regeln der Physik berichtet wird.
http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_jupiter.htm
Betrachtet man hier mal 90/1000 und 120/1000, dann findet man schon bei den "Idealbildern", daß die Geräte nah beieinander liegen. Grund genug, mal differenziert zu berichten.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

ich habe hier schon eine Weile nicht mehr gelesen bzw. geschrieben. Kann sein, daß Dobsons aus der Mode sind, was ich nicht glaube.

Du schreibst, daß Du als Anfänger von allem etwas Beobachten willst, darunter natürlich Deepsky. Deepsky ist mit Geräten unter 150mm schon ziemlich eingeschränkt und liegt nicht selten unter dem was man erwartet. Geräte ab 8 Zoll sind bezüglich DS eine Offenbarung.

Ich halte Lösungen wie einen günstigen 8 Zoll Dobson für ideal. Damit kannst Du erst mal eine ganze Menge beobachten ohne allzuviel Geld ausgeben zu müssen. Am Besten ist es sich anfangs jemanden anzuschließen und durch ein paar Geräte zu beobachten bevor man sich festlegt.

Vielleicht nochmal zu Vixen. Damit hast Du i.A. vernünftige Qualität allerdings nicht zum kleinen Preis. Das Budget das Du dort verbraten mußt ist eigentlich erst angebracht, wenn Du sicher bist in welche Richtung Du investieren willst. Ich selbst hatte mit einem 80m angefangen und zwischenzeitlich durch einen Vixen 100m ersetzt sowie einen 8'' Galaxy dazugenommen. Der Galaxy stellt den 100m selbst am Planeten in den Schatten. Diesen Blick sollte man riskiert haben bevor man sich festlegt.

Viele Grüße
Adrian
 
Genau so ein Antwort habe ich mir von Dir auch erwartet. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/ooo.gif" alt="" />
Ich hatte ja explizit darauf hingewiesen, das es mein persönlicher Eindruck ist.
Auch wenn Du Dich offensichtlich für die "oberste Instanz"
in Sachen Astronomie hälst , kannst Du meine Meinung über diese beiden Geräte nicht erschüttern. Ich komme im Jahr auf rund 500 Beobachtungsstunden unter einem 6 mag Himmel im Minimum!Wieviele Stunden beobachtest Du im Jahr?Mag sein, das diese beiden Geräte unter dem deutschen Standardhimmel von 3-4mag kaum einen Unterschied erkennen lassen, unter den Bedingungen, unter denen ich beobachte, war der Pulsar DEUTLICH besser.
Tut mir leid, das ich Euer Gnaden Meinung , trotz "physikalischer Gesetze" nicht teilen kann. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
Hi,
Du magst ja Deine Erfahrungen mit den Geräten haben und sie seien auch meinerseits unbestritten.
Dein persönlicher Stil entlarvt aber nicht den Angegriffenen, sondern Dich - VERHINDERTER,
weil unbeachteter, KÖNIG der Fernrohrkunde!
So wird das nichts mit der offensichtlich fehlenden Anerkennung! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />
Gute Geschäfte wünscht
*entfernt*
 
Nun, in meinem Verein , fühlt sich niemand beleidigt, wenn er als Spiegelfanfatiker bezeichnet wird.( Wie kann man das als Beleidigung empfinden?) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> Anerkennung in Deutschland - als österreichischer Händler und das in Zeiten von Onlineshops und Versandhäuser? Sorry, aber Du mußt mich für größenwahnsinnig halten!Wie sollte ein österreichischer Händler, in Deutschland Fuß fassen können, noch dazu bei dieser Konkurenz wie Baader,Vixen,Astrocom,TS, ICS,Fernrohrland,Ludes,etc... und der( noch immer) niedrigeren MWST?Deutschland ist der 3. größte Markt für astronomische Teleskope. Österreich nicht einmal unter den Top 20! Die meisten Eurer Händler verkaufen im Monat mehr Teleskope, wie ich in einem Jahr!
Da könnte ich so intelligente oder so blöde Sätze posten soviel ich wollte. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2006! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
 
Hallo, Hallo....????

Nun läuft Dir die Sache(?) aber völlig aus dem Ruder.
Völlig falscher Film, zumindest für mich!
Gefühle und D./Ö., also das ist nicht mein Ding.
Habe nur versucht, Dir in Deinem eigenen "Stil" zu sagen, dass es so nicht geht.
Es sind gerade so schöne Ansätze zur Versachlichung gewisser Diskussionen da! Möglich, dass Du
da einiges nicht mitbekommen hast.
Nix für ungut und ebenfalls frohes Fest <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/knuddel.gif" alt="" />
wünscht
*entfernt*

Schluss mit o.T.
 
Das wünsche ich Dir auch! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
 
Zum Vergleich FH 90/1000mm und 120/1000mm kann ich vielleicht auch was
beisteuern, da ich einen 120/1000er mit recht guter Optik selber lange
besessen habe und diesen Versuchsweise des öfteren auf 100mm, 80mm, 70mm
60mm und 50mm abgeblendet habe um herauszubekommen, ob die damit
verbundene Reduktion des Farbfehlers mehr Details bei Planeten herausbringt.

Meinen Versuchen nach tut sie das nicht, auch nicht wenn man auf nur 100mm
abblende. 120mm f8 zeigen auf Jupiter immer noch mehr Detail als 100mm f10.
Der Unterschied ist nicht groß, aber sichtbar, zb. sehr gut an den dunklen
BAR's zu erkennen, aber auch an den blauen FEST's.
Das Bild wird zwar ästhetischer, aber nicht detailreicher. Bei Saturn ist
der 120er noch mehr im Vorteil als bei Jupiter.

Zwischenzeitlich habe ich auch mit einem echten 102/1000er von Sky-Watcher
beobachtet und derzeit besitze ich einen 80/1200er von Vixen. Beide können
einem guten 120/1000er an Planeten nicht das Wasser reichen.
Bei Deepsky liegt der 120er sowieso deutlich vorne, klarerweise.

Ich persönlich würde trotzdem keinen 120/1000er mehr kaufen, weil mir die
Ästhetik wichtig ist und Planetendetails hole ich mir mit einem guten
Spiegel ins Haus, nicht mit einem verhinderten Fraunhofer.

Mein Tipp daher für den ursprünglichen Fragesteller für diesen Preisbereich:
Dobson 8"f5 oder f6 und die Welt ist in Ordnung.

Bino-Tom
 
Hallo binoviewer,
braucht man diese ästhetik auch beim Deep Sky beobachtung mit dem 120/1000mm Skywatcher?
Mit freundlichen Grüßen
Cihan
 
Die Bildästhetik spielt für mich auch bei der Deepsky-Beobachtung eine
Rolle, hängt da aber mehr von anderen Faktoren ab, als vom Farbfehler,
zb. von der Korrektur, der Zentrierung und Justierung.

Die Ästhetik ist beim 120er f8 bei Deepsky schon sehr hoch, da er nicht
unter Tubusseeing leiden kann und man somit immer feine Sternpünktchen
bekommt.

Schade ist bei diesem Gerät eben nur, wenn von einem Sternhaufen auf
Jupiter oder Mond schwenkt, daß die Ästhetik dann plötzlich nicht mehr
da ist und sich der Farbfehler so stark bemerkbar macht.

Bino-Tom
 
Hallo Tom,

fein, kommen wir mal zu einer echten Diskussion. Also ich habe damals den schlecht ausfallenden Vergleich zwischen 90/1000 und 120/1000 mehr als Anzeichen auf die Serienstreuung hin gewertet. Das ist auch mein "Hauptproblem", weshalb ich dieses Gerät nicht so "mag". Mir sind eigentlich von 4 Geräten drei schlechte untergekommen, was natürlich ein gewisser Zufall ist, und das 4. Gerät ist das Resultat aus dem Umtausch des dritten.
Mit meinem 90/1000 hatte ich Glück, den konnte ich derweil mit 3 verschiedenen 90M vergleichen, und meiner Meinung nach war der Explorer immer gleich gut, und bei einem meinte der 90M Besitzer, der Explorer wäre einen Tick besser.
Es ist dann also kein fairer Vergleich, einen guten 90mm gegen einen schlechteren 120mm antreten zu lassen.

Clear Skies
Sven
 
Von den 120er f8 kenne ich zwei Stück, meinen ex-eigenen, der gleich bei
Anlieferung eine recht gute Optik hatte, etwa global 1/4pv-wave, also
echt beugungsbegrenzt im Grünen, was für diese Teile schon fast mehr ist
als man erwarten darf und einen weiteren von Sternfreund Mathias Aumayer
kenne ich auch sehr gut, da ich diesen für ihn zentriert und justiert
habe, da war das Spiel in der Fassung zu groß und wir hatten einen
Versatz der Linsen der Astigmatismus und Achskoma verursachte.
Nachdem dieses Teil repariert war hatte es eine sehr gute Optik, gut 1/6pv
im Grünen (kontrolliert mit Solar-Kontinuumfilter) und Mathias verwendet
das Gerät jetzt als Sonnenteleskop in Kombination mit dem Kontinuumfilter,
wo es apo-gleiche Qualität abliefert.

Ich habe aber insgesamt gut 12 Stück dieser schnellen Chromaten besessen,
in allen Größen und Varianten und von denen war out-of-the-box nur 2
davon beugugsbegrenzt, wenn ich mich noch recht erinnere. Hab ich hier
auch schon öfter gepostet.

Schon von daher ziehe ich einen Billignewton vor, den kann man wenigstens
justieren, denn das zentrieren, rotieren und justieren eine zweilinsigen
Objektivs ist nicht gerade jedermanns Sache.

Bino-Tom
 
Hallo Tom

Schon von daher ziehe ich einen Billignewton vor, den kann man wenigstens
justieren, denn das zentrieren, rotieren und justieren eine zweilinsigen
Objektivs ist nicht gerade jedermanns Sache.

Wenn man eure Poastings so ließt, scheint es gerade so, dass Billignewtons wie Skywatcher, GSO, Orion, usw. keiner Serienstreuung unterliegen und einem nur als hochstrehlige Superoptiken ins Haus flattern!

Woran macht ihr die Qualität eines 114/900 Newtons fest?
An einem Fangspiegel aus Fensterglas, an den mechanischen Teilen aus Plastik, oder am "garantiert" beugungsbegrenzten Hauptspiegel?

Solche Diskussionen, über "welches Instrument ist das bessere" ziehen an den Belangen eines Anfängers doch völlig vorbei und schon gar, wenn es sich um solche Billigoptik handelt!

Viele Anfänger können keinen Newton justieren und sehen das auch nicht so genau mit der Justage. Die meisten sehen mit einem 8"f/6 Newton nicht einmal den großen roten Fleck auf Jupiter, da sollte man es doch dem Anfänger überlassen ob er den bösen Farbfehler als sooooo störend empfindet.

Ein Anfänger muss (kann) so viel lernen, auf was es ankommt und was zu beachten ist bei der Beobachtung. Da ist es eigentlich egal mit was man anfängt. Es gilt, sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen, sich orientieren zu können und sich mit Problemen auseinander zu setzen.
Hat der Anfänger dann immer noch Spaß an der Sache, dann wird er auch die nächste Stufe in der Instrumentenvielfalt alleine hinaufsteigen können, einschätzen können und sich ein Teleskop kaufen, welches seinen Bedürfnissen entspricht.

Gruß Uwe
 
Hallo Tom,

also meine erste Begegnung war gaaaanz früh, so '98? Ich meine der erste ATT auf dem die Dinger als "Bresser professional line" auftraten. Ein Vereinskamerad hat sich so einen Tubus mitgenommen, und als wir dann abends an der Sternwarte saßen, haben wir blöd geschaut, weil die Linse sichtbar nicht auspoliert war. Na, das wurde dann problemlos umgetauscht (in ein paar Wochen).
Später hat ein weitere Vereinskamerad auch so ein Gerät angeschafft, auf nem GP-Clone. Ich denke das Ding ist soweit durchschnittlich, hatte aber dann auch so seine Probleme mit meinem 90/1000. Später habe ich noch ein 4. Gerät an einem gemeinsamen Beobachtungsabend kennengelernt, das hatte es dann auch mit meinem 90/1000 nicht so leicht, aber es war auch nicht so, daß man sich groß drüber beschwert hätte.
Es ist halt einfach ein wenig Lotto, was für ein Gerät man erwischt. Wenn man es sich dann justieren lassen kann, ist das schonmal ein Gewinn. Naja, und realistisch betrachtet hat man mit dem 90er sicher auch etwas Lotto, nur unter günstigeren Vorzeichen, weil die kleinere Fläche sicher einfacher hinzukriegen ist.

Clear Skies
Sven
 
Uwe, daß die Billignewtons einer Serienstreuung unterliegen ist doch klar
und hat auch niemand bestritten, aber die Billigrefraktoren unterliegen
dieser ganz genauso, oder glaubst du wirklich die wären alle beugungsbegrenzt? Schön wärs!
Bei den Billigrefraktoren kommen dann noch weitere SEHR HÄUFIGE Fehler
hinzu wie Dezentrierung, Verkippung und Dejustage!!!

Der vorteil des Billignewton gegenüber dem Billigrefraktor ist daher
eindeutig: alle möglichen Fehler in der Position der optischen Elemente
KÖNNEN behoben werden durch Justierung der Elemente und dafür gibt es
Anleitungen im Web zuhauf.

Was glaubst du ist für einen Einsteiger einfacher:

1. einen dejustierten Newton zu justieren
2. ein dezentriertes, verkipptes Luftspaltobjektiv zu reparieren und
anschließend zu justieren (und das meist ohne justierbare Fassung).

Beantworte dir selbst diese Frage und du weißt, warum ich dem Einsteiger
lieber einen Billignewton empfehle als einen Billigrefraktor.

Bino-Tom
 
Hallo Uwe,

na, ich hab es schon so oft geschrieben: Anfänger muß nicht Anfänger bleiben. Man kann zwar auch vom "fortgeschrittenen Anfänger" sprechen, der 5 Jahre dabei ist, sich aber nicht die Bohne weiterentwickelt hat. Aber ein Einsteiger, der nach einer Weile mal mit anderen Sternfreunden auf der Wiese steht, der wird sich sicher weiter entwickeln und ich habe es schon oft erlebt, wie die "AHA!"-Augen groß wurden, nachdem man eben dem 8" f/6 mal eine Grundjustage verpasst hatte. Nach zweimal zusehen ist das dann auch schnell gelernt.

Aber Uwe, da sind wir schon so oft gewesen: Wer keine Lust hat, selbst was am Gerät zu tun, und wer sich auch nicht weiterentwickeln kann oder will, der kann sich wirklich selbst aussuchen, wieviel Fehler er für wieviel Geld kaufen will.

Wer sich als Einsteiger oder Fortgeschrittener dafür interessiert, sollte meine recht umfassenden Berichte über Optiksysteme im Wettstreit lesen. Da steckt fast alles drin und die Artikel kamen ja allgemein gut an.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,
ich bin der neue ...und komm jetz öfters <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Seit Anfang diesen Sommers bin ich mehr oder weniger stolzer Besitzer eines Seben "Big Boss" und seit kurzem eines ETX-70AT von meade.
Was ich mit den beiden Geräten so vorhabe / hatte war folgendes:
Webcam aufnahmen von Planeten und etwas deepsky und sonnenbeobachtung.
Nach lesen einiger Threats musste ich aber leider feststellen das es nicht nur an mangeldem Wissen und meinen Fertigkeiten liegt daß ich große Schwierigkeiten habe überhaupt etwas zu finden, geschweige denn, ein Foto davon zu machen.
Nun suche ich händeringend jemanden in meiner näheren Umbebung der mir bei der Einstellung des Seben oder dem neukauf eines "vernünftigen" Teleskopes zur seite stehen kann.
Ich würde mich sogar erstmal auf Planeten Aufnahmen festlegen um die Auswahl der Teleskope etwas einzuschränken.
Die Versuche mit der Webcam werden zur zeit mit einer 2-U Cam von Phillips durchgeführt ( wobei ich Probleme habe ein scharfes Bild aufzunehmen ).
ein frohes Fest noch euch allen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Hallo,
habe ein 114/900 von meinem Arbeitskollegen geschenkt bekommen. Sind so ins Gespräch gekommen, hm....er hatte noch eins auf dem Speicher liegen. Nichts besonderes...aber es reicht erstmal. Nur der Qaz ist eingerissen. Und neu justieren muss ich auch noch. Aber dies ist hier sehr gut beschrieben. Also erst Flies und dann justieren. Wird schon klappen.

Danke euch allen, nach First Light werde ich nochmal kurz beschreiben wie es war und was ich überhaupt sah.
 
Hallo Detlef,
nicht der schlechteste Einstieg, ein 114/900 für lau. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Ne Tube guten Kleber für den OAZ kannst Du Dir ja nun so gerade eben leisten. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Was sind denn für Okulare dabei?
CS
*entfernt*
 
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